Makiia Lucier

 4,5 Sterne bei 38 Bewertungen

Lebenslauf von Makiia Lucier

Makiia Lucier ist auf der pazifischen Insel Guam aufgewachsen, hat Publizistik und Bibliothekswissenschaft studiert und lebt heute in dem Universitätsstädtchen Moscow, Idaho. "Das Fieber" ist ihr erstes Buch.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Makiia Lucier

Cover des Buches Das Fieber (ISBN: 9783551560124)

Das Fieber

 (35)
Erschienen am 24.04.2015
Cover des Buches Year of the Reaper (ISBN: 9781529387544)

Year of the Reaper

 (3)
Erschienen am 09.11.2021

Neue Rezensionen zu Makiia Lucier

Cover des Buches Das Fieber (ISBN: 9783551560124)Liesi_Wes avatar

Rezension zu "Das Fieber" von Makiia Lucier

Beeindruckende Parallelen zur heutigen Zeit!
Liesi_Wevor einem Jahr

1918. Die Spanische Grippe hat die Welt voll im Griff. Das merkt auch Cleo, nachdem sich die Grippe immer weiter ausbreitet, immer mehr Menschen daran sterben und mit sofortiger Wirkung alle Schulen geschlossen werden. Ihr Bruder Jack ist mit seiner Frau Lucy auf Hochzeitsreise, sie will nicht im Internat bleiben sondern geht nach Hause. Als sie einem Aufruf vom Roten Kreuz in der Zeitung liest, dass sie dringend Helfer benötigen, meldet sich Cleo freiwillig. Dort lernt sie auch den Medizinstudenten Edmund kennen, welcher nur drei Jahre älter ist und zwischen ihnen entwickelt sich ein zarte Liebe. Doch die Grippe wütet weiter. Bald sind die Krankenhäuser überfüllt, es gibt zu wenig Särge um alle Leichen bestattet zu können und was Cleo erlebt, will man sich heute nicht mehr vorstellen. Die Präventionsmaßnahmen sind so identisch mit den Corona Regelungen, das es schon fast wieder lustig war. 

Man bewundert Cleo, Hanna, Kate und Edmund für ihre Stärke durchzuhalten, obwohl sie einem ständigen Risiko ausgesetzt sind, und trotzdem mit angepackt haben. Sie besitzen Mut, Stärke und Hoffnung für eine bessere Welt. Die ganze Geschichte ist sehr visuell geschrieben, und durch die jetzige Situation wird das Buch wieder hochaktuell! 

Tipp: Unbedingt Taschentücher bereit halten!

Ein Meisterwerk in Romanform mit historischem Hintergrund und wahren Begebenheiten, welchen man gelesen haben muss!! 


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Cover des Buches Das Fieber (ISBN: 9783551560124)Woerter_auf_Papiers avatar

Rezension zu "Das Fieber" von Makiia Lucier

Ein bewegender Debütroman
Woerter_auf_Papiervor 2 Jahren

Das Fieber ist wie geschaffen für die derzeitige Corona-Situation. Es handelt von einer weltweiten Pandemie, die allerdings 100 Jahre früher ihr Unwesen trieb – der Spanischen Grippe.

Das Fieber ist der Debütroman der Autorin Makiier Lucier und die Handlung beginnt im Herbst 1918, als sich die 17jährige Cleo überlegt, was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Ihre unausgegorenen Gedanken werden durch den Ausbruch der Spanischen Grippe in ihrer Heimatstadt unterbrochen. Das öffentliche Leben kommt zum Erliegen, die Zahl der Opfer steigt und steigt. Cleo beschließt, als freiwillige Helferin beim Roten Kreuz anzufangen.

Makiier Lucier schafft es sehr gut, die steigende Angst vor der Pandemie greifbar zu machen. Anfangs gehen viele Einwohner der Stadt von einer normalen Grippe aus, aber nach und nach wird deutlich, dass dem nicht so ist.

Man stirbt doch nicht einfach nach zwei Tagen Grippe

Dadurch, dass die Autorin ihre junge Protagonistin Cleo beim Roten Kreuz helfen lässt, bekommt der Leser einen guten Einblick in das Geschehen. Besonders bedrückend ist, dass die Ereignisse sehr große Ähnlichkeiten zur aktuellen Corona-Pandemie haben. Ich habe zwischendurch den Eindruck gehabt, die Autorin wäre rasch in die Zukunft gereist, um den derzeitigen Alltag in sich aufzunehmen und dann darüber zu schreiben.

Cleo stellt fest, dass die Stadt wie verwandelt ist. Erst nach einigen Augenblicken geht ihr auf, woran es liegt: Alle Einwohner tragen Masken! Doch natürlich gibt es immer wieder Menschen, die aus der Reihe tanzen. Manche weigern sich schlicht, Masken zu tragen und wenn sich jemand beschwert, niest der Angesprochene einfach mal in dessen Gesicht. Auch werden z. B. Theater und Schulen geschlossen, dafür drängen sich die Menschen dicht an dicht auf dem Wochenmarkt.

