Jutta Blume

 3,7 Sterne bei 13 Bewertungen

Lebenslauf von Jutta Blume

Jutta Blume, 1972 in Berlin geboren, schrieb schon als Kind gerne Romananfänge. Sie studierte Landschaftsplanung an der TU Berlin und wechselte nebenbei zum Genre der Kurzgeschichte. Längere Reisen und Auslandsaufenthalte führten sie nach Mittel- und Südamerika sowie nach Madrid, wo sie – wie auch in Berlin Neukölln - Deutsch als Fremdsprache unterrichtete. 2003 absolvierte sie das Zusatzstudium Wissenschaftsjournalismus an der FU Berlin und ist seither als freie Journalistin tätig. 2004 erschien ihr erster (ganzer) Roman „Revolutionsfußball“. Sie lebt als freie Journalistin, Autorin und Kleingärtnerin in Berlin.

Alle Bücher von Jutta Blume

Cover des Buches Ruf der Pflanzen (ISBN: 9783864081668)

Ruf der Pflanzen

 (8)
Erschienen am 15.09.2014
Cover des Buches Die Aktivistin (ISBN: 9783894255954)

Die Aktivistin

 (4)
Erschienen am 17.10.2019

Neue Rezensionen zu Jutta Blume

Cover des Buches Die Aktivistin (ISBN: 9783894255954)
Christine_Neumeyers avatar

Rezension zu "Die Aktivistin" von Jutta Blume

Die Aktivistin
Christine_Neumeyervor 2 Jahren

Ein deutscher Entwicklungshelfer kehrt nach Jahren nach Honduras zurück, um eine indigene Garifuna wiederzusehen. Doch das Land hat sich verändert, das gemeinsame Projekt scheint gescheitert. Versunken im Sumpf krimineller und korrupter Verflechtungen. Die junge Frau ist verschwunden. 

Die Autorin lässt uns geschickt durch die abwechselnde Perspektive nach und nach dieses Geflecht entwirren. Korruption und Willkür beherrschen die Region. Ein Menschenleben zählt nicht viel. Die Geschichte ist hochspannend erzählt, wobei der Thriller nur den Rahmen bildet für einen politischen Krimi, wobei auch die Liebe nicht zu kurz kommt. Fazit: Die Welt wird erst eine bessere sein, wenn die Macht der kriminellen Patriarchen und des Geldes beendet ist.

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Cover des Buches Die Aktivistin (ISBN: 9783894255954)
karatekadds avatar

Rezension zu "Die Aktivistin" von Jutta Blume

Garifuna? Nie gehört
karatekaddvor 3 Jahren

1.  Die Geschichte


Da fährt ein Deutscher nach Honduras. Ulrich war eine Zeitlang als Entwicklungshelfer in dem mitteldamerikanischen Land und jetzt will er Yessica Lopez besuchen, eine Angehörige der Garifuna. Doch diese ist verschwunden. Lopez gehört zu einer Organisation, die für die Rechte dieser Volksgruppe kämpft. Das Gebiet Triunfo da la Cruz soll einer sogenannten Modellstadt einverleibt werden, die in „bester“ südamerikanischer Tradition entstehen soll – also mit maximaler Korruption, einhergehend mit besonderer Rücksichtslosigkeit gegenüber einheimischen oder idigenen Volksgruppen und mit us-amerikanischer „Beteiligung“. Ulrich trifft Yessica nicht an. Viel erfahren kann er nicht, er gibt nicht auf. Die Situation ist unübersichtlich. Dann geschieht in Tela, der Nachbarstadt, ein Bombenanschlag. Die Garifuna-Organisation wird natürlich unter Terrorverdacht gestellt. Es wird immer gefährlicher für Ulrich. Aber wo ist Yessica? Eine ihrer Töchter soll im Land studieren. Gerät Ulrich auf der Suche nach Diana in eine Falle? Wird er beobachtet? Jedenfalls hilft ihm sein ehemaliger Chef der deutschen Entwicklungshilfe-Gesellschaft, in deren Auftrag Ulrich Geissenberg in Honduras einst arbeitete, zwar gelegentlich, aber insgesamt höchstens sporadisch weiter. Später allerdings trifft er auf den Enthüllungsjournalisten Guthrie...


