Margarete Stokowski

 4,5 Sterne bei 299 Bewertungen
Autorin von Untenrum frei, Die letzten Tage des Patriarchats und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Margarete Stokowski

Mit Liebe und Verstand für die Stellung der Frau: Margarete Stokowski wurde 1986 in Polen geboren und lebt seit 1988 in Berlin. Sie studierte Philosophie und Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität und schrieb ihre Abschlussarbeit über Simone de Beauvoir. Seit 2009 betätigt sie sich als freie Autorin für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften. Von 2012 bis 2015 erschien ihre Kolumne „Luft und Liebe“ bei der taz. Stokowski schreibt außerdem für Die Zeit, Missy Magazine und L-Mag. Ihre Kolumne „Oben und Unten“ erscheint seit 2015 wöchentlich bei Spiegel Online. Im Jahr 2016 erscheint ihr erstes Buch, „Untenrum frei“, in dem sie mit viel Mut zur Provokation über die noch immer nicht ausgeglichene Balance bei der Gleichstellung von Männern und Frauen schreibt.

Alle Bücher von Margarete Stokowski

Cover des Buches Untenrum frei (ISBN: 9783499631863)

Untenrum frei

 (212)
Erschienen am 24.04.2018
Cover des Buches Die letzten Tage des Patriarchats (ISBN: 9783498063634)

Die letzten Tage des Patriarchats

 (66)
Erschienen am 25.09.2018
Cover des Buches We are Feminists! (ISBN: 9783791385976)

We are Feminists!

 (20)
Erschienen am 04.11.2019

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Margarete Stokowski

Cover des Buches Untenrum frei (ISBN: 9783499631863)L

Rezension zu "Untenrum frei" von Margarete Stokowski

Es ist an vielen Stellen bitterböse, aber nie anklagend
Los_Librosvor 2 Monaten

Margarete Stokowski erzählt von ihrer Kindheit und ihrer Jugend. An einigen Stellen habe ich mich ertappt gefühlt und musste automatisch an die Zeiten zurückdenken. 

Situationen, die ich vergessen oder verdrängt hatte, kamen wieder hoch.

Ich habe durch das Buch vieles gelernt, viel nachgedacht und habe Lust bekommen mich mehr mit dem Thema zu befassen. 

Ich werde sicherlich mehr von der Autorin lesen!

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Cover des Buches Untenrum frei (ISBN: 9783499631863)J

Rezension zu "Untenrum frei" von Margarete Stokowski

Ein ungemein bereicherndes Buch, das die Augen öffnet!
JuttaSwietlinskivor 2 Monaten

