Nora Bossong

 3,5 Sterne bei 75 Bewertungen
Autorin von Schutzzone, Gesellschaft mit beschränkter Haftung und weiteren Büchern.
Autorenbild von Nora Bossong (© Kerstin Fischer )

Lebenslauf von Nora Bossong

Große Literatur für Jedermann: Nora Bossong wird 1982 in Bremen geboren. Sie studiert Literaturwissenschaft am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Zudem absolviert sie ein Studium der Kulturwissenschaft, Philosophie und Komparatistik an der Humboldt-Universität zu Berlin, der Universität Potsdam und der Universität La Sapienza in Rom. Heute lebt Nora Bossong in Berlin.

Die Autorin verfasst Lyrik und Prosa, welche in Zeitschriften und Anthologien publiziert werden. Im Jahr 2006 erscheint ihr Debütroman »Gegend«. Bossong wird mit verschiedenen Preisen für ihre literarischen Werke ausgezeichnet. Sie erhält unter anderem den Peter-Huchel-Preis 2012 und den Wolfgang-Weyrauch-Preis im Jahr 2007. Mit ihrem Roman »Schutzzone« schafft sie es auf die Longlist des Deutschen Buchpreises 2019.

Alle Bücher von Nora Bossong

Cover des Buches Schutzzone (ISBN: 9783518471142)

Schutzzone

 (30)
Erschienen am 17.01.2021
Cover des Buches Gesellschaft mit beschränkter Haftung (ISBN: 9783423143226)

Gesellschaft mit beschränkter Haftung

 (14)
Erschienen am 01.06.2014
Cover des Buches Rotlicht (ISBN: 9783446254572)

Rotlicht

 (9)
Erschienen am 20.02.2017
Cover des Buches 36,9° (ISBN: 9783423145732)

36,9°

 (7)
Erschienen am 07.07.2017
Cover des Buches In den Knochen (ISBN: 9783351050528)

In den Knochen

 (3)
Erschienen am 20.05.2020
Cover des Buches Die Flamme - The Flame (ISBN: 9783462052213)

Die Flamme - The Flame

 (2)
Erschienen am 04.10.2018
Cover des Buches Webers Protokoll (ISBN: 9783442741816)

Webers Protokoll

 (2)
Erschienen am 09.05.2011
Cover des Buches Die Geschmeidigen (ISBN: 9783550202001)

Die Geschmeidigen

 (1)
Erschienen am 24.02.2022

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Nora Bossong

Cover des Buches Die Geschmeidigen (ISBN: 9783550202001)
yellowdogs avatar

Rezension zu "Die Geschmeidigen" von Nora Bossong

Bestandsaufnahme
yellowdogvor einem Jahr

Die Geschmeidigen ist ein intelligentes Buch von Nora Bossong über ihre Generation, die 1975 bis 1985 geborenen, in erster Linie aus politischer Sicht. Es sind die ca. 40jährigen, die jetzt mehr und mehr in die Verantwortung kommen.


Nora Bossong wirft einen Blick darauf, woher wir kommen, wo wir stehe und Wonach wir greifen.


Betrachtet werden die vielen wichtigen Ereignisse von damals bis heute. Dabei sind z.B. die Wende und auch schreckliche wie 9/11, Brexit, AfD, Trump, Corona etc.


Bossong versammelt immer wieder bemerkenswerte Zitate zu den Themen.

In der Summe entsteht eine politische Bestandsaufnahme der politischen Situation, mit der eine neue Generation umgehen muss, die ein besondere Verpflichtung haben.

Daher ist auch der Buch-Untertitel „Meine Generation und der neue Ernst des Lebens“ gut gewählt.

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Cover des Buches Schutzzone (ISBN: 9783518428825)
renees avatar

Rezension zu "Schutzzone" von Nora Bossong

Ich möchte Euch helfen!
reneevor 2 Jahren

Ein Buch aus der Longlist des Deutschen Buchpreises von 2019. Kann gut sein. Oder auch nicht. Am Anfang dachte ich nur: Was für eine wirre Schreibe! Immer wieder springt die Handlung recht zusammenhanglos zu verschiedenen Geschehnissen im Leben des Hauptcharakters Mira. Und dann diese Sprache. Ellenlange Schachtelsätze. Schwierig zu lesen. Und insgesamt zu sehr gewollt! Denn diese Gestaltung macht dieses Buch in meinen Augen nicht besser, eher viel schlechter! Dann klang es anfangs so, als würde die UNO in den Himmel gehoben werden. Will ich das hören? Nach den damaligen Geschehnissen in Ruanda! Den zähen Verhandlungen damals in der UNO, wo es einzig darum ging die Geschehnisse in Ruanda jetzt Völkermord zu nennen oder halt nicht !?!?!? Und in Ruanda starben Menschen, viele Menschen! Das macht mich heute noch wütend!!! Aber nach und nach ändert sich das Geschriebene. Das Buch wird zu einem Blick auf die Natur des Menschen und einem Blick auf die UNO und ihre Taten, ein nach dem Sinn fragender Blick. Einerseits steckt ja ein guter Gedanke hinter der UNO, andererseits ist es aber auch ein Aufspielen, man darf ja auch die wirtschaftliche Macht des Westens nicht vergessen. Und dann kommt der mit Fehlern behaftete Mensch dazu und seine fehlerhaften Erinnerungen. Hier noch die Verbindung zu Mira und ihren Gefühlen, ihren Gefühlsverirrungen und -wirrungen zu ziehen, ist ebenso ein kluger Gedanke. Insgesamt ist also das Buch thematisch nicht schlecht gemacht. Allerdings stößt man auf diesen Sinn im Buch erst recht spät, etwas zu spät in meinen Augen. Vorher quält man sich durch eher unwegsames und holpriges Terrain. Dennoch kommt eigentlich nichts wirklich Neues und dann die Longlist ??? Bei diesem wirren Aufbau und dann dieser sehr eigenen Sprache. Nun ja. Einigen gefällt dieses Buch ja, also auch der Aufbau. Denn den Inhalt fand ich nach und nach auch gut, er verdient eigentlich vier Sterne. Aber der Aufbau und die sprachliche Gestaltung minimiert leider diese Bewertung. Denn mehr als drei Sterne werden es bei mir hier leider nicht. 

