Louise Brown

 4,4 Sterne bei 142 Bewertungen
Autor von Was bleibt, wenn wir sterben, Ein einziges Jahr und weiteren Büchern.
Autorenbild von Louise Brown (©Gene Glover / Diogenes Verlag)

Lebenslauf von Louise Brown

Louise Brown, geboren 1975 in London, zog als Jugendliche mit ihrer Familie ins norddeutsche Ostholstein. Sie studierte Politikwissenschaft in Nordengland, Kiel und Berlin. Sie ist Journalistin und seit einigen Jahren auch als Trauerrednerin in Hamburg tätig. Dort moderierte sie auch das erste ›Death Café‹. In ihrem Podcast ›Meine perfekte Beerdigung‹ spricht sie mit Menschen darüber, wie sie einmal verabschiedet werden wollen. Louise Brown lebt mit ihrem Partner, zwei Kindern und Hund in Hamburg. 

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Louise Brown

Cover des Buches Was bleibt, wenn wir sterben (ISBN: 9783257071764)

Was bleibt, wenn wir sterben

 (135)
Erschienen am 29.09.2021
Cover des Buches Ein einziges Jahr (ISBN: 9783548283944)

Ein einziges Jahr

 (4)
Erschienen am 08.11.2011
Cover des Buches Maha, die Tänzerin (ISBN: 9783455094824)

Maha, die Tänzerin

 (1)
Erschienen am 01.01.2005
Cover des Buches Was bleibt, wenn wir sterben (ISBN: 9783257804348)

Was bleibt, wenn wir sterben

 (1)
Erschienen am 29.09.2021
Cover des Buches Sex Slaves (ISBN: 1860499031)

Sex Slaves

 (1)
Erschienen am 01.06.2001

Neue Rezensionen zu Louise Brown

Cover des Buches Was bleibt, wenn wir sterben (ISBN: 9783257071764)H

Rezension zu "Was bleibt, wenn wir sterben" von Louise Brown

Ein tröstendes und befreiendes Buch
himbeerbelvor 17 Tagen

„Seit der Tod in mein Leben getreten ist – und so fühlt es sich bis heute an -, hat er einiges in mir bewegt. So ist die Angst vor dem nächsten Verlust präsenter geworden. Die Garantie, dass ich oder meine Liebsten morgen noch hier sind, gibt es nicht. Auch scheint es unmöglich zu sein, das Sterben von anderen mitzuerleben, ohne an das eigene zu denken.“ (S. 210)


Keine leichte Thematik und ich muss gestehen, dass ich mich ein wenig davor gefürchtet habe, dass das Buch mich traurig machen könnte und in dieser komischen Zeit, die durchsetzt ist mit ihren ganz eigenen Problemen und indirekt immer auch den Tod im Gepäck hat, stimmungsmäßig so richtig runterziehen könnte. Doch diese Sorge war unbegründet, denn Louise Brown versteht sich darauf die richtigen Worte zu finden und nimmt einen behutsam an die Hand, um das Thema Tod zu beleuchten.


Dabei begibt man sich unweigerlich auf eine Reise in die eigene Erinnerung und begegnet den Lieben, die man schon gehen lassen musste. Das machte mich jedoch nicht traurig, auch wenn ich mich an Schmerz und Trauer erinnerte. Vielmehr ist es ein liebevoller Blick zurück und immer auch eine Einladung, sich nicht nur mit dem eigenen unausweichlichen Tod, sondern außerdem mit dem Leben zu beschäftigen.


Die Journalistin Louise Brown versuchte nach dem Tod ihrer Eltern der Endlichkeit des Lebens etwas sinnstiftendes abzugewinnen und wurde als Trauerrednerin Zeugin dessen, was von uns bleibt. Dies veränderte nicht nur ihre Einstellung zum Tod, sondern auch ihre Haltung zum Leben. Im ersten Teil des Buches geht es um die Konfrontation mit dem Tod, in zweiten Teil um das Leben mit der Trauer, im dritten Teil schließlich darum, die Endlichkeit anzunehmen. Louise Brown schenkt uns unvergessliche Bilder, die daran erinnern, was uns als Menschen ausmacht.


„Ein guter Tod bedeutet für mich: Bevor ich sterbe, möchte ich mich um die Dinge gekümmert haben, die mir wichtig sind. Ich möchte, dass meine Kinder sich geliebt und sicher fühlen. Ich möchte ein mitfühlender und zärtlicher Mensch sein. Ich möchte meiner Welt dienlich sein mit dem Werkzeug, das ich habe. Wenn ich so weit bin, will ich so weit sein. Diese Gedanken an den eigenen Tod helfen mir, Klarheit darüber zu bekommen, welche Geschichte ich von meinem Leben erzählen möchte.“ (S. 232)


Ein tröstendes und befreiendes Buch, das Mut macht, das Leben auf die Dinge auszurichten, die von Bedeutung sind und ein Buch voller Wärme und Menschlichkeit, das Raum schafft, über die eigene Endlichkeit nachzudenken und mit ihr Frieden zu schließen meint der Klappentext. Dem kann ich nur beipflichten und möchte das Buch Lesern empfehlen, die einen liebevollen Blick zurück werfen und sich außerdem mit dem Gedanken an die eigene Vergänglichkeit aussöhnen möchten. Empfehlenswert!

