Klaus Modick

 4 Sterne bei 674 Bewertungen
Autor von Konzert ohne Dichter, Klack und weiteren Büchern.
Autorenbild von Klaus Modick (© Hartmuth Schröder)

Lebenslauf von Klaus Modick

Klaus Modick wurde am 3. Mai 1951 in Oldenburg geboren. Nach seinem Abitur 1971 studierte er Germanistik, Geschichte und Pädagogik an der Universität Hamburg und promovierte dort 1980 in Literaturwissenschaft mit einer Arbeit über Lion Feuchtwanger. Anschließend war er unter anderem als Werbetexter, Lehrbeauftragter, Schriftsteller und Übersetzer tätig. Sein Romandebüt »Ins Blaue« veröffentlichte er 1985; heute ist er neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit auch als Übersetzer engagiert. So hat er mittlerweile zahlreiche englische und amerikanische Werke ins Deutsche, u.a. Louis Stevenson, William Gaddis und Charles Simmons übertragen. Für seine Arbeit wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem »Cité Internationale des Arts Paris« und dem »Bettina-von-Arnim-Preis«. Seit 2000 lebt Modick wieder in Oldenburg. 2011 war Modick für den deutschen Buchpreis nominiert.

Alle Bücher von Klaus Modick

Cover des Buches Konzert ohne Dichter (ISBN: 9783462053746)

Konzert ohne Dichter

 (99)
Erschienen am 12.09.2019
Cover des Buches Klack (ISBN: 9783462046847)

Klack

 (56)
Erschienen am 09.02.2015
Cover des Buches Sunset (ISBN: 9783492274180)

Sunset

 (51)
Erschienen am 16.07.2012
Cover des Buches Der kretische Gast (ISBN: 9783462051056)

Der kretische Gast

 (37)
Erschienen am 17.08.2017
Cover des Buches Schmale Pfade (ISBN: 9783866482326)

Schmale Pfade

 (37)
Erschienen am 09.02.2016
Cover des Buches Bestseller (ISBN: 9783462048537)

Bestseller

 (27)
Erschienen am 12.11.2015
Cover des Buches Vierundzwanzig Türen (ISBN: 9783462051063)

Vierundzwanzig Türen

 (29)
Erschienen am 04.10.2018
Cover des Buches Mozarts letzte Arie (ISBN: 9783423215657)

Mozarts letzte Arie

 (30)
Erschienen am 01.01.2015

Neue Rezensionen zu Klaus Modick

Cover des Buches Vierundzwanzig Türen (ISBN: 9783462051063)
stefan182s avatar

Rezension zu "Vierundzwanzig Türen" von Klaus Modick

Historischer Roman und literarischer Adventskalender zugleich
stefan182vor 13 Tagen

Inhalt: Weihnachten hat im Haus des Erzählers Einzug gehalten. Und zwar in Form eines Adventskalenders, der so ganz anders ist als gewohnt. Nicht Schokolade verbirgt sich hinter jedem Türchen, sondern ein – auf den ersten Blick nichtssagendes – Bild. Doch je näher der 24. Dezember kommt, desto deutlicher wird: Der Adventskalender erzählt eine ganz eigene Geschichte.

Persönliche Meinung: „Vierundzwanzig Türen“ ist ein literarischer Adventskalender von Klaus Modick. Erzählt wird der Roman in zwei Handlungssträngen. In der Gegenwart, die gegen Ende der 1990er-Jahre spielt, steht die Vorweihnachtszeit im Hause des Ich-Erzählers im Fokus. So werden hier familiäre Weihnachtstraditionen, Vorbereitungen auf das Fest, aber auch Dispute innerhalb der Familie thematisiert. Denn: Der Erzähler verliert immer mehr den Draht zu seinen beiden jugendlichen Töchtern und kann sich nicht recht damit abfinden, dass sie bald erwachsen sind. Auch ihre „neumodischen“ Wünsche stoßen bei ihm auf Ablehnung (Da der Roman ursprünglich im Jahr 2000 erschien, ist er mit all seinen Dingen aus den 1990er-Jahren eine schöne Zeitkapsel für dieses Jahrzehnt). Der zweite Handlungsstrang wird durch die Bilder des Adventskalenders erzählt: Von einer personalen Instanz wird hier von einem Kriminalfall berichtet, der sich in der Nachkriegszeit zugetragen hat – und der ganz anders endet, als man vermutet. Die Entbehrungen und Schwierigkeiten der Nachkriegszeit werden in diesem Handlungsstrang detailliert beschrieben, sodass „Vierundzwanzig Türen“ auch Züge eines (zeit)historischen Romans erhält. Die beiden sich abwechselnden Erzählstränge verschränken sich in der Perspektive des Ich-Erzählers: Immer wieder wird der Ich-Erzähler durch die Bilder des Adventskalenders an seine eigene Jugend in der Nachkriegszeit erinnert, weshalb er über diese nachdenklich monologisiert und sie in Bezug zu der Kindheit seiner Töchter setzt. Oftmals schweift der Erzähler dabei auch in philosophische und entwicklungstheoretische Überlegungen ab. Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen, besitzt aber einen literarischen Anspruch, der sich in Wortwahl und Satzbau zeigt. Insgesamt ist „Vierundzwanzig Türen“ ein unaufgeregt erzählter Roman, der einerseits weihnachtliche Stimmung aufkommen lässt, andererseits eine Reise in die Nachkriegszeit sowie in die 90er-Jahre ist.

