Nikola Huppertz

 4,3 Sterne bei 177 Bewertungen
Autorenbild von Nikola Huppertz (©Privat)

Lebenslauf von Nikola Huppertz

Nikola Huppertz, geboren 1976 in Mönchengladbach, studierte Musik und Psychologie und experimentierte parallel mit dem Schreiben. 2007 gewann sie mit dem Manuskript zu ihrem Debütroman „Karla, Sengül und das Fenster zur Welt“ den Literaturwettbewerb der Bonner Buchmesse Migration. Seitdem hat sie zahlreiche Kinder- und Jugendbücher, Gedichte und Kurzprosa in Literaturzeitschriften sowie Geschichten für den Rundfunk veröffentlicht und wurde mehrfach ausgezeichnet. Sie hat eine Tochter und einen Sohn und lebt als freie Autorin in Hannover.

Alle Bücher von Nikola Huppertz

Cover des Buches Mein Leben, mal eben (ISBN: 9783649669906)

Mein Leben, mal eben

 (66)
Erschienen am 12.01.2017
Cover des Buches Wie ein Splitter im Mosaik (ISBN: 9783522302944)

Wie ein Splitter im Mosaik

 (15)
Erschienen am 10.12.2012
Cover des Buches Jonna, Oma und die Welt im Schuhkarton (ISBN: 9783734841163)

Jonna, Oma und die Welt im Schuhkarton

 (15)
Erschienen am 17.07.2018
Cover des Buches Unser Sommer am See (ISBN: 9783522185349)

Unser Sommer am See

 (14)
Erschienen am 28.04.2022
Cover des Buches Gebrannte Mandeln für Grisou (ISBN: 9783864294778)

Gebrannte Mandeln für Grisou

 (8)
Erschienen am 20.07.2020

Auf einen Flug um die Welt mit...

Nikola Huppertz wollte eigentlich Berufsmusikerin werden und studierte Violine, als sie Mutter wurde und daraufhin mit dem Schreiben begann. 2007 gewann sie mit dem Manuskript ihres später veröffentlichten Debütromans "Karla, Sengül und das Fenster zur Welt" den 1. Preis beim Literaturwettbewerb "Meine Nachbarn" der Bonner Buchmesse Migration. Inzwischen zählt die Wahl-Hannoveranerin zu den beliebtesten deutschsprachigen Kinderbuchautoren. Wir sprachen mit ihr über die ersten Erdbeeren im Frühsommer, Wolkenformationen und die Fasziantion von Lyrik...

Liebe Nikola, was ist das schönste Feedback, das du von Lesern erhalten hast?

Nachdem “Wie ein Splitter im Mosaik” erschienen war, schrieb mir eine junge Frau, das Buch habe ihr Leben verändert. Zum Guten. Es habe ihr Denk- und Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt, die sie vorher nicht gesehen hatte. Mehr kann ich mir als Autorin nicht wünschen, als dass Leser*innen in meinen Büchern etwas finden, das Relevanz für ihr eigenes Leben hat.

Gibt es ein anderes Genre, das dich als Autor/in reizt?

Die Lyrik. Ich schreibe und veröffentliche neben der Kinder- und Jugendliteratur auch regelmäßig Gedichte (für Erwachsene), mitunter auch Kurz- oder Kürzestprosa. Auch ein Roman für Erwachsene ist gerade im Entstehen.

Wann kommen dir die besten Ideen?

Im Alltag. Man muss sich nur umsehen, draußen, in der Welt, und in sich selbst. Es ist alles da.

Welche Musik hörst du gerne beim Schreiben?

Gar keine, sonst werde ich unkonzentriert. Allenfalls, wenn ein bestimmtes Lied oder Musikstück in der Geschichte, an der ich gerade arbeite, eine Rolle spielt, bringe ich mich damit in die entsprechende Stimmung - schalte danach aber wieder aus. In mehreren Büchern von mir spielt Musik eine entscheidende Rolle, von Bach bis Metal, von Orgel bis Drumset.

