Peter Michalzik

 3,6 Sterne bei 155 Bewertungen
Autor von Die Liebe in Gedanken, Kleist und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Peter Michalzik

Peter Michalzik, geboren 1963 in Landshut, ist Journalist, Theaterkritiker und Buchautor. Er arbeitet als Feuilletonredakteur bei der Frankfurter Rundschau und schrieb Biographien über Gustaf Gründgens und Siegfried Unseld. Zuletzt erschien von ihm das Theaterbuch »Die sind ja nackt«. Mit Kleist beschäftigt Michalzik seit Jahren. Er lebt in Frankfurt am Main. 

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Peter Michalzik

Cover des Buches Die Liebe in Gedanken (ISBN: 9783351037673)

Die Liebe in Gedanken

 (5)
Erschienen am 11.10.2019
Cover des Buches Kleist (ISBN: 9783548611044)

Kleist

 (4)
Erschienen am 13.07.2012
Cover des Buches Der Dichter und der Banker (ISBN: 9783150112618)

Der Dichter und der Banker

 (2)
Erschienen am 11.03.2020
Cover des Buches 1900 (ISBN: 9783832198732)

1900

 (2)
Erschienen am 12.03.2018
Cover des Buches Die sind ja nackt! (ISBN: 9783832180669)

Die sind ja nackt!

 (1)
Erschienen am 29.10.2009
Cover des Buches Gustaf Gründgens (ISBN: 9783548601342)

Gustaf Gründgens

 (0)
Erschienen am 01.12.2001
Cover des Buches Horváth, Hoppe, Hitler (ISBN: 9783351038137)

Horváth, Hoppe, Hitler

 (0)
Erschienen am 14.03.2022
Cover des Buches 100 Jahre Theater Wunder Schweiz (ISBN: 9783957492975)

100 Jahre Theater Wunder Schweiz

 (0)
Erschienen am 16.11.2020

Neue Rezensionen zu Peter Michalzik

Cover des Buches Die Liebe in Gedanken (ISBN: 9783351037673)B

Rezension zu "Die Liebe in Gedanken" von Peter Michalzik

Eine spannende Darstellung des Schreibens und der Zeit
Beate_Krausvor 3 Monaten

Während der Briefwechsel zwischen Marina Zwetajewa, Boris Pasternak und Rainer Maria Rilke teilweise schwer zu verstehen und umständlich formuliert ist, wird in diesem Buch ein Überblick gegeben, der uns in eine turbulente Zwischen-Epoche mitnimmt. Die Geschichte zu Beginn des 20. Jahrhunderts beutelt die drei Dichter*innen ganz gehörig. Zwei von ihnen sind im Exil, der Dritte wird zuhause in Moskau nicht froh. Die alte Welt, die sie kannten, geht unter, während die neuen Zeiten nichts Gutes verheißen. 

Zwischen Marina Zwetajewa und Boris Pasternak entsteht ein Schriftwechsel, der zögerlich beginnt, dann aber immer mehr an Fahrt aufnimmt. Nach einiger Zeit zieht die junge Frau auch Rilke mit in diese Konstellation hinein, wodurch sich wieder eine neue Dynamik entwickelt. Der Autor, Peter Michalzik, schildert all dies so spannend, dass man das Buch gar nicht aus der Hand legen mag.

Viele der Gedichte der drei Lyriker*innen lassen sich nach der Lektüre des Buches besser verstehen. - Übrigens kennt man Pasternak ja vor allem als Autor des "Doktor Schiwago", er selbst hat sich aber immer als Lyriker verstanden. Er hat sehr intensiv an der Frage geforscht, welche Art von Dichtung einem neuen Zeitalter gerecht wird. (Ob er die Aufgabe gut gelöst hat, wird hier nicht diskutiert, nur angeschnitten.)

Ziemlich genau 100 Jahre nachdem der Briefwechsel stattfand, ist es unglaublich spannend, über die Zeit und ihre Schriftsteller*innen zu lesen. Gerade jetzt, wo die Beschäftigung mit der Geschichte Russlands wieder interessant wird...

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Cover des Buches Der Dichter und der Banker (ISBN: 9783150112618)K

Rezension zu "Der Dichter und der Banker" von Peter Michalzik

Der Dichter und der Banker
Kristall86vor 2 Jahren

Klappentext:

„1796, Frankfurt am Main: Friedrich Hölderlin wird für einige Jahre Hauslehrer bei dem Bankier Jacob Gontard und erlebt die glücklichste Zeit seines Lebens. Das liegt nicht nur an Susette, der Frau Gontards, sondern auch an der freundlichen Familie und dem anregenden Umfeld. Geld und Poesie, Kalkül und Leidenschaft, Leben und Dichten stehen hier nicht in Konkurrenz, sondern berühren sich. Für einen langen Moment scheinen sie sich anfreunden zu können.