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Cover des Buches Was bleibt, wenn wir sterben (ISBN: 9783257071764)S

Rezension zu "Was bleibt, wenn wir sterben" von Louise Brown

Aus dem Leben einer Trauerrednerin
sheena01vor 25 Tagen

Inhalt:

In diesem Buch erzählt Louise Brown von ihrer Tätigkeit als langjährige Trauerrednerin, sie erzählt von zahlreichen Einzelfällen, aber auch aus ihrem persönlichen Umfeld vom Tod ihrer eigenen Eltern, und gibt Tipps, wie man den Tod eines nahestehenden Menschen möglicherweise besser verarbeiten kann. Sie unterteilt das Buch in drei Abschnitte: 1) Der Konfrontation mit dem Tod eines Nahestehenden, 2) Das Leben mit der Trauer (die besonders beim Räumen der Habseligkeiten des Verstorbenen besonders zu spüren ist) und 3. Dem Annehmen der Endlichkeit (besonders auch der eigenen).

 

Schreibstil:

Luise Brown beschreibt sehr einfühlsam, womit Menschen konfrontiert werden, wenn plötzlich ein Angehöriger verstirbt. Sie gibt wertvolle Tipps zur Gestaltung von Abschiedsfeiern, aber auch wie man das Leben nach so einem einschneidenden Erlebnis wieder langsam in den Griff bekommen kann. Dabei wirkt sie in keiner Phase des Buchs besserwisserisch oder oberlehrerhaft, sondern mitfühlend und wertschätzend.

 

Cover:

Ein sehr schönes Cover, das gut das flüchtige Leben versinnbildlicht, und trotzdem sehr positiv erscheint – genau wie es das Buch letztlich sehr positiv geschrieben ist!

 

Autorin:

Louise Brown stammt gebürtig aus London, sie zog jedoch als Jugendliche mit ihrer Familie ins deutsche Ostholstein. Nach ihrem Studium der Politikwissenschaften in Kiel, Berlin und Nordengland war sie lange Zeit als Journalistin tätig. Seit geraumer Zeit fungiert sie als Trauerrednerin bei Beerdigungen. Heute lebt sie mit ihrem Partner und ihren Kindern in Hamburg.

 

Meinung:

Das Thema Tod, insbesondere der Tod eines Angehörigen gehört in unserer Gesellschaft zu einem großen Tabu. Im Grunde wird sich jedoch jeder von uns irgendwann einmal in seinem Leben mit dieser Thematik auseinandersetzen müssen, wenn ein ihm nahestehender Mensch stirbt. Daher ist es letztlich nicht verwunderlich, dass ein jeder von der Endlichkeit des Seins erstmal eiskalt erwischt wird, weil man, auch wenn es einem Angehörigen vor seinem Ableben nicht mehr gut gegangen ist, trotz allem bis zum Schluss eine gewisse Hoffnung für ihn hatte. Louise Brown weiß, dass jeder diesen Schmerz selbst verarbeiten muss, sie zeigt aber auch dass Trauer viel mehr ist als dieser Schmerz: sie beinhaltet aber auch positive Gefühle wie Freude an gemeinsam verlebten schönen Stunden, und die Erinnerung daran, aber auch das Schmunzeln über gewisse Eigenheiten des Verstorbenen. Gerade wenn man einen Trauerredner engagiert, der den Verstorbenen nicht kannte, ist es wichtig, ihm solche Details zu erzählen, damit er sich ein möglichst gutes Bild vom Verblichenen machen kann und dies auch in einer authentischen Rede zum Ausdruck zu bringen vermag.

Was mir auch besonders gut gefallen hat, ist der Tipp, seine eigene Trauerrede vorzubereiten und sich Gedanken über die eigene Trauerfeier zu machen: Ich kann mir gut vorstellen, dass vielen Menschen dadurch erst bewusst wird, wie sehr sich ihr Selbstbild (bzw. ihr Wunschbild, von dem sie gerne hätten, dass es andere von ihnen haben) stark von jenem unterscheidet, was andere Menschen über sie sagen würden.

 

Fazit:

Dieses Buch ist ein kleiner Juwel, der sich sehr einfühlsam mit dem Tabuthema Tod befasst!