Hast du ein Lieblingswort?

“Augenstern”. Es wurde wunderbar von Elsa Klever für unser gemeinsames Bilderbuch “Meine Omi, die Wörter und ich” illustriert.

Welchen anderen Job würdest du gerne für einen Tag ausüben?

Geigerin im Orchester. Aber wirklich nur für einen Tag. Dann müsste ich unbedingt wieder alleine arbeiten.

Wie prokrastinierst du am liebsten?

Lesenderweise. Es gibt unglaublich viele interessante Texte, mit denen man sich von seinem eigenen ablenken kann ...

Welche Nervennahrung hilft dir beim Schreibprozess?

Nüsse. Mitunter auch sehr bittere Schokolade.

Hast du für uns einen Tip für eine gute Serie?

Ich habe weder Netflix noch einen Fernseher und kenne kaum Serien. Aber neulich wurde mir eine Folge “Community” vorgestellt, die fand ich sehr witzig. Auch “The Sopranos” und “Jessica Jones” habe ich ausschnitthaft gesehen und sie für gut und unterhaltsam befunden. Unterm Strich bin ich aber niemand, der Begeisterung für Serien versprühen kann, fürchte ich.

Welches Buch verschenkst du gerne?

Kommt ganz drauf an. Ich versuche immer, etwas auszusuchen, was zu der beschenkten Person passt, nicht unbedingt, was ich mir aussuchen würde. Wobei es glücklicherweise Schnittmengen gibt. Von meinen eigenen Büchern habe ich immer am liebsten “Die Kleine Frau Babette und Herr Mann” verschenkt, weil das für jedes Alter und jeden Haushalt passend ist. Aber mittlerweile sind all meine Exemplare aufgebraucht, und das Buch ist leider nicht mehr lieferbar.

Wohin sollen wir unbedingt einmal reisen und welches Buch soll uns auf dieser Reise begleiten?

Oh, packt euch “Woher ich meine Sommersprossen habe” ins Handgepäck und folgt Lisse und Solveig auf den Spuren der Vergangenheit in den Sommer hinein: nach Berlin und durch Brandenburg, zur Mecklenburgischen Seenplatte und weiter nach Rostock und zur Ostsee. Denkt dran, zwischendurch im Feld zu übernachten. Und in Waren an der Müritz ein Spaghettieis bei “Tutti Frutti” zu essen!

Welches Tier wärst du?

Ein Vogel. Vermutlich eine Graugans. Und würde im Keilflug die Welt umrunden, gut geborgen in meiner Gänseschar und unendlich treu.

Gibt es etwas, was du gerne können würdest?

Angstfrei Auto fahren. Aber ich bin ein Mensch mit reger Vorstellungskraft. Insofern wird wohl nichts mehr daraus ...

Wofür hast du eine Schwäche oder heimliche Leidenschaft?

Fürs Verzichten. Ich würde mir manchmal gerne mehr gönnen, aber das Wenige finde ich dann meist doch noch verführerischer. Einer meiner ersten und intensivsten Kindheitsträume ist bislang noch unerfüllt: ein bis auf einen Nachdenkstuhl vollkommen leeres Zimmer. Durch die Fenster fällt Sonne auf den alten Dielenboden, draußen wachsen wilde, hohe Gräser. Und am Himmel sieht man diese verrückten Wolkenformationen, ihr wisst schon.

Und zu guter Letzt: Welche Figur aus einer Buchwelt würdest du gerne treffen? Und was würdet ihr unternehmen?

Aus meinen eigenen Büchern? Oha, vielleicht das Suseldrusel aus “Die unglaubliche Geschichte von Wenzel, dem Räuber Kawinski, Strupp und dem Suseldrusel”. Es ist ein ewiges Kind, darum würden wir zusammen herumtollen, Quatsch machen, singen, träumen und Gedichte erfinden.

