Lina Loos

 4,4 Sterne bei 10 Bewertungen

Lebenslauf von Lina Loos

Lina Loos (1882–1950, Wien). Trat nach kurzer Ehe mit dem Architekten Adolf Loos als Schauspielerin und Kabarettistin an renommierten Bühnen u.a. in Wien, Berlin und New York auf. Ab 1904 regelmäßig journalistische und literarische Veröffentlichungen. Sie engagierte sich in der Frauen- und Friedensbewegung, war Vizepräsidentin des Bundes demokratischer Frauen und Mitglied des Österreichischen Friedensrates.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Lina Loos

Cover des Buches Das Buch ohne Titel (ISBN: 9783902498700)

Das Buch ohne Titel

 (9)
Erschienen am 01.10.2013
Cover des Buches Adolf Loos, der Mensch (ISBN: 9783853670606)

Adolf Loos, der Mensch

 (1)
Erschienen am 01.01.2002
Cover des Buches Du silberne Dame Du (ISBN: 9783903005174)

Du silberne Dame Du

 (1)
Erschienen am 31.03.2016

Neue Rezensionen zu Lina Loos

Cover des Buches Adolf Loos, der Mensch (ISBN: 9783853670606)
Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Adolf Loos, der Mensch" von Elsie Altmann-Loos

"Ornament und Verbrechen" - so lautet der bekannteste Vortrag von Adolf Loos
Bellis-Perennisvor 7 Jahren

Herausgeber Adolf Opel bringt eine recht interessante Biographie über den Architekten Adolf Loos heraus.
Er lässt einerseits drei der vier Ehefrauen (Ob Bessie Loos wirklich mit ihm verheiratet, ist unklar,  da im katholischen Österreich die Scheidung nicht erlaubt war. Bessie führt aber seinen Nachnamen) über Adolf Loos berichten andererseits wird das architektonische Werk fast gänzlich ausgespart.  Hier werden seine menschlichen Facetten und Ungereimtheiten in den Vordergrund gestellt.

Den drei Ehefrauen, Lina Loos, Elsie Altmann-Loos und Claire Loos ist gemeinsam, dass sie ihren Mann mit knapp sechzehn Jahren (also sehr jung) kennen lernten, dass sie von ihm geformt wurden und teilweise unter argen Geldsorgen litten. Dennoch leben die jeweiligen Paare weit über ihre Verhältnisse.

In kurzen Kapiteln kommen die drei Ehefrauen abwechselnd zu Wort. Den Hauptteil bestreitet Elsie Altmann-Loos, die selbst eine gefeierte Schriftstellerin und Tänzerin ist.

Erschütternd, die Einführung in der das Verhältnis Loos‘ zu seiner Mutter beleuchtet wird.

Elsie ist auch die einzige, die auf das Gerichtsverfahren wegen Verführung und Missbrauchs Minderjähriger Bezug nimmt. (hier empfehle ich das Buch „Der Fall Loos“ von Christopher Long http://www.lovelybooks.de/autor/Christopher-Long/Der-Fall-Loos-1116805595-t/rezension/1142283577/)

Loos scheint, wie viele Männer seiner Generation, ein Faible für ganz junge Mädchen gehabt zu haben. Peter Altenberg, Oskar Kokoschka gehören zu dieser Clique.

Diese Biographie liest sich wie das „Who is Who“ der Wiener Gesellschaft zwischen den beiden Weltkriegen.

Recht interessant, dass Loos selten Pläne für seine Häuser vorlegte, sondern seine (potentiellen) Auftraggeber mit Improvisation und einem Hauch Größenwahn beeindruckte. Er wählte seine Kunden kritisch. Doch dies wird in einem Buch über den Architekten Loos vielleicht anders dargestellt. Da muss ich vielleicht noch etwas nachlesen.

Egal mit welcher Frau Loos gerade verheiratet war, er reist mit und ohne Gemahlin nach Amerika, nach Nizza, Deutschland, in die Schweiz und immer wieder in die Tschechoslowakei. Bei den damaligen Reisebedingungen eine gewaltige Leistung. Es wird auch von allen erwähnt, dass sie meist vierter Klasse (also „Holzklasse“ und unbequem reisen).
In Nizza hat er den Weitblick an der Promenade des Anglaise alte Gebäude aufzukaufen, doch mangels Geld, bleibt es bei der Idee.

Ein schöner Einblick in das Leben des Architekten, der zeitlebens umstritten war.

