Julian Barnes

 3,9 Sterne bei 967 Bewertungen
Autor von Vom Ende einer Geschichte, Die einzige Geschichte und weiteren Büchern.
Autorenbild von Julian Barnes (© Ellen Warner)

Lebenslauf von Julian Barnes

Das Ehrenmitglied der Literaturwelt: Julian Barnes, geboren im Januar 1946 in Leicester, Groß Britannien, ist ein britischer Schriftsteller. Er arbeitete nach einem Sprachenstudium in Oxford und einem anschließenden Jurastudium als Lexikograph und Journalist. Seit etwa 1980 ist er als Schriftsteller tätig. Die literarische Karriere begann zunächst mit Kriminalromanen, die er unter dem Pseudonym Dan Kavanagh veröffentlichte. Der Durchbruch gelang Barnes 1984 mit seinem für den Booker Prize nominierten Werk „Flaubert‘s Parrot“ (deutsch „Flauberts Papagei“, 1987). Für seine Romane erhielt Julian Barnes zahlreiche Auszeichnungen. 1985 erhielt er den Geoffrey Faber Memorial Prize im Jahr darauf in Frankreich den Prix Medicis für Flauberts Papagei und 1992 den Prix Femina Etranger für Darüber reden.  Im Jahr 2004 wurde ihm der Österreichische Staatspreis für Europäische Literatur verliehen. Ebenfalls 2011 erhielt er für sein Lebenswerk den David Cohen Prize 2013 wurde er zum auswärtigen Ehrenmitglied der Amerian Academy of Arts and Sciences gewählt. 2016 wurde Barnes der Siegfried Lenz Preis verliehen. 2017 verlieh ihm der französische Staatspräsident den Rang eines Offiziers der Ehrenlegion. Der Autor lebt heute in London.

Neue Bücher

Cover des Buches Elizabeth Finch (ISBN: 9783462003277)

Elizabeth Finch

 (6)
Neu erschienen am 03.11.2022 als Gebundenes Buch bei Kiepenheuer & Witsch.
Cover des Buches Elizabeth Finch (ISBN: 9783839819838)

Elizabeth Finch

Erscheint am 30.11.2022 als Hörbuch bei Argon.
Cover des Buches Elizabeth Finch (ISBN: B0BGJCCP56)

Elizabeth Finch

 (1)
Neu erschienen am 03.11.2022 als Hörbuch bei Argon Verlag.

Alle Bücher von Julian Barnes

Cover des Buches Vom Ende einer Geschichte (ISBN: 9783442748747)

Vom Ende einer Geschichte

 (241)
Erschienen am 11.05.2015
Cover des Buches Die einzige Geschichte (ISBN: 9783462051544)

Die einzige Geschichte

 (141)
Erschienen am 14.02.2019
Cover des Buches Der Lärm der Zeit (ISBN: 9783442716524)

Der Lärm der Zeit

 (79)
Erschienen am 10.09.2018
Cover des Buches Arthur & George (ISBN: 9783462050301)

Arthur & George

 (34)
Erschienen am 16.02.2017
Cover des Buches Flauberts Papagei (ISBN: 9783462044034)

Flauberts Papagei

 (35)
Erschienen am 14.05.2012
Cover des Buches Lebensstufen (ISBN: 9783442713714)

Lebensstufen

 (30)
Erschienen am 08.08.2016
Cover des Buches Der Zitronentisch (ISBN: 9783462050318)

Der Zitronentisch

 (31)
Erschienen am 16.02.2017
Cover des Buches Eine Geschichte der Welt in 10,5 Kapiteln (ISBN: 9783462034516)

Eine Geschichte der Welt in 10,5 Kapiteln

 (30)
Erschienen am 08.01.2015

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Julian Barnes

Cover des Buches Elizabeth Finch (ISBN: 9783462003277)
wandablues avatar

Rezension zu "Elizabeth Finch" von Julian Barnes

Intellektuelle Posse
wandabluevor 5 Tagen

Manche Menschen bleiben in ihrem Herzen ein Leben lang hingebungsvolle Schüler. So auch Neil, der Protagonist aus Julian Barnes neuestem Roman (2022) „Elizabeth Finch“. Diese Art von Eleventum ist nichts anderes als das, was wir in der heutigen Zeit Groupismus nennen dürfen, Heldenverehrung. Freilich befällt das Groupiesyndrom meistens Teenager, während Neil in seinen 30igern ist und einen späten Kursus an der Uni belegt. Warum befällt ihn die Heldenverehrung? Braucht er nach zwei gescheiterten Ehen eine weibliche Gallionsfigur?

