Lucy Fricke

 3,9 Sterne bei 318 Bewertungen
Autorin von Die Diplomatin, Töchter und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Lucy Fricke

Hamburgs Allroundtalent: Die 1974 in Hamburg geborene, mehrfach ausgezeichnete, Autorin zeichnet sich durch vielseitige Talente aus. Nicht nur ist sie schriftstellerisch tätig - ihr erster Roman "Durst ist schlimmer als Heimweh" erschien 2007 - sondern sie engagiert sich auch für junge Musik und Literatur. Dies tut sie, als Veranstalterin des Hamburger Festivals HAM.LIT, das 2010 erstmals stattfand. 2005 gewann, die in Berlin lebende Autorin den Berliner "Open Mike". Auch hier konnte sie mit ihren Werken die Zuhörerschaft von ihren schreiberischen Fähigkeiten überzeugen. Beruflich war sie zuvor lange Zeit in der Film- und Fernsehproduktion als Schnittassistentin und Script/Continuity tätig. Ihr im Februar 2018 erschienener Roman "Töchter" knüpft an ihrem Erfolg an und erzählt die Erlebnisse zweier bester Freundinnen, die mit einem todkranken Vater eine Reise antreten, die in der Schweiz enden soll.

Alle Bücher von Lucy Fricke

Cover des Buches Die Diplomatin (ISBN: 9783546100052)

Die Diplomatin

 (124)
Erschienen am 10.03.2022
Cover des Buches Töchter (ISBN: 9783499290152)

Töchter

 (94)
Erschienen am 23.07.2019
Cover des Buches Takeshis Haut (ISBN: 9783499266737)

Takeshis Haut

 (26)
Erschienen am 27.11.2015
Cover des Buches Ich habe Freunde mitgebracht (ISBN: 9783499258053)

Ich habe Freunde mitgebracht

 (28)
Erschienen am 02.04.2012
Cover des Buches Durst ist schlimmer als Heimweh (ISBN: 9783499260001)

Durst ist schlimmer als Heimweh

 (22)
Erschienen am 24.10.2014
Cover des Buches Die Diplomatin (ISBN: 9783957132666)

Die Diplomatin

 (16)
Erschienen am 31.03.2022
Cover des Buches Töchter (ISBN: B07MC4BWJQ)

Töchter

 (3)
Erschienen am 09.01.2019

Neue Rezensionen zu Lucy Fricke

Cover des Buches Die Diplomatin (ISBN: 9783957132666)Goch9s avatar

Rezension zu "Die Diplomatin" von Lucy Fricke

Verlorener Glaube
Goch9vor 2 Tagen

Die erfahrene und zielstrebige Konsulin Fred erlebt zum ersten Mal in ihrer Karriere eine Strafversetzung von Montevideo über stupidem Innendienst in der Berlin Zentrale nach Istanbul. Als Frau zwischen dem Justizpalast, der Sommerresidenz, dem Geheimdienst und der deutsch-türkischen Zusammenarbeit verliert sie ihre Orientierung.

 

 

Unter dem die Titel „Die Diplomatin“ hatte ich mir eigentlich etwas anderes vorgestellt. Aber allein die Stimme und die Stimmung von Frau Hoppes Sprechweise stimmt den Hörer schon in die Denkweise und Gefühlslage der Diplomatin ein. Bettina Hoppe ist eine gute Wahl. Sie liest dieses Buch und interpretiert es gleichzeitig.

Gleich zu Beginn des Buches hatte ich das Gefühl, dass Fred, die Konsulin, nicht mehr viel gemein hat mit der deutschen Diplomatie und seinen Vertretern. Sie gibt sich Mühe, hat aber schnell das Gefühl gegen Windmühlen zu rennen. Das fängt schon in Montevideo an und tritt in Istanbul richtig zu Tage.

Sehr einfühlsam beschreibt Lucy Fricke die Entwicklung und erzeugt auch beim Leser in manchen Bereichen, Entscheidungen und Begebenheiten nur Kopfschütteln.

Vieles in der deutschen Diplomatie ist für uns Normalos nicht nachvollziehbar. Frau Fricke beschreibt und erzählt mit manchmal bitteren Humor, aber sie klagt nicht an, sondern berichtet, wie es ist.

Ein interessantes Buch mit einigen Längen, hervorragend gelesen von Bettina Hoppe.

