Richard Osman

 4,3 Sterne bei 595 Bewertungen

Lebenslauf von Richard Osman

RICHARD OSMAN ist Autor, Fernsehmoderator und Produzent. Der Donnerstagsmordclub und die verirrte Kugel ist sein dritter Roman, der in große Fußstapfen zu treten hat, nachdem die ersten beiden Bände der Serie internationale Bestseller gewesen sind. Doch in diesem Sinne ist er wie seine Helden. Er nimmt die Herausforderung begierig an.  Richard Osman ist ein englischer Fernsehmoderator, Produzent und seit Neuestem auch Autor. Die Idee für seine Krimireihe kam ihm, als er eine Verwandte in einer luxuriösen Seniorenresidenz besucht hat und ihm das Schlimmste zugestoßen ist, was einem modernen Menschen widerfahren kann: Er hatte keinen Handyempfang. Wer denkt da nicht sofort an Mord und Totschlag? 

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Der Donnerstagsmordclub (Die Mordclub-Serie 1) (ISBN: 9783548066530)

Der Donnerstagsmordclub (Die Mordclub-Serie 1)

 (295)
Erscheint am 29.12.2022 als Taschenbuch bei Ullstein Taschenbuch Verlag. Es ist der 1. Band der Reihe "Die Mordclub-Serie".
Cover des Buches Der Donnerstagsmordclub und der Mann, der zweimal starb (Die Mordclub-Serie 2) (ISBN: 9783548068039)

Der Donnerstagsmordclub und der Mann, der zweimal starb (Die Mordclub-Serie 2)

 (2)
Erscheint am 29.12.2022 als Taschenbuch bei Ullstein Taschenbuch Verlag.
Cover des Buches Der Donnerstagsmordclub und die verirrte Kugel (Die Mordclub-Serie 3) (ISBN: 9783471360521)

Der Donnerstagsmordclub und die verirrte Kugel (Die Mordclub-Serie 3)

Erscheint am 23.02.2023 als Taschenbuch bei List Verlag.
Cover des Buches Der Donnerstagsmordclub und die verirrte Kugel (Die Mordclub-Serie 3) (ISBN: 9783957132901)

Der Donnerstagsmordclub und die verirrte Kugel (Die Mordclub-Serie 3)

Erscheint am 23.02.2023 als Hörbuch bei Hörbuch Hamburg.

Neue Rezensionen zu Richard Osman

Cover des Buches Der Donnerstagsmordclub (Die Mordclub-Serie 1) (ISBN: 9783548066530)
J

Rezension zu "Der Donnerstagsmordclub (Die Mordclub-Serie 1)" von Richard Osman

Zum Ermitteln ist man nie zu alt!
Jackolinovor 7 Stunden

In einer luxuriösen Seniorenresidenz „Coopers Chase“ treffen Menschen aufeinander, die alle in ihrem Leben einen großartigen Job gemacht haben, zum Teil in der Öffentlichkeit standen oder sie von Berufs wegen gemieden haben.

Sie wehren sich dagegen, einfach nur auf den Tod zu warten und vier von ihnen haben sich zusammengetan, um alte Kriminalfälle zu lösen, zwar letztendlich in Zusammenarbeit mit der Polizei aber auch oft recht selbstständig. Möglich ist das, weil eines der Mitglieder im Club früher einmal Detective war und alte Akten – etwas unrechtmäßig – kopiert hat, um die Fälle im Ruhestand endlich lösen zu können.

Joyce, einer neuen Bewohnerin, wird die Ehre zuteil, in die Gruppe aufgenommen zu werden und kurz darauf sind es nicht mehr nur alte Fälle, die auf eine Lösung warten, sondern auch ein ganz aktueller Fall von Totschlag oder Mord an jemandem, den alle kannten.

Und dieser Mord war nur der Anfang. Es ist oft verwirrend und ich empfinde es als eine sehr gute Idee, Joyce über alle Vorkommnisse Tagebuch führen zu lassen. So kommt es am Ende fast jeden Kapitels nochmal zu einer Zusammenfassung aus Sicht eines Mitglieds der Gruppe.

Der Autor Richard Osman hat die Bewohner der Seniorenresidenz mit großer Sympathie und Empathie beschrieben, man merkt ihm an, dass er sich an tatsächlich lebenden Menschen orientiert. Es ist schön, dass ihnen Witz, Klugheit, Spontanität, Herzenswärme und manchmal auch Gerissenheit zugeschrieben werden, aber auch nicht verschwiegen wird, dass alte Menschen eben auch Gebrechen haben, die ihnen das Leben in den letzten Jahren schwermachen.

Natürlich wird der Gerechtigkeit am Schluss Genüge getan, wenn auch ganz anders, als man das vielleicht erwarten würde.