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Cover des Buches Was bleibt, wenn wir sterben (ISBN: 9783257071764)L

Rezension zu "Was bleibt, wenn wir sterben" von Louise Brown

Bewegendes Buch zum Tabuthema Tod mit einem Schuss hilfreicher Leichtigkeit
lisbethsalander2102vor einem Monat

Zugegebenermaßen hatte ich eigentlich eine Art eher trockenes Sachbuch erwartet und war deshalb sehr überrascht über die Leichtigkeit, mit der sich Louise Brown hier dem doch schweren Tabuthema Tod nähert. Die Autorin, selbst Journalistin, kam später zu ihrer wahren Berufung, der Tätigkeit als Trauerrednerin. Erstaunlicherweise oder vielleicht gerade auch nicht, fand sie zu diesem Job kurz nach dem Tod ihrer Eltern, der sie, obwohl theoretisch vorhersehbar, trotzdem unvorbereitet traf. Dies geschah, weil wie sie schreibt, der Tod von lieben Menschen, Angehörigen oder Freunden, die einem am Herzen liegen, eigentlich nie zur rechten Zeit kommt, sondern natürlich immer zu früh. Und auch wenn einen dies verständlicherweise komplett aus der Bahn werfen kann, versucht Louise Brown ihren Lesern auf eine unglaublich einfühlsame Art die Möglichkeit zu vermitteln, es als Chance zu begreifen, als Anfang zu etwas Neuem und nicht als Ende. Sie tut dies mit vielen kleinen Episoden aus den Trauergeschichten, die ihr Berufsalltag mit sich bringt, und die sie von den Hinterbliebenen erfährt. Mich hat dabei jede einzelne Geschichte dabei auf ihre eigene Art und Weise angesprochen und mitgenommen und vor allem tief berührt! Mir hat dieses Buch sehr viel gegeben, und ich werde es mit Sicherheit noch öfter zur Hand nehmen. Ich glaube, dass es seine Leser in vielen Lebensstadien bereichern kann, nicht nur diejenigen, die gerade einen lieben Menschen verloren haben. Deshalb eine absolute und unbedingte Leseempfehlung und mindestens fünf Sterne!

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Gespräche aus der Community

Was bleibt uns in Erinnerung, wenn ein Mensch stirbt? Nach dem Tod ihrer Eltern beschäftigt sich die Journalistin Louise Brown intensiv mit der Endlichkeit des Lebens: Sie wird Trauerrednerin und lernt dadurch, worauf es im Leben wirklich ankommt. Denn es sind nicht die großen Errungenschaften eines Menschen, die in Erinnerung bleiben, sondern seine Wesenszüge. 

In "Was bleibt, wenn wir sterben" ermutigt Louise Brown auf wundervolle
Weise, über die eigene Endlichkeit nachzudenken und von ihr zu lernen.

Herzlich willkommen zu unserer Leserunde zu "Was bleibt, wenn wir sterben"!

Sich mit dem Tod zu beschäftigen ist nicht gerade einfach. Warum wir es trotzdem tun sollten, zeigen die Erfahrungen von Trauerrednerin Louise Brown. Denn gerade durch die Auseinandersetzung mit dem Tod können wir erkennen, was im Leben wirklich von Bedeutung ist.

Gemeinsam mit Diogenes verlosen wir 50 Exemplare von Louise Browns tröstlichem und befreienden Buch "Was bleibt, wenn wir sterben" und wollen uns im Anschluss mit euch darüber austauschen.

Um an der Verlosung teilzunehmen, beantwortet bitte folgende Frage über unser Bewerbungsformular:

Könnt ihr dem Tod etwas Sinnstiftendes abgewinnen?

Wenn ihr keine Aktionen von Diogenes verpassen wollt, dann folgt der Verlagsseite.

Ich freue mich auf eure Antworten und drücke die Daumen!

778 BeiträgeVerlosung beendet
I
Letzter Beitrag von  Isabellchenvor 4 Tagen

Da ich mein Buch erst später erhalten habe, aber doch auch noch gerne ein paar Gefühle dazu teilen möchte, schreibe ich jetzt auch noch den ein oder anderen Kommentar. Ich glaube mich zu erinnern, dass die Bewerbungsfrage für dieses Buch etwas damit zu tun hatte, in wie weit man dem Tod etwas tröstliches abgewinnen kann -korrigiert mich bitte, falls es ganz was anderes war-. Und diese habe ich auch erfolgreich und bereitwillig ausgefüllt, was habe ich also im ersten Eindruck erwartet?! Definitiv ein Buch, dass das Thema Tod nicht nur durch die erdrückende Trauerbrille betrachtet. Ich wurde nicht enttäuscht und habe in dem 1. Teil laut gelacht , mir sind die Tränen gekommen und ich habe begonnen über meinen eigenen Verluste zu reflektieren. Die Autorin hat wirklich einen ganz wundervollen Schreibstil und ich kann es kaum erwarten weiter zu lesen. Beeindruckend finde ich auch, dass Frau Brown ihren Lebensweg noch einmal geändert hat , um wie sie es nennt etwas Sinnstiftended zu tun.

Community-Statistik

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von 42 Lesern aktuell gelesen

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