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Nikola Huppertz

Cover des Buches Der Glückshornwunsch (ISBN: 9783864295515)
Kinderbuchkistes avatar

Rezension zu "Der Glückshornwunsch" von Nikola Huppertz

Auf euch wartet eine intensive Geschichte über das Wünschen und das Glück, das Eigentum anderer und Fehler machen und vor allem über Gefühle
Kinderbuchkistevor einem Monat

Auf euch wartet eine intensive Geschichte über  das Wünschen und das Glück, 

das Eigentum anderer und Fehler machen 

 und vor allem über Gefühle 

für Kinder ab 4 Jahren

Luzie ist fest davon überzeugt, dass Einhörner Glück bringen.

Als ihre Freundin Leonora mit einer wunderschön glitzernden Schneekugel in den Kindergarten kommt, in der noch dazu ein Zauber-Einhorn zu sehen ist würde Luzie die Kugel zu gern einmal in die Hand nehmen. Leonora erzählt das man sich etwas wünschen kann wenn man die Glitzerkugel schüttelt und Luzie ist sich ganz sicher, das das auch stimmt, schließlich können Einhörner Wünsche erfüllen und Glück bringen. Selbst ihre Freunde Favour, Jonte und Muhammed staunen und gucken ganz begeistert, wenn Leonora die Schneekugel schüttelt und es nur so glitzert und funkelt, nur so fasziniert wie Luzie, die sich wirklich gerade nichts sehnlichster wünscht als die Kugel auch einmal zu schütteln zu dürfen, sind sie dann doch nicht. Ihr geht die Kugel einfach nicht aus dem Kopf, aber es bietet sich wirklich keine Gelegenheit Leonora zu fragen ob sie sie einmal schütteln darf. Immer wenn sie gerade ansetzt zu fragen kommt etwas dazwischen.

Luzie wird immer trauriger. Wie es der Kleinen geht hat Andrea Stegmaier in sehr ausdrucksvollen Bildern eingefangen. Sowohl de Gesichtszüge als auch die Körperhaltung sprechen hier eine deutliche Sprache. Und dann tut sich plötzlich doch eine Gelegenheit für Luzie auf, die Kugel einmal in die Hand zu nehmen, nur gibt es da ein Problem.

Luzie fragt nicht sondern nimmt sich die Glitzerkugel einfach, als sie im Flur auf dem Regal steht. Sie verkriecht sich damit in den Ruheraum und ist überglücklich. Doch was soll sie sich wünschen. Es muss ein ganz wichtiger Wunsch sein. Einfach drauf los wünschen sollte man hier nicht. Das muss wohl bedacht sein. Während Luzie noch nachdenkt ruft die Erzieherin alle zum Abschlusskreis . Da muss auch sie hin.

Und dann macht Luzie etwas, was man niemals machen sollte, sie nimmt die Kugel und packt sie einfach in ihre Kindergartentasche um sich zuhause in aller Ruhe überlegen zu können, was sie sich wünschen soll.

Ein schlechtes Gewissen hat sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht, doch als Leonora bemerkt das die Kugel verschwunden ist und darüber sehr traurig ist, da wird es Luzie schon etwas komisch.

Ein richtig schlechtes Gewissen hat sie aber auch nicht, denn sie tut so als wüsste sie von nichts und tut ganz unschuldig.

Zuhause zieht sie sich gleich wieder mit der Wunschkugel zurück. Sich etwas zu wünschen ist gar nicht so leicht. Einfühlsam erzählt Nikola Huppertz über Luzies Bemühungen den richtigen Wunsch zu finden und auch was Luzie beim Betrachten des Einhorns empfindet.

Wer sich jetzt fragt ob die Kleine nicht doch irgendwann ein schlechtes Gewissen bekommt, dem kann ich sagen, es kommt der Moment und aus einem ersten komischen, schlechten Gefühl mit Gewissensbissen wird nach und nach ein ganz furchtbar schlechtes Gefühl, was auch in ihrem Verhalten, ihrem Gesicht und der Körperhaltung  zu erkennen ist. Es wird sogar so schlimm, dass sie nichts essen mag, das sie ein ganz schlimmes Gefühl in Hals und Bauch bekommt, so dass sie beim Essen gar nicht richtig schlucken kann.