 

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Cover des Buches Der Donnerstagsmordclub: Die Mordclub-Serie 1 (ISBN: B091ZBFTXT)
Julja95s avatar

Rezension zu "Der Donnerstagsmordclub: Die Mordclub-Serie 1" von Richard Osman

Bei 32% des Hörbuchs abgebrochen
Julja95vor 3 Tagen

Ich glaube, ich könnte der Handlung nur dann folgen, wenn ich über die Personen, die eine Rolle spielen, Protokoll führe. Ich kann mir die vielen Namen nicht merken und habe keine Ahnung, um wen es da geht. Dachte, es wäre eine süße und witzige Geschichte über ein paar kauzige Rentner. Hat mich aber gelangweilt und ich hatte keine Lust darauf, es weiter zu hören.

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Cover des Buches Der Donnerstagsmordclub (Die Mordclub-Serie 1) (ISBN: 9783548066530)
Louise_Sountoulidiss avatar

Rezension zu "Der Donnerstagsmordclub (Die Mordclub-Serie 1)" von Richard Osman

Aller Ehren wert!
Louise_Sountoulidisvor 12 Tagen

Während meines Urlaubs an der Ostseeküste entdeckte ich in einem kleinen Geschäft direkt am Strand „Der Donnerstagsmordclub“ und ahnte zu diesem Zeitpunkt nicht, dass ich ein kleines Schätzchen ich in den Händen hielt.

Intro:

Kommissar Zufall spielte mir den ersten Band der Mordclub-Reihe von Richard Osman in die Hände. So richtig Zeit zum Stöbern in Buchläden habe ich meist nur im Urlaub, wenn mich keine Termine hetzen und ich es mal nicht eilig habe. An solchen Tagen habe ich dann die Muße, langsam durch die Reihen zu schlendern und mir hier und da ein Buch zu greifen und den Klappentext zu lesen. Genau auf diese Art und Weise entdeckte ich „Der Donnerstagsmordclub“, von dem ich bis dato noch nichts gehört oder gelesen hatte. Und das war vielleicht auch gut so, denn durch diesen Umstand konnte ich ganz unvoreingenommen an die Geschichte herangehen, ohne zu ahnen, welch ein Wirbel um diese Buch gemacht wird. Ehrlicher Weise muss ich zugeben, dass ich es mir dann höchstwahrscheinlich nicht gekauft hätte, weil ich schon allzu oft nicht das in diesen Bestsellern sehen konnte, was andere darin sahen und somit im Nachhinein meist enttäuscht war.

Doch Urlaub und Abgeschiedenheit sei Dank lag der Fall hier diesmal anders.  

Vier Senioren versuchen sich an einer Mordaufklärung? Das versprach unterhaltsam zu werden, doch fand ich in der Seniorenresidenz in der Grafschaft Kent noch viel mehr als nur einen Toten und dessen Mörder…

Zur Handlung:

Coopers Chase ist eine luxuriöse Seniorenresidenz mit direkt angrenzendem Pflegeheim. Wer hier wohnt, hat es gut getroffen, denn alles, was das tägliche Leben annehmlich macht und versüßt, ist vorhanden. Nur für das in Schwung haltende Amüsement muss man selbst sorgen. Aus diesem Grund treffen sich vier rüstige Senioren jeden Donnerstag im sogenannten Puzzlezimmer, um alte ungeklärte Verbrechen durchzusehen und die sich bisher ihrer gerechten Strafe entziehenden Täter endlich dingfest zu machen. Doch plötzlich geschieht ein aktueller Mord in ihrer unmittelbaren Umgebung und das Quartett ist nicht mehr zu bremsen. Sie ermitteln auf ihre ganz eigene Art. Es werden die jeweiligen Fähigkeiten genutzt, alte Kontakte und Verbindungen aktiviert  und alles mit der Weisheit aus vielen gelebten Jahren verknüpft. Können sie auf diese Weise dem Verbrecher auf die Spur kommen und wie reagiert die Polizei auf die etwas sonderbare Einmischung in ihre Ermittlungsarbeiten?

Hinweis:

„Der Donnerstagsmordclub“ ist Band 1 einer Reihe. Die kriminalistische Handlung ist zwar in sich abgeschlossen, sodass er aus dieser Sicht unabhängig lesbar ist, allerdings werden die Nachfolgebände aus der Perspektive des Settings und der Figuren aufeinander aufbauen. Die Veröffentlichung der Fortsetzung „Der Mann, der zweimal starb“ ist für Januar 2022 geplant.

Die Figuren:

Die Charaktere sind unglaublich lebendig und sympathisch gezeichnet. Jeder einzelnen Figur hat der Autor ein ganz eigenes gelebtes Leben samt individueller Vergangenheit und daraus resultierenden Wesenszügen auf den Leib geschrieben. 

Elizabeth arbeitete früher für einen Geheimdienst und ist ganz klar die Anführerin des Quartetts. Sie weiß sehr genau, wo man lose Ermittlungsfäden aufgreifen kann und wie die damit verbundenen Aufgaben delegiert werden. Ihre direkte und redegewandte Art sorgt meist dafür, den Gegenüber zu überrumpeln und doch kommt er nicht umhin darüber zu schmunzeln und sie in sein Herz zu schließen. 

