Michael Crichton

 3,9 Sterne bei 2.290 Bewertungen
Autor von Timeline, Jurassic Park und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Michael Crichton

Michael Crichton und die Wiedergeburt der Dinosaurier: Der 2008 an Krebs verstorbene US-Autor Michael Crichton hinterließ der Welt ein umfangreiches literarisches Werk, das teilweise verfilmt wurde. Weltweite Berühmtheit erlangte er vor allem durch seine Dinosaurier-Saga „Jurassic Park“, die in den 90er-Jahren einen riesigen Dino-Hype auslöste. Der 1942 in Chicago geborene Schriftsteller schloss sein Studium an der Harvard Medical School 1969 als Doctor of Medicine ab. Im gleichen Jahr gelang ihm mit dem Roman „The Andromeda Strain“ der Durchbruch als Science-Fiction-Autor. Zwei Jahre später folgte die Verfilmung des Buches. 1970 verarbeitete er seine Erfahrungen als Arzt in der dokumentarischen Erzählung „Five Patients“, die als Grundlage für ein Drehbuch diente. Hieraus entwickelte sich in den 90er-Jahren die international erfolgreiche Fernsehserie „Emergency Room – Die Notaufnahme“. In der Zwischenzeit veröffentliche Michael Crichton zahlreiche weitere Bestseller, deren Verfilmungen das Kinopublikum begeisterten, wie beispielsweise „Der große Eisenbahnraub“, „The 13th Warrior“, „Congo“ und „Rising Sun“. Der durchschlagende Erfolg von „Jurassic Park“ blieb aber einzigartig. In den USA erschien dieses Buch 1990 und im gleichen Jahr in Deutschland unter dem Titel „DinoPark“. Darin erzählte Crichton die Geschichte eines amerikanischen Freizeitparks, in dem geklonte Dinosaurier außer Kontrolle geraten. 1993 kam die Verfilmung in die Kinos. 1995 folgte die Fortsetzung „The Lost World“ („Die vergessene Welt“). Mit seinem 2004 veröffentlichten Roman „State of Fear“ um die Folgen der Klimaerwärmung löste er erneut heftige Debatten aus. Nach seinem Tod kamen weitere Romane auf den Markt, deren Entwürfe Michael Crichton auf seinem Computer abgespeichert hatte. Im Fernsehen lebt er ebenfalls weiter. Beispielsweise brachte der Kabelsender HBO eine neue Serienfassung des Science-Fiction-Thrillers „Westworld“ von 1973 heraus, dessen Drehbuch von Michael Crichton stammt.

Alle Bücher von Michael Crichton

Cover des Buches Timeline (ISBN: 9783442451227)

Timeline

 (354)
Erschienen am 01.01.2002
Cover des Buches Jurassic Park (ISBN: 9783453811508)

Jurassic Park

 (340)
Erschienen am 12.08.2013
Cover des Buches Beute (ISBN: 9783896673022)

Beute

 (188)
Erschienen am 01.03.2006
Cover des Buches The Lost World - Vergessene Welt (ISBN: 9783442466818)

The Lost World - Vergessene Welt

 (180)
Erschienen am 08.09.2008
Cover des Buches Next (ISBN: 9783442466726)

Next

 (159)
Erschienen am 01.07.2008
Cover des Buches Welt in Angst (ISBN: 9783941378551)

Welt in Angst

 (117)
Erschienen am 30.09.2009
Cover des Buches Sphere - Die Gedanken des Bösen (ISBN: 9783442461530)

Sphere - Die Gedanken des Bösen

 (102)
Erschienen am 12.09.2005
Cover des Buches Airframe (ISBN: 9783453811478)

Airframe

 (83)
Erschienen am 08.02.2008

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Michael Crichton

Cover des Buches Dragon Teeth – Wie alles begann (ISBN: 9783453439979)M

Rezension zu "Dragon Teeth – Wie alles begann" von Michael Crichton

Der Krieg zweier Professoren ...
Monika_Graslvor 8 Tagen

Die Novelle Dragon Teeth erzählt den kleingeistigen Krieg der Professoren Marsh und Cope. Beide auf ihrem Gebiet der Paläontologie jeweils unbestreitbar und zudem reale Figuren. Menschlich unterschieden sie sich jedoch gewaltig voneiander, was der fiktive Charakter William Johnnas recht deutlich zu spüren bekommt. Der Student beschließt nämlich seine Sommerferien nicht in Europa zu verbringen, sondern mit Marsh in den Westen von Amerika zu reisen, um Dinosaurierknochen auszugraben.

Soweit so klar, möchte man meinen, doch ist Marsh ein von Verfolgungswahn getriebener Mann, der hinter jeder Ecke einen Verrat an seiner Arbeit sieht. So dauert es nicht lange bis William bei Cope strandet, der ebenfalls in Indianergebieten im Westen Amerikas nach Fossilien sucht. 


