Olivia Kleinknecht

 3,7 Sterne bei 70 Bewertungen
Autorin von Der Regisseur, Der Regisseur / Der Kuss und weiteren Büchern.
Autorenbild von Olivia Kleinknecht (©Selfie)

Lebenslauf von Olivia Kleinknecht

Olivia Kleinknecht, 1960 in Stuttgart geboren, studierte Rechtswissenschaft in München und promovierte am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz zum Doktor der Rechte. Weitere Studien an der Kunsthochschule Accademia delle Arti del Disegno in Florenz folgten; die Aquarelle und Ölbilder der Künstlerin wurden bei Ausstellungen in Lausanne, Florenz und Stuttgart gezeigt.Seit 1994 ist sie freie Autorin und verfasst Romane und Sachbücher. Sie publizierte u.a. bei der Frankfurter Verlagsanstalt, S. Fischer und Edition Epoca. 1998 nahm sie am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt teil. Olivia Kleinknecht ist Mitglied des Deutschschweizer PEN-Zentrums, des Verbandes "Autorinnen und Autoren der Schweiz", des Syndikats e. V. und Associate Member der ESSWE. Sie lebt in Ludwigsburg und Zürich.

Botschaft an meine Leser

Liebe Leserinnen und Leser,

zuletzt erschien mein Roman DER KUSS bei Amazon.

Eigentlich geht es in diesem Roman ums Zurechtkommen mit dem Älterwerden. Oder um das Nichtzurechtkommen, besser gesagt. Der eitle Regisseur Angelotti flieht in wilde sexuelle Eskapaden, die – je älter er wird - immer absurdere Formen annehmen. Von diesen Eskapaden erzählt er in seinen Briefen. Eine alte, alleinlebende Freundin des Regisseurs findet ein letztes kleines Lebensglück in dem Lesen dieser Briefe.


Alle Bücher von Olivia Kleinknecht

Cover des Buches Der Regisseur (ISBN: 9783750239401)

Der Regisseur

 (46)
Erschienen am 01.10.2019
Cover des Buches Der Regisseur / Der Kuss (ISBN: 9783750255036)

Der Regisseur / Der Kuss

 (22)
Erschienen am 21.11.2019
Cover des Buches Das Gedächtnis von Gegenständen oder (ISBN: 9783826048623)

Das Gedächtnis von Gegenständen oder

 (2)
Erschienen am 01.06.2012
Cover des Buches Liebeslohn (ISBN: 9783627000653)

Liebeslohn

 (0)
Erschienen am 01.08.1998

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Olivia Kleinknecht

Cover des Buches Der Regisseur / Der Kuss (ISBN: 9783750255036)
MeReis avatar

Rezension zu "Der Regisseur / Der Kuss" von Olivia Kleinknecht

Wie fühlt es sich an, alt zu werden?
MeReivor 2 Jahren

Der Roman “Der Kuss” ist eine Fortsetzung des Romans "Der Regisseur" von Olivia Kleinknecht.
Ich kenne "Der Regisseur" bereits, denke aber, dass man "Der Kuss" auch ohne Vorkenntnisse lesen kann.

Das Buch ist wirklich gut geschrieben, es liest sich flüssig. Allerdings ist es keine leichte Kost. Es handelt vom älter werden und der Auseinandersetzung mit dem Tod. 

Auf jeden Fall ein Buch, das nachdenklich macht.

Die Autorin schafft es, die Protagonisten, mit all ihren Problemen, aber auch deren Gefühlen authentisch wirken zu lassen. Die anderen Personen werden ebenfalls gut beschrieben, so dass man sie sich ebenfalls gut vorstellen kann.

Der Roman ist aus wechselnder Perspektive geschrieben. Mir gefällt der Perspektivwechsel sehr gut, weil man den Eindruck hat, einfach mehr Infos zu erhalten. 

Die unterschiedlichen Handlungsstränge werden gekonnt miteinander verwoben.

Ich vergebe für diese interessante Umsetzung 4 Sterne.

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Cover des Buches Der Regisseur (ISBN: 9783750239401)
B

Rezension zu "Der Regisseur" von Olivia Kleinknecht

Spannendes, anspruchvolles Buch mit einem Regisseur, der alle tyrannisiert
BeatriceCarinavor 3 Jahren

Das Buch Der Regisseur von Olivia Kleinknecht war für mich eine gewisse Herausforderung. Der Regisseur ist gespenstisch, brutal und tyrannisiert alle.