„Kultur und Zivilisation“ wird gelehrt von der Privatdozentin Elizabeth Finch. Elizabeth Finch bedarf trotz gegenteiliger Versicherung der Anbetung einiger handverlesener Studenten ebenso sehr wie diese es brauchen, von ihr aus der Masse herausgehoben und „gesehen“ zu werden. Der Protagonist trifft sich, solange seine ehemalige Dozentin lebt, in regelmässigen Abständen mit ihr, zu einem (pseudo)intellektuellen Gespräch beim Mittagessen. Nach ihrem Ableben versucht er, sie näher kennenzulernen und beschäftigt sich noch einmal intensiv mit den von ihr aufgestellten Thesen. An dieser Beschäftigung lässt der Autor seine Leserschaft leider hinreichend und ausführlich teilhaben.  

Der Kommentar: 
Denn Neil schreibt nun einen Essay über Julian Apostatas, einen römischen Kaiser, (331 -363 n. Chr), der früh den Tod in einer Schlacht fand. An ihm scheiden sich die Geister der historischen Interpreten. Heute ist er jedoch in Vergessenheit geraten.

Die umstrittene These: hätte der Kaiser das Heidentum gegen das aufkommende Christentum verteidigen können, wenn er nicht so früh gefallen wäre? Und wäre das schlechter/besser gewesen?

 Heute – die geneigte Rezensentin spricht – ist der moderne Mensch längst wieder dem Paganismus verfallen. Jeder bastelt sich seinen Gott, wie er ihn will oder braucht oder beides. Davon wird er, der zusammengeflickte Gott natürlich nicht lebendig/er. Julian Apostatas weiteres Wirken hätte es also nicht gebraucht, um diesen Zustand der Vielgötterei wiederzubeleben. Auch der Groupismus oder die Heldenverehrung ist letztlich ein Gottesersatz, in seiner Essenz zutiefst heidnisch!

Warum belebt Julian Barnes diese historische römische Figur, eine, die – obwohl das Gegenteil behauptet wird – nicht weniger grausam gewesen ist als alle anderen römischen Kaiser oder aller anderen Despoten quer durch alle Zeiten. Ok, wir lernen: Julian Apostatas war eine historische Figur, genannt „der letzte heidnische römische Kaiser“. Das ist der Mehrwert. Obwohl wir immer gerne dazu lernen, das ist ziemlich wenig.

 Was dem Roman zugute kommt, ist seine Aufforderung zum (scheinbar) selbständigen Denken. Scheinbar selbständig, weil im Folgenden der geneigten Leserschaft wahrlich hahnebüchene Thesen unterschoben werden. Die Aufforderung zum selbständigen Denken ausgerechnet durch eine Person zu verkörpern (Elizabeth Finch), die sich selber einige ausgewählte „Anbeter“ hielt, ist paradox. Überhaupt konnte mich, also die geneigte Rezensentin , die in Heldenepos verpackte unterschwellig sublimiert-sexualisierte Figur der Elizabeth Finch in keinem Moment überzeugen. 

Was dem Roman auch zugute kommt, ist eine rattenfängerische Sprache. Barnes klappert mit den Buchstaben, und die Eleven fallen ihm zu Füßen. Verführung pur. 

Was am Aberglauben gut gewesen sein soll (eine These des Romans), ist nicht bewiesen. Wer Hunderte von weißen Ochsen bestialisch hinrichten lässt, mit den Händen in deren Eingeweiden wühlt, und trotz hundertfachem Orakelspruch „zieh nicht in die Schlacht“ dennoch, also entgegen den Warnungen der Orakel, eigensinnig in die Schlacht zieht und in ihr fällt, ist unergründlich dumm. Warum lässt er ausführlichst orakeln, wenn er dem Orakel doch nicht traut. Beratungsresistent. Sehr zu vergleichen mit dem Orakel von sechs Ministerien, die sagen „tue es nicht, Olaf“ und Olaf tut es doch. Steht noch aus: das Fallen in der Schlacht. 