Ibrahim ist Psychiater a. D. und daraus resultiert ein gewisses Talent, Menschen zum Reden zu bringen. Aufgrund seines ruhigen und   besonnenen Wesens möchte sich ihm über kurz oder lang jeder mitteilen. Noch immer befasst er sich mit seinen alten Patientenakten und sucht nach Lücken oder Fehlern in den Therapieverläufen.

Ron ist ein harter Bursche und nicht so leicht aus der Fassung zu bringen. Man könnte ihn auch einen zähen Hund nennen. Er vermisst die Action als Gewerkschaftsführer sehr, stand er doch immer ganz vorn, wenn es ordentlich zur Sache ging. Doch hinter der grummeligen Schale verbirgt sich ein durchaus witziger, treuer und liebevoller Zeitgenosse. 

Joyce  ist die Nachzüglerin der Truppe und als ehemalige Krankenschwester mit ihrem stets zugewandten und freundlichen Wesen allseits beliebt. 

Auch sämtlichen Nebenfiguren hat der Autor genau die richtige Dosis Charakter verliehen und den nötigen Raum zur Entfaltung gegeben, den sie jeweils benötigen, um vom Leser gesehen und gespürt zu werden.

Der Schreibstil:

Richard Osman schreibt sehr schön flüssig und ich konnte den wechselnden Perspektiven stets gut folgen.

Der Handlungsaufbau ist typisch für das Kriminal-Genre „Cosy Crime“. Atmosphärisch dicht und mit viel Lokalkolorit versehen führt der Autor den Leser erzählerisch durch die Geschichte. Unterstützt wird das Ganze von einer gut dosierten Prise des typisch englischen Humors.

Das Setting des zu einer Seniorenresidenz umgebauten ehemaligen Klosters in der englischen Grafschaft Kent ist überaus bildhaft gezeichnet. Ich konnte mich durch die Gänge, das weiträumige Gelände und über den alten Friedhof wandeln sehen, habe das Aroma der Felder und die immer so typische Hafenluft gerochen.

Der kriminalistische Fall ist sehr gut konstruiert und zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Plot, bis letztlich sämtliche Fäden raffiniert und schlüssig zusammenführen. Vorhersehbar? Ganz und gar nicht! Wilde und actionreiche Verfolgungsjagden gibt es hier allerdings nicht. Das ist auch gut so, denn es würde nicht dem sehr betagten Alter des  Ermittler-Quartetts entsprechen. Dafür findet man unglaublich viel Tiefgang. Sei es bei den liebevoll ausgearbeiteten und akzentuierten Figuren oder in den zwischenmenschlichen Handlungen und Kommunikationen. Mit ganz viel Empathie und Sensibilität lässt der Autor den Leser zudem einen berührenden Blick auf den letzten Lebensabschnitt eines Menschen werfen. Was ist noch übrig von dem einstmals voll im Leben stehenden Menschen? Was fängt man mit der restlichen Zeit an, die einem noch bleibt? Und was ist wirklich noch von Bedeutung? Wer ist noch an deiner Seite und wer schon den letzten Weg ohne dich gegangen?

Richard Osman ist es gelungen, dies alles wirklich kurzweilig und unterhaltsam, aber auch spannend und emotional zu verpacken. Zwischen seinen Zeilen ist so viel versteckt, dass sich zu entdecken lohnt, wenn man sich darauf einlässt.

Ich verfolgte gespannt die unkonventionelle Vorgehensweise seines exzentrischen Quartetts und habe mich des Öfteren beim Schmunzeln ob ihrer Taten ertappt. Die so eigenwilligen Wesenszüge der Senioren haben mir regelrecht das Herz gewärmt und bisweilen fühlte ich mich an meine eigenen Großeltern erinnert. Am meisten hat mich aber die würde-und stilvolle Sicht des Autors auf das Leben und dessen Ende beeindruckt und mir mit Voranschreiten der Handlung und dem damit verbundenen Offenlegen der Hintergründe die ein oder andere Träne entlockt.

Fazit:

„Der Donnerstagsmordclub“ ist nicht nur einfach ein absolut gelungener, bis zum Ende spannend bleibender Krimi aus dem Genre-Bereich „Cosy Crime“, geschrieben in einer überaus gelungenen Erzählweise mit ganz viel Charme, Witz und mächtigem Tiefgang.

Er ist noch so viel mehr ist als das! Ein absolut liebevoller und ehrwürdiger Blick auf die Freundschaft, die Liebe und das Altern…

Und für mich ergab sich eine neue Erkenntnis: 

Manchmal ist ein Buch eben wirklich einfach gut! Und aller Ehren wert! Punkt! Darauf eine Tasse Tee, englisch, versteht sich und aus dem Service meiner Oma…

 

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