Peter Jamin

 4 Sterne bei 29 Bewertungen
Autor von Ohne jede Spur, Besser Eigentor als gar kein Tor und weiteren Büchern.
Autorenbild von Peter Jamin (©)

Lebenslauf von Peter Jamin

Peter Jamin arbeitet als Journalist und Schriftsteller; lebt in Düsseldorf. Mehr als 40 Jahre als Journalist tätig; 15 Jahre davon als Redakteur und stellvertretender Redaktionsleiter in Redaktionen der WAZ-Gruppe. Veröffentlichte neben Artikeln und Kolumnen (in Zeitungen, Magazinen, Illustrierten, Internet) auch Fernsehreihen und -dokumentationen und publizierte mehr als 30 Bücher. Jamin ist im ernsten wie im heiteren Fach aktiv. In einer Reihe von Arbeiten befasste sich der Autor mit Aspekten des Themas „Gewalt“. In acht Sachbüchern (u.a. „Hilflos - Gewalt gegen Kinder“, Lübbe-Verlag) beschäftigte er sich mit der Situation von Opfern in unserer Gesellschaft. Das Sachbuch „Opfer - das Leben nach dem Überleben“ schrieb er mit Unterstützung des „Weissen Rings“; das Buch ist die einzige Bestandsaufnahme der Opfer-Situation in Deutschland. Jamin ist Autor/Regisseur von TV-Dokumentationen (u.a. „Der Engel von Mogadischu“, Fernsehfilm über die Opfer des Terrorismus, WDR u.a.). Er entwickelte und betreute u.a. fünf Jahre lang die TV-Reihe „WDR-Vermisst“, mit der er das Thema „Vermisste Menschen“ in Deutschland bekannt machte und eine Welle der Medienberichterstattung auslöste. Zum Thema „Vermisste Menschen“ schrieb er zwei Sachbücher, so „Vermisst - und manchmal Mord“ (2007, Verlag Deutsche Polizeiliteratur). In der Unterhaltung veröffentlichte Jamin im April 2014 das Buch "Besser Eigentor als gar kein Tor" (Blanvalet) und im November 2014 das eBook "Vereint lachen! Mauerfall und Wiedervereinigung im Spiegel ihrer Witze".

Alle Bücher von Peter Jamin

Cover des Buches Ohne jede Spur (ISBN: 9783499634154)

Ohne jede Spur

 (16)
Erschienen am 21.05.2019
Cover des Buches Die Witzekiste (ISBN: 9783423212410)

Die Witzekiste

 (2)
Erschienen am 01.10.2010
Cover des Buches Die letzten Abenteuer dieser Erde. (ISBN: B001C83EZ2)

Die letzten Abenteuer dieser Erde.

 (2)
Erschienen am 01.01.1981
Cover des Buches Besser Eigentor als gar kein Tor (ISBN: 9783442381418)

Besser Eigentor als gar kein Tor

 (2)
Erschienen am 21.04.2014
Cover des Buches Männer wollen immer, Frauen können immer (ISBN: 9783636062536)

Männer wollen immer, Frauen können immer

 (1)
Erschienen am 27.09.2005
Cover des Buches Vermisst-Ratgeber (ISBN: 9783944299068)

Vermisst-Ratgeber

 (1)
Erschienen am 06.03.2015
Cover des Buches Gärtnertipps für Herbst und Winter (ISBN: 9783802517464)

Gärtnertipps für Herbst und Winter

 (1)
Erschienen am 15.09.2007
Cover des Buches Vereint lachen! (ISBN: 9783548372709)

Vereint lachen!

 (1)
Erschienen am 10.06.2009

Neue Rezensionen zu Peter Jamin

Cover des Buches Ohne jede Spur (ISBN: 9783499634154)
kupfis_buecherkistes avatar

Rezension zu "Ohne jede Spur" von Peter Jamin

bewegend
kupfis_buecherkistevor einem Jahr

In den Nachrichten gibt es immer wieder diese Meldungen, die einem ein sehr ungutes Gefühl hinterlassen: ein Vermisstenfall. Wo geht ein Mensch hin, wenn er verschwindet? Ist dieser Mensch freiwillig gegangen, oder wurde er entführt? Und was macht das mit den Menschen, die mit dem Verschwundenen verwandt oder befreundet sind?

Diesen Fragen ist Peter Jamin nachgegangen. Von Anfang an erzählt er, was bei Vermisstenfällen passiert. Jeder Fall ist anders, individuell, und doch entstehen viele Gemeinsamkeiten. Die Familie und der Freundeskreis sind schockiert, investieren viel Zeit in die Suche, und gehen daran fast bis komplett zugrunde. Die Suche wird nie aufgegeben, man kann damit kaum richtig abschließen. Die Frage nach dem Warum schwebt wie ein Damoklesschwert über allem. Hängt das Verschwinden mit einem Fremdverschulden zusammen, oder wurden die Vermissten entführt oder bereits sogar ermordet?

Jeder Strohhalm wird ergriffen. Und doch: oft ist man allein auf sich gestellt. Der Polizei sind oft die Hände gebunden bei der Suche: Personalmangel, aber auch Zeitmangel sind hier leider kein Fremdwort. Dem Freundes- und Familienkreis wird oft der Fokus auf der Suche zu viel, es zählt nichts mehr anderes als diese Suche, und so wenden sich viele ab. Manchmal gibt es Hoffnung: Menschen kommen von alleine wieder, auch nach Jahren, oder werden gefunden, und es kann auch weitere Hilfe in Anspruch genommen werden. Aber selbst wenn ein trauriger Abschluss in Form von Tod stattfindet, kann für die Angehörigen ein Abschluss gefunden werden. 

