Marc Roger

 3,8 Sterne bei 11 Bewertungen

Lebenslauf von Marc Roger

Marc Roger tritt als Vorleser auf und organisiert Lesungen in Buchhandlungen und Bibliotheken in ganz Frankreich. 2014 erhielt er den Coup de Cœur des Grand Prix Livres Hebdo für seine herausragende Rolle als Literaturvermittler. »Die Bücher des Monsieur Picquier« ist sein erster Roman.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Marc Roger

Cover des Buches Die Bücher des Monsieur Picquier (ISBN: 9783453423886)

Die Bücher des Monsieur Picquier

 (11)
Erschienen am 12.07.2021

Neue Rezensionen zu Marc Roger

Cover des Buches Die Bücher des Monsieur Picquier (ISBN: 9783453423886)M

Rezension zu "Die Bücher des Monsieur Picquier" von Marc Roger

Nicht nur für Bücherbegeisterte ...
Mina_Albichvor 3 Monaten

Dieses Roman erzählt die berührende Geschichte von Monsieur Picquier, einem ehemaligen Buchhändler, der in einem Seniorenheim lebt und dem dort angestelltem Hilfskoch Grégoire.
Picquier musste seinen reichhaltigen Schatz an Büchern auf 3000 Exemplare reduzieren, Parkinson und grüner Star machen es ihm jedoch unmöglich, seine Bücher, die ihm das Wertvollste auf der Welt sind, zu lesen. Grégoire auf der anderen Seite weiß mit Büchern nichts anzufangen und ist erstaunt, als er die Aufgabe als Picquiers Vorleser übernehmen soll.

Monsieur Picquiers Plan geht auf, Grégoires wachsende Liebe zu Büchern überträgt sich auch auf andere Bewohner in der Seniorenresidenz "Les Bleuets".

Dass diese Seelenreise in einem Seniorenheim auch traurige Seiten hat, ist natürlich vorherzusehen. Marc Roger weiß jedoch den Leser so behutsam mitzunehmen, dass man letzten Endes das Buch mit einem wohlig-nachdenklichen Gefühl aus der Hand legt. Und vielleicht liebevoll über die Buchrücken streicht, die einem daheim in den eigenen Regalen entgegenlächeln ...

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Cover des Buches Die Bücher des Monsieur Picquier (ISBN: 9783453423886)M

Rezension zu "Die Bücher des Monsieur Picquier" von Marc Roger

Wer sind Deine Helden?
MissStrawberryvor 7 Monaten

Monsieur Picquier war Buchhändler. Jetzt ist er pensioniert und lebt im Seniorenheim. Hier her hat er dreitausend seiner dreißigtausend Bücher „gerettet“, wie er das nennt. Es ist eng in diesem Zimmer, aber Monsieur Picquier stört das nicht. Seine Augen und Parkinson machen ihm das Lesen unmöglich und so überredet er den neuen Hilfskoch Grégoire, ihm jeden Tag eine Stunde vorzulesen. Für die beiden Männer, die aus so unterschiedlichen Generationen stammen, beginnt eine außergewöhnliche Zeit, die beide verändert.

 

Es ist schwer in Worte zu fassen, wie bezaubernd und bewegend dieses Buch ist. Es werden eine Menge Themen angeschnitten und mehr oder weniger ausführlich dargelegt, allerdings immer ohne moralischen Zeigefinger. Der Umgang mit Senioren, der Umgang mit Gleichaltrigen (sei es nun Jung oder Alt untereinander), das Problem der Vereinsamung, Homosexualität, Liebe, Altersunterschiede, Ausbeutung, Pflegenotstand – das sind nur ein paar der Themen, die im Buch einen Platz finden. Hier wurde wirklich aus dem Vollen geschöpft, das Leben realistisch wiedergegeben. Und doch geht die Geschichte ans Herz und tief unter die Haut.