Ist Julian Barnes hier gefallen in der Schlacht des Schreibens? So sieht es aus. Entweder Historiker oder Literat. Beides zusammen geht hin und wieder, aber nicht auf weniger als auf 250 Seiten wie hier. Trotz geschliffener Sprache knüpft dieses pseudointellektuelle Büchlein nicht an die früheren großartigen Romane von Julian Barnes an.

Der Mann im roten Rock? Unglaublich gut.
Elizabeth Finch? Eine Spielerei. Ein Kokettieren mit der Philosophie und der Geschichte. Aber die Thematik ist undurchdrungen. Eine Rattenfängerei. Nur eine Fingerübung für zwischendurch. Immerhin, Barnes kann mitnehmen. Selbst mit Elizabeth Finch. Für eine Weile. Bevor meine Augen glasig werden und mein Kopf auf die Tischplatte knallt. 

Fazit: Langweilig. Ich konnte mich weder für Elizabeth Finch noch für Julian Apostatas erwärmen. Noch für Julian Barnes. In diesem Fall. 

Kategorie: Fiktive Biografie
Verlag: Kiwi, 2022

Kommentare: 1
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Cover des Buches Elizabeth Finch (ISBN: 9783462003277)
Naibenaks avatar

Rezension zu "Elizabeth Finch" von Julian Barnes

"Über das eine gebietet man, über das andere nicht."
Naibenakvor 5 Tagen

Der Erzähler Neil besucht ein kulturhistorisches Seminar für Erwachsene. Die Dozentin Elizabeth Finch hat es ihm sofort angetan. Schwer begeistert von ihrem selbstsicheren, stoischen Auftreten, ihrer gleichzeitigen Zurückgezogenheit und ihren teils gewagten Thesen und Aufforderungen zum Selbstdenken, bewundert nicht nur Neil diese Frau. Schnell werden Eigenschaften auf EF projiziert, einiges wird in ihr karges Verhalten hineininterpretiert...

Neil selbst ist erfolglos im Job und im Eheleben sowie der Meister der unvollendeten Projekte, und so verwundert es nicht, dass er einen Seminar - Aufsatz, der von Elizabeth Finch eingefordert wird, nicht schreibt. Dennoch entwickelt sich zwischen Neil und EF eine lose platonische Freundschaft. Regelmäßig treffen sie sich in den Folgejahren und diskutieren über hochgeistige Themen. Niemals jedoch tauschen sie Privates aus.

Dann stirbt Elizabeth Finch und hinterlässt Neil überraschend ihre Bibliothek und Aufzeichnungen. Ein neueres Projekt startet: Neil schreibt den versäumten Seminaraufsatz und will posthum EF imponieren. In diesem Aufsatz greift er das ehemalige Seminarthema auf über den römischen Kaiser Julian Apostata, der 363 n.Chr. versucht hat, auf seine eigene Art das Christentum zurückzudrängen. Er ist ein Kaiser gewesen, der für Polytheismus steht und diesen verteidigt hat. In diesem Zusammenhang werden Gedankenspiele und Theorien wach, die durchaus provozieren können. Der Aufsatz bildet den Mittelteil von Barnes' Roman. Er wirkt ein bisschen aus dem Rahmen gefallen, fesselt aber in seiner geschichtlichen Fülle an Informationen und vielerlei Quellen aus den letzten Jahrhunderten, sowie aufgrund der mitreißenden und philosophisch spannenden Vortragsweise des Autors. Es wird eine Annäherung an den Kaiser versucht, jedoch mit der späteren Erkenntnis, dass vieles nur (teils aufgehübschte) Geschichten sind und diese viel zu wenig hergeben, um wirklich beurteilen zu können.