Klar bleibt Luzies Mutter das seltsame Verhalten ihrer Tochter nicht verborgen. Erst redet sich Luzie noch raus, sagt sie hat keinen Hunger und verschwindet wieder in ihr Zimmer, doch dann werden die schlechten Gefühle so groß, dass sie sich ihrer Mutter anvertraut. 

Wie es ausgeht verrate ich hier noch nicht. So viel sei jedoch verraten, das Ende kommt bei den Kindern sehr unterschiedlich an und bietet sehr, viele Anreize für intensive Gespräche.


Wer Nikola Huppertz Geschichten kennt, der ahnt, dass dies gewollt ist.

Kinder anregen über Situationen, Gefühle und Verhaltensweisen nachzudenken, zu reflektieren und so aus der Auseinandersetzung mit der Geschichte etwas für sich mit nehmen, ist ihre Intention. 

Ihre tolle, kindgerechte Art zu erzählen macht es Kindern leicht auch für Luzies Verhalten Verständnis zu finden. Doch so richtig verstehen die Kinder erst durch die Kombination von Text und Bild.

Andrea Stegmaiers wundervolle Illustrationen sind es, die die Situationen aber vor allem auch die Gefühle so nahbar und verständlich machen. Ihr ist es fantastisch gelungen die einzelnen Abstufungen der Gefühle zu zeigen. Das schlechte Gewissen, dass sich zu einem riesengroßen schlechten Gefühl steigert entwickelt sich langsam und ist Luzie anzusehen, genauso wie das Glück und die Erleichterung, die sie im Laufe der Handlung erlebt.


Richtiges Verhalten, Sozialverhalten und Kompetenz will gelernt sei. Um so schöner wenn es so intensive, kindgerecht erzählte Geschichten wie die von Nikola Huppertz gibt, in der sich die Kinder wiederfinden, mit ihren Erfahrungen und Erlebnissen andocken können und zum Nachdenken angeregt werden.

Schon während des Vorlesens erlebt man wie es in den Kindern arbeitet, wie sehr sie in der Geschichte mit gehen und kommentieren.

Ihnen gefällt Luzies Verhalten meist ganz und gar nicht und das kommentieren sie nicht nur mit Unmut sondern zuweilen auch gleich mit Ratschlägen wie man sich besser verhalten könnte.

Gleichzeitig können sie meist aber auch nachempfinden wie es Luzie geht, denn jeder hat so Momente und Erlebnisse, in denen er*sie sich nicht richtig verhalten hat und ähnliche schlechte Gefühle  entwickelt hat wie sie.

Aus Fehlern kann man lernen heißt es.

Es müssen nicht immer eigene Fehler sein.

Und so ist diese Geschichte eine wirklich wichtige Geschichte, die helfen kann nicht in eine so dumme Situation zu kommen wie Luzie.

Bestimmt hat jeder schon einmal etwas haben wollen, was einem anderen gehörte, doch hat man es sich deshalb einfach genommen?

Luzies Verhalten ist nicht oky gewesen und trotzdem nachvollziehbar. Ihr Verhalten, ihre durchlebten Gefühle helfen Kindern diesen Fehler vielleicht nicht zu begehen.

Wie hätte Luzie sich anders verhalten können?

Wann hätte sie wie reagieren können bzw. sollen?

Das sind nur einige der Fragen, die man mit Kindern hier ganz ausführlich besprechen kann, die aber in der Regel auch von den Kleinen angesprochen werden. 

"Der Glückshornwunsch" ist keine Geschichte, die man einfach so vorliest und dann das Buch schließt um etwas anderes zu machen. Es ist ein Buch mit Gesprächsbedarf.


