Kat Menschik

 4,2 Sterne bei 272 Bewertungen
Autorin von Mitte, William Shakespeare: Romeo und Julia und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Kat Menschik

Begehrte Bilder: Kat Menschik ist 1968 in Luckenwalde, in der damaligen DDR geboren und in Ost-Berlin aufgewachsen. Nach einer Ausbildung zur Schaufenstergestalterin studierte sie Kommunikationsdesign an der Hochschule der Künste Berlin und lernte währenddessen dank eines Stipendiums auch ein Jahr lang an der École des Arts Décoratifs in Paris. Dort war sie am Comicmagazin „Spunk“ beteiligt. Als sie nach Berlin zurückkehrte, gründete sie schließlich ihren eigenen Comic-Verlag, der bis 1999 die Kunst von weniger bekannten Illustratoren herausbrachte. Seitdem ist Kat Menschik freischaffende Illustratorin und Comiczeichnerin. Sie illustrierte bis heute mehrere eigene Bücher, wie beispielsweise „Essen essen“ von 2019, aber auch die Texte international anerkannter Autoren wie Franz Kafka, Edgar Allan Poe oder Haruki Murakami. Kat Menschik zählt heute zu den weltweit begehrtesten Illustratorinnen.

Neue Bücher

Cover des Buches Sagen des Altertums (ISBN: 9783964281692)

Sagen des Altertums

Erscheint am 01.03.2023 als Gebundenes Buch bei Verlagshaus Jacoby & Stuart.
Cover des Buches Im Paradies (ISBN: 9783869712802)

Im Paradies

Erscheint am 05.04.2023 als Gebundenes Buch bei Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch.

Alle Bücher von Kat Menschik

Cover des Buches Mario und der Zauberer (ISBN: 9783946257059)

Mario und der Zauberer

 (210)
Erschienen am 01.08.2018
Cover des Buches Moabit (ISBN: 9783869711553)

Moabit

 (36)
Erschienen am 05.10.2017
Cover des Buches Mitte (ISBN: 9783869712468)

Mitte

 (24)
Erschienen am 07.10.2021
Cover des Buches Wisch und Weg (ISBN: 9783458176299)

Wisch und Weg

 (23)
Erschienen am 21.03.2015
Cover des Buches William Shakespeare: Romeo und Julia (ISBN: 9783869711423)

William Shakespeare: Romeo und Julia

 (21)
Erschienen am 13.10.2016
Cover des Buches Poe: Unheimliche Geschichten (ISBN: 9783869711676)

Poe: Unheimliche Geschichten

 (14)
Erschienen am 12.04.2018
Cover des Buches Pique Dame (ISBN: 9783869711980)

Pique Dame

 (12)
Erschienen am 05.03.2020

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Kat Menschik

Jakob Hein seines Zeichens Psychiater, Schriftsteller, Literaturliebhaber stellt uns in seinem Kompendium „Psychoaktive Substanzen“ einen kleinen Ausschnitt der „berauschenden“ Pflanzenwelt und ihre Wirkung vor. Jeder Pflanze ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Darin erfährt man nicht nur wo die Pflanze vorkommt und über welche Inhaltsstoffe diese verfügt, sondern auch seit wann und bei welcher Gelegenheit man früher die psychoaktive Substanz konsumierte. So erfahren wir z.B. dass „Abessinischer Tee“ oder auch „Kat“ genannt, bereits das erste Mal im 11. Jahrhundert von einem persischen Wissenschaftler erwähnt wurde. Kat wird vor allem im Jemen, Äthiopien oder Somalia konsumiert. Den Konsum von Kat in diesen Ländern zu verbieten, ist politisch eigentlich nicht durchsetzbar. Denn der Kat-Konsum ist in den dortigen Kulturen nämlich ähnlich integriert wie der Alkoholkonsum in der westlichen Welt.

Die einzelnen Kapitel sind interessant und kurzweilig. Sie lassen sich gut auch einmal zwischendurch lesen.

Die schriftlichen Ausführungen werden treffend illustriert von Kat Menschik. Bereits der Einband ist ein echter Hingucker, sowohl haptisch als auch visuell. Im Innenteil geht es mit den leuchtenden Illustrationen weiter, die einem rauschhaften Zustand anmuten.


Fazit:

Ein informatives kleines Büchlein über psychoaktive Pflanzen, das sich durch seine tolle Aufmachung sehr gut als Geschenk für einen lieben Menschen eignet. 

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Wer Kat Menschiks Namen kennt, hat sofort, wenn er*sie ihn hört, ein bestimmtes Bild vor Augen. Die Grafikerin, die mich immer wieder ob der bildlichen Ausarbeitung verschiedenster Themen überrascht hat einen eigenen, besonderen und deshalb für mich sehr schönen Wiedererkennungswert. Für mich hat sie eine Marke geschaffen, die ich mittlerweile ohne zu zögern erkenne. Ihre Illustrationen finden sich in Zeitungen zum aktuellen Tagesgeschehen, was mich immer sehr verblüfft, muss so etwas doch schnell entworfen und umgesetzt werden, in vielen schönen Grafiken, in einer eigenen extra illustrierten Klassikerreihe und immer wieder passieren sehr schöne Kooperationen. Die neueste ist eine mit dem Psychiater Jakob Hein, der so begeistert über eine vorangegange Kooperation, nämlich das hier vorgestellte „illusthrirte Thierleben“, zu dem Mark Bennecke die Texte beigesteuert hatte, dass Hein vorschlug, man müsse dem Thierleben doch auch ein Kompendium über die Pflanzenwelt an die Seite stellen. Gesagt, getan. Erschienen ist nun also ein überaus vergnüglich und interessant zu lesendes und wahrlich psychoaktiv bebildertes Buch mit dem Titel „Kat Menschiks und des Psychiaters Doctor medicinae Jakob Hein Illustrirtes Kompendium der psychoaktiven Pflanzen„.

Die Grundidee Jakob Heins war, ein „schlimmes“ Buch über „böse“ Pflanzen zu schreiben. Also mal so richtig herziehen über Brennesseln, Rosen, Wicken, Springkraut und ähnliche Gewächse, denen man irgendwie vorwerfen könnte, und sei es nur, dass sie ungehemmt jeden Platz einnehmen, den sie besetzen können und somit aggressiv invasiv andere Pflanzen verdrängen, was zugegebenermaßen nicht nett ist. Wer die Bilder von Kat Menschiks Blumen oder Gemüse aus ihrem Garten kennt, ihr ein wenig folgt, zum Beispiel auf Instagram, der/dem ist klar, dass sie diese Idee eher merkwürdig finden müsste, spricht aus ihren künstlerischen Umsetzungen doch so eine starke Liebe zur Natur und zwar zu jedweder Form davon, dass sie für solch ein Ansinnen nicht zu haben war. Eine Einigung allerdings auf einem anderen Weg, ein Kompendium, das vor gewissen (unerwünschten) Nebenwirkungen beim Genuss diverser Pflanzen warnt, gemeinsam zu verfassen wurde allerdings auch rasch gefunden. Sehr schön nachzulesen in Heins Einleitung.

Geschrieben hat Hein dann über „die gemeinste Pflanze der Welt“, „böse Blumen“, „grüne Feen“ und viele mehr … dabei verknüpft er sein unbestreibares Wissen mit allerlei historischen Quellen aber auch mit Belletristik und natürlich Gedanken zu seinem Fachgebiet: der menschlichen Seele. Das ist kurzweilig und unterhaltsam aber auf hohem Niveau. Und passt damit wunderbar zu den großartigen Illustrationen Menschiks – mal wieder ein absolutes match und ein weiterer Meilenstein in der Reihe Illustrierte Lieblingsbücher. Immerhin habe ich somit keine Menschik „an der Wand“ aber im mittlerweile mehrere im Regal stehen. Ich bin sehr gespannt auf das, was uns in der Hinsicht weiter erwarten wird.

Berliner*innen haben zudem die Möglichkeit am 26. November ab 18 Uhr einer Lesung mit Gespräch beizuwohnen, die im sehr schönen Ambiente von Schloß Schönhausen stattfinden wird. Eine Gelegenheit, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Kommentare: 4
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Cover des Buches Djamila (ISBN: 9783869712536)
Belladonnas avatar

Rezension zu "Djamila" von Kat Menschik

Poesie zwischen Krieg und harter Arbeit und eine wunderschöne Liebesgeschichte ganz ohne Kitsch.
Belladonnavor 2 Monaten

Beschreibung

Der 15-jährige Said zählt während des Krieges in seinem Dorf, genau wie die Frauen, zu den wichtigen Arbeitskräften, die das Leben am Laufen halten. Zusammen mit seiner Schwägerin Djamila und dem kürzlich vom Krieg heimgekehrten Invaliden Danijar wird er damit beauftragt, das Korn an den Bahnhof zu transportieren. Djamila, deren Mann kurz nach der Hochzeit in den Krieg zog, lässt in seinen Feldbriefen nur wenig Zuneigung erkennen und als die junge Frau immer mehr Zeit mit dem sensiblen Danijar verbringt und seinen gefühlvollen Gesang hört, beginnt sich ein Band zwischen den beiden zu flechten.

Meine Meinung

Die 1958 entstandene Novelle »Djamila« des kirgisischen Schriftstellers Tschingis Aitmatow wurde damals von Louis Aragon entdeckt und ins Französische übersetzt und somit zu einem berühmten Werk, das der Übersetzer als schönste Liebesgeschichte anpries. Dieser in der DDR vielgelesene Klassiker wurde nun in der fabelhaften Lieblingsbücher-Reihe der Illustratorin Kat Menschik im Galiani Verlag in einer besonders schönen Ausstattung neu aufgelegt.

Tschingis Aitmatow erzählt eine berührend poetische Geschichte über ein ›Aul‹ (Dorfgemeinschaft) in der kasachischen Steppe in Mittelasien im Sommer 1943 während des Zweiten Weltkriegs.

Erzähler ist der 15-jährige Said, der, nachdem seine Brüder in den Krieg gezogen sind, als jüngstes Kind der Familie für die Männerarbeit in der Familie zuständig ist. Aber auch seine hübsche Schwägerin Djamila beweist, dass sie mit anpacken kann. Als sie gemeinsam mit dem verschlossenen Kriegsheimkehrer Danijar mit dem Getreidetransport zum Bahnhof beauftragt werden, machen sich die beiden zunächst einen Spaß daraus, Danijar mit ihren Späßen zu verspotten und zu ärgern. Doch mit der Zeit erhalten sie einen Blick auf die gute Seele des jungen Mannes und Djamila, deren Ehemann in seinen Feldbriefen kaum ein paar Worte an sie richtet, gerät in Vergessenheit.

Als Danijar in den heißen Sommernächten beginnt voller Gefühl über Liebe zu singen, ist es um Djamila geschehen. Said sieht die verbotene Liebe zwischen Djamila und Danijar gedeihen, bewahrt das Geheimnis jedoch für sich, da er noch nie so etwas Schönes gesehen hat. In ihm erwacht dagegen der Drang zu malen und all das Schöne mit Farbe auf Papier festzuhalten.

Die Rückkehr von Djamilas Ehemann zwingt die Liebenden schließlich zur Flucht in ein neues Leben und auch Said nimmt seine Zukunft nach einem bewegenden Sommer in den kirgisischen Bergen selbst in die Hand.

Voller Poesie verliert man sich rasch in Tschingis Aitmatows Zeilen wie zwischen den hoch stehenden Reihen eines Getreidefeldes. Der Autor lässt diese ganz besondere Atmosphäre der hart auf dem Feld arbeitenden Bevölkerung zu Kriegszeiten lebendig werden. Im Mittelpunkt eine lebensfrohe junge Frau, ihre verbotene Liebe und ein heranwachsender Junge, der sich seiner Gefühle noch ungewiss ist und seinen eigenen Weg sucht.

Kat Menschik gelingt es durch ihre stimmungsvollen, in Gelb- und Blautönen gehaltenen, Bildern, die Essenz der Geschichte einzufangen und noch deutlicher sichtbar zu machen. Ein wirklich toller neuer Band der Lieblingsbücher, der für einige tolle Lesestunden in ein anderes Land und eine andere Zeit entführt.

Fazit

Poesie zwischen Krieg und harter Arbeit und eine wunderschöne Liebesgeschichte ganz ohne Kitsch, dafür mit stimmungsvollen Illustrationen von Kat Menschik untermalt.

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© Bellas Wonderworld; Rezension vom 14.05.2022

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Zusätzliche Informationen

Kat Menschik wurde am 06. April 1968 in Luckenwalde (Deutschland) geboren.

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