Dies ist auch der Grund, warum Neils neueres Projekt- eine Biografie über Elizabeth Finch - am Ende doch nicht verwirklicht wird. Bei seinen intensiven Recherchen über mehrere Jahre ist EF's Bruder nur bedingt hilfreich. Eine ehemalige Seminarteilnehmerin und Affäre von Neil - Anna - kann da schon mehr erwirken, nämlich einige weitreichende Erkenntnisse, die Neil verdeutlichen, dass er im Grunde nichts über EF weiß:

(Seite 229) "Vielleicht ist es so, dass ich Elizabeth Finch nicht besser - wenn auch auf andere Art-" kenne" und "verstehe", als ich den Kaiser Julian "kenne" und "verstehe". Und als ich das erkannt hatte, war es Zeit aufzuhören."

Im dritten Teil des Buches also werden Zusammenhänge klarer, die Sicht auf die Dinge wirkt weniger verklärt. Einsichten und sinnvolle Schlussfolgerungen entwickeln sich. Der Roman endet mit einem Augenzwinkern.

Fazit: Mein erster Barnes, und er hat mich fasziniert, gefordert, zum Nachdenken angeregt und aufgrund der Fülle von Historie und Philosophie beeindruckt. Die Fähigkeit des Autors, dies alles unheimlich fesselnd zu vermitteln, muss ich ebenfalls hervorheben. Und gleichzeitig ist in allem immer dieses zutiefst Menschliche, dieses Augenzwinkern, dieses: "Vielleicht ist es so, vielleicht auch völlig anders..." Ich will ab jetzt noch mehr von diesem Autor!

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Cover des Buches Elizabeth Finch (ISBN: 9783462003277)
dracomas avatar

Rezension zu "Elizabeth Finch" von Julian Barnes

Ein vergnüglicher Ausflug in die Geschichte!
dracomavor 8 Tagen

Der Ich-Erzähler Neil besucht im Abendkurs ein historisches Seminar. Neil ist kein strahlender Held. Er ist als Schauspieler gescheitert, seine beiden Ehen gingen in die Brüche, und seine Kinder bezeichnen ihn mit gutem Grund als „König der unvollendeten Projekte“. Aber die Kursleiterin Elizabeth Finch ist für ihn die ideale Lehrerin. Ihre Methoden und vor allem ihr Wesen fangen Neil ein. EF, wie sie bald genannt wird, ist völlig uneitel, spricht immer frei mit ruhiger und klarer Stimme, hat ihren Vortrag ausgearbeitet im Kopf und strahlt eine Autorität aus, der sich die Studenten nicht entziehen können. Ihre Methode ist die Mäeutik, in bester sokratischer Tradition: sie konfrontiert ihre Studenten mit einem Zitat, z. B. des Stoikers Epiktet, und regt zum Selber-Denken an. „Es ist nicht meine Aufgabe, Ihnen zu helfen. ... Ich bin hier, um Ihnen zur Seite zu stehen, wenn Sie sich im Denken und Argumentieren üben und eine eigene Meinung entwickeln.“ (Pos. 185). Sapere aude! Neil ist fasziniert von dieser intelligenten und souveränen Frau und bleibt ihr ihr Leben lang und auch nach ihrem Tod verbunden. Die Frage treibt ihn um, wer Elizabeth Finch denn nun eigentlich gewesen sei.

 Nach ihrem Tod erbt er ihre Unterlagen und versucht hier, Persönliches zu finden – vergeblich. Stattdessen findet er jede Menge Sentenzen und Aphorismen, aber auch Notizen zu einer historischen Gestalt und zu einem Wendepunkt der Geschichte, zu dem EF offensichtlich eine Veröffentlichung plante. Neil beschließt, EFs Arbeit fortzusetzen und den Essay zu schreiben, den sie nicht mehr schreiben konnte. Es geht um den spätrömischen Kaiser Flavius Claudius Julianus des 4. Jahrhunderts n. Chr., den letzten der Claudischen Kaiser, dessen Onkel Konstantin der Große das Christentum neben den bisherigen paganen Religionen zugelassen hatte (Konstantinische Wende). Julian versuchte vergeblich, die Bedeutung des Christentums, das er als Religion des Leidens sah, zurückzudrängen und den fröhlicheren und weltzugewandteren paganen Religionen wieder Bedeutung zukommen zu lassen. Weshalb ihn dann die christlich orientierte Geschichtsschreibung des Mittelalters als „Apostata“, als Ketzer, verunglimpfte, und als Julian Apostata ging er auch in die Geschichte ein.