2.  Das Buch


Zu Beginn laufen zwei Zeitstränge parallel und Jutta Blume springt dabei etwas hin und her, wenn sie zwischen Ulrich, der gerade in Honduras eintrifft und Yessica wechselt. Man muss aufpassen, wenn man Vergangenheit und Gegenwart auseinanderhalten will. Die Autorin betrachtet das Geschehen in Honduras nicht nur ausgehend von den Hauptfiguren, sie schiebt auch einige der Widersacher ein. Der erste Teil behandelt Ulrichs Ankunft und den Beginn der Suche, der zweite Teil ist Yessica gewidmet und beginnt einen Monat früher. Danach wird Amaris Winright vorgestellt, eine amerikanische Politikerin, die in diesem Modellstadt-Komitee mitmischt. Deren Auftreten beginnt im Herbst des vorangegangenen Jahres 2018.


So richtig angesprochen hat mich diese Methode nicht. Auch scheint es, dass mancher Aspekt im Wollen, durch die breite Handlung die Zustände in diesem Land zu erläutern, die Handlung ziemlich in die Länge zog. Ein Grund, weshalb ich das Buch, trotz grundsätzlicher Spannung und interessanter Thematik, zwischenzeitlich zur Seite legte. 


Nachträglich, da hat der Grafit Verlag recht, macht die Lektüre nachdenklich und gelegentlich sprachlos. Er ist fundiert recherchiert und lässt das Auge des Lesers wieder in eine der ärmsten und gefährlichsten Regionen der Erde wandern. Es ist ein Debüt-Roman, der weitere spannende Arbeiten der Wirtschaftsjournalistin erwarten lässt.


3.  Das Land


Honduras. Ich glaube, bisher fiel mir noch kein Buch über dieses Land in die Hände, dessen Flagge seinen geografischen Platz symbolisiert: zwischen den Ozeanen. Es ist, so liest man, eines der ärmsten Länder der Erde und eines der gefährlichsten, denn die Mordrate pro Einwohner beträgt: 63,7 pro 100.000. Das ist die zweitgrößte der Welt. Es muss ein schönes Land sein, es wagen sich nämlich Urlauber dahin zum Wandern, Kajak fahren, Segeln, Tauchen – traumhaft auch in der Gegend um Triunfo.


Von den Garifuna hatte ich noch nie etwas gelesen oder gehört. Diese Volksgruppe entstand aus dem Zusammentreffen schwarzafrikanischer Sklaven und einheimischen Kariben. Ursache war ein Schiffbruch von Sklavenschiffen. Die Volksgruppe (heute ca. 100.000) konnte sich ihre Unabhängigkeit bewahren, was insbesondere die Sklavenhalter argwöhnisch betrachteten, frei Schwarze in Mittelamerika? 


Sie leben nicht nur in Honduras, sondern auch in Belize, Nicaragua, Guatemala und in New York (USA).


Leserinnen und Leser dieses Blogs haben vielleicht festgestellt, dass ich Bücher, denen ich dann etwas nachrecherchieren kann, mag. Hier war das wieder einmal eindrucksvoll der Fall.


Meinen Dank an den Grafit Verlag in der Emons Verlag GmbH für das Exemplar.


© Bücherjunge

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Cover des Buches Ruf der Pflanzen (ISBN: 9783864081668)
winterdreams avatar

Rezension zu "Ruf der Pflanzen" von Jutta Blume

Langweilig geschrieben
winterdreamvor 8 Jahren

Inhalt:

In dem Buch geht es um eine junge Schwarze, Ife, die als Sklavin auf einer Zuckerrohrplantage als Heilerin arbeitet. Eines Tages hat sie die Möglichkeit zu fliehen und tut dies auch. Im Wald trifft sie auf die Freien, die sie allerdings wieder zurückschicken. Dann fährt sie mit einem Weißen, Sandquist nach Santa Domingo. Er will dort einen botanischen Garten anpflanzen und dafür braucht er Ifes Hilfe. Doch Sandquist ist sehr krank und Ife versucht, ihn mit ihren Heilkünsten zu retten. Doch wird sie es schaffen und wie wird das Leben von Ife wohl weitergehen?

