Julia Phillips

 3,6 Sterne bei 125 Bewertungen

Lebenslauf von Julia Phillips

Ein persönliches Werk: Julia Phillips, Jahrgang 1989, ist eine US-amerikanische Schriftstellerin. Sie studiere Englisch am Bernard College und zog nach ihrem Abschluss eine Zeit lang nach Moskau. Dort arbeitete sie als Journalistin und betrieb einige Forschungen. 

Inspiriert von diesen Erfahrungen schrieb sie schließlich ihr Debüt „das Verschwinden der Erde“, das für den National Book Award for Fiction nominiert wurde. Heute lebt sie in Brooklyn, New York.

Alle Bücher von Julia Phillips

Cover des Buches Das Verschwinden der Erde (ISBN: 9783423148269)

Das Verschwinden der Erde

 (121)
Erschienen am 16.02.2022
Cover des Buches Das Verschwinden der Erde (ISBN: 9783742418227)

Das Verschwinden der Erde

 (0)
Erschienen am 22.01.2021

Neue Rezensionen zu Julia Phillips

Cover des Buches Disappearing Earth: A novel (English Edition) (ISBN: 9780525520429)
Nicolai_Levins avatar

Rezension zu "Disappearing Earth: A novel (English Edition)" von Julia Phillips

Stimmen aus Kamtschatka
Nicolai_Levinvor einem Monat

Was wissen wir über die Kamtschatka? Ich für mein Teil herzlich wenig: Ein Landstrich im äußersten Osten Russlands, eisigkalt, Vulkane, Bären, Lachse. (Also das mit den Lachsen nehme ich an, denn in Alaska gibt es auch welche - und Alaska ist ja gleich ums Eck, einmal rüber über die Dings … die Beringstraße …)

Julia Phillips war auf Kamtschatka, ein Jahr lang als Fulbright-Stipendiatin, und sie hat aus ihren Beobachtungen ein Buch gemacht: „Disappearing Earth“. Das Ganze ist kein Roman, aber fiktional, hat keine Hauptfigur, für jeden Monat ein Kapitel, ein Jahr lang, und jedes Kapitel von einer anderen Stimme erzählt. Für ethnografische Näherungen scheint das eine geeignete Methode zu sein, Juli Zeh hat es auch so gemacht, als sie uns mit „Unterleuten“ das fremde Brandenburg näherbringen wollte.

Trifft die Autorin den Ton? Den Pulsschlag der Gegend? Die Tonlage der Kultur? Ich weiß es nicht, ich kenn mich ja in Kamtschatka nicht aus. Mein Gemüt trifft sie jedenfalls, mich sprechen sie an, diese Stimmen aus dem fernen, faszinierenden Land. Denn es sind universelle Probleme, die sie treiben, neun Stunden Zeitunterschied von Moskau entfernt und auf dem Landweg unerreichbar: Die russischstämmigen Städter mit ihren Verwaltungsjobs ebenso wie die traditionsbewussten Einheimischen in den pittoresken Museumsdörfern, in denen die Alten noch während der Sommer mit den Rentieren ziehen. Es sind Geschichten vom Festhalten und Loslassen, vom Finden und Verlieren von Liebe, von jeder Generation, die sich selbst neu zurechtfinden muss in einer fundamental veränderten Welt, auch da, wo sich Polarfuchs und Schneehase Gute Nacht sagen, wo Rubelkurs und Fischfangquoten über den Wohlstand bestimmen.

Phillips’ Stimmen sind miteinander verbunden, und alle eint das große Aufregerthema des berichteten Jahres, als zwei Mädchen einfach so verschwunden sind, mitten im Touristentrubel im August am Strand von Petropavlovsk. Das fügt sich alles zu einem sehr runden Ganzen, einzig der Schluss hat mich enttäuscht, auch wenn er sich aufgedrängt haben mag. Ich will hier nicht spoilern, aber ein weniger deutliches Ende hätte mir besser gefallen, von mir aus hätte die Kamtschatka eines ihrer Geheimnisse behalten dürfen …

Kommentieren
Teilen
Cover des Buches Das Verschwinden der Erde (ISBN: 9783423148269)
A

Rezension zu "Das Verschwinden der Erde" von Julia Phillips

Ruhige Geschichte am Rande der Welt...
Annu_Kwlsvor 3 Monaten

Ein tolles Debüt! Eine spannende Geschichte, die in einem wenig bekannten Flecken der Erde spielt – Kamtschatka, im tiefen Osten Russlands. Zum Kauf bewegt hat mich insbesondere der Handlungsort, denn die Kultur Russlands fasziniert mich, seit ich selbst dort gewesen bin. Ich muss aber zugeben, auch der schöne Buchdeckel mit den Flieder- und Blautönen hat es mir angetan.