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Cover des Buches Unser Sommer am See (ISBN: 9783522185349)
R

Rezension zu "Unser Sommer am See" von Nikola Huppertz

Famile, Spannung, Wohlfühlen
riraraffivor 5 Monaten

Gerade in den Sommerferien erhofft man sich die großen Abenteuer, von denen man dann später immer wieder erzählen kann. Die Geschwister Agda, Nick und Jula haben so einen Sommer vor sich, der vermutlich ihre Vorstellungen übertrifft. Da ihre Eltern geschieden sind, fahren sie mit ihrem Vater alleine in ein Haus am See. Der unbeholfene Vater und sein kurzer Ausflug ins Krankenhaus sorgen dafür, dass die Kinder kurz alleine mit dem Haus und all seinen merkwürdigen Gegebenheiten sind. Wenn ihre Mutter bloß wüsste! Der Dorfjunge Felix bringt zusätzlich Wind in die Geschichte und auch der Landstreicher Pepe wirft viele Fragen auf. Langeweile kommt da garantiert nicht auf. 

Das Buch lädt richtig zum Wohlfühlen ein, am Anfang wird der Urlaubsort so gut beschrieben, dass man fast selber da ist. Die Geschwisterkonstellation ist genau richtig und ihr Zusammenhalt, trotz des Altersunterschieds, hat mir besonders gut gefallen. Dass ihr Vater selbst noch ein halbes Kind ist und eigentlich vermutlich gar nicht mit ihnen alleine sein dürfte, ist zwar nicht so realistisch, verleiht der Geschichte aber noch zusätzlich Leichtigkeit und Charme. Etwas schade ist, dass der Klappentext so vorweg greift, etwas weniger Spoiler wäre da sinnvoll, denn gerade die Spannung macht den Sommer der Kinder so lesenswert. Wirklich ein Sommer, den man auch als Erwachsener gerne erleben würde, weshalb auch diese viel Lesevergnügen mit diesem Buch haben werden.

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Cover des Buches Der Glückshornwunsch (ISBN: 9783864295515)
Ramgardias avatar

Rezension zu "Der Glückshornwunsch" von Nikola Huppertz

Wunderschön erzählt
Ramgardiavor 5 Monaten

Luzie ist fasziniert von der Schneekugel mit den tausend Pünktchen, die sich glitzernd auf das Einhorn legen. Als dann Leonora erzählt, dass das Einhorn Wünsche erfüllen kann, möchte Luzie es auch gerne versuchen. Doch dann ruft die Erzieherin die Kinder herein und Leonora muss ihre Kugel in ihr Fach packen.

Dort nimmt Luzie die Kugel heraus und legt sich in das Zelt, in dem sich die Kinder zurückziehen können. Da sie einen ganz besonderen Wunsch aussprechen möchte, schafft sie es nicht bis der Abschlusskreis beginnt. So steckt sie die Schneekugel in ihren Rucksack.

Obwohl sie sieht, dass Leonora weint, weil ihr Kugel nicht gefunden wird, geht sie mit Mama nach Hause. 

In ihrem Zimmer holt sie wieder die Kugel hervor. Aber so ganz wohl ist ihr dabei nicht. Als Mama sie ruft, merkt man ihr das schlechte Gewissen an.

Jedes Kita-Kind wird die Umgebung und den Alltag von Luzie kennen und wahrscheinlich auch den Wunsch etwas zu besitzen, was einem oder einer anderen gehört. Luzie weiß selbst, dass sie Unrechtes tut und spürt das körperlich. Die Geschichte kommt ohne erhobenen Zeigefinder ohne Anschuldigung und Entschuldigung aus und gerade deshalb ist sie so schön und durchaus lehrreich. 

 

Worte wie „Glückshorn-Wunscherfüllung“ oder der Einhornblick „wese und bestimmt und geheimnisvoll“ machen diese Geschichte so lesenswert, dazu kommen die schönen Bilder, die den Kita-Alltag, aber auch den Einhornzauber abbilden. 

Kommentare: 1
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Gespräche aus der Community

Heute!, denkt Frido und setzt sich mit einem Ruck im Bett auf. Heute, heute, heute!