Durch den Wechsel zwischen den Protagonisten ist es etwas anspruchsvoll zu lesen, jedoch war es dadurch auch extrem spannend. Es ist schwierig den Eindruck in sinnvolle Worte zu fassen. Ich gebe Olivia für ihr Buch 5 von 5 Sternen.

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Cover des Buches Der Regisseur / Der Kuss (ISBN: 9783750255036)

Rezension zu "Der Regisseur / Der Kuss" von Olivia Kleinknecht

Der Kuss
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren

Ein wundervoll bedrückend geschriebener Roman, welcher verschiedene Themen aufgreift. Der Autorin gelingt es, den Leser in ihren Bann zu ziehen und der Schreibstil ist ansprechend und flüssig zu lesen. Dieses Buch macht definitiv nachdenklich und ich machte mir noch viele Gedanken im Nachhinein über Einsamkeit. Ein gelungener Roman und ein toller Einblick! 

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Gespräche aus der Community

Neunzig Jahre alt ist die Dame, die allein in ihrer Wohnung lebt und außer dem Fernseher keinen Freund mehr hat. Sie blättert in alten Briefen, die ihr früherer Bekannter, der berühmte Regisseur Angelotti ihr schrieb. Während die Frau zusehends altert und kaum noch ihren Haushalt schafft, scheinen Angelottis Briefe direkt aus der Hölle zu kommen.

Herzlich willkommen zur Leserunde von DER KUSS.


Mein Roman ist am 21. November 2019 neu im Taschenbuch erschienen. Er hat 180 Seiten.

"Der Kuss" ist wie mein Roman "Der Regisseur" ein ungewöhnliches (vielleicht abstruses) Buch. Vittorio Angelotti, der Protagonist des Romans "Der Regisseur", spielt auch im "Kuss" eine wichtige Rolle. Während er im "Regisseur" auf dem Zenit seiner Karriere ist, vital, arrogant, selbstbewußt, auch brutal und kriminell, ist er im "Kuss" eine (durchs Alter) gebrochene Figur. Die eigentliche Hauptfigur im "Kuss" ist eine alte einsame Frau, deren letzter Freund der Fernseher ist. Sie liest alte Briefe von Angelotti, als er schon lange tot ist. Die Briefe bilden eine kohärente Geschichte, geben Einblick in seine immer abstruser werdenden Eskapaden, seinen Niedergang und seine Verzweiflung. Nebenher läuft die Geschichte der alten Frau, die mit den alltäglichen Problemen des Alterns zu kämpfen hat und alleine bald nicht mehr zurande kommt. Das heißt, ihre Geschichte ist eigentlich die Hauptgeschichte, die immer wieder durch die Briefe unterbrochen wird, die, so wie es im Klappentext heißt, direkt aus der Hölle zu kommen scheinen.

Auch wenn die Alte und Angelotti alles trennt, so haben sie doch eins gemeinsam, sie denken beide daran, ihr Leben freiwillig zu verlassen, als es kaum mehr lebenswert ist. Im Fall des Angelotti hat dieses Vorhaben eine düstere Qualität, bei der Alten ist es wieder ganz anders. 


Bewerbt euch gerne jetzt auf eines von 40 Taschenbüchern

+ Bitte beteiligt euch rege an der Leserunde, wenn ihr ein Buch gewinnt. Und stellt eure Rezension auf Amazon ein. Dazu auf Lovelybooks, anderen Shops oder wer hat, auf seinem Blog, Instagram, Twitter oder Facebook. 

Ich freue mich sehr auf den Austausch mit euch. LG, Olivia

www.olivia-kleinknecht.com


Schnipsel

Nachdem sie sich wieder an den Morgenmantelgeruch gewöhnt hatte, atmete sie den Geruch der Bettlaken ein und überlegte, in wie vielen Tagen er so unerträglich sein würde, dass sie gezwungen wäre, die Laken zu wechseln.

          Ihr Bett, ein Erbstück, vielleicht hundert Jahre alt, war übermäßig hoch. Man konnte sich mühelos hinein legen und auch wieder bequem aufstehen. Vor dem Bett, auf einer Kommode, stand der Fernseher. Sie schaltete ihn allabendlich vom Bett aus ein. Da sie bereits den gesamten Tag im Wohnzimmer und in der Küche verbrachte, wollte sie dort nicht auch noch fernsehen. Es vermittelte ihr auch ein Luxusgefühl, vom weichen Bett aus den Bildschirm zu betrachten.