Crichton verwebt an diesem Punkt die amerikanische Geschichte gekonnt mit realen Figuren und fiktiven Charakteren, sodass man der Überzeugung erliegt, dass es genau so abgelaufen ist.
Großartige Erwähnungen von Dinosauriern darf man sich hier nur am Rande erwarten. Das gleiche gilt für die Ausgrabungen. Vielmehr wird der Machtkampf zwischen Cope und Marsh ins Zentrum gestellt, der zudem noch, wie im Nachwort zu lesen ist, deutlich abgeschwächt dargestellt wird.

Wodurch die Geschichte besticht sind zudem die Landschaftsbeschreibungen und der Umstand, dass es zu Zeiten des großen Goldrausches auch noch andere Grabungswütige im Gebiet der Indianer gab. Was menschlich dabei zuweilen auf der Strecke bleibt und wie schnell hier der eine oder andere Revolver gezogen wird, ist durchaus für die Zeit von 1800 bestechend detailiert und ohne großes Blutgemetzel beschrieben.


Fazit: Ein informativer Roman über die Machtkämpfe von Professoren. Dinosaurierfans werden jedoch nur bedingt auf ihre Kosten kommen, wenn es um die Urzeitwesen per se geht.

Kommentare: 2
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Cover des Buches Andromeda - Die Evolution (ISBN: 9783453424777)B

Rezension zu "Andromeda - Die Evolution" von Michael Crichton

Ein würdiger Nachfolger
Buchdingvor 2 Monaten

Der Autor

 Der Autor dieses Buches ist nicht Michael Crichton, auch wenn es drauf steht. Michael Crichton verstarb bereits 2008 im Alter von 66 Jahren. Andromeda - Die Evolution ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen Sherry Crichton, seiner Frau bzw. Witwe und dem Autor Daniel H. Wilson, welcher dieses Buch geschrieben hat. 

Das Buch

In den 1960er Jahren wurde die Erde von einem unheimlichen außerirdischen Partikel heimgesucht. Es tötete innerhalb weniger Minuten sämtliche Einwohner einer Kleinstadt in Arizona. Nur ein alter Mann und ein Baby überlebten. Danach beschäftigte sich ein vierköpfiges Forscherteam mit der Untersuchung dieses Erregers und der Überlebenden.  Der Kampf um die Eindämmung der durch den Erreger ausgelösten Seuche führte damals beinahe zu einer globalen Katastrophe.

Dies war nur vorab die kurze Beschreibung des Inhalts von Andromeda - dem Buch von Michael Crichton aus dem Jahre 1969 auf dem unsere aktuelle Geschichte hier aufbaut. 

Sie setzt mehr als fünfzig Jahre nach den Geschehnissen um den ersten Andromeda-Ausbruch an. Im Brasilianischen Regenwald, genauer in einem unerschlossenen Territorium, einem Schutzgebiet für indigene Völker, die bisher keinerlei Kontakt zur Außenwelt hatten, taucht plötzlich ein mysteriöses Objekt auf. Es scheint über Nacht aus dem Dschungel herausgewachsen zu sein und es wächst weiter.  

Erste Analysen mit Hilfe von Drohnen bringen recht schnell Klarheit. Es handelt sich um Andromeda. Das Partikel ist scheinbar wieder mutiert und breitet sich unkontrolliert im Regenwald aus. Ein für genau so einen Fall erarbeiteter Notfallplan tritt sofort in Kraft. Dieser beinhaltet unter anderem, dass sich ein internationales Forscherteam auf den Weg zu dem wuchernden Objekt inmitten des unberührten Regenwaldes macht. 

Im Laufe der Geschichte zeigt sich, dass mehrere Nationen und Interessengruppen bereits jahrelang mit dem Andromeda-Partikel experimentiert hatten. Einige, um sich dagegen zu wappnen, andere, um es für militärische Zwecke nutzbar zu machen. 

Doch das hochinfektiöse Partikel - ich nenne es übrigens absichtlich so, denn es ist weder ein Virus noch eine Mikrobe oder ähnliches - ist den Menschen leider immer einen Schritt voraus. Das worauf das Forscherteam im brasilianischen Regenwald trifft, ist eine neue Mutation und die sorgt für Tod und Schrecken unter den Eingeborenen, den Tieren des Waldes und auch innerhalb des Teams.

Als es dem Team gelingt, sich entgegen aller Widrigkeiten bis zu der Anomalie vorzuarbeiten, taucht eine weitere, ziemlich unerwartete Bedrohung auf, die eine wichtige Frage aufwirft: Ist Andromeda selbst der Feind? Oder wird es nur von dem eigentlichen Feind eingesetzt? Und woher kommt dieser eigentlich - aus den weiten des Alls oder doch von unseren eigenen Planeten?