 

Cover:

Das Cover passt zum Buch. Es ist eine Blume darauf und im Hintergrund ist geschriebener Text zu sehen, was im Buch aufgegriffen wird.

 

Mein Fazit:

Ich muss leider sagen, dass ich mich etwas schwer getan habe, mit der Rezension. Mir hat das Buch anfangs gar nicht so schlecht gefallen, obwohl man da auch schon erst mal mit der Situation der Sklavin auf der Plantage klarkommen musste. Aber im Laufe des Buches wurde die ganze Geschichte einfach immer langweiliger und zum Schluss hatte ich gar keine Lust mehr, das Buch weiter zu lesen. Es waren auch einfach viel zu viele Begriffe über Pflanzen. Die Namen hatte ich größtenteils noch nie gehört und wenn ich sie nicht kannte, wurden sie auch oftmals nicht beschrieben. Da muss man sich dann schon wirklich damit auskennen. Die Autorin hat zwar flüssig geschrieben, aber mich konnte sie leider überhaupt nicht packen. Die Geschichte hat mich nicht gefesselt. Anfangs konnte ich mich in die Charaktere ganz gut hineinversetzen, wenn auch etwas holprig, aber hinterher konnte ich leider auch das nicht mehr. Ich hätte es besser gefunden, wenn die ganze Geschichte nach dem Tod von ihrem Meister geendet hätte. Für die Aufmachung des Buches und die flüssige Schreibweise möchte ich trotzdem gerne 2 Sterne vergeben. Leider hat es nicht zu mehr gereicht.

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Gespräche aus der Community

Ein packender historischer Roman über eine starke Frau, die nach Selbstbestimmung sucht in einer Welt im Umbruch...


Liebe Leserinnen und Leser,
neben mir liegen 10 frisch gedruckte Exemplare meines ersten historischen Romans „Ruf der Pflanzen“, die der Vergangenheitsverlag für die Leserunde zur Verfügung gestellt hat. Ich freue mich schon auf den Austausch mit euch.

Darum geht es:
Geschichte aus einer neuen Perspektive zu erzählen, war die Idee, die nach und nach in diesem historischen Roman Gestalt angenommen hat. Dabei ging es auch darum, diejenigen lebendig zu machen, die in Schulbüchern und Lexika kaum zu Wort kommen. Und so entstand die Protagonistin Ife, eine schwarze Sklavin auf einer Zuckerrohrplantage in Guyana. Aus ihrer Sicht erscheint der Forschungsreisende Sandquist, der mit einem Mal auf der Plantage auftaucht, ziemlich verrückt. Er nimmt unermessliche Strapazen auf sich, nur um Pflanzen zu sammeln. Er presst sie in Büchern, zerpflückt ihre Blüten und gibt ihnen merkwürdige Doppelnamen. Auch Ife kennt sich mit Pflanzen aus, aber sie dienen ihr zur Behandlung Kranker und sind Teil ihrer spirituellen Welt.
Die Begegnung der Sklavin mit dem Botaniker wird zum Ausgangspunkt für eine abenteuerliche Odyssee durch die Karibik und Europa im Zeitalter der Aufklärung, eine Welt, die allerorten im Umbruch ist. Auch wenn es Ife alles andere als leicht hat, sucht sie sich selbstbewusst ihren Weg.

Eine Leseprobe findet ihr hier.

Um in den Lostopf zu springen, beantwortet bitte folgende Frage: Gibt es eine Pflanze, die eine ganz besondere Bedeutung für euch hat?
206 BeiträgeVerlosung beendet
winterdreams avatar
Letzter Beitrag von  winterdreamvor 8 Jahren

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