 Barnes lässt seinen Protagonisten der faszinierenden Lebensgeschichte dieses letzten heidnischen Kaisers nachspüren, und der Leser erfährt von Julians Liebe zur Philosophie, seiner religiösen Toleranz, seinen unmäßigen Opferschlachtungen und seiner Auffassung, dass Menschen mit Vernunft und nicht mit Gewalt zu überzeugen seien. Die Todessehnsucht der Christen lehnt er ab, das ist nicht seins, schnell das irdische Jammertal zu verlassen, um in die ewigen Freuden des Himmels zu gelangen! Daher schiebt er dem Märtyrer-Tod einen Riegel vor: niemand wird wegen seiner Religion hingerichtet, sondern er nötigt die Christen, den „langsamen, verschlungenen steinigen Pfad des irdischen Lebens zu gehen“ (Pos. 1258). Eine interessante Biografie!

 Neil nimmt auch die Wirkungsgeschichte des Julian Apostata in den Blick, ausgehend von dem Gedicht Swinburnes „Hymne an Proserpina“, in dem der tödlich verletzte Kaiser seine Niederlage gegenüber dem Christentum eingesteht: Du hast gesiegt, o bleicher Galiläer; die Welt ist grau geworden von deinem Atem. Montaigne, Voltaire, Milton, Ibsen, James Joyce, sogar Hitler, der zeitgenössische Autor Butor u. a. befassen sich mit diesem Kaiser und diesem historischen Wendepunkt. 

Der Leser wird nun, so wie EF es getan hätte, auch zum Nachdenken angeregt: Was wäre gewesen, wenn nicht der „bleiche Galiläer, sondern das „Heidentum“ gesiegt hätte? Führt ein Weg von diesem Wendepunkt „zu der Gefühlskälte und dem päpstlichen Autoritarismus des christlichen Europa – zum freudlosen schuldbeladenen Protestantismus wie zum korrupten schuldbeladenen Katholizismus“ (Pos. 2278)?

 Das Buch ist ein anregender Ausflug in die Philosophie, in die Geschichte und ihre möglichen Alternativen, auch in die Fragen des Umgangs mit unsicheren historischen Fakten. Das Lesen wird zum Vergnügen durch die Ironie und die Respektlosigkeit, mit der Barnes auch „heilige“ Stoffe wie den Märtyrertod betrachtet.

 Barnes hat, wie gewohnt, hervorragend recherchiert. Allerdings leiden darunter seine Personen, die man sich gerne lebendiger gewünscht hätte.

 

 

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Gespräche aus der Community

"Würden Sie lieber mehr lieben und dafür mehr leiden, oder weniger lieben und weniger leiden?"

Julian Barnes, der Meister des postmodernen britischen Romans, kommt mit einer unkonventionellen und gewagten Geschichte zurück. In "Die einzige Geschichte" erzählt Paul über seine erste Liebe, und währenddessen entdeckt er die wahre Bedeutung von diesem besonderen und einmaligen Ereignis in seinem Leben.

Ehrlich und schonungslos, "Die einzige Geschichte" ist unser zweiter Titel im LovelyBooks Literatursalon. Seid ihr wieder dabei?

In unserem LovelyBooks Literatursalon erwarten euch weitere literarische und anspruchsvolle Neuerscheinungen!

Zum Inhalt
Die erste Liebe hat lebenslange Konsequenzen, aber davon hat Paul im Alter von neunzehn keine Ahnung. Mit neunzehn ist er stolz, dass seine Liebe zur verheirateten, fast 30 Jahre älteren Susan den gesellschaftlichen Konventionen ins Gesicht spuckt. Er ist ganz sicher, in Susan die Frau fürs Leben gefunden zu haben, alles andere ist nebensächlich. Erst mit zunehmendem Alter wird Paul klar, dass die Anforderungen, die diese Liebe an ihn stellt, größer sind, als er es jemals für möglich gehalten hätte.
"Die einzige Geschichte" ist ein tief bewegender Roman über die Liebe. Nach "Der Lärm der Zeit" und "Vom Ende einer Geschichte" beweist Bestseller-Autor und Man Booker Prize-Träger Julian Barnes aufs Neue, dass er ein Meister im Ausloten menschlicher Abgründe ist.