          Das Fernsehen füllte ihr Zimmer mit Lebendigem, Stimmen, Schreien, Schluchzen, Jauchzen, mit beherrschbaren menschlichen Geräuschen, unaufdringlichem Leben, es bot Trost, auch wenn die tausend schönen jungen Gesichter, die tausend blühenden jungen Körper in Talkshows und Filmen ihr suggerierten, sie gehöre zu einer Welt, von deren Hässlichkeit und Verfall kaum jemand etwas ahnte. Bedrückend wurden die gelackten Gesichter, glatten Beine, festen Hüften, prallen Dekolletees, Samthäute, Seidenhaare erst, wenn sie, wie üblich, gegen elf, abschaltete und in der gläsernen Mattscheibe sich selbst im Bett reflektiert sah. Ihr Blick zuckte dann zu den staubigen Porzellanvasen auf der Fernsehkommode, bevor sie den am Kopfende angebrachten Schalter betätigte und das Licht aus der kugelförmigen von der Mitte der Decke herabhängenden Lampe löschte.

          Auch an dem Abend war sie wieder der Logik des Fernsehens erlegen, den frischen Gesichtern, neugebackenen Körpern, jung, unverbraucht, gesund, den unsterblichen Schaumgeborenen, die sie an den Rand drängten. Deshalb konnte sie lange nicht einschlafen, lag nur da mit zugepressten Augenlidern. Erst als es ihr gelang, sich ausschließlich auf die durchs Fenster strömende Nachtluft zu konzentrieren, auf ihre gestreichelte nackte Haut, nickte sie ein.

                                                                                  

Mitten in der Nacht erwachte sie.

          Nichts Ungewöhnliches. Meistens wachte sie sogar mehrmals auf, schlief nur ganz selten ohne Unterbrechung bis zum Morgen.

          Ihr erster Blick aus Schlaf-verquollenen Augen irrte zum Fenster. Graues Licht fiel durch den Vorhangsspalt auf ihr Bett.

          Erst wenn dieses Grau allmählich in einen helleren Ton überwechselte, ein Weißgrau untermischt mit zaghaftem Blau, stammte es nicht mehr von der Straßenbeleuchtung, sondern vom anbrechenden Tag. Den ersten Schimmer des Morgengrauens konnte sie im Sommer schon um vier Uhr zart erkennen. Mit ihm setzte Vogelgezwitscher ein von den Platanen unten. 


141 BeiträgeVerlosung beendet
OliviaKs avatar
Letzter Beitrag von  OliviaKvor 3 Jahren

Ganz herzlichen Dank für die schöne Rezension. Viele liebe Grüße, Olivia

Abstoßend oder faszinierend?

Herzlich Willkommen zur Vorab-Leserunde von "Der Regisseur"!
Mein neuer Thriller erscheint...am 31.10. - also an Halloween. Ihr könnt ihn jetzt aber schon vorab lesen!

Ich bin sehr gespannt wie das Buch bei euch ankommen wird und freue mich auf den Austausch mit euch!


"DER REGISSEUR ist einzigartig unverblümt, provokant, brutal und hat das Zeug zum Bestseller." Kulturnews.

"Ein Epos der Amoralität." Tagesanzeiger.

"Ein gewaltiges Szenario aus Liebe, Leidenschaft und vor allem Zügellosigkeit." Frankfurter Neue Presse

"Dieses „Drehbuch“ wäre wie geschaffen für Regisseure wie Fellini oder Kubrick, es schreit förmlich nach schönen Bildern, die den Lebensekel bannen." Rhein-Neckar-Zeitung.

"Kleinknecht schreibt besonders perfide." Stuttgarter Zeitung.

"Wer Gott spielen will, um in metaphysische Dimensionen vorzustoßen, betreibt die eigene Selbstauslöschung." Schweizer Illustrierte.