Das Private ist politisch – und das Politische ist privat.
Seit die Frauenbewegung in den 1970er Jahren das persönliche Leben von Frauen zum politischen Thema gemacht hat, ist viel Zeit vergangen, aber die Gleichberechtigung der weiblichen Bevölkerung ist noch lange nicht erreicht, solange Frauen weniger Geld verdienen als Männer, solange sie in bestimmte Geschlechter- bzw. Genderrollen gedrängt werden, solange sie sexualisierte Gewalt erleben und solange sie auf die unterschiedlichsten Arten diskriminiert werden. Es gibt noch viel zu tun, um eine offene, gleichberechtigte Gesellschaft zu schaffen, in der alle Menschen die Freiheit haben, ein eigenes, selbstbestimmtes Leben zu führen.
Das zeigt taz- und Zeit-Autorin Margarete Stokowski in aller Deutlichkeit in ihrem Buch „Untenrum frei“ aus dem Jahr 2016. Ausgehend von persönlichen Erlebnissen stellt sie die Entwicklung von einem kleinen Mädchen, das noch fest in vorgefertigten Rollenbildern verankert ist, hin zu einer erwachsenen Frau dar, die sich schließlich als Feministin begreift.
Dabei verknüpft sie individuelle Erlebnisse, die sehr persönlich sind (und manchmal auch etwas schwer zu verkraften, etwa wenn es um übergriffige Situationen bis hin zur Vergewaltigung geht), mit Erkenntnissen aus der Forschung, wobei sämtliche Quellen streng wissenschaftlich am Ende des Buches genannt werden.
Dies gelingt ihr auf eine gelassene, oft amüsante Art, die gedanklich gut nachzuvollziehen ist und dennoch immer wieder nachdenklich macht, selbst wenn mensch sich mit den erwähnten Themen selbst schon wiederholt beschäftigt hat.
Der stets ehrlich klingende Tonfall unterstreicht und verdeutlicht die klare Aussage von Stokowskis leicht verständlichem Werk, das nicht weniger will als die Änderung von Denkmustern und das Aufbrechen von Hierarchien: „Unsere Denkmuster und Gewohnheiten, all die Kategorien, innerhalb derer wir unseren Alltag leben, sind durchzogen von den Hierarchien, in denen wir uns befinden. Macht wirkt in unserer Sprache, unseren Ängsten, unseren Fähigkeiten, und niemand kann das alles auf einmal ändern.“ Aber wir können es versuchen und es Schritt für Schritt schaffen. Und genau das will die Autorin erreichen.
Ja, „Untenrum frei“ ist ein „wichtiges Buch“, wie diverse namhafte Zeitungen so zutreffend geschrieben haben. Mich hat die Lektüre ungemein bereichert. Aus diesem Grund bin ich der Ansicht, dass es unbedingt von Weiblein, Männlein und allen anderen, zumindest ab dem jungen Erwachsenenalter, gelesen werden sollte.
Für mich die neue Bibel des modernen Feminismus!

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Cover des Buches Die letzten Tage des Patriarchats (ISBN: 9783498063634)B

Rezension zu "Die letzten Tage des Patriarchats" von Margarete Stokowski

Unglaublich toller Einblick!
buchstabenwaldvor 4 Monaten

Nach „Untenrum frei“, von dem ich restlos begeistert war, habe ich mich direkt auf Magarete Stokowskis zweites Buch gestürzt.  


Reizüberflutung ist der erste Begriff, der mir zu diesem Buch einfällt. Es fasst die besten bzw. aussagekräftigsten Kolumnen und Essays, die Margarete Stokowski für die Spiegel Online und die taz! geschrieben hat, zusammen. Gut geordnet und gruppiert bekommt man einen Einblick in die Gedanken der Autorin zu diversen Themen hat: Gewalt, Sexualität, Frauenkörper, Macht, Rechtspopulismus, Gleichberechtigung, Feminismus und und und..

Ja, absolut lesenswert! Unbedingt lesen! 

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Ich habe den Fehler gemacht, das Buch zu schnell zu lesen - obwohl ich mir für meine Verhältnisse schon sehr viel Zeit dafür genommen habe. 

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Es sind sehr viele Themen, die kurz und prägnant angeschnitten werden. Themen, für die man vielleicht Vorbereitung braucht, definitiv aber Nachbereitung - sofern Interesse besteht. Vieles des Geschriebenen sollte man auf sich wirken lassen. Bei manchen Dingen brauchte ich - trotz der guten Aufbereitung der Autorin - noch Zusatzinformationen, um mir überhaupt Gedanken machen zu können. 

Ein Buch, das viel bereit hält, viele Ungereimtheiten anspricht und wo für jeden was dabei ist. In diesem Falle: Leider. Ein Buch, das durch seine Vielzahl an Themen aber auch überfordert. Keine Lektüre für zwischendurch, mein Hirnschalz hat zwischendurch ordentlich gebrodelt. 

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Margarete Stokowskis Schreibstil ist wie gewohnt ansprechend, klar und unverblümt. Eine Frau, die weiß, was und wie sie schreibt, um sich Gehör zu verschaffen.

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Fazit: Grandioses Buch, das die grauen Zellen zum Glühen bringt. 


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Gespräche aus der Community

»We are Feminists!« ist eine Hommage an die Frauen, die den Feminismus in über 150 Jahren geprägt haben. Bewirb dich jetzt und gewinne 1 von 20 Exemplaren!