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Cover des Buches Die Diplomatin (ISBN: 9783546100052)simone_richters avatar

Rezension zu "Die Diplomatin" von Lucy Fricke

Diplomatie unter Frauenperspektive - pointiert und entlarvend
simone_richtervor 6 Tagen

Die Diplomatin gibt Einblicke in den beruflichen Alltag von Diplomat*innen, von dem wir nur die Oberfläche kennen. Fred ist eine erfahrene deutsche Konsulin, die nichts aus der Ruhe bringen kann. Jedoch in Montevideo, ein Botschaftsort, der sonst von nichts erschüttert wird und eine „ruhige Kugel“  verspricht, scheitert sie erstmals. Es folgt eine Versetzung ins politisch unstete Istanbul und somit ihre größte Herausforderung. Zwischen Einsamkeit, Affäre, Justizpalast, Sommerresidenz und deutsch-türkischer Zusammenarbeit bewegt sich der Roman von Lucy Fricke.
Das ist kompetent und bitter komisch. Es geht um das Kaputte der Stadt, unter Hausarrest stehende Menschen und das Abtauchen dieser. Fred entscheidet sich für Selbstbestimmung und mutige Aktionen am Rande der Legalität. Bestimmt ist dies in ähnlicher Weise real geschehen und so gibt der Roman einen unglaublichen Einblick und besticht mit Brisanz in einer verschlossenen Welt. Das der Plot lakonisch-ironisch erzählt ist, ist ein ungeheures Plus. Denn eigentlich verliert die Diplomatin den Glauben an ihren Beruf. Entlarvend spannend lohnt es sich in die Diplomatie gerade heutzutage reinzulesen.

Kommentare: 8
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Cover des Buches Die Diplomatin (ISBN: 9783546100052)schillerbuchs avatar

Rezension zu "Die Diplomatin" von Lucy Fricke

Zwischen Diplomatie und Menschlichkeit
schillerbuchvor 6 Tagen

Der Inhalt

Fred ist eine erfahrene und ehrgeizige deutsche Konsulin. Eine Frau, die eigentlich nichts aus der Ruhe bringt, überall und nirgends zu Hause. Dann jedoch, in Montevideo, scheitert sie erstmals in ihrer Karriere. Sie wird versetzt ins politisch aufgeheizte Istanbul, ihrer bisher größten Herausforderung. Zwischen Justizpalast und Sommerresidenz, Geheimdienst und deutsch-türkischer Zusammenarbeit, zwischen Affäre und Einsamkeit stößt sie an die Grenzen von Freundschaft, Rechtsstaatlichkeit und europäischer Idee. (© Ullstein Buchverlage)

Meine Meinung

Dieser Roman hat mir sehr gut gefallen. Er steckt voller Hintergrundwissen über diplomatische Gepflogenheiten, die Lucy Fricke akribisch recherchiert hat. Fred, die eigentlich Friederike heißt, langweilt sich auf ihrem Posten in Montevdieo, ein scheinbares Paradies, das soweit ab vom Schuss liegt, daß ihr Vorgänger ihr lediglich ein paar Restaurantempfehlungen hinterlassen hat. Außer ein paar Empfängen, bei denen die wichtigste Entscheidung die ist, welche Farben die Zelte und Servietten beim Empfang zum Tag der Deutschen Einheit haben und welche Würstchen auf den Grill gelegt werden, hat sie wenig zu tun. Mit Ruhe und Langeweile ist es vorbei, als die Tochter einer einflussreichen Journalistin entführt wird, eine Sache, die nicht gut ausgeht.

Als sie dann nach einem mehrmonatigen Intermezzo in Berlin nach Istanbul versetzt wird, herrscht auch dort oberflächlich besehen heile diplomatische Welt: Man spricht in Reden von offenem Dialog und konstruktiven Gesprächen, die in Wirklichkeit nicht stattfinden, lobt die guten Handelsbeziehungen. Kritik wird ebenfalls nur diplomatisch geäußert: Ein Kulturfestival eröffnet der Botschafter mit der Nennung der Namen all der Künstler:innen, die nicht dabei sein können, weil sie in türkischen Gefängnissen einsitzen. “Schon bei dem Wort Dialog stellten sich mir inzischen die Nackenhaare auf” sagt Fred zunehmend desillusioniert. Als dann dem Sohn einer dieser Künstlerinnen, die im Gefängnis sitzen, nach seiner Einreise, der Pass abgenommen wird und er nicht mehr ausreisen, geschweige denn seine Mutter besuchen darf, merkt sie, daß sie nun entscheiden muss, wie diplomatisch sie sich weiter verhalten will und kann.

Das alles erzählt Lucy Fricke mit einem wunderbar lakonischen Humor, pointierten Dialogen und außerdem sehr spannend. Im zweiten Teil des Buches entwickelt der Roman fast schon Thrillerqualitäten, als sie beschreibt, wie der türkische Geheimdienst auch einen befreundeten Journalisten bespitzelt. Man merkt, daß die Autorin Istanbul sehr gut kennt – kein Wunder, hat sie doch dort im Rahmen eines Stipendiums einige Monate gelebt und zwar auf dem Gelände der Sommerresidenz der Deutschen Botschaft. Sie erlebte selbst, wie sie bei Treffen überwacht wurde und wie vorsichtig man bei der Kommunikation über digitale Medien sein muss. Das und die Tatsache, dass sie auch reale Fälle verarbeitet (natürlich ohne Namen zu nennen und verfremdet) verleiht dem Roman eine hohe Authenzität. Ich konnte beim Lesen das Dilemma, in das Fred gerät sehr gut nachvollziehen: Bleibt sie die Diplomatin oder agiert sie menschlich und riskiert ihre berufliche Zukunft?