Kommentare: 25
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Cover des Buches Schutzzone (ISBN: 9783518428825)
leseleas avatar

Rezension zu "Schutzzone" von Nora Bossong

„In der Welt verloren gegangen.“ (S. 27)
leseleavor 3 Jahren

Das trifft nicht nur auf die Protagonistin von Nora Bossongs Roman Schutzzone zu, sondern leider – so muss man nach der Lektüre der knapp 330 Seiten feststellen – auf das gesamte Buch. Was sollte mir hier eigentlich erzählt werden?

Aber von Beginn an: Die Hauptfigur Mira arbeitet in Genf für das Büro der Vereinten Nationen. Sie ist für die Verhandlungen im Zypernkonflikt zuständig, die Leute sagen ihr nach, dass sie Menschen zum Reden bringen kann. Durch Rückblenden erfahren wir, dass Mira ihre Karriere in der UN in New York begonnen hat und sie zuletzt in Burundi aktiv war, wo sie für die Aufarbeitung des Völkermordes und die Bildung einer Wahrheitskommission verantwortlich war. In Genf trifft sie Milan wieder, einen Bekannten aus Kindheitstagen, mit dem sie eine Affäre beginnt, die, wie sie von Anfang an weiß, nicht gut enden kann. So weit der Plot, so gut. Nora Bossong gliedert ihren Text in Blöcke, die unter den essentiellen Begriffen „Frieden“, „Wahrheit“, „Gerechtigkeit“, „Versöhnung“ und „Übergang“ zusammengefasst werden – Begriffe, die auch in Miras Arbeit eine zentrale Bedeutung spielen und gleichzeitig der Ausgangspunk für neue Konflikte sind, ohne dass die alten gelöst wurden.

Tatsächlich finden sich zu diesem Spannungsverhältnis viele gute Sätze in Schutzzone. Die Rolle der UN wird durchaus kritisch hinterfragt, gleichzeitig wird deutlich, dass es keine Alternative zu ihr gibt. Spannend ist auch Bossongs Fokus auf die Entwicklung der Mitarbeiter: Jeder ist im Grunde seines Herzens ein Idealist und Weltverbesserer und muss sich mit seiner Funktion als kleines Rädchen im großen Getriebe der Welt zurechtfinden. Über die Jahre führt dies zu zweifelhaften Charakterzügen wie rigorose Selbstüberschätzung, depressive Resignation oder menschenfeindliche Gleichgültigkeit. Sicherlich überspitzt, doch Bossong trifft damit einen wahren Kern und weiß mit ihren bissigen Kommentaren durchaus zu unterhalten.

Man könnte also sagen, Schutzzone hat alles, was ein vielversprechender Roman braucht: eine politische Thematik, an der große moralische und ethische Fragen verhandelt werden können, einen scharfen Blick auf Figuren und das Umfeld, in dem sie agieren und eine elaborierte Sprache. Doch gerade letztere ist – und ich kann selber nicht glauben, dass ich das schreibe – die große Krux des Romans! Hier ist leider alles zu sperrig, zu assoziativ und zu entrückt; die Dialoge zu bedeutungsschwanger, die Gedankenströme der Protagonistin zu pseudophilosophisch. Das ganze inhaltliche Potential geht in einem einzigen Wortschwall unter, sodass man den Kern der Geschichte nicht erfassen kann.

Im deutschen Feuilleton wird eine solche Schreibweise ja häufig als kunstvoll und virtuos empfunden, hinter schwammigen Andeutungen lauert dann die ganz große Wahrheit, die nur für Eingeweihte zu entdecken ist. Vermutlich gehören die Jurymitglieder des Deutschen Buchpreises zu diesem illustren Kreis und konnte den Roman daher guten Gewissens 2019 auf die Longlist setzen. Der gemeine Leser bleibt hier leider außen vor und kann nichts anderes tun, als sich diesen Roman zu quälen, der von Seite zu Seite zäher und wirrer ist und mit einer enorm unmotivierten und störenden Liebesgeschichte (die ich hier dezidiert noch negativ hervorheben muss) aufwartet. Da können alle noch so interessanten Gedanken über Verantwortung und Wahrheitsfindung den Gesamteindruck nicht mehr retten. 2 Sterne und keine Leseempfehlung!

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Zusätzliche Informationen

Nora Bossong wurde am 09. Januar 1982 in Bremen (Deutschland) geboren.

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