Seid ihr bereit für eine Leseprobe?

Zum Autor
Julian Barnes, 1946 in Leicester geboren, arbeitete nach dem Studium moderner Sprachen als Lexikograph, dann als Journalist. Von Barnes, der zahlreiche internationale Literaturpreise erhielt, liegt ein umfangreiches erzählerisches und essayistisches Werk vor, darunter "Flauberts Papagei", "Eine Geschichte der Welt in 10 1/2 Kapiteln" und "Lebensstufen". Für seinen Roman "Vom Ende einer Geschichte" wurde er mit dem Man Booker Prize ausgezeichnet. Julian Barnes lebt in London.

Zusammen mit Kiepenheuer & Witsch verlosen wir 30 Exemplare von "Die einzige Geschichte" unter allen, die an der Leserunde zu diesem bewegenden Roman teilnehmen und sich mit anderen darüber austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben möchten. Bewerbt euch bis zum 20.02. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* und antwortet auf folgende Frage:

"Die erste Liebe hat lebenslange Konsequenzen..."
Könnt ihr euch an eure erste Liebe erinnern? Was hat sie in euch hinterlassen? Einen schönen oder einen bitteren Nachgeschmack? Oder war sie doch nicht so wichtig?

Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!

Ihr seid noch kein Literatursalon-Mitglied? Ihr könnt jederzeit eintreten. Alle Infos dazu findet ihr hier und in unserer Literatursalon-Plauderecke.

1671 BeiträgeVerlosung beendet
Letzter Beitrag von  Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren
Ich muss mich entschuldigen, dass ich dieses Mal so spät dran bin. Leider hat mich eine Erkrankung so platt gemacht, dass ich mich kaum auf irgendwas konzentrieren konnte. Hier ist nun aber auch meine Rezi. Herzlichen Dank, dass ich mitlesen durfte https://www.lovelybooks.de/autor/Julian-Barnes/Die-einzige-Geschichte-1812088681-w/rezension/2029407242/

Liebe Leser,


Diesen Monat gibt es gleich zwei Leserunden bei uns. Neben unserer Jahreschallenge würden wir gerne auch mit euch das neue Buch von Julian Barnes lesen und besprechen.


Passend zu seinem 70. Geburtstag erscheint bei uns sein nächstes Buch THE NOISE OF TIME

Wir verlosen 15 Bücher im englischen Original.


DAS BUCH


In May 1937 a man in his early thirties waits by the lift of a Leningrad apartment block. He waits all through the night, expecting to be taken away to the Big House. Any celebrity he has known in the previous decade is no use to him now. And few who are taken to the Big House ever return.

So begins Julian Barnes’s first novel since his Booker-winning The Sense of an Ending. A story about the collision of Art and Power, about human compromise, human cowardice and human courage, it is the work of a true master.


DER AUTOR


Julian Barnes is the author of twelve novels, including The Sense of an Ending, which won the 2011 Man Booker Prize for Fiction. He has also written three books of short stories, Cross Channel, The Lemon Table and Pulse; four collections of essays; and two books of non-fiction, Nothing to be Frightened Of and the Sunday Times Number One bestseller Levels of Life. He lives in London.


Undoubtedly one of Barnes’s best novels, and a great way to start the literary year. - Sunday Times


[Barnes is] a master of the narrative sidestep… Not just a novel about music, but something more like a musical novel… The story itself is structured in three parts that come together like a broken chord. It is a simple but brilliant device, and one that goes right to the heart of this novel. - The Times


A series of elegant insights into the mind of a brilliant artist… Throughout, Barnes offers a surety of touch that few writers can match. - Independent on Sunday


HIER GEHT ES ZUR LESEPROBE


Wie immer wird der Lostopf entscheiden. Ich freue mich auf eure Bewerbungen!


Viel Erfolg und liebe Grüße aus dem schneelosen London,


Svenja

213 BeiträgeVerlosung beendet
Lesestunde_mit_Maries avatar
Letzter Beitrag von  Lesestunde_mit_Marievor 7 Jahren

Zusätzliche Informationen

Julian Barnes wurde am 19. Januar 1946 in Leicester (Großbritannien) geboren.

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von 339 Lesern aktuell gelesen

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