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Cover des Buches Vierundzwanzig Türen (ISBN: 9783462051063)
Federfees avatar

Rezension zu "Vierundzwanzig Türen" von Klaus Modick

Inhaltlich langweilig, sprachlich zieht Modick alle Register
Federfeevor einem Jahr

3,5, aufgerundet auf 4

Wie soll ich dieses Buch bewerten? Ich weiß es nicht. Ich habe mich gelangweilt, ich habe gelacht, ich habe die poetischen Naturbeschreibungen genossen...

Der Ich-Erzähler, wohl der Autor selbst, erzählt in zwei Handlungssträngen eine Art Weihnachtsgeschichte. Der eine spielt kurz nach dem Krieg, in Hunger- und Schwarzmarktzeiten und der andere in der Jetztzeit, hauptsächlich in der Familie des Erzählers mit den beiden Teenagertöchtern. Ein alter Mann hat ihnen einen selbst gebastelten künstlerischen Adventskalender geschenkt, der beim Erzähler viele Erinnerungen auslöst, also eigentlich noch ein dritter Handlungsstrang, der uns das Typische seiner Kindheit und Jugend vor Augen führt. Ich habe darin wiedererkannt, aber für jüngere Leser ist das sicher langweilig, weil unbekannt.

Erstaunlich finde ich das Sprachvermögen des Autors: mal poetische Natur- und Landschaftsbeschreibungen, mal die typische voll geile krasse Jugendsprache, mal das Überkandidelte von Kulturfuzzis. Man muss es Klaus Modick lassen: er ist ein Sprachvirtuose.

Kommentare: 1
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Cover des Buches Der kretische Gast (ISBN: 9783462051056)
Moguls avatar

Rezension zu "Der kretische Gast" von Klaus Modick

Eine etwas waghalsige Kombination von verschiedenen Themen
Mogulvor einem Jahr

Das Buch zwei Erzählstränge, die ineinander verwoben sind. Einerseits ist es die Geschichte des leipziger Ärcheologen Johann Martens, der 1943 in das vom Deutschland besetzte Kreta zwangsversetzt wird und so der Front im Osten entkommt und den kretischen Widerstand kennenlernt. Anderseits des Studenten Lukas Hollbach der 1975 einen Trip nach Kreta macht, um etwas herauszufinden, von dem er selbst nicht genau weiß, um was es sich handelt. Er hat in Hamburg auf dem Flohmarkt ein Foto erstanden, auf dem ein Mann abgebildet ist, den ihn irgendwie an seine Kindheit erinnert. Natürlich gibt es auch noch eine tragische Liebesgeschichte.

Das Hauptthema des Buches ist heikel, handelt es doch von der Besetzung Kretas durch die Nazis und die damit verbundenen Greueltaten. Kombiniert wird dieses Thema mit zwei Liebesgeschichten und der gastfreundlichen Urlaubsinsel Kreta in den 1970iger Jahren. Geht das gut? Das Buch ist gut geschrieben, schildert die Abgründe des Krieges ohne groß etwas zu beschönigen und bringt einem Land und Leute aus der Aussensicht näher. Ehrlich gesagt habe ich mit der Story etwas Mühe und die Liebesgeschichten sind zu kitschig als dass sie mit dem Abschlachten der Bevölkerung durch die Nazischergen kombiniert werden können. Das meine persönliche Meinung, aber vielleicht habe ich das Buch einfach falsch verstanden.

