Klaus-Peter Walter

 3,9 Sterne bei 41 Bewertungen

Lebenslauf von Klaus-Peter Walter

Dr. Klaus-Peter Walter, 1955 in Michelstadt im Odenwald geboren und aufgewachsen. Studium der Slawistik, Philosophie und osteuropäischen Geschichte in Mainz. Promotion dort über russischsprachig-jüdische Dramatik. Freier Literaturkritiker, Lexikonmacher und Krimi-Autor. Lebt in Bitburg. Werke u.a.: Das James-Bond-Buch (1995); Sherlock Holmes im Reich des Cthulhu (Roman, Blitz, 2008), Sherlock Holmes und Old Shatterhand (Erzz., 2012), Sherlock Holmes und der Werwolf (Roman, Blitz, 2013), Sherlock Holmes und der Golem von Prag (Roman, KBV, 2016), Sherlock Holmes, Sisi und das Erbe des Karl Marx (Roman, KBV, 2018) sowie sowie Sherlock Holmes und die Drachenlady (Erzz., 2014), Sherlock Holmes und die Kombinationsmaschine (Erzz., 2018), Sherlock Holmes und der stumme Klavierspieler (Erzz., 2018), Sherlock Holmes und das Urumi-Schwert (Erzz., 2019) sowie Hörbücher, meist bei WinterZeit, und zahlreiche verstreut erschienene Kurzgeschichten bei Blitz und anderswo. Herausgeber des Loseblatt-Lexikons der Kriminalliteratur LKL, 82. Ergänzungen (1993-2014).

Alle Bücher von Klaus-Peter Walter

Neue Rezensionen zu Klaus-Peter Walter

Cover des Buches Sherlock Holmes, Sisi und das Erbe des Karl Marx (ISBN: 9783954414154)derMichis avatar

Rezension zu "Sherlock Holmes, Sisi und das Erbe des Karl Marx" von Klaus-Peter Walter

gerade noch gerettet
derMichivor 2 Jahren

Es hätte schlimmer kommen können. Anstatt einen banalen Marx-Gedenk-Roman zu schreiben oder eine nachträgliche Apologie zu den Thesen des Sozialismus-Erfinders vorzulegen, lässt Krimi-Experte Klaus-Peter Walter seinen Holmes erst einmal als gründlichen Skeptiker der Arbeiterbewegung auftreten. Entsprechend Überzeugungskraft braucht es vonseiten Friedrich Engels', der sich wie alle anderen Klienten auch Holmes deduktiven Methoden stellen muss.

Die Gefahr einer romantischen Verklärung von Karl Marx und seinen Zeitgenossen besteht also weniger, der Autor widersteht sogar (entgegen dem Wunsch des Verlegers, wie das Nachwort belegt) der Versuchung, unbedingt eine Begegnung von Holmes und Marx zu erzwingen und so ein ungleiches Duell dieser zwei gegensätzlichen Denker zu provozieren. Die Episoden rund um Sisi passen dagegen nicht immer zu der ansonsten stilvoll erzählten Geschichte, bei der immerhin während der Ermittlungen in England echtes Holmes-Feeling aufkommt. Nur wenn Walter zu lange im historischen Lokalkolorit der k.u.k.-Monarchie schwelgt, fragt man sich zu Recht, wo die Geschichte eigentlich hin will.

Holmes' Begegnung mit dem Detektiv Dagobert Trostler ist ein nettes Gimmick für Fans fast vergessener Krimi-Klassiker. Dessen von Balduin Groller verfasste Abenteuer brachten dem Ermittler den Beinamen "österreichischer Sherlock Holmes" ein, hier schließt sich also gewissermaßen ein Kreis. Ach ja, da war ja auch noch Karl Marx. Diesen Faden nimmt der Autor nach ein paar Exkursen doch wieder auf, um die Ermittlungen schließlich in einem einigermaßen actionreichen Finale münden zu lassen, bei dem ausgerechnet Sisi die entscheidende Rolle spielt.