Deutschland hat 2019 100 Jahre Frauenwahlrecht gefeiert – für junge Frauen im Zeitalter von #metoo und #timesup unvorstellbar, dass Frauen erst seit etwas mehr als drei Generationen die vollen bürgerlichen Rechte innehaben! Grund genug, einen Blick zurück auf die Geschichte der internationalen Frauenbewegung zu werfen. 

»We are Feminists!« ist eine Hommage an die Frauen, die den Feminismus in über 150 Jahren geprägt haben – von Emmeline Pankhurst, Simone de Beauvoir  bis zu Chimamanda Ngozi Adichie und Michelle Obama. Mit einem klugen und mitreißenden Vorwort von Margarete Stokowski beginnt »We are Feminists!« und zeigt in chronologischer Reihenfolge, welche wichtigsten Ereignisse und Errungenschaften im Kampf um Frauenrechte nötig waren. Das Buch stellt aber auch diejenigen Frauen vor, die nicht in den gängigen Geschichtsbüchern vorkommen, obwohl sie bedeutende Schritte zur Weiterentwicklung unserer Freiheitsrechte eingeleitet haben.

Am 14. Oktober erscheint »We are Feminists«, seid ihr dabei?

208 BeiträgeVerlosung beendet
S
Letzter Beitrag von  SternchenBlauvor 2 Jahren

Ja, manchmal ist einfach der Wurm drin. Eine Freundin hat uns ein Weihnachspäckchen geschickt. Samstag NACH Weihnachten. Es ist leider immer noch nicht da. Erst dachte ich mir ja, nach Weihnachten sind die ja nicht so sehr besetzt, aber langsam... Schon beim letzten Päckchen zu meinem Geburtstag gab's von der gleichen Freundin Probleme...

War 2018 für euch ein tolles Lesejahr? Das LovelyBooks-Team hat so einige großartige Buchentdeckungen gemacht und deshalb möchten wir euch hier unsere Lesehighlights von insgesamt 18 Teammitgliedern vorstellen! Für uns gibt es nichts Schöneres als neue Bücher zu entdecken und lieben zu lernen - für euch auch?

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Und los geht es mit unseren Herzensbüchern des Jahres:

Marina_Nordbreze empfiehlt "Mein italienischer Vater" von Anika Landsteiner
Italien. Das Reiseland schlechthin für uns Deutschen. Meine Familie ist viele Jahre lang jeden Sommer an die Adria gefahren. Rimini, Ravenna, Bellaria – in 12 Stunden runter mit dem Auto, zwei Wochen am Strand gelegen und mit Sonnenbrand zurück. Doch Italien ist viel mehr als das. Und dieses „mehr“ packt Anika Landsteiner mit „Mein italienischer Vater“ in eine ganz wunderbare Geschichte, sodass man nur so durch die Seiten fliegt und in einem das dringende Bedürfnis wächst, direkt nach Italien zu reisen.

kultfigur empfiehlt "Kollaps - Das Imperium der Ströme" von John Scalzi
"Kollaps - Das Imperium der Ströme" von John Scalzi war ganz klar mein Science Fiction Lesehighlight 2018. Ich habe nicht nur eine neue Reihe entdeckt, auf deren Fortsetzung ich mich schon sehr freue, sondern auch einen für mich neuen Autor mit einer spannenden Backlist (z.B. "Der wilde Planet"). In Kollaps beherrscht die menschliche Zivilisation mehrere weit entfernte Systeme, die über eine Art Wurmloch (genannt Ströme), verbunden sind, ohne wirklich zu begreifen, warum es diese Ströme gibt und wie sie funktionieren. Als plötzlich klar wird, dass die Ströme nicht so stabil und gottgegeben sind, wie jahrtausendelang angenommen, steht die gesamte Menschheit vor dem Ende.

hallolisa empfiehlt "Heute schon für morgen träumen" von Lori Nelson Spielman
Kein Buch vermochte es in diesem Jahr, mich so zu verzaubern und zugleich auch emotional zu ergreifen, wie "Heute schon für morgen träumen". Unvergleichlich erzählt Lori Nelson Spielman hier eine bezaubernde, berührende und vor allem lebensbejahende Geschichte über Schicksal, Hoffnung und die wahre Liebe. Taschentücher bereithalten!