Welches Verhältnis hatten Hölderlin und Gontard, der Dichter und der Banker? Niemals wurde bisher davon erzählt. War Hölderlins Liebesverhältnis zu Susette Gontard wirklich so entscheidend für sein Leben? Peter Michalzik gelingt eine packende biografische Annäherung an einen der größten Dichter der deutschen Literatur, die zugleich eine inspirierende Erzählung über das Verhältnis von Kunst und Ökonomie ist.“


Peter Michalzik hat einen schönen und Hölderlin’s würdigen „Roman“ verfasst. Die Anführungszeichen deshalb, denn so ganz stimmt es nicht mit dem Roman. Wir erleben eher eine Art Aufzeichnung, Aneinanderreihung an Geschehnissen die Hölderin widerfahren sind bzw. sein könnten. Aber nicht nur das. Als Leser machen wir wahrlich eine geschichtliche Zeitreise, denn Michalzik hat eine besondere Art zu erzählen. Wir erleben die Menschen, die Stimmungen der damaligen Zeit, als könne man den Duft der Kaffeehäuser erahnen und das Rascheln der Kleider von damals hören. Er schweift dabei aber nicht in die Ferne ab oder wird gar extrem - nein. Er beweist einen sehr feinen und zarten Stil, der, wie gesagt, Hölderin mit Sicherheit gefallen hätte, auch wenn einige Fakten die hier angesprochen werden, nicht bestätigt sind. Obgleich wir viele Vermutungen des Autors erfahren (sehr gut beschrieben und niedergelegt am Ende jedes Kapitels), so werden wir nie erfahren ob dies wirklich alles geschehen ist oder nicht. Egal - denn mit diesem Buch von Peter Michalzik dürfen wir ein wenig träumen, denken, sinnieren, philosophieren und vermuten....

4 von 5 Sterne!

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Cover des Buches Der Dichter und der Banker (ISBN: 9783150112618)C

Rezension zu "Der Dichter und der Banker" von Peter Michalzik

Ein wahres Kleinod
Christian_Mayervor 2 Jahren

Mit diesem Buch ist Peter Michalzik und dem Reclam-Verlag ein kleines Schmuckstück gelungen.

Es war das Cover, das mich aufmerksam gemacht hat. Gefolgt von diesem wunderbaren Titel: „Der Dichter und der Banker“. Hier scheinen zwei Gegensätze aufeinander zu prallen und daher fiel die Kaufentscheidung schnell.

 

Bereits auf den ersten Seiten präsentiert sich Michalzik als sehr guter Beobachter. Die Stimmung der Reichsstadt Frankfurt, das Gebaren der Menschen – alles wir plastisch geschildert. So auch Hölderlins Ankunft in Frankfurt und wie er sich im Hause der Bankiersfamilie Gontard etablierte. Zurecht weist Michalzik darauf hin, dass er spekulativ vorgeht, gibt es doch über die Beziehung zwischen Hölderlin und Gontard kaum Zeugnisse. Und dennoch ist der Autor bemüht, wenigstens das Umfeld jener Zeit systematisch zu erfassen. Hiervon zeugen nicht nur die verwendeten Quellen, die am Ende des Werkes zu jedem Kapitel aufgeführt sind. Auch steht Michalzik am Ende für jedes Kapitel Rede und Antwort, indem er den Leser wissen lässt, welche Ereignisse belegt, welche Geschehnisse historisch korrekt sind und wo er als Autor Lücken füllen musste.

 

Es bleibt nicht aus, dass die Beziehung zwischen dem Dichter und dem Banker eine gewaltige Leerstelle in der Forschung und Michalziks Darstellung damit eine spekulative Darstellung ist – auf Grund der schwachen Datenlage sogar eine von vielen. Und doch ist es eine mögliche Darstellung. Denn die historisch verwendeten Quellen lassen Michalziks Interpretation gelten.

 

Das Büchlein präsentiert keinen Roman. Dialoge finden sich nicht wörtlich. Vielmehr werden Gespräche angedeutet, es wird vermutet, wie diese abgelaufen sein könnten. Und damit wird dieses Werk zu einer biographischen Erzählung. Auch wenn Michalzik selbst es an der Schnittstelle zwischen biographischem Sachbuch und fiktiver Erzählung verortet.

 

Spannend ist das Verhältnis zwischen Hölderlin und Gontard. Hölderlin wird als Hauslehrer für den achtjährigen Sohn Henry angestellt und damit taucht der Dichter in eine für ihn unbekannte Welt ein. Anfangs scheint die Welt der Lyrik und die des Geldes im Haushalt Gontards koexistieren zu können, doch scheitert dieser Versuch und Hölderlin verlässt nach drei Jahren die Stadt. Ein besonderes Motiv spielt hierfür die Beziehung Hölderlins zu Gontards Frau Susette.

 

Mit Hölderlins Versen konnte ich wenig anfangen. Mit seinen Erfahrungen in der Stadt und den Menschen dort aber umso mehr. Man muss Michalziks Buch aufmerksam lesen. Nicht weil es kompliziert geschrieben wäre. Im Gegenteil. Es ist seine Sprache, die ein eindrucksvolles Gemälde jener Zeit entstehen lässt. Jedes Wort scheint gezielt abgewogen und platziert zu sein. Wunderbar.

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Peter Michalzik wurde am 25. April 1963 in Landshut (Deutschland) geboren.

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