Ist das noch ein "echter" Holmes? Bei Pastiches ist die Frage ohnehin schwer zu beantworten. Dieser Roman enthält viele gute Ideen, will am Ende aber zu viel. Der eigentliche Fall gerät zugunsten zeitgeschichtlicher Details und literarischer Exkurse immer wieder aus dem Fokus, auch wenn der Epilog alles so sinn- und stilvoll abschließt, wie die Geschichte begonnen hat.

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Cover des Buches Sherlock Holmes und der Werwolf (ISBN: 9783898403382)Mabji-Gooses avatar

Rezension zu "Sherlock Holmes und der Werwolf" von Klaus-Peter Walter

Nett für Zwischendurch
Mabji-Goosevor 3 Jahren

Zunächst einmal: Ich werde in meiner Bewertung komplett ignorieren, dass der Autor hier so tut, als könnte diese Geschichte möglicher Weise eine Fälschung von Dr. Watson's Aufzeichnungen sein. Ich finde das einfach albern! Ein Autor, der einen Autor immitiert, welcher über einen Autor schreibt, und das Werk diesen Autors wurde vielleicht von einem weiteren Autor gefälscht?!? Also bitte, wo kommen wir denn da hin?

Nun aber zur Geschichte:
Ich muss sagen, dass ich mir nach dem Vorwort etwas sorgen gemacht hatte. Der altersschwache und kranke Watson scheint so gar keine Wärme mehr für seinen Freund Holmes zu empfinden.
Ich war froh, dass der Rest des Buches einen ganz anderen Ton zwischen den beiden anschlug.
Die Geschichte beginnt reichlich bunt und wird an vielen Stellen auf einmal aufgegriffen. Hier eine blutleere Leiche, da ein Wolfsmensch und dann auch noch die verschollene Leiche mit tropischer Krankheit.
Trotzdem funktioniert die Story insgesamt gut. Alle Aspekte werden geschickt ineinander verwoben. Und statt sich in übersinnlichem Krimskrams zu verstricken, wird hier geschickt der medizinische Fortschritt der damaligen Zeit mit eingeflochten.
Natürlich gibt es nicht für alles eine perfekte Erklärung, wie zum Beispiel die zuckende Zunge, aber es wird zumindest angedeutet, dass Wissenschaft hinter diesem Kunststück steckt und nicht etwas Magie.
Die Charaktere von Holmes und Watson (abgesehen von dem Vorwort) sind meiner Ansicht nach authentisch und funktionieren gut zusammen.

Die einzige Frage, die mir noch bleibt, ist: Warum dieser Titel? 'Sherlock Holmes und Dr. Frankenstein' hätte besser gepasst.

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Cover des Buches Sherlock Holmes, Sisi und das Erbe des Karl Marx (ISBN: 9783954414154)Lesesumms avatar

Rezension zu "Sherlock Holmes, Sisi und das Erbe des Karl Marx" von Klaus-Peter Walter

Ein Fall für Sherlock Holmes und Dr. Watson
Lesesummvor 4 Jahren

meine Buch- und Leseeindrücke:

Ich bin auf dieses Buch wirklich durch den Titel und das sehr gut dazu passende Cover aufmerksam und neugierig geworden. Die Inhaltsangabe führte dann dazu, dass ich es unbedingt lesen musste.

Auf 269 versucht Autor Klaus-Peter Walter eine spannende Story zu erzählen mit vielen berühmten Persönlichkeiten. Der Schreibstil ist zwar recht flüssig und man kommt schnell voran aber trotzdem kommt man ab und an ins stocken weil die Handlung doch anders ist als man dies erwartet hat.