Denn heute wird gefeiert in seiner WG. Und zwar von morgens bis abends und weiter bis in die Nacht. Brunch heißt das und hat damit zu tun, dass Mama Geburtstag hatte. Montag schon, am achtzehnten Februar, da ist sie fünfundzwanzig Jahre alt geworden, ein ganzes Vierteljahrhundert also. Aber damit das Feiern auch gut wird, muss es natürlich Wochenende sein und außerdem so voll werden, dass es kracht. Darum hat nicht nur Mama ihre Uni-Freunde eingeladen, sondern auch Arne, nämlich Kourosh aus seinem Semester, und Maja ihre Mädels. Und Frido durfte Mika aus der ersten Etage Bescheid sagen, damit er auch jemanden zwischen den ganzen alten Leuten hat. Also wird es eine echt coole Riesenparty, bei der die Erwachsenen nicht halb so aufpasserisch sind wie sonst und man machen kann, was man will.

Die Feier scheint ein voller Erfolg zu werden, doch dann bringt Mamas Freundin ihre Tochter mit. Ein Mädchen! Und die hat eine Schlange, sagt sie. Das soll sie erstmal beweisen!

Das Frühjahr kommt, und bei Frido passieren lauter aufregende Sachen. Zu Hause in seiner WG, im Wald, in der U-Bahn und sogar im Hotel – überall warten Abenteuer auf ihn und seinen besten Freund Mika. Außerdem lernt er Mathilda kennen, das Mädchen mit der Schlange, und Koroush, den Spukexperten. Und als Mama dann auch noch mit einer besonderen Osterüberraschung rausrückt, ist Frido sicher: So einen Frühling hat er echt noch nie erlebt!

In neun Vorlesegeschichten erzählt Nikola Huppertz von Frido und seinen Freunden, seiner Familie und all den anderen netten Leuten im gelben Haus.

Nikola Huppertz, geboren 1976 in Mönchengladbach, studierte Musik und Psychologie und experimentierte parallel mit dem Schreiben. 2007 gewann sie mit dem Manuskript zu ihrem Debütroman Karla, Sengül und das Fenster zur Welt den Literaturwettbewerb der Bonner Buchmesse Migration. Seitdem hat sie zahlreiche Kinder- und Jugendbücher, Gedichte und Kurzprosa in Literaturzeitschriften sowie Geschichten für den Rundfunk veröffentlicht, ist Mitglied des Friedrich-Bödecker-Kreises, der Lyrikgesellschaft und der Autorinnenvereinigung. Als freie Autorin lebt sie mit Tochter und Sohn in Hannover.

Sascha Morawetz studierte Produktdesign an der Muthesius-Kunsthochschule in Kiel. Anschließend arbeitete er mehrere Jahre für eine renommierte Designagentur in Hamburg. Nach einer erfolgreichen Zeit als Designer richtete er seinen Fokus neu aus und widmete sich seiner Leidenschaft, der Illustration. Seit 2012 ist er selbstständiger Illustrator und arbeitet für verschiedene Design- und Werbeagenturen und Verlage.

Ihr möchtet wissen, wie es mit Frido, seinem Freund Mika und dem Mädchen mit der Schlange weitergeht? Hier könnt ihr 10 Exemplare von Frido mittendrin – Geschichten aus dem gelben Haus gewinnen und an der Leserunde mit der Autorin teilnehmen. Um in den Lostopf zu hüpfen, beantwortet uns einfach bis 17. April 2019 folgende Frage:

Was darf bei eurem Geburtstag nicht fehlen, damit es eine richtig tolle Feier wird?

Wir wünschen euch viel Spaß beim Mitmachen!

Euer Magellan-Team

106 BeiträgeVerlosung beendet
YaBiaLinas avatar
Letzter Beitrag von  YaBiaLinavor 4 Jahren
Mit viel Verspätung trudelt meine Rezension nun auch ein,was mir sehr leid tut. Leider kam vieles auf einmal und so kam Lovelybooks und das Lesen zu kurz https://www.lovelybooks.de/autor/Nikola-Huppertz/Frido-mittendrin-Geschichten-aus-dem-gelben-Haus-1899010489-w/rezension/2155713742/?showSocialSharingPopup=true Sie wird gleich noch gestreut. Vielen lieben Dank.