Den Schreibstil der Autorin finde ich sehr angenehm, sodass man der Geschichte gut folgen kann. Leider finde ich, dass der Klappentext einen etwas anderen Inhalt suggeriert und ich war überrascht, dass es sich bei dem Roman um mehr oder weniger viele Kurzgeschichten handelt, die an einem Ort spielen. Das Schicksal der verschwundenen Mädchen wird nur nebensächlich beleuchtet. Die unterschiedlichen Geschichten der Frauen fand ich interessant, aber der Spannungsbogen hat mit jedem Kapitel deutlich nachgelassen. Meine Erwartung, dass die Kurzgeschichten mit der Zeit einen größeren Zusammenhang aufweisen würden, hat sich leider nicht erfüllt. Lediglich zum Ende hin, wurde es wieder etwas spannender (durchhalten lohnt sich).

Alles in allem finde ich den Roman sehr gelungen und lesenswert. Er gewährt uns einen Einblick in das Leben an einem so abgeschiedenen Ort. Bei den tiefen Einblicken in das Leben und die Gedankenwelt der Frauen, habe ich mich aber ab und zu gefragt, ob es die tatsächlichen Ansichten der dort Einheimischen widerspiegelt.

Kommentieren
Teilen
Cover des Buches Das Verschwinden der Erde (ISBN: 9783423148269)
lilli1906s avatar

Rezension zu "Das Verschwinden der Erde" von Julia Phillips

Sprachlich toll, inhaltlich nicht überzeugend
lilli1906vor 4 Monaten

Bei diesem Buch habe ich mich von der Werbung verführen lassen. Ein großartiger Debütroman, ein packender Thriller um zwei verschwundene Mädchen - das klang sehr verlockend. Aber ich muss zugeben, dass mich das Buch nicht vollkommen überzeugen konnte.


Ja, es werden zu Beginn des Buches 2 kleine Mädchen entführt. Und diesen Einstieg war ich wirklich gelungen, denn er baut direkt Spannung auf. Doch die geht unheimlich schnell wieder verloren. Die Mädchen werden zwar immer wieder erwähnt und dienen als Rahmen und sehr lockerer roter Faden, aber im Grunde genommen ist das Buch eine Sammlung ganz unterschiedlicher Leben. Es geht immer um Frauen, die in Petropawlowsk, einer Stadt in Kamtschatka, leben und dort nicht wirklich glücklich sind. Die Gründe dafür sind unterschiedlich, manche Personen kennen sich, andere nicht. 


Das Buch liest sich gut. Ich mochte den Schreibstil der Autorin gern, und es ist ihr gelungen, vor allem die Landschaft, aber auch die politische und gesellschaftliche Situation in Kamtschatka, sehr gut darzustellen. Doch es gab in meinen Augen keinen Spannungsaufbau, und auch der roten Faden war für mein Empfinden zu locker, um die Frauenschicksale wirklich miteinander zu verbinden. Sprachlich toll, aber inhaltlich konnte es mich nicht überzeugen.

Kommentieren
Teilen

Gespräche aus der Community

Habt ihr Lust, einen mitreißenden Roman vor einer ganz außergewöhnlichen Kulisse zu lesen? Zwei Mädchen verschwinden an der Küste Kamtschatkas und der ungelöste Fall hält bald die ganze Region in Aufruhr. Für unsere LovelyBooks Premiere suchen wir 50 Leser*innen, die "Das Verschwinden der Erde" lesen und auf LovelyBooks sowie mindestens drei weiteren Seiten rezensieren möchten.

Herzlich Willkommen zur Premiere zu "Das Verschwinden der Erde"

Gemeinsam mit dtv verlosen wir 50 Exemplare des bewegenden literarischen Thrillers von Julia Phillips.

Wir möchten alle Gewinner*innen bitten, ihre Rezensionen bis zum 1.2.2021 sowohl hier auf LovelyBooks zu teilen, als auch auf drei anderen Plattformen (Buchshops, Blogs und Co.).

Hier können die Rezensionen geteilt werden:

- Amazon

- Thalia

- Hugendubel

- Instagram

- Facebook

- Blog

- Weltbild

- Pustet

- buecher.de

Wir freuen uns auf eure Bewerbungen!

508 BeiträgeVerlosung beendet

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks