Kerry Drewery

 4,1 Sterne bei 314 Bewertungen
Autorin von Marthas Widerstand, Marthas Mission und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Kerry Drewery

Packende Jugendromane aus England: Die britische Autorin Kerry Drewery lebt in Lincolnshire, an der englischen Ostküste. Sie hat einen Abschluss in Professionellem Schreiben und war Finalistin bei einem Schreibwettbewerb für Drehbücher für Kinder des BBCs. Ihr erstes Buch, das ins Deutsche übersetzt wurde, ist „Cell 7“. Es erscheint 2017 unter dem Titel „Marthas Widerstand“ und bildet den Auftakt einer Trilogie, die von einer Gesellschaft handelt, in der es keine juristische Instanz gibt, was dazu führt, dass das Volk das Urteil selbst fällt. Das Buch gewann den Spellbinding Book of the Year Preis 2017 und war auf der Longlist für den Southern Schools Book Award, sowie auf der Shortlist für den CrimFest Best YA Award. Neben dem Schreiben und Lesen geht die Autorin Schwimmen, Joggen oder Radfahren, aber hauptsächlich nur um ohne Schuldgefühle Kuchen essen zu können. Sie liebt Käsekuchen und ist als Probeesserin immer zu haben. Beim Schreiben ihrer Bücher wird sie mehr oder weniger von ihren Haustieren unterstützt - mehr von Hündin Astrid, weniger von Kater Luther.

Alle Bücher von Kerry Drewery

Neue Rezensionen zu Kerry Drewery

Cover des Buches Marthas Widerstand (ISBN: 9783846600436)N

Rezension zu "Marthas Widerstand" von Kerry Drewery

Gut bedachte Thema passt zu heutigen Bedenken.
Niemavor 4 Monaten

Ich möchte dieses Buch da habe ich in 2 Tage fertig gelesen 

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Der letzte Papierkranich ist die Geschichte von Ichiro, mittlerweile Großvater und ein Mensch, dessen Schuldgefühle ihn so zerfressen haben, dass er kaum noch Lebenswillen besitzt. Ichiro erzählt seiner Enkelin Mizuki die Geschichte, wie er als 17-Jähriger den Bombenabwurf auf Hiroshima mit- und überlebt hat. Nach der Katastrophe haben er und sein bester Freund Hiro sich schwer verletzt auf die Suche nach Hiros kleiner Schwester Keiko gemacht. Auf der Flucht vor den Feuern, die nach dem Bombenabwurf in den Resten der Stadt wüten, gibt Ichiro seinem Freund, der mehr tot als lebendig ist, das Versprechen, dessen kleine Schwester zu schützen und zu retten. Ein Versprechen, das er nicht halten kann, woran er anschließend zerbricht…

Das Buch ist in drei Abschnitte unterteilt und beginnt damit, dass man Mizukis Gedanken (Japan 2018) zu ihrem Großvater miterlebt. Einem Menschen der scheinbar jede Hoffnung verloren hat. Dieser erzählt Mizuki dann seine Geschichte (Hiroshima 1945). Abschließend befindet man sich dann wieder in der Gegenwart.
Ganz besonders ist, dass die Gegenwart in Form von Versen und Heikus geschrieben ist. Die Geschichte des Großvaters dann in Romanform.
Beide Erzählarten sind der Autorin ganz besonders gelungen. Sie schreibt eindringlich und fesselnd und ich fühlte mich Ichiro unglaublich nah. Unglaublich gefühlvoll erlebt man hier eine Geschichte über Schuld und nicht eingehaltene Versprechen, über tiefe Freundschaft und nicht zuletzt die Liebe einer Enkelin zu ihrem Großvater.

Dieses Buch ist anders, es hat meine Erwartungen übertroffen, es ist ein Buch das zutiefst zu Herzen geht und ich bin dankbar, dass es mir begegnet ist. Ich kann es einfach nur und auf ganzer Linie jedem Menschen empfehlen, der zum einen Geschichten über historische Ereignisse mag, zum anderen aber auch jedem der gerne von Menschlichkeit lies. Es ist wirklich eindrucksvoll und jede Sekunde wert.

Besonders ist auch die Aufmachung des Buchs. Die Zeichnungen von Natsko Seki tragen zum unglaublich tiefgreifenden Leseerlebnis deutlich bei. 

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Cover des Buches Marthas Widerstand (ISBN: 9783846600436)M

Rezension zu "Marthas Widerstand" von Kerry Drewery

Super Setting, aber mit Schwachstellen
Malka_Drapervor 8 Monaten

Martha sitzt im Gefängnis. In sieben Tagen wird sie sterben. Sie hat einen Mord gestanden und das Volk wird über ihre Schuld oder Unschuld abstimmen. Wenn sie in Zelle 7 am Ende der Wochen einziehen wird, wird über ihren Tod entschieden. Doch nicht alle sind sich sicher, dass Martha den Mord wirklich begangen hat. Ihre psychologische Beraterin Eve hat Zweifel an ihrer Geschichte, denn Martha scheint alles andere als überzeugt von ihrer Schuld. Und als sie beginnt, nachzufragen, findet Eve erschreckende Informationen, die alles verändern könnten…

Die Idee des juristischen Abstimmungssystem fand ich interessant und neuartig. Der Aufbau war gewöhnungsbedürftig, durch die zeitliche Vorgabe der sieben Tage in sieben Zellen aber temporeich und mit steigendem Spannungsbogen. Da die Geschichte in einer nicht weit entfernten Zukunft spielt, die sich nicht viel von unserer unterscheidet, macht es an einigen Stellen erschreckend realistisch.

Durch die ständig wechselnden Perspektiven und zahlreichen Retrospektiven wusste man als Leser*in immer etwas mehr als die Protagonist*innen, wodurch einiges vorweggenommen wurde, dennoch blieben einige Wendungen und Überraschungen zum Schluss.

Der Schreibstil wirkte an manchen Stellen noch etwas holprig. Es fehlte an einem authentischen emotionalen Zugang zu den Protagonist*innen und an manchen Stellen wirkte es wie ein Drehbuch, aber doch sehr bildhaft. Man kann sich einige Szenen sehr gut als Serie oder in einem Film vorstellen! Leider sind viele Szenen dadurch stark vereinfacht und es fehlt an Tiefe der Geschichte.

Martha empfand ich als facettenreiche Protagonistin mit viel Potential für eine weitere Charakterentwicklung im zweiten Band. Sie war schwer zu durchschauen, aber facettenreich und nicht die klassische mutige und unfehlbare junge Heldin.

Ich bin gespannt auch den nächsten Band und freue mich, die Personen und ihre Persönlichkeiten besser kennen zu lernen. Der erste band hat mir sehr viel Spaß gemacht, ich habe bis zum Schluss Mitgeraten und für Matha die Daumen gedrückt!

Zwar hatte die Geschichte noch einige Schwachstellen und auch der Schreibstil hätte etwas runder sein können, dennoch hat mich das World-Building überzeugt und ich sehe viel Potential, das noch nicht ganz ausgeschöpft wurde.

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Gespräche aus der Community

#unvergessen

Herzlich willkommen zur Leserunde »Der letzte Papierkranich« von Kerry Drewery. Du liest gerne und eine Mischung aus Prosa und Geschichte ist genau das Richtige für dich? Dann freuen wir uns auf deine Bewerbung für diese Geschichte aus Hiroshima.

Begleitet Ichiro auf seinem Weg. Wird er sein Versprechen einhalten können?

Ein Tag, den niemand jemals vergisst.

Ein Versprechen, das seither jemanden verfolgt.

Liebe Leserinnen und Leser

Herzlich willkommen zur Leserunde. »Der letzte Papierkranich« von Kerry Drewery ist ein unvergesslicher Roman in Prosa und Versen, der vom heutigen Japan zurück bis an das Ende vom Zweiten Weltkrieg reicht. Ein Geschichte, die die Hoffnung im Herzen trägt.

Bewerbungsfrage: Wie oft sagt man: "Die Hoffnung stirbt zuletzt!" Glaubt ihr daran?⁠ 

Ihr lest gerne Historische Romane und habt Lesezeit im Oktober? Dann freuen wir uns auf eure Bewerbung zur Leserunde.

»Mizuki macht sich schon seit geraumer Zeit große Sorgen um seinen Großvater Ichiro. Irgendetwas hat ihm jegliche Lebenslust genommen. Er erzählt ihr schließlich von seinem Geheimnis, dem Versprechen, das er damals nicht halten konnte. Im August 1945 als Hiroshima von der Atombombe verwüstet wurde und der siebzehnjährige Ichiro die kleine Keiko aus dem Inferno retten sollte.«

Das Buch enthält eindrucksvolle Illustrationen von Natsko Seki.

#unvergessen


253 BeiträgeVerlosung beendet
G
Letzter Beitrag von  G_Avor 2 Jahren

Zusätzliche Informationen

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in 515 Bibliotheken

von 198 Lesern aktuell gelesen

von 2 Lesern gefolgt

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