Philip K. Dick

 4,1 Sterne bei 1.313 Bewertungen
Autor von Blade Runner, Das Orakel vom Berge und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Philip K. Dick

Philip Kindred Dick und seine Zwillingsschwester Charlotte Jane Dick kamen sechs Wochen zur früh zur Welt. Dicks Mutter, Dorothy Dick, war mit den beiden Kindern vollkommen überfordert und auch wegen schlechter medizinischer Versorgung starb Charlotte fünf Wochen nach der Geburt. Dicks Vater war zu dieser Zeit Ermittler im Landwirtschaftsministerium und sehr viel unterwegs. Dick hatte immer schon Probleme mit seinen Eltern, die sich immer sehr bürgerlich anpassen wollten, da auch beide im Staatsdienst waren. Als sich seine Eltern scheiden ließen ging er mit der Mutter nach Washington. Ein Lehrer bemerkte dort, dass Philip Talent zum Geschichten erzählen hatte, in dieser zeit begann er seine ersten Kurzgeschichten niederzuschreiben. Nach der Highschool studierte er an der University of California, heiratete Jeanette Marlin und ließ sich nach sechs Monaten wieder scheiden. Die nächsten Jahre arbeitete er in einem Plattenladen und als Radiomoderator. Seine Kurzgeschichten verkaufte er nun auch für Geld. 1950 heiratete er wieder die in der linken Szene sehr aktive Kleo Apostolides. Nach einigen Jahren ließ er sich wieder scheiden und heiratete noch drei andere Ehefrauen. Von seinen fünf Ehefrauen hat er zwei Kinder, Laura und Christopher. Dick las alles Mögliche und studierte Germanistik, deswegen tauchen in seinen Büchern auch immer wieder deutsche Zitate auf. Dick machte keinen Abschluss und konnte kaum eines seiner Bücher zu Lebzeiten veröffentlichen. Er experimentierte viel mit bewusstseinserweiternden Drogen. Sein Haus galt eine Zeit lang als Drogen- und Kriminellen Treffplatz. Diese Zeit fließt sehr in seinen Roman "A Scanner Darkly" ein. Dick entwickelte eine Abneigung gegen das FBI und den KGB. Er glaubte eine Vision gehabt zu haben, konnte aber nie rausfinden ob diese göttlichen Ursprungs war. Sein Buch "Träumen Androiden von elektrischen Schafen?" wurde von Ridley Scot zu "Blade Runner" verfilmt. Dick war in die Dreharbeiten involviert, starb aber vor der Premiere. Am 2. März 1982 starb er in Santa Ana nachdem er ein Paar Tage vorher einen Schlaganfall und einen Herzinfarkt erlitten hatte. Er hatte beschlossen, alle medizinischen Geräte abschalten zu lassen und wollte, dass seine Asche mit in das Grab seiner Zwillingsschwester gelegt wird.

Alle Bücher von Philip K. Dick

Cover des Buches Blade Runner (ISBN: 9783596522736)

Blade Runner

 (256)
Erschienen am 23.09.2020
Cover des Buches Das Orakel vom Berge (ISBN: 9783596521326)

Das Orakel vom Berge

 (129)
Erschienen am 23.02.2017
Cover des Buches Ubik (ISBN: 9783596905690)

Ubik

 (109)
Erschienen am 25.09.2014
Cover des Buches Der dunkle Schirm (ISBN: 9783596905669)

Der dunkle Schirm

 (76)
Erschienen am 25.09.2014
Cover des Buches Zeit aus den Fugen (ISBN: 9783596906956)

Zeit aus den Fugen

 (62)
Erschienen am 23.01.2019
Cover des Buches Der unmögliche Planet (ISBN: 9783453217317)

Der unmögliche Planet

 (54)
Erschienen am 01.09.2002
Cover des Buches Nach der Bombe (ISBN: 9783596905607)

Nach der Bombe

 (54)
Erschienen am 27.04.2016
Cover des Buches Eine andere Welt (ISBN: 9783596905614)

Eine andere Welt

 (46)
Erschienen am 26.03.2015

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Philip K. Dick

Cover des Buches Das Orakel vom Berge (ISBN: 9783596521326)D

Rezension zu "Das Orakel vom Berge" von Philip K. Dick

Wenn sich Hitler mit Japan die USA geteilt hätte?
dunkelbuchvor 3 Monaten

Auch als "The Man In The High Castle" bekannt und zurecht verfilmt. Gruselige Dystopie, die sich ausmalt, was gewesen wäre, wenn die Nazis den 2. Weltkrieg gewonnen hätten...                            