Der Typ hielt noch einen Moment den Kopf über die Heftseite gebeugt, doch mit einem Mal schien bei ihm anzukommen, was Sache war. »Sie meinen – « Diesmal war er es, durch den es ruckte. Sein Rücken wurde gerade, sein Blick endlich klar.
»Allerdings!«, bekräftigte Oma Bärbel. »Von ›Zuschauer‹ kann nicht die Rede sein. Außerdem brauchen wir zwei Ausrüstungen. Sie verleihen hoffentlich alle nötigen Utensilien?«
»Entschuldigung!«, rief sie ihm zu. »Ich hätte gerne eins mit Totenkopf!«

Er dreht sich um. »Sie auch?«, wandte er sich an Oma Bärbel.
»Ich bitte Sie!«, antwortete die. »Womit denn sonst?«

Seit Tagen regnet es und Jonna kennt wenig, das blöder ist als dieses Regengrau. Höchstens, dass sie sich mit Tilmann verkracht hat, weil der vor den Jungs mal wieder mit Skateboardtricks angibt, die er gar nicht kann. Da passt es Jonna überhaupt nicht, dass sie das Wochenende mit ihrer Oma verbringen soll. Mit der alten Hexe, wie ihre Eltern sie heimlich nennen, die einen komischen, raschelnden Schuhkarton mit sich herumträgt und überhaupt ziemlich seltsam ist. Und mindestens so mürrisch wie Jonna selbst. Na, das kann ja lustig werden. Wird es auch, aber ganz anders, als Jonna es sich vorgestellt hat, und viel bunter dazu!

Nikola Huppertz, geboren 1976 in Mönchengladbach, studierte Musik und Psychologie und experimentierte parallel mit dem Schreiben. 2007 gewann sie mit dem Manuskript zu ihrem Debütroman Karla, Sengül und das Fenster zur Welt den Literaturwettbewerb der Bonner Buchmesse Migration. Seitdem hat sie zahlreiche Kinder- und Jugendbücher, Gedichte und Kurzprosa in Literaturzeitschriften sowie Geschichten für den Rundfunk veröffentlicht, ist Mitglied des Friedrich-Bödecker-Kreises, der Lyrikgesellschaft und der Autorinnenvereinigung. Als freie Autorin lebt sie mit Tochter und Sohn in Hannover.

Elli Bruder, geboren 1980 in der Pfalz, hat schon als kleines Mädchen gern Bildergeschichten für ihre Geschwister gemalt. Seit dem Studium und einigen Jahren in Schottland arbeitet sie als Grafikerin und Illustratorin für verschiedene Kinderbuchverlage. Elli Bruder lebt mit ihrem Mann und vielen Tieren in der Nähe des Ratzeburger Sees in Norddeutschland. Wenn sie nicht zeichnet oder malt, streift sie gern durch die Natur, beobachtet Tiere oder liest.

Hier könnt ihr 10 Exemplare von Jonna, Oma und die Welt im Schuhkarton gewinnen und an der Leserunde teilnehmen. Um in den Lostopf zu hüpfen, beantwortet uns einfach bis 16. August folgende Frage:

In Oma Bärbels Schuhkarton-Manier: Was muss bei euch immer dabei sein, wenn ihr unterwegs seid?

Wir wünschen Euch viel Spaß beim Mitmachen!
Euer Magellan-Team

95 BeiträgeVerlosung beendet
Imoagnets avatar
Letzter Beitrag von  Imoagnetvor 4 Jahren
So, hier ist nun die Rezension: https://www.lovelybooks.de/autor/Nikola-Huppertz/Jonna-Oma-und-die-Welt-im-Schuhkarton-1564259731-w/rezension/1760693831/ Danke, dass ich mitlesen dürfte, auch wenn das Buch etwas anders ist, als ich dachte.