Daniliesing empfiehlt "Stille" von Erling Kagge
Ich gebe es zu, ich tue mich sehr schwer damit, einfach mal einen Moment still dazusitzen und die Ruhe zu genießen. Ständig schwirrt mir irgendwas im Kopf herum, was ich noch tun oder erledigen könnte. Aber dann kam Erling Kagge mit seinem Buch "Stille: Ein Wegweiser" daher und die 33 Gedanken des Autors zum Thema Stille haben mir ein Stück weit die Augen geöffnet. Allein beim Lesen des Buches fühlt man sich bereits ruhiger und entspannter. Nachdem mich Erling Kagge mit diesem kleinen Buch so für sich eingenommen hat, versuche ich immer mehr die ruhigen Momente im oft stressigen Alltag zu finden und zu schaffen. Denn Stille und auch Langeweile müssen nichts Negatives sein: ganz im Gegenteil! Sie machen den Kopf frei für neue Ideen und bringen Entspannung sowie neue Kraft!

markusros empfielt "Als das Leben unsere Träume fand" von Luca Di Fulvio
Ein gelungener historischer Roman, in dem es zwei Sizilianer und eine polnische Jüdin in sehr jungen Jahren nach Buenos Aires verschlägt – und da ich sowohl Süditalien als auch Südamerika faszinierend finde, hatte der Roman schon mal gute Chancen bei mir. Einige detaillierte Beschreibungen von Gewaltverbrechen passen nicht so in die Adventszeit, aber geben ein klares und hartes Bild jener Zeit, wenn man nicht privilegiertes Mitglied der Oberschicht war. Für mich 5 Sterne!

Cari_f empfielt "Der Report der Magd" von Margaret Atwood
"Der Report der Magd" hat mich mit spielerischer Leichtigkeit aus einer schweren Leseflaute katapultiert. Die Geschichte von Desfred in einer Welt, in der Frauen jegliche Freiheit genommen wurde, habe ich innerhalb eines Tages verschlungen. Nicht nur die erschreckende Aktualität im Kontext der #metoo-Bewegung, sondern auch der Schreibstil von Margaret Atwood haben mich sehr gefesselt. Eine klare Lese-Empfehlung!

Malista empfiehlt "Frauen, die Blumen kaufen" von Vanessa Montfort
Ein Roman und zugleich ein herrlicher Reiseführer zu wunderbaren Plätzen in Madrid. Geistreiche, witzige und sehr unterschiedliche Protagonisten lassen den Leser lachen, hadern und weinen. Für mich ein Buch, das alles hat, um einfach 'abzutauchen'.


doceten empfiehlt "Regen" von W. Somerset Maugham
"Regen" war meine erste Begegnung mit W. Somerset Maugham und wird nicht meine letzte bleiben. Meisterlich beschreibt Maugham die menschlichen Abgründe und Eitelkeiten seiner britischen Mitbürger, die sich unter vermeintlich weniger kultivierten Zivilistationen eingerichtet haben, und wirft so einen kritschen Blick hinter die goldene Fassade des kolonialen Empires. Selten habe ich einen so intensiven Eindruck einer anderen Welt in einer anderen Zeit erhalten - und dafür gab es 5 Sterne!

SandraKath empfiehlt "Wolkenschloss" von Kerstin Gier
Kerstin Giers Bücher zeichnen sich stets durch viel Humor und eine tolle Geschichte aus, doch "Wolkenschloss" hat mich dieses Jahr ganz besonders begeistert. Als ich das Buch zugeklappt habe, wollte ich am liebsten sofort wieder von vorne beginnen. Es schadet der Geschichte nicht im Geringsten, dass sie ein wenig braucht, bis die Handlung Fahrt aufnimmt, denn das Lesen fühlt sich an, wie nach Hause zu kommen und am liebsten möchte man selbst sofort ins Wolkenschloss einziehen. Neben den tollen Figuren und dem gemütlichen Setting zeichnet sich der Jugendroman aber auch durch ein spannendes Finale aus, das man garantiert nicht kommen sieht!