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Cover des Buches Blade Runner (ISBN: 9783596522736)D

Rezension zu "Blade Runner" von Philip K. Dick

Unbedingt lesenswert!
dunkelbuchvor 3 Monaten

Großartiger, spannender und philosophischer SciFi-Klassiker, in einer düsteren Welt nach einem Atomkrieg, in der die Grenzen zwischen Mensch- und Robotersein langsam verschwimmen.                                

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Cover des Buches Do Androids Dream of Electric Sheep? (ISBN: 9780575116764)C

Rezension zu "Do Androids Dream of Electric Sheep?" von Philip K. Dick

Empathiefähigkeit als Maßstab von Menschlichkeit?
Catastrophiavor 5 Monaten

"Do Androids Dream of Electric Sheep?", fragt sich der Kopfgeldjäger Rick Deckard, der im postapokalyptischen San Francisco des Jahrs 1992 Jagd auf widerständige Androiden macht. Nach einem Atomkrieg sind die meisten Menschen Richtung Mars gezogen. Tiere sind beinah ausgestorben, Konsum und Kapitalismus quicklebendig. Als er auf die neueste Androidengeneration trifft, muss Rick sich damit auseinandersetzen, wo die Grenze zwischen individuellem Bewusstsein und ausgeklügelter Maschine wirklich verläuft und welche Gefahren entstehen, wenn diese Unterscheidung nicht mehr so leicht möglich ist. 


Der 1968 von Philip K. Dick veröffentlichte Roman ist einer der Klassiker der Science Fiction und Buchvorlage des großartigen "Blade Runner" von Ridley Scott. Der Film weicht aber in einigen Punkten vom Buch ab, wobei ich das Buch im Vergleich zum Film tiefgehender fand - der FIlm besticht dagegen durch seine Atmosphäre und die Musik, weshalb ich hier keinen "was ist besser?"- Vergleich anstellen möchte. Durch das Buch wurden mir aber auf jeden Fall einige Dinge aus dem Film noch einmal deutlicher.


So nehmen Tiere im Roman eine große Rolle ein, sind deutlich prominenter als im Film und Symbol der Umwelt- und Naturzerstörung infolge des Atomkriegs. Da fast alle Tierarten ausgestorben sind, ist der Besitz echter Tiere ein Statussymbol. Schon eine Spinne kostet einige hundert Dollar, was sich viele Menschen nicht leisten können. Denn wer auf der Erde zurückgeblieben ist, ist in irgendeiner Form deprivilegiert, emotional unentwickelt, Außenseiter, und versucht sich entsprechend, über Wasser zu halten. Während Mars-Aussiedler einen humanoiden Androiden erhalten, können sich die Erdenbewohner*innen, wenn sie sich keine richtigen Tiere leisten können, zumindest Tier-Androiden leisten, denn natürlich haben Firmen diese Marktlücke entdeckt. Freilich sind die elektrischen Tiere nur ein schlechter Ersatz und werden von den Besitzer*innen in der Regel als echte Tiere ausgegeben. Dementsprechend ist eines von Ricks zentralen Motiven für seine Arbeit der Wunsch nach einem echten Tier, das er mit dem Kopfgeld finanzieren möchte. 


Während man im Film über die Gesellschaftsorganisation eher weniger lernt, spielt diese im Buch eine größere Rolle, und zwar gerade auch, was das Thema Religion angeht.  Da die Unterscheidung zwischen Mensch und Maschine nicht entlang von Intellekt, sondern Empathiefähigkeit möglich ist, steht die menschliche Empathiefähigkeit im Zentrum. Die Menschen nutzen sogenannte "Empathy Boxes", um in eine virtuelle Welt zu gelangen und in dieser gemeinsam mit dem Religionsstifter Wilbur Mercer Empathie zu erleben. Zudem gibt es Geräte, die die Stimmung beeinflussen können und denen man durch Zahlencodes befehlen kann, eine bestimmte Stimmung auszulösen. 


Aus heutiger Perspektive mag die Frage der Menschlichkeit von Maschinen vielleicht etwas totgekaut wirken, aber sie ist und bleibt philosophisch trotzdem spannend und zeitlos. So sind die Themen des Romans auch über 50 Jahre nach seiner Erscheinung noch relevant. Etwas schade ist es daher, dass das Buch sehr im Schatten des Films verschwunden ist. Mich konnte das relativ dünne Buch (etwas über 200 Seiten) auf jeden Fall sehr abholen und gerade auch die Teile, in denen es sich vom Film unterscheidet, machen seinen Gehalt aus. 





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Zusätzliche Informationen

Philip K. Dick wurde am 15. Dezember 1928 in Chicago (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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