Kommentare: 2
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Cover des Buches Das Buch ohne Titel (ISBN: 9783902498700)
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Rezension zu "Das Buch ohne Titel" von Lina Loos

Das Buch ohne Titel
abetterwayvor 7 Jahren

Inhalt:
"Lina Loos: Sie war die erste Ehefrau von Adolf Loos, die Weggefährtin von Egon Friedell und Franz Theodor Csokor und eine enge Freundin von Peter Altenberg, vor allem aber war sie eine scharfsinnige Beobachterin und pointierte Kritikerin ihrer Zeit. Erstmals 1947 erschienen und nun nach vielen Jahren neu aufgelegt präsentiert „Das Buch ohne Titel“ einen unverstellten, direkten Einblick in das Wien ihrer Zeit. Eine elegante, kluge, sinnliche und humorvolle Lebenschronik, reich an Anekdoten, Einsichten und Erinnerungen, die Presse und Publikum begeisterte."

Meinung:
Ich habe mir zuerst ein bsischen schwer getan in das Buch hineinzukommen aber es wurde von Seite zu Seite besser.
Es ist einfach ein kleines tolles buch das man nicht zwischendurch lesen sollte sondern sich bewusst dafür Zeit nehmen sollte.
Das Buch deckt sehr viele Facetten ab, e sist interessant, klug, witzig, humorvoll, spannende und sehr einfühlsam.

Absolute Leseempfehlung!

Fazit:
Wirklich ein tolles und informatives Buch.

Kommentare: 1
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Cover des Buches Das Buch ohne Titel (ISBN: 9783902498700)

Rezension zu "Das Buch ohne Titel" von Lina Loos

„Ich schreibe, was ich will.“ (Zitat aus DAS BUCH OHNE TITEL)
Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren

„Denn nicht immer werden sie richtig verstanden, diese kindlich bleibenden Menschen mit ihrer unersättlichen Sehnsucht nach Romantik des Lebens – wer sie nicht versteht, der ist und bleibt – dies schleudere ich allen zum Abschied an den Kopf: ein hoffnungslos Erwachsener.“ so Lina Loos über Schauspieler. (Zitat aus DAS BUCH OHNE TITEL)

“Ich möchte lieber gar nichts arbeiten.” (Zitat aus DAS BUCH OHNE TITEL) und dennoch hat Lina Loos sehr viel gearbeitet…. Sie war eine österreichische Schauspielerin, Kabarettistin, Dichterin, Schriftstellerin und Muse. Sie wurde verehrt von vielen Männern, die obwohl sie alle verschmähte, gute Freunde für sie wurden. Unter anderem Peter Altenberg, Egon Friedell und Franz Theodor Csokor, letzterer war maßgeblich daran beteiligt, dass DAS BUCH OHNE TITEL überhaupt erschienen ist.

„In dem Leben dieser Frau vereinten sich innigste Enge und äußerste Weite. (Csokor über Lina Loos und ihr Buch ohne Titel, Zitat aus DAS BUCH OHNE TITEL)

Ein kurzer Abriss über ihr außergewöhnliches und dann wiederum doch auch ganz gewöhnliches Leben mit Freuden, aber auch Ängsten und Sorgen. Die 1882 geborene Schauspielerin Lina Loos geht nach einer kurzen stürmischen Ehe mit dem Architekten Adolf Loos in die USA, hat danach auch Engagements in St. Petersburg, Berlin, Leipzig bis sie sich entscheidet wieder nach Wien zurückzukehren, um dort zu bleiben. Um die mickrige Schauspielergage aufzubessern beginnt sie bereits 1904 Beiträge für Tageszeitungen und Magazine zu schreiben, von 1927-1943 erscheinen ihre Artikel regelmäßig (zu Kriegszeiten seltener) im Feuilleton Teil der Wochenausgabe des Neuen Wiener Tagblatt. Die Familiengeschichte war keine einfache und auch von einem Großteil ihrer Freunde musste sich Lina Loos während des zweiten Weltkriegs verabschieden.

„Es gab einige jähe Abstürze – aber das Lachen ist uns allen geblieben, und das sind doch die einzigen, immer gleich wertvoll, immer gleich bekömmlich bleibenden Rosinen des Lebens.“ (Zitat aus DAS BUCH OHNE TITEL)

Sie selbst gesundheitlich überhaupt nicht auf der Höhe aufgrund eines Lungenleidens und einer Nierenkrankheit, verbrachte die Kriegsjahre abgeschieden in Wien. Lina Loos war eine unpolitische Schriftstellerin, keine Widerstandskämpferin, aber doch war sie sehr politisch in ihrem Auftreten. So rief sie während der Reichskristallnacht angesichts der Brandlegungen und Ausschreitungen immer wieder laut aus „Ich bin Zeuge.“. Nach der Schlacht um Wien 1945 ging Lina Loss den Sowjetsoldaten mit Salz und Brot entgegen. In den letzten vier Jahren ihres Lebens, engagierte sie sich in der Frauen- und Friedensbewegung, war Vizepräsidentin des Bundes demokratischer Frauen und ein Mitglied des Österreichischen Friedensrates, bevor sie 1950 verstarb.

