Mithu Sanyal

 4 Sterne bei 138 Bewertungen
Autor*in von Identitti, Identitti und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Mithu Sanyal

Mithu Sanyal wurde 1971 in Düsseldorf geboren und ist Kulturwissenschaftlerin, Autorin, Journalistin und Kritikerin. 2009 erschien ihr Sachbuch »Vulva. Das unsichtbare Geschlecht«, 2016 »Vergewaltigung. Aspekte eines Verbrechens«. Ihr erster Roman »Identitti« stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und wurde mit dem Literaturpreis Ruhr und dem Ernst-Bloch-Preis 2021 ausgezeichnet.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Identitti (ISBN: 9783442772537)

Identitti

Erscheint am 15.02.2023 als Taschenbuch bei btb.

Alle Bücher von Mithu Sanyal

Cover des Buches Identitti (ISBN: 9783446269217)

Identitti

 (122)
Erschienen am 15.02.2021
Cover des Buches Mithu Sanyal über Emily Brontë (ISBN: 9783462003666)

Mithu Sanyal über Emily Brontë

 (6)
Erschienen am 06.10.2022
Cover des Buches Identitti (ISBN: 9783442772537)

Identitti

 (0)
Erscheint am 15.02.2023
Cover des Buches Identitti (ISBN: 9783948674045)

Identitti

 (10)
Erschienen am 16.06.2021
Cover des Buches Mithu Sanyal über Emily Brontë (ISBN: 9783732459322)

Mithu Sanyal über Emily Brontë

 (0)
Erschienen am 06.10.2022
Cover des Buches Identitti (ISBN: 9783863913397)

Identitti

 (0)
Erschienen am 01.09.2022

Neue Rezensionen zu Mithu Sanyal

Cover des Buches Identitti (ISBN: 9783446269217)
AQuas avatar

Rezension zu "Identitti" von Mithu Sanyal

Gut gedacht, aber leider nicht so gut gemacht.
AQuavor 14 Tagen

Hohe Erwartungen hatte ich an dieses Buch, das wie für unsere Zeit und die gegenwärtigen Diskurse geschrieben zu sein scheint. Und ohne Frage ist dies ein wichtiger und gleichzeitig unterhaltsamer Text. Trotzdem war ich enttäuscht von der Lektüre, die mir zu umgangssprachlich war und durch zahlreiche Einschübe und Quergedanken Verwirrung stiftet. Die Mischung aus Roman und Diskurs schien mir auch nicht gut gelungen mit zu wenig Handlung, zu vorhersehbaren oder ungreifbaren Figuren und einem Konstrukt, bei dem ich zwar verstehe, warum die Autorin es benutzt hat (damit alle immer schön miteinander reden können), nicht aber, warum die Hauptfiguren so handeln, nämlich, dass sie sich nach ihrer Offenlegung als gebürtig Weiße wochenlang bei Saraswati einquartieren.


Gerne hätte ich allen Menschen ans Herz gelegt, dieses Buch zu lesen und gerade der älteren Generation einen Roman empfohlen, der die Debatten unserer Zeit aufgreift. Ich denke jedoch, dass jene, die Instagram nicht kennen, gar nichts mit dem Schreibstil und der Sprache anzufangen wissen und eher ratlos als inspiriert zurückbleiben würden.

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Cover des Buches Mithu Sanyal über Emily Brontë (ISBN: 9783462003666)
finjalovestheseas avatar

Rezension zu "Mithu Sanyal über Emily Brontë" von Mithu Sanyal

Eine tolle Hommage an ein „Buch des Lebens“!
finjalovestheseavor einem Monat

Ich habe das Buch zu Weihnachten bekommen und war erst etwas skeptisch. Sekundärliteratur habe ich nur für meine Uni-Hausarbeiten gelesen aber niemals freiwillig. Da ich aber zum einen Sturmhöhe vor vielen Jahren gelesen und gemocht habe und die Überschrift „Bücher meines Lebens“ drauf stand, musste ich das Buch sofort lesen. 


Nun ca 150 Seiten später bin ich begeistert! Ich kannte die Autorin Mithu Sanyal vorher nicht. Sie schreibt locker und humorvoll, ich musste an vielen Stellen schmunzeln. Ihre Erzählung über Emily und Sturmhöhe ist vielschichtig und vielseitig und dabei keinesfalls trocken oder künstlich in die Länge gezogen (sieht man ja schon an der Dicke des Buches). Und sie redet das Werk keinesfalls tot oder verdirbt einen das erneute Lesen (steht jetzt auf jeden Fall an, das erste und letzte Mal ist Jahre her). 

Ich hatte erst die Sorge, dass ich nicht folgen könnte, weil meine letzte Sturmhöhe Lektüre schon so lange her war, aber sie Mithu Sanyal setzt Zitate und Nacherzählungen passend ein, sodass ich gut Folgen könnte. 

Alles in allem eine tolle und kurzweilige Erzählung über die Liebe zu ihrem „Buch des Lebens“, welche ich sehr genossen habe. Zusätzlich muss ich jetzt unbedingt Sturmhöhe rereaden und was ist ein größeres Lob an die Autorin?!