Peter Jamin erzählt sehr eindringlich von den Schicksalen, die ihm begegnet sind. Demente Menschen, psychisch erkrankte Menschen, Entführungen, Suizide und Mordfälle: jeder Fall geht unter die Haut. Die Stimme von Alexander Gamnitzer geht einfühlsam auf die wahren Geschichten ein, und erzählt sie sehr persönlich. Zugegeben, ich konnte dieses Buch nicht durchgängig hören, sondern in Häppchen, weil es so persönlich, eindringlich, bewegend und schockierend zu gleich war. Toll umgesetzt, wenn auch sehr erschreckend. Man wünscht jeder Familie, dass dies nicht einen trifft, und hofft für die Betroffenen nur das Beste.





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Cover des Buches Ohne jede Spur (ISBN: 9783499634154)
Suszis avatar

Rezension zu "Ohne jede Spur" von Peter Jamin

Der Kreis der Opfer ist viel grösser
Suszivor einem Jahr

"True Crime" Berichte erfreuen sich aktuell immer grösserer Beliebtheit, wobei die Sensationslust meist dominiert und die Geschichten dementsprechend aufgebaut sind. Peter Jamin, der sich ehrenamtlich seit 25 Jahren mit Vermisstenfällen und der Unterstützung der Angehörigen beschäftigt, bedient mit dem vorliegenden Buch nicht nur die Faszination der Menschen an dem Bösen. Besonders gelungen und meiner Meinung nach fast noch wichtiger ist, das auch das Schicksal und Leid der Hinterbliebenen Beachtung findet. Beim Hören dieses Buches spürte ich sehr deutlich die Hilf- und Machtlosigkeit derer, die neben der Trauerarbeit kaum Unterstützung  vom Staat erhalten, stattdessen viel eher zum Spielball der Kompetenzstreitigkeiten einzelner Ämter und Behörden werden. Damit nähert sich dieses Buch für mich berührend anders den tragischen Einzelfällen, die jeder für sich ganze Familien, Freunde und Bekannte in den Abgrund ziehen.
Klare Leseempfehlung!

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Cover des Buches Ohne jede Spur (ISBN: 9783499634154)
Zsadistas avatar

Rezension zu "Ohne jede Spur" von Peter Jamin

Rezension zu "Ohne jede Spur - HB"
Zsadistavor einem Jahr

„Ohne jede Spur - HB“ sind Fälle von vermissten Personen zusammengefasst von dem Autor Peter Jamin.

 

Ich habe das Buch als Hörbuch gehört. Gelesen wird es von dem Sprecher Alexander Gamnitzer. Er hat eine sehr gute Arbeit geleistet. 

 

In den verschiedenen Geschichten geht es immer um verschwundene Personen. Manchmal aus der Sicht der Verlassenen, dann auch mal aus der Sicht der Verschwundenen. 

 

Das Buch ist etwas anderes als ich erwartet hatte. Ich hatte erwartet, dass von den jeweiligen Storys alles erzählt wird. Was die Hinterlassenen durchmachen, was die Polizei macht, wie gesucht wird, was raus kommt. 

 

Naja, meistens wurde auf die Polizei geschimpft, weil sie nichts tut. Auf der anderen Seite wird halt auch gesagt, dass erwachsene Menschen nicht gleich nach einer Stunde gesucht werden. Nicht mit Hundestaffeln, nicht mit Hubschraubern oder sonst etwas. Auch die Polizei ist unterbesetzt und überarbeitet. Klar gibt es auch Polizisten, die schlechte Arbeit leisten und keine Lust haben. Aber ständig auf die lahme Polizei zu schimpfen, macht das alles nicht besser. 

 

Aus den Geschichten ist auch oft genug selbst heraus gekommen, dass die verschwundenen Menschen verschwinden wollten oder später sogar wieder zurückgekommen sind. 

 

Im Ganzen waren es mir zu viele Geschichten, die oft nur oberflächlich erzählt wurden. Bei mir kam da gar nichts auf. Kein Bedauern, kein Mitleiden, alles lief so zack zack ab. 

 

Vielleicht hätte die Hälfte der Storys auch gereicht, dafür aber mit mehr Herzblut berichtet. 

 

Gerade bei der einen Geschichte wurde ich schon fast wütend. Da verschwindet einer, heiratet über den Erdball verschiedene Frauen, macht Kinder und kommt nach Deutschland zurück um zu Sterben. Sorry, dafür ist dann das deutsche System gut genug, da ist Thailand auf einmal nicht mehr gebacken. Die letzten Tage im Krankenhaus darf dann das System hier bezahlen oder wer kam dafür auf? Tja, deutsche Krankenhäuser sind dann ja doch besser als thailändische. Und bei der Familie dann heile Welt und Freude? Keinen interessieren die Frauen und Kinder, die er verlassen hat und abgehauen ist? Wie diese Frauen gelitten haben? Da kann ich mein Mitleid echt nicht finden, der wäre besser verschwunden geblieben.

 

Weniger Storys, mehr Tiefgang und mehr Blickwinkel wären hier echt von Vorteil gewesen. 

 

Ganz gut mal die Sache etwas aus der Sicht der Hinterbliebenen zu hören. Hier gäbe es aber auch noch viel Potential um es besser rüber zu bringen. 

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Zusätzliche Informationen

Peter Jamin wurde am 25. April 1951 in Bückeburg (Deutschland) geboren.

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