Die erste Auflage von DAS BUCH OHNE TITEL wurde 1947 von der bereits sehr kranken Lina Loos, gemeinsam mit dem Dramatiker und Freund F. T. Csokor und ihrer Freundin Leopoldine Rüther zusammengestellt. Sie enthielten ihre Beiträge aus dem „Neuen Wiener Tageblatt“. 2013 erschien Das Buch ohne Titel neu zusammengestellt durch den Herausgeber Adolf Opel; der Ausgabe wurden unter anderem Briefe und Buchbesprechungen der Erstausgabe hinzugefügt.

Nein, so billig gebe ich es nicht im Leben, ich bin eine Genießerin, was schon der Dichter Peter Altenberg erkannt hat, denn er sagte einmal: „Wissen sie, was Sie sind? Sie sind eine Rahmabschöpferin des Lebens“, und das bin ich, weil ich schon früh erkannt habe – obenauf schwimmt die Sehnsucht.“ sagt Lina Loos über sich selbst (Zitat aus DAS BUCH OHNE TITEL). Sie war eine großartige Unterhalterin, die ihre Umwelt sehr genau beobachtet und skizziert hat. Das merkt man in jeder einzelnen ihrer wunderbaren Geschichten, die alle von alltäglichen Themen handeln, mit denen sich jeder Leser identifizieren kann, von Familie, Freunden, Arbeit, der Nachbarschaft und weiteren willkürlichen Anekdoten. Lina Loos hatte einen großartigen Humor (auch wenn es um sie selbst geht) und ein großes Talent für Sprache. Da die Geschichten wöchentlich erschienen sind und nicht fürs am Stück lesen geschrieben worden sind, empfiehlt es sich das Buch mit Genuss und Muße zu lesen, sonst könnte man der Geschichten (wie bei guter Schokolade) etwas überdrüssig werden und sie könnten ihren großen Unterhaltungswert etwas einbüsen. Optisch ist die Ausgabe aus dem edition atelier Verlag eine Augenweide! Vielen Dank für dieses schöne Buch, das mich mit einer außergewöhnlichen Frau bekannt gemacht hat und mich häufig zum Lachen aber auch zum Nachdenken gebracht hat.

„Mein Testament.
Wenn ich tot bin, hinterlasse ich Güter von unermeßlich großem Wert: Die Erde! Wälder und viele Wiesen! Den Frühling und den Winter im Gebirge! Das Meer! Die Sonne und die Gnade Gottes! All diese Reichtümer meines Lebens hinterlasse ich euch ungeschmälert!“
(Zitat aus DAS BUCH OHNE TITEL)


* Rezensionsexemplar über Lovelybooks / Verlag


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Gespräche aus der Community

„Man muss nur den Mut haben, alles auf die Spitze zu treiben! Wer ausweicht, weicht sich selbst aus und wer sich selbst ausweicht, der findet sich nicht.“

Das Buch ohne Titel“ von Lina Loos will gelesen werden!
Herzliche Einladung zu unserer ersten Leserunde auf LovelyBooks! Es gibt 10 Exemplare zu gewinnen*, einfach bis zum 19.08. für ein Buch (print oder E-Book) bewerben. Jeder, der das Buch schon kennt, ist natürlich auch herzlich eingeladen, bei der Leserunde mitzumachen.

Lina Loos: Sie war die erste Ehefrau von Adolf Loos, die Weggefährtin von Egon Friedell und Franz Theodor Csokor und eine enge Freundin von Peter Altenberg, vor allem aber war sie eine scharfsinnige Beobachterin und pointierte Kritikerin ihrer Zeit.

Erstmals 1947 erschienen und nun nach vielen Jahren neu aufgelegt präsentiert „Das Buch ohne Titel“ einen unverstellten, direkten Einblick in das Wien ihrer Zeit. Eine elegante, kluge, sinnliche und humorvolle Lebenschronik, reich an Anekdoten, Einsichten und Erinnerungen, die Presse und Publikum begeisterte.

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euer Team der Edition Atelier

* Die Gewinner sind gebeten, im Anschluss an die Leserunde ihre Rezensionen hier bei LovelyBooks und auch auf weiteren Foren (eigenen Blogs, bei amazon etc.) zu verfassen und uns diese gern zu mailen. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.
Vielen Dank!
116 BeiträgeVerlosung beendet
abetterways avatar
Letzter Beitrag von  abetterwayvor 7 Jahren
Vielen Dank für das tolle buch. Hier ist meine Rezi: http://www.lovelybooks.de/autor/Lina-Loos/Das-Buch-ohne-Titel-479212323-w/rezension/1217711934/ Vielen Dank das ich es lesen durfte und es tut mir leid das die Rezi so spät kommt.

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