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Cover des Buches Mithu Sanyal über Emily Brontë (ISBN: 9783462003666)
Christian1977s avatar

Rezension zu "Mithu Sanyal über Emily Brontë" von Mithu Sanyal

Authentische Verbeugung vor einem Klassiker
Christian1977vor 2 Monaten

"Out on the wily, windy moors, we'd roll and fall in green." Für nicht wenige Kinder und Jugendliche der 1970er- und 1980er-Jahre dürften diese Worte aus Kate Bushs Song "Wuthering Heights" aus dem Jahre 1978 die erste Begegnung mit einem der großen Klassiker der Weltliteratur gewesen sein. So auch für Mithu Sanyal, die in der neuen, von Volker Weidermann herausgegebenen Reihe "Bücher meines Lebens" eben jenes "Sturmhöhe" von Emily Brontë von 1847 als "lebensprägende, lebensverändernde Kraft" bezeichnet. Sanyal setzt sich in "Mithu Sanyal über Emily Brontë" äußerst intensiv und persönlich mit der früh gestorbenen Autorin und ihrem einzigen veröffentlichten Roman auseinander. Und macht ganz nebenbei Lust darauf, das Werk wieder und wieder lesen zu wollen - in möglichst vielen der zahlreichen deutschen Übersetzungen.

175 Jahre ist die Erstveröffentlichung von Brontës "Wuthering Heights" nun her. Und so ist es nicht überraschend, dass es zum Jubiläum wieder einmal in den Fokus der Öffentlichkeit rückt. Sei es durch die knallbunte neue Ausgabe der "Penguin Edition" vor einigen Monaten, durch die auch ich endlich zur Erstlektüre dieses Meisterwerks fand. Sei es durch die kürzlich ausgestrahlte TV-Doku auf ARTE, durch den diese Woche in den deutschen Kinos startenden Film "Emily" von Frances O'Connor - oder eben ganz besonders auch durch Mithu Sanyal.

Bei Kiepenheuer & Witsch sind bislang zwei Bände der "Bücher meines Lebens" veröffentlicht worden. Neben dem "Sturmhöhe"-Band setzt sich Florian Illies mit Gottfried Benn auseinander. Herausgeber Weidermann geht es um eine von Autor:innen zusammengestellte "Bibliothek der Bücher des Lebens", so erfahren wir es im Vorwort des ehemaligen Gastgebers des Literarischen Quartetts. Sanyals Lobgesang auf "Sturmhöhe" habe dabei eine zentrale Rolle eingenommen.

So können wir Mithu Sanyal also doppelt dankbar sein. Zum einen, weil sie damit offenbar den Startschuss dieser ambitionierten neuen Buchreihe gegeben hat. Und zum anderen, weil sie "Sturmhöhe" dabei so eindringlich und neuartig betrachtet wie wohl niemand im deutschen Sprachraum zuvor.

Nach einer Einführung ihrer Beweggründe stellt die "Identitti"-Autorin das Werk und Emily Brontë kurz und informativ vor und unterteilt "Sturmhöhe" im Anschluss in die für sie zentralen Themenkomplexe "Sex", "Class", "Race" und "Ghosts". Wer hier eine trockene literaturwissenschaftliche Abhandlung befürchtet, liegt falsch. Zwar ist Sanyals Quellenarbeit durchaus umfangreich und fundiert, doch erzählt sie darüber so unterhaltsam und persönlich, dass man fast das Gefühl bekommt, selbst wieder in "Sturmhöhe" eintauchen zu können. Dabei ist dem Text die Emotionalität der Autorin stets anzumerken, wodurch man ihr leichten Herzens auch die ein oder andere Flapsigkeit verzeiht.

Besonders gut gelingt ihr das Buch in den Momenten, in denen sie ihre Identifikation zu den Figuren herstellt. Insbesondere Heathcliff wird man nach der Lektüre von "Mithu Sanyal über Emily Brontë" vielleicht mit anderen Augen sehen. Wenn man diese Figur nicht ohnehin jedes Mal unterschiedlich betrachtet. Bezeichnend dafür ist das dem "Race"-Kapitel vorangestellte Zitat der Autorin Alice Hoffman, nach dem man Heathcliff je nach Lebensalter des Lesenden ganz anders beurteilt. Ganz wunderbar ist auch, wie Sanyal den jeweils ersten Satz der zahlreichen deutschen Übersetzungen miteinander vergleicht. Da bekommt man Lust und könnte schnell dem Wahn verfallen, diesen Vergleich Satz für Satz auch mit dem Rest der "Sturmhöhe"-Übersetzungen machen zu wollen.

Apropos Wahn. Der ist natürlich auch Thema. Wie könnte es auch anders sein in einem Buch, das sich mit einem Werk auseinandersetzt, in dem Liebe und Wahnsinn, Hass und Zärtlichkeit so untrennbar miteinander verbunden sind wie Heathcliff und Cathy.

Insgesamt ist "Mithu Sanyal über Emily Brontë" ein erfrischendes und lesenswertes Buch, das einerseits Lust macht, "Sturmhöhe" unter den neu entdeckten Aspekten ein weiteres Mal zu lesen. Es sollte aber auch neugierige Erstleser:innen anziehen - für "Sturmhöhe" und für die neue Reihe "Bücher meines Lebens".

Kommentare: 2
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