TanjaMaFi empfiehlt "Die Herzen der Männer" von Nickolas Butler
Selten habe ich ein Buch gelesen, das mich von der ersten bis zur letzten Seite so sehr begeistert hat. „Die Herzen der Männer“ erzählt davon, was Herzen bewegt, von unbändiger Wut über tiefe Trauer bis zur größten Hingabe. Und wir fühlen mit den Männern in diesem Buch - möchten mit ihnen lachen und weinen, lieben und hassen!

aba empfiehlt "Im Grab schaust du nach oben" von Jörg Maurer
Lange habe ich überlegen müssen, bis ich mich endgültig für ein Lieblingsbuch des Jahres 2018 entscheiden konnte. Am Ende kamen zwei Bücher in die ganz engere Wahl: "Löwen wecken" und "Im Grab schaust du nach oben". Zwei ganz unterschiedliche Genres. Mit seinem 2017 erschienenen "Im Grab schaust du nach oben" hat schließlich Maurer das Rennen gemacht. Letztendlich weil ich es vor ein paar Tagen zu Ende gelesen habe... Jörg Maurer ist definitiv einer meiner Lieblingsautoren! Mit seinen Büchern um den Kriminalhauptkommissar Hubertus Jennerwein begeistert er mich - eigentlich keine echte Krimileserin - seit Jahren. In "Im Grab schaust du nach oben" zeigt Maurer noch einmal, dass er nicht nur ein guter Geschichtenschreiber ist, sondern auch, dass er weiß, wie er den Leser auf hohem Niveau unterhalten und mit originellen Einfällen und Wendungen überraschen kann. Maurer? Immer wieder!

sarah_elise empfiehlt "Nordwasser" von Ian McGuire
Wie viel Meer steckt im Menschen? Ian McGuire nimmt uns in seinem Buch "Nordwasser" mit auf die Seereise einer englischen Walflangflotte Mitte des 19. Jahrhunderts ins arktische Eismeer. Die See ist wie das Leben - bisweilen trügerisch schön, doch im tiefsten Inneren eiskalt, unberechenbar, barbarisch und zerstörerisch. Und so ist auch der Mensch, den hier am Ende der Welt bestialische, animalische Urinstinkte leiten, um ein Überleben zu sichern. Für jeden einzelnen Seefahrer geht das Leben auf dem alten brüchigen Kahn mit einem steten Kampf zwischen Moral und Profit einher. Aufgrund der schonungslos ehrlichen Erzählweise über das tiefste Wesen des Lebens, des Meeres und des Menschen, der vielschichtigen und spitzzüngig präzisen Erzählweise ist "Nordwasser" aus dem mare Verlag mein Buch des Jahres.

Lariluna empfiehlt "Die letzten Tage des Patriarchats" von Margarete Stokowski
Margarete Stokowskis neues Buch stand seit Bekanntgabe des Erscheinungstermins auf meiner Leseliste – die Autorin ist einfach eine der stärksten deutschsprachigen Stimmen insbesondere zum Thema Feminismus. "Die letzten Tage des Patriarchats" ist eine Auswahl ihrer Kolumnen für die taz und Spiegel Online aus den letzten Jahren und zeigt, dass Stokowski zu allen möglichen Themen des aktuellen Weltgeschehens etwas Lesenswertes (!) zu sagen hat.
Wer also nicht ohnehin schon seit Jahren jede Woche ihre Kolumnen liest, dem öffnet sich mit diesem Buch eine Fundgrube an Texten zu feministischen, gesellschaftlichen und politischen Themen aller Art. Der Effekt des Ganzen ist dann - neben hoffentlich viel Nachdenken - eine verrückte Mischung aus lautem Auflachen angesichts der zahlreichen Absurditäten, die die Autorin beschreibt, und leise vor sich hin Fluchen angesichts der Misere, in der unsere Gesellschaft noch immer steckt.