Fazit: Aus meiner Sicht interessant, was man über Kreta im zweiten Weltkrieg erfährt, aber der Rest passt nicht wirklich dazu. Sehr bedingte Leseempfehlung.

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Gespräche aus der Community

Aba und ich möchten gerne im September Sunset lesen. Wer sich angesprochen fühlt und gerne mitmachen möchte, der ist willkommen wir würden uns freuen.

Wir möchten gerne im September Sunset zusammen lesen. Wer möchte kann gerne uns folgen. Das Buch kann leider nicht gestellt werden. Jeder liest mit seinem eigenem Buch.

Wir freuen uns über einen Austausch!

147 Beiträge
abas avatar
Letzter Beitrag von  abavor 2 Jahren

Hilfe.

Jetzt auch als Hörbuch: Klaus Modicks „Keyserlings Geheimnis“

Der Dichter-Dandy mit dem dunklen Geheimnis

Klaus Modicks Künstlerroman über einen großen deutschen Literaten

Keyserling liebt das Leben. Das Leben zeichnet Keyserling. Und Lovis Corinth malt ihn. Als von der Syphilis zerfurchter Mann bleibt er der Nachwelt erhalten. Doch wer war Keyserling wirklich? Den skandalumwitterten Literaten umgeben Mythen und Geheimnisse. Klaus Modick nähert sich voller Witz und Schwung der Vergangenheit des baltischen Grafen an.

Im Jahr 1901 weilt der Graf wie Corinth und andere Künstler zur Sommerfrische am Starnberger See. Darunter sind auch ihr Gastgeber Max Halbe und Frank Wedekind. Keyserling beauftragt Corinth, ein Porträt von ihm anzufertigen. Während der Sitzungen versucht der Maler hinter die Fassade seines Kunden zu blicken. Warum flog dieser aus seiner Studentenverbindung? Was war der Anlass dafür, dass seine Familie ihn verstieß? Doch nichts. Keyserling bleibt stumm. Später aber kommt Licht ins Dunkel. Dann nämlich, als Keyserling mit Frank Wedekind ein Konzert besucht. Kommt ihm die Sängerin nicht merkwürdig bekannt vor? Sollte Sie diejenige sein, welche damals …? Nein, es kann nicht … Oder doch? Ist sie der Grund für den Skandal, der ihn einst zur Flucht nach Wien zwang?

Modicks halbfiktive Künstlerbiografie ist eine lebendige Suche. Er ergründet die Spuren eines Dandys und Außenseiters, der zu einem brillanten Schriftsteller wurde. Das ungekürzte Hörbuch aus dem Audiobuch Verlag wird gelesen von Detlef Bierstedt. Bierstedt ist vielen als deutsche Synchronstimme von George Clooney bekannt. Sein angenehmes Timbre führt mit Charme durch den Roman.

Zu diesem großartigen Titel möchten wir mit euch eine neue Hörrunde starten! Wir stellen euch 15 Hörbuchexemplare zur Verfügung, auf die ihr euch bewerben könnt, indem ihr uns die folgende Frage beantwortet:

Mit welchem deutschen Schriftsteller (Keyserling ausgenommen) würdet ihr gerne mal ein Glas Wein trinken und warum?

Wir freuen uns auf zahlreiche Bewerbungen und eine neue Hörrunde mit euch! Allen viel Erfolg, wir drücken fest die Daumen.
166 BeiträgeVerlosung beendet
littlesparrows avatar
Letzter Beitrag von  littlesparrowvor 4 Jahren
Vielen Dank, dass ich diese Leserunde begleiten durfte. Gern habe ich eine Rezension dazu verfasst. https://www.lovelybooks.de/autor/Klaus-Modick/Keyserlings-Geheimnis-1509953896-w/rezension/1653754827/ Diese ist gleichlautend auch auf meinen Blog erschienen. https://lilislesemomente.blogspot.com/2018/08/klaus-modick-keyserlings-geheimnis.html Sowie bei Büchereule, lesejury, Hugendubel, Thalia, Weltbild und Amazon.

Zusätzliche Informationen

Klaus Modick wurde am 02. Mai 1951 in Oldenburg (Deutschland) geboren.

Community-Statistik

in 783 Bibliotheken

von 229 Leser*innen aktuell gelesen

von 6 Leser*innen gefolgt

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