Die Schulen waren geschlossen. Die Theater, Bowlingbahnen und Kirchen auch. Warum also war die Bibliothek noch geöffnet? Einige der neuen städtischen Regeln ergaben nicht viel Sinn. (Seite 226)

Zwangsläufig gibt es in Das Fieber auch einige traurige Momente, wie z. B., wenn Cleo erkrankte Mitmenschen aufsucht und dabei auch auf totkranke Kinder stößt, die später dann an der Spanischen Grippe sterben. Stellenweise hat mich das Buch sehr beschäftigt, da es eben die aktuelle Situation so gut widerspiegelt.

Kleine Lichtblicke erlebt Cleo allerdings dann doch: Sie verliebt sich nämlich in einen Arzt. Zum Glück bleibt diese Liebesgeschichte sehr diskret im Hintergrund. Hier und da Andeutungen, Blicke, kurze Berührungen… insgesamt steht die Pandemie mit all ihrem Schrecken im Vordergrund.

Fazit: Ein bewegender Debütroman über ein junges Mädchen, das sich während der Spanischen Grippe dem Roten Kreuz anschließt. Die Geschichte weist zudem eine bedrückende Nähe zur aktuellen Corona-Pandemie auf.

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Cover des Buches Das Fieber (ISBN: 9783551560124)Azalees avatar

Rezension zu "Das Fieber" von Makiia Lucier

Lesenswer,t aber erschreckend realistisch
Azaleevor 2 Jahren

In "Das Fieber" behadelt Makiia Lucier die Spanische Grippe von 1918. Gerade im Moment weist das Buch deutliche Parallelen zur sehr realen Corona-Pandemie auf.
Das macht es aber nicht weniger lesenswert, im Gegenteil. Nur sollte man sich vorher überlegen, ob man mit einem Buch der Realität entfliehen will oder ein Buch über die aktuelle Realität lesen möchte.
Die 17-jährige Protagonistin und Ich-Erzählerin Cleo meldet sich freiwillig als Helferin für das Rote Kreuz. Auch ihre Stadt ist nicht von der Spanischen Grippe verschont geblieben und sie wird mit Schul- und Ladenschließungen, Notkrankenhäusern, Verzweiflung, unmöglich durchführbaren Beerdigungen etc. konfrontiert.
Dinge, die ich vor wenigen Wochen noch schlimm gefunden hätte, die aber doch weit weg gewesen wären. Ein Buch eben und sicher hätte ich mir das niemals so real vorstellen können, hätte es mir niemals so drastisch vorstellen können, hätte es vielleicht für ein wenig übertrieben gehalten - wenn wir nicht aktuell in derselben Situation wären.
Die Parallelen dessen, was Cleo erlebt und was gerade auf der Welt geschieht, haben mich immer wieder erschreckt. Aber das hat auch dafür gesorgt, dass ich das Buch ernster genommen habe und es geglaubt war.
An keiner Stelle mehr habe ich Luciers Darstellungen für übertrieben gehalten - und ich bin mir sicher, dass sie das nie waren. Aus dem Nachwort geht hervor, dass sie auch einiges an Recherchearbeit für das Buch geleistet hat.
Aber ein Buch lebt noch von viel mehr als nur von der Handlung. Es lebt auch von den Figuren und vom Schreibstil.
Auch hier hat Lucier jedoch ganze Arbeit geleistet.
Cleo ist eine starke Protagonistin und ich habe sie für ihren Mut bewundert. Ihre Motive waren nachvollziehbar, ebenso wie ihre Entwicklung. Es geht in dem Buch eben nicht nur um die Spanische Grippe, sondern auch um eine Teenagerin auf der Suche nach sich selbst. Und genau das hat Lucier sehr gut dargestellt. Sie zeigt, wie Cleo mit sich und ihren Entscheidungen hadert, sie zeigt auch, wie Cleo immer wieder Hoffnung schöpft.
Dazu trägt auch die Liebesgeschichte ihren Teil bei. Ja, das ganze hat sich recht schnell entwickelt, aber es handelt sich hier nicht um einen Liebesroman. Trotz allem blieb die Liebesgeschichte im Hintergrund und wurde durch eine Freundschaftsgeschichte ergänzt. Beides ergänzt auch das Buch perfekt, weil es in all dem Schrecken Hoffnung weckt, und zeigt, dass eben doch nicht alles nur schlecht ist.
Angenehm fand ich auch Luciers Schreibstil. Sie schreibt in einfacher Sprache, aber oft sehr bildich, ohne zu bildlich zu sein. Man kann sich vorstellen, wie die Patienten leiden, aber sie sieht von zu detaillierten Beschreibungen ab, sondern konzentriert sich auf das Allgemeine. Das fand ich in diesem Fall sehr gut, weil das Buch ohnehin sehr viele Emotionen bei mir geweckt hat.
"Das Fieber" ist ein Buch, das ich nur empfehlen kann. Allerdings kann ich es momentan nicht uneingeschränkt empfehlen, zu nah ist es an unserer Lebensrealität. Dennoch ist es ein Buch, das Hoffnung weckt und zeigt, dass auch kleine Gesten einen dunklen Tag erhellen können.

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