"Olivia Kleinknecht enthüllt triebhaften Hedonismus und männliche Omnipotenz als apokalyptischen Wahn.“ Focus


Und darum geht es:

DER REGISSEUR

Die Filmindustrie ist das ideale Jagdgelände für Macht-Erotiker vom Schlage des Vittorio Angelotti. In der flirrenden Sommerhitze Roms inszeniert er nicht nur monströse Filme, sondern manipuliert auch die Wirklichkeit. Er kann alle und alles haben. Da ist Giulia, die aus Verbitterung über die Mühseligkeit ihres Alltags ihren tyrannischen Ehemann umbringen will. Oder die Prostituierte, die sich in seltener Souveränität ihrer Klientel bedient, aber den seelenlosen Sex im Kaufrausch kompensiert. Oder Mia, die als Drehbuchautorin zur Sklavin ihres Auftraggebers wird. Alle werden sie von Vittorio manipuliert. Egomanisch mischt er Leiden und Freuden, Genuss und Schmerz. So wundert es nicht, dass dieser diabolische Don Giovanni nach dem letzten Kick der Selbstbefriedigung sucht und ihn in der Auslöschung eines Menschen zu finden hofft.

DER REGISSEUR spielt in den späten 80er, frühen 90er Jahren in Rom. Eigentlich ist der Roman aber jetzt aktueller wie nie. Er passt so sehr in die MeToo-Debatte, dass es mir heute Angst macht.


Leseschnipsel:

Unterschiedliche Seile, Peitschen, Schlagstöcke und sonstiges Gerät hängen an Haken von den Wänden, in Reichweite.

„Du sagst nichts?“

Ippolito sperrt wie erstaunt den Mund auf, als der Papst ihm schwungvoll auf die Schulter klopft. „Und keiner Eurer Freiwilligen zieht sich zurück, wenn er das hier sieht?“

„Wenn sie die Schwelle übertreten haben, ist es zu spät. Meine Diener ergreifen das Opfer, immobilisieren es und bereiten es für meine Verrichtungen vor.“
Nach einer Pause, in der gänzliche Stille herrscht und die Kamera 
ausführlich das Instrumentarium zeigt, fragt Ippolito zögernd: „Und dann?“


Bewerbt euch jetzt auf eines von 50 Taschenbüchern!


Teilnahmebedingungen:

+ Rezension muss in der Woche zwischen dem 31.10. und 7.11. auf Amazon eingestellt werden. Dazu die Rezension auf Lovelybooks, anderen Shops oder wer hat, auf seinem Blog, Instagram oder Facebook veröffentlichen. 

+ Bitte beteiligt euch rege an der Leserunde, wenn ihr ein Buch gewinnt.


469 BeiträgeVerlosung beendet
Anja_Thamkes avatar
Letzter Beitrag von  Anja_Thamkevor 3 Jahren

Hier ist nun endlich auch meine Rezension:

https://www.lovelybooks.de/autor/Olivia-Kleinknecht/Der-Regisseur-2318322171-w/rezension/2426278250/

Danke für das Buch und eine tolle Leserunde.

DAS GEDÄCHTNIS VON GEGENSTÄNDEN ODER DIE MACHT DER DINGE.

Jetzt auch als E-book.

Es geht um so etwas Seltsames wie ein Gedächtnis außerhalb des Gehirns, aber auch um Spannenderes wie Geister und Unsterblichkeit.



Dinge und Orte, überhaupt alles, so die gewagte These, hat ein Gedächtnis. Und dieses Gedächtnis wirkt. Sogar deine Gedanken sind, wenn sie einmal gedacht sind, nicht einfach fort, meint der berühmte Einstein Schüler und Physiker David Bohm. Deine Kaffeetasse könnte sie gespeichert haben. Und so fühlen wir uns an einem Ort, in einem Haus, nicht so ganz wohl,  wenn dort Übles geschah, oder wir spüren, wenn wir vor der Mona Lisa stehen, was Leonardo dachte oder fühlte, während er sie malte. In der Mona Lisa steckt noch Leonardos Geist! Sogar Unsterblichkeit wird hier zur Option.


Mehr auf www.olivia-kleinknecht.com.




33 BeiträgeVerlosung beendet
DieBertas avatar
Letzter Beitrag von  DieBertavor 7 Jahren
Ich bin total überwältigt von dem Wälzer. Ich freue mich schon auf diesen Austausch. Ich habe diese Woch zwar Urlaub, aber auch meine Tochter mit Familie zu Gast. Ich denke, wenn sie unterwegs sind un dFreunde besuchen werde ich immer mal ein Mußestündchen für das Buch finden ;)

Zusätzliche Informationen

Olivia Kleinknecht wurde am 21. Mai 1960 in Stuttgart (Deutschland) geboren.

Olivia Kleinknecht im Netz:

Community-Statistik

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von 28 Leser*innen aktuell gelesen

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