 

Meinung

Andromeda - Die Evolution  ist ein Science-Thriller ganz im Stil von Michael Crichton. Dem Autor Daniel H. Wilson gelingt es, sich in den Stil des ursprünglichen Romans von 1969 einzufinden und ihn in die moderne Welt zu transportieren

Wie auch sein Vorgänger, ist der Roman im dokumentarischen Stil geschrieben. Die Geschichte wird aus aus diversen Quellen rekonstruiert und wiedergegeben. Das sind zum einen Aussagen von Überlebenden und Beteiligten, Drohnen-Aufnahmen und Beobachtungen von Satelliten sowie der internationalen Raumstation ISS, die in der Geschichte eine entscheidende Rolle spielt. 

An Spannung und Brisanz steht der Roman seinem Vorgänger in nichts nach. Das Thema Andromeda  scheint keine reine Science Fiction, sondern eine durchaus denkbare Möglichkeit zu sein, die der Autor in diesem Roman auf eine weitaus beängstigendere Ebene angehoben hat. 

Das Ende ist in sich geschlossen, bietet aber viel Spielraum für eine interessante weitere Fortsetzung.

 Um den Roman zu lesen, muss man nicht unbedingt den Vorgänger von 1969 gelesen haben. Die Geschichte greift immer wieder die früheren Ereignisse auf, sodass im Groben klar wird, was damals passiert ist. 

Ich empfehle trotzdem die Lektüre des Originals, sowie generell die  Bücher von Michael Crichton.

 Was den aktuellen Autor Daniel H. Wilson betrifft, so hat er mich wirklich überrascht. Er hat die Geschichte um Andromeda und damit das Werk von Crichton in unsere Zeit geholt. Er hat einen mitreißenden und unterhaltsamen Science-Thriller geschaffen und mich davon überzeugt, dass es sich lohnt, sein weiteres Schaffen im Auge zu behalten. 

 Fazit: Das Buch ist lesenswert für alle Liebhaber des Genres und ein Muss für alle Crichton-Fans!

 

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Cover des Buches Next (ISBN: 9783442466726)A

Rezension zu "Next" von Michael Crichton

Spannendes Thema mit viel Potential und Realitätsnähe
AnjaPvor 3 Monaten

Das Cover ist super und hat mich sofort angesprochen. Auch der Titel des Buchs mit dem hervorgehobenen X passt perfekt zur Geschichte.

Das Oberthema „Genforschung“ ist ein spannendes Feld mit viel Forschungs- und Entwicklungspotential. Aber auch mit vielen ethischen und moralischen Risiken. Der Roman schafft es sehr spannend, das Thema aufzugreifen und die hohen Erwartungen und die Hoffnungen, die damit einhergehen, aufzugreifen. Und gleichzeitig die hohen Risiken und die noch nicht geklärten Rechtsfelder aufzuzeigen.

Trotz der vielen Fachbegriffe liest sich der Roman sehr gut. Eben ein Crichton. Am Anfang hatte ich noch etwas Probleme, die vielen Charaktere mit ihren Funktionen und Verknüpfungen in Verbindung zu bringen. Durch die guten Darstellungen der Sachverhalte gelingt einem dennoch das Einsortieren der Personen zu den einzelnen Stories.

Bei einigen Themen habe ich mich auch gefragt, wie ich wohl reagieren würde. Gar nicht so einfach, den oft stimmen rationales und emotionales Denken hier nicht überein. Grade Dave ist mir echt ans Herz gewachsen und ich konnte viele Gedanken und Emotionen von ihm, aber auch seiner Familie mitempfindenden.

Insgesamt ein sehr gelungener Roman!


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Gespräche aus der Community

Philipp vom Literaturkosmos und meine Wenigkeit starten in ein paar Wochen unsere zweite Blogtour - und zwar zu Michael Crichtons posthum erschienenen Roman Micro. Und wir suchen noch Teilnehmer! Worum es genau geht? Hier gehts zu unserem Blog, und dort findet ihr auch alle Einzelheiten was die Teilnahme betrifft: http://blogtour2011.wordpress.com/2012/01/24/wir-starten-eine-neue-blogtour/
15 Beiträge
S
Letzter Beitrag von  sonjastevensvor 10 Jahren
Wenn das so ist, würde ich auch gerne mitlesen - ich kann aber erst nach Karneval mit dem Buch beginnen - also am 22.02.

Zusätzliche Informationen

Michael Crichton wurde am 23. Oktober 1942 in Chicago (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

Michael Crichton im Netz:

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von 168 Lesern aktuell gelesen

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