Der große Baggersee liegt grau und verlassen zwischen dichten Schilfbüscheln. Sogar der Badestrand ist menschenleer und nichts als Matsch.
»Und jetzt?«, fragt Mama.
»Hier kann man Tretboote leihen.« Arne schlägt den Kragen seiner Lederjacke hoch. »Ich muss nur mal den Vermieter suchen.«

»Nee, oder?«, sagt Maja, aber da ist Arne schon losgestiefelt. Eine Weile später taucht er mit einem griesgrummeligen Mann auf, der wortlos ein Tretboot startklar macht.
»Der hält uns für völlig gaga«,  flüstert Mama.

»Sind wir auch«, flüstert Maja zurück.
Aber das Prickeln in Frido wird immer stärker, und als er ins schwankende Plastikboot klettert und der Regen wie Perlenschnüre in sein Gesicht prasselt, weiß er, dass dies hier was richtig Spannendes wird.

Als Frido aufwacht, weiß er sofort, heute wird ein guter Tag. Einer, an dem es richtig abgeht in seiner WG. Auch wenn Mama, Maja und Arne gerade noch nichts davon ahnen ... Denn egal, ob Dachboden-Entdeckertage, Omaopa-Tage oder ganz gewöhnliche Tage, an denen Frido mit seinem Freund Mika einen klitzekleinen Schiffbruch erleidet, gemeinen Fieslingen auf die Spur kommt oder große Schwestern zu Tode erschreckt: Wo Frido ist, sind eigentlich alle Tage gut.

In neun Vorlesegeschichten erzählt Nikola Huppertz von Fridos großen und kleinen Abenteuern – packend, witzig und immer liebevoll.

Nikola Huppertz, geboren 1976 in Mönchengladbach, studierte Musik und Psychologie und experimentierte parallel mit dem Schreiben. 2007 gewann sie mit dem Manuskript zu ihrem Debütroman "Karla, Sengül und das Fenster zur Welt" den Literaturwettbewerb der Bonner Buchmesse Migration. Seitdem hat sie zahlreiche Kinder- und Jugendbücher, Gedichte und Kurzprosa in Literaturzeitschriften sowie Geschichten für den Rundfunk veröffentlicht, ist Mitglied des Friedrich-Bödecker-Kreises, der Lyrikgesellschaft und der Autorinnenvereinigung. Als freie Autorin lebt sie mit Tochter und Sohn in Hannover.

Ihr möchtet wissen, wie das Baggersee-Abenteuer mit Frido und seinem Freund Mika weitergeht? Hier könnt ihr 10 Exemplare von Frido macht Geschichten – Vom besten Dachbodentag und anderen guten Tagen von Nikola Huppertz gewinnen und an der Leserunde teilnehmen. Um in den Lostopf zu hüpfen, beantwortet uns einfach bis 19. Juli 2018 folgende Frage:

Geht ihr an so richtig miesen Regentagen auf die Suche nach einem Abenteuer, oder bleibt ihr dann doch lieber im Trockenen mit einem Buch?

Wir wünschen Euch viel Spaß beim Mitmachen!

Euer Magellan-Team

84 BeiträgeVerlosung beendet
Nils avatar
Letzter Beitrag von  Nilvor 4 Jahren
Danke, dass wir dieses Buch entdecken dürften. Voll überzeugt hat uns die Qualität des Buches selbst, da hat sich der Magellan Verlag wie so oft selbst übertroffen! :0) Hier unsere Rezi, also eher meine Mama-Rezi: https://www.lovelybooks.de/autor/Nikola-Huppertz/Frido-macht-Geschichten-Vom-besten-Dachbodentag-und-anderen-guten-Tagen-1514959560-w/rezension/1660608245/

Zusätzliche Informationen

Nikola Huppertz wurde am 07. Mai 1976 in Mönchengladbach (Deutschland) geboren.

Nikola Huppertz im Netz:

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in 191 Bibliotheken

von 48 Leser*innen aktuell gelesen

von 7 Leser*innen gefolgt

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