Das Format ist ein schönes handliches Taschenbuch, was auch für unterwegs gut geeignet ist.


ein kleiner Einblick in die Handlung:

Wie der Titel schon sagt, geht es um einen Auftrag für Sherlock Holmes und Dr. Watson, der sich von England aus bis nach Europa zieht bei ihrer Ermittlungsarbeit. Sehr viele Persönlichkeiten, die sicherlich jeder kennt, haben ihren Auftritt. Inwieweit diese von Belang sind, ergründen sie aber bitte selbst.


meine ganz persönliche Meinung:

Meine Erwartungen an diese Erzählung waren düster, dunkel, gespickt mit schwarzen Humor, unvorhersehbaren Wendungen, komplexen Zusammenhängen, eine enge Zusammenarbeit zwischen Holmes und Watson und eine Auflösung mit der man so nicht gerechnet hätte.

Wahrscheinlich war auch das genau der Fehler, denn ich denke, wenn man ganz ohne Erwartungen an diese Lektüre herangeht fällt das Urteil anders aus als nun bei mir. Vielleicht war es aber auch der Klappentext, wodurch die falschen Erwartungen geschürt wurden. Unterm Strich haben wahrscheinlich viele Faktoren eine Rolle gespielt.

Wie ich bereits im oberen Teil angemerkt habe, kommt man recht zügig beim lesen voran, was natürlich einen guten Schreibstil ganz klar ausmacht. Einzig der Handlungsverlauf war für mich an sehr vielen Passagen eher ein Roman als ein Krimi.

Die Story wird zwar wie immer von Dr. Watson erzählt aber auch die Ermittlungsarbeit liegt scheinbar mehr in seinen Händen als in denen von Sherlock Holmes. Mir fehlte hier die Interaktion zwischen beiden ungemein. Leider war auch viel zu schnell klar, wer der Täter ist und das Ende kam so abrupt, dass man dachte bzw. das Gefühl bekam, der Autor will es einfach nur noch hinter sich bringen.

Ich möchte auf keinen Fall in Abrede stellen, dass sich Herr Walter bemüht hat und mit besten Wissen und Gewissen dieses Buch geschrieben hat aber leider hat es einfach nicht dem entsprochen was meine Vorstellung von einem Fall des Meisterdetektivs ist. Der Ansatz bzw. die Idee zur Story finde ich ungemein spannend und interessant aber leider konnte mich die Umsetzung nicht so überzeugen wie ich das gern gehabt hätte.

So leid es mir auch tut aber ich vergebe 3 Sterne mit ganz viel Augen zudrücken.

Mein Tipp an alle zukünftigen Leser, gehen sie bitte ohne Vorstellungen und Erwartungen an diese Lektüre heran!

Fazit: Trotz dessen, dass es bei mir nur 3 Sterne als Leseempfehlung geworden sind, sollte dieses Buch nicht in der Versenkung verschwinden sondern Leser finden, die es begeistern kann!

© by Lesesumm auf LB/Lesejury/Buchboutique/Vorablesen/mojoreads/mehrBüchermehr.... auf WLD?

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Gespräche aus der Community

Auf der Jagd nach den verschollenen Manuskripten des Karl Marx

 

 

Dr. Edward Aveling, der »Schwiegersohn« des soeben verstorbenen Philosophen Karl Marx, hat einen schlechten Charakter, sonst würde er Band 2 und 3 von Das Kapital nicht als Pfand für seine Verluste beim Glücksspiel hinterlegen. Als er sie auslösen will, hat sich der Gewinner damit bereits aus dem Staub gemacht.

 

Marx’ Freund und Genosse Friedrich Engels muss sich sehr überwinden, einen bürgerlichen Detektiv wie Sherlock Holmes mit der Wiederbeschaffung der unersetzlichen Zettelkonvolute zu beauftragen. Die Suche führt nach Meran und Bozen, wo man die Bekanntschaft von Kaiserin Sisi macht, die überraschenderweise eine heimliche Wertschätzung für den Revolutionär aus Trier hegt. Es entbrennt ein mörderischer Kampf um das Erbe von Karl Marx.

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