 

Grégoire hat so gut wie kein Selbstvertrauen, weil er in der Schule als Versager galt. Seine Mutter arbeitet hart, um beide über Wasser zu halten. Der Job als Hilfskoch soll sie ein bisschen unterstützen und doch rechnet der junge Mann damit, ihn nicht lange zu haben. Schließlich ist er ja ein Versager! Die schicksalhafte Begegnung mit dem alten Buchhändler gibt ihm den Mut, ganz neue Wege zu gehen und an sich selbst zu glauben. Hier kann sich jeder ein Beispiel nehmen und erkennen, dass viele Wege nach Rom führen – und Rom viele schöne Ecken hat!

 

Marc Roger nutzt eine sehr weiche, sanfte Sprache. Da treffen die wenigen derben Stellen im Buch den Leser umso heftiger. Doch dieses Stilmittel verfehlt seine Wirkung nicht. Genau wie die Figuren im Buch, verändert die Begegnung mit dem greisen Mann und dem gerade Volljährigen den Leser auf wunderbare Art und Weise. Die Liebe zu Büchern begleitet den Buchhändler ein Leben lang, wird ihm zum Werkzeug und verändert auch das Leben, Denken und Handeln der Menschen um ihn herum. Es ist eine Metapher, die jeder für sich passend „entschlüsseln“ kann. Es ist tiefgründig und emotional, weise und leise, aber verschafft sich Gehör. Das ist wunderbar!

 

Solche Bücher sind seltene Diamanten im Gestein der Bücherberge. Ich bin sehr froh, es gefunden zu haben und lege es allen ans Herz – es fordert den Leser an manchen Stellen stark, doch bereichert ihn von Anfang bis Ende. Humor und Gefühl kommen nicht zu kurz, die eine oder andere Überraschung lauert hinter einigen Ecken und am Ende ist man sicher, neue Freunde gefunden zu haben. Ich gebe die vollen fünf Sterne!

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Rezension zu "Die Bücher des Monsieur Picquier" von Marc Roger

Ein warmherziges und poetisches Buch über das Leben und die Freundschaft
knuddelbackevor 8 Monaten

Bücher in denen Buchhändler vorkommen besitzen eine Art magische Anziehung für mich.  So ist es kein Wunder, dass ich auch diesen Roman mein Eigen nennen wollte. "Bücher über Bücher" wie ich sie nenne lassen mein Herz als Buchmensch höher schlagen und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht.

Monsieur Picquier , einst selbst Buchhändler, lebt inzwischen in einem Seniorenheim, umgeben von tausenden  Büchern, die früher einmal in den Regalen seines Buchladens standen. Nur einige wenige   konnte er retten. Sogar auf einen Fernseher verzichtet er zugunsten von Büchern in seinem kleinen Zimmer, denn lieber hat er dort einige Dutzend dieser treuen Begleiter mehr stehen, als ein Fernsehgerät. Als der junge und völlig talentfreie Gregoire , eigentlich als Hilfskoch im Seniorenheim angestellt, zu Monsieur Picquiers Vorleser wird, beginnt  aus einer Zweckfreundschaft sehr bald schon eine tiefe , innige Freundschaft zu werden , die so keiner der Außenstehenden je für möglich gehalten hätte.

Gregoire und Monsieur Picquier könnten unterschiedlicher nicht sein, und dennoch entwickelt sich zwischen ihnen ein ganz tiefes und wunderbares Band, welches weder von Skeptikern  noch von Neidern, auf die beide immer wieder in diesem Buch treffen, zerstört werden kann. Diese Freundschaft zwischen einem jungen , gesunden und unerfahrenen Mann und dem  alten, von Parkinson und grünem Star gebeutelten Mann mit einer enormen Lebenserfahrung  dürfte kaum einen Leser unberührt lassen. Die Mischung aus leisen und ersten  Tönen mit lauten und freudigen Tönen ergänzt dieses ungleiche Paar auf eine so treffende Weise, dass man von einer harmonischen und völlig in sich stimmigen Geschichte sprechen muss.  Das Buch lässt den Leser mit einem guten und zufriedenen Gefühl zurück.  Es gehört zu jenen Büchern , die auf eine magische Art und Weise das Herz erwärmen. Mehr kann man über dieses Buch auch nicht erzählen, ohne allzu viel zu verraten. Mann muss es einfach gelesen haben um zu verstehen was ich meine.

Ein wunderbares Buch über das Leben, die Freundschaft und über Bücher. 

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