Fazit: Ein hochspannender Roman über die Diplomatie, die gerade jetzt so wichtig ist und die ihr Personal vor enorme Herausforderungen stellt. Absolute Leseempfehlung!

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Gespräche aus der Community

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Das Minimum für den Lostopf sind also 15 rezensiere Bücher. Ihr seid Viellesende und habt die 15 Bücher schnell geschafft? Wunderbar! Auch für euch haben wir uns etwas überlegt: Pro 5 gelesene und rezensiere Bücher mehr gibt es 1 Extra-Los für euch! 

(d.h. mit 20 Büchern bekommt ihr 2 Lose, mit 25 Büchern 3 Lose usw.) 

Wichtige zusätzliche Hinweise: Eure Rezensionen müssen nicht lang sein. Sie sollten euren Leseeindruck wiedergeben, eine bloße Inhaltsangabe reicht nicht, eine größere Analyse des Buches muss es aber auch nicht sein. Wir wünschen uns eine etwas ausführlichere Kurzmeinung. 

Für die Verlosung des Buchpaketes werden nur Rezensionen zu den hier angehängten Büchern berücksichtigt.

Zum Schluss bleibt nur noch zu sagen: Wir wünschen euch viel Freude beim Lesen, Hören, Diskutieren, Staunen und Entdecken. Auf ein schönes Bücherjahr 2022! 

Eure SEVEN


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Wedma


536 Beiträge
Maselis avatar
Letzter Beitrag von  Maselivor 6 Tagen

Das ging mir bis vor Kurzem genauso. Wenn ich nichts passendes finde, baue ich zwischendurch meinen SUB ab.

Für diesen Herbst habe ich mir besonders den neuen Roman von Alex Schulman gemerkt, da mir letztes Jahr sein Roman "Die Überlebenden" gut in Erinnerung geblieben ist. Dann möchte ich den neuen Roman von Martin Mosebach lesen. "Krass" habe ich nicht gelesen, aber ich bin auf den Schriftsteller aufmerksam geworden. Auch den neuen Roman von Joachim B. Schmidt, der im Oktober bei Diogenes erscheinen soll, möchte ich, nachdem ich "Tell" und "Kalman" gelesen haben , nun unbedingt auch kennenlernen.


Leserunde zu "Durst ist schlimmer als Heimweh" von Lucy Fricke - ET 24.10.14
 
Ihre Jugend war hier zu Ende, und Judith wäre jetzt gerne allein gewesen. Denn schon das Wort Gruppenabend hatte Panik in ihr ausgelöst. Judith verabscheute Gruppen, Gruppenspiele, Gruppensport, das klang für sie nach dem Befund einer tödlichen Krankheit: Es tut mir leid, aber Sie haben Gruppe. Wie konnte ausgerechnet sie in einer betreuten Wohngemeinschaft landen? Ohne Drogen, ohne Waffen, dafür an jeder Ecke etwas, das sie Hilfe nannten.

Als Hoffnungslose unter Hoffnungslosen taumelt Judith durch Therapien, Aushilfsjobs und durch die erste Verliebtheit. Sensibel, drastisch und mit lakonischem Witz erzählt Lucy Fricke von Verlustschmerz und Aufruhr beim Abschied von einer desaströsen Jugend.
 
Auch diesmal verlosen wir unter allen Bewerbern eins von 10 Exemplaren! Bewerben könnt ihr euch bis zum Erscheinungstermin,
dem 24. Oktober, indem ihr folgende Frage beantwortet:
 
Was gefällt euch an einem nächtlichen Spaziergang durch die Stadt?
 
Wir sind gespannt, was euch nachts an eurer Stadt begeistert und ob ihr auch die Einsamkeit ab und an ein wenig genießt! An alle, die leider nicht gewinnen - lest gerne mit - ein fantastischen Buch, welches berührt und zwar ganz tief drinnen ...
 
Beste Grüße,
 
Till
 
105 BeiträgeVerlosung beendet
frenx1s avatar
Letzter Beitrag von  frenx1vor 8 Jahren
Ich muss sagen, ich habe mich mit dem Buch etwas schwer getan. Ich bin nicht so richtig reingekommen, erst beim zweiten Anlauf habe ich in die Handlung hineingefunden. Gepackt hat mich das Buch nicht, auch wenn es sprachlich an manchen Stellen wirklich schön ist. Hier meine Rezension: http://www.lovelybooks.de/autor/Lucy-Fricke/Durst-ist-schlimmer-als-Heimweh-143774610-w/rezension/1128639678/ http://wasliestdu.de/rezension/aus-dem-leben-einer-wohngemeinschaft-fuer-gestrandete-jugendliche http://buecherbar.wordpress.com/2015/01/02/durst-ist-schlimmer-als-heimweh/

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