E-Tuna empfiehlt "Die Stadt der träumenden Bücher" von Walter Moers
Selten begeisterte mich ein Fantasy-Buch so sehr. Eine Stadt voller Bücher, Antiquariate egal, wohin das Auge blickt, versteckte Buch-Katakomben, mit kilometerlangen Regalen. Dichter, Autoren, Wesen die alle Aphorismen eines bestimmten Autors auswendig können. Walter Moers erschafft hier eine wunderbare Welt der Literatur, so wunderbar, dass ich mir oft gewünscht habe einfach in das Buch eintauchen und die Welt besuchen zu können. Ich würde wohl nie wieder zurückkommen. Es geht um einen Dichter, der auf der Suche nach dem Autor der besten Geschichte der Welt ist. Nicht ahnend, in was für Gefahren er sich damit begibt. Die Reise, auf die Walter Moers den Leser einlädt, ist ein einmaliges Leseerlebnis und sollte von jedem gelesen werden, der behauptet Bücher zu lieben! Zamonien (Das fiktive Land, in dem die Geschichte spielt) ist mit seinen Wesen, seinen Orten und seinen Bräuchen wohl das faszinierenste Land, dass je von einem Autor kreiert wurde. Hier lernt der Leser, dass man tatsächlich kein Buch nach dem Umschlag beurteilen sollte.

MontyTitan empfiehlt "Geschichte der griechischen Philosophie" von Luciano De Crescenzo
Die Zeitreise ins alte Griechenland liefert mir auch auf die heutige Zeit anwendbare Lebensweisheiten und Perspektiven. Luciano De Crescenzo schafft es wieder perfekt, komplexe Gedanken in einfachen Worten spannend zu erzählen.


Desireep empfiehlt "Vom Ende der Einsamkeit" von Benedict Wells
Benedict Wells erzählt mit einer so sanften und doch eindringlichen Art eine Geschichte – über Familie und das Erwachsenwerden, über Verlust und die große Liebe – die einen zutiefst berührt. Die vielschichtig gezeichneten Charaktere sind liebenswert menschlich und schon nach wenigen Seiten, glaubt man ihnen schon "oft" begegnet zu sein. Ein Buch über das man nachdenkt, über das man lachen und weinen kann. Ein ganz außergewöhnlicher Roman von einem großartigen Autor.

JohannaLuisa empfiehlt "Ein wenig Leben" von Hanya Yanagihara
Es gibt nur wenige Bücher, die mich so berührt, aufgewühlt und beeindruckt haben wie "Ein wenig Leben". Eine Geschichte von so einer Intensität ist mir selten begegnet. Mit diesem besonderen Roman über Trauma, Gewalt, Freundschaft und Liebe hat Hanya Yanagihara ein Meisterwerk geschaffen, bei dem ich trotz stolzer 960 Seiten gehofft habe, dass es nie zu Ende geht. Mein absolutes Buchhighlight des Jahres!

VeraBaer empfiehlt "Der Klavierstimmer" von Pascal Mercier
Als der Vater von Patrice und Patricia einen Mord begeht, entschließen sich die beiden entfremdeten Zwillinge, ihre Vergangenheit aufzuarbeiten. Die Hintergründe der Tat werden zwischen den beiden briefwechsel-artig aufgeschlüsselt, von den Ambitionen und Enttäuschungen des Vaters bis zu den Beziehungen der Kinder zu ihren Eltern und zueinander.
Ein Roman, der dem zugrundeliegenden Mord nur einen Randplatz zugesteht und mit den Empfindungen und Gedanken seiner Figuren ein detailliert schattiertes Bild zeichnet.


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818 BeiträgeVerlosung beendet
A
Letzter Beitrag von  Annette126vor 3 Jahren
Das kann auch gut sein. Kommt immer auf den Inhalt an, ich las mal Franziska zu Rentlow, und da habe ich auch etwas fuer gebraucht.

Zusätzliche Informationen

Margarete Stokowski wurde am 14. April 1986 in Zabrze (Polen) geboren.

Margarete Stokowski im Netz:

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von 189 Lesern aktuell gelesen

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