Joan Weng

 4,2 Sterne bei 467 Bewertungen
Autorin von Das Café unter den Linden, Die Frauen vom Savignyplatz und weiteren Büchern.
Autorenbild von Joan Weng (©Boris Weng)

Lebenslauf von Joan Weng

Joan Weng studierte Germanistik und Geschichte und promovierte  über das Frauenbild in der Literatur der Weimarer Republik. Für ihre Kurzprosa wurde sie mehrfach mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Seit 2013 leitet sie die Redaktion von www.zweiundvierziger.de, dem Blog der 42er Autoren. Sie lebt mit ihrem Mann, ihren beiden kleinen Buben und einer sehr launischen Katze bei Stuttgart.

Neue Bücher

Cover des Buches Die rote Tänzerin (ISBN: 9783746638324)

Die rote Tänzerin

 (23)
Neu erschienen am 16.08.2022 als Taschenbuch bei Aufbau TB.

Alle Bücher von Joan Weng

Cover des Buches Das Café unter den Linden (ISBN: 9783746632940)

Das Café unter den Linden

 (85)
Erschienen am 14.07.2017
Cover des Buches Die Frauen vom Savignyplatz (ISBN: 9783746634258)

Die Frauen vom Savignyplatz

 (66)
Erschienen am 05.10.2018
Cover des Buches Noble Gesellschaft (ISBN: 9783746632766)

Noble Gesellschaft

 (55)
Erschienen am 19.01.2017
Cover des Buches Amalientöchter (ISBN: 9783746635088)

Amalientöchter

 (48)
Erschienen am 16.08.2019
Cover des Buches Feine Leute (ISBN: 9783746631752)

Feine Leute

 (44)
Erschienen am 12.02.2016
Cover des Buches Das Fräulein von Berlin (ISBN: B08LQRQ26V)

Das Fräulein von Berlin

 (36)
Erschienen am 01.12.2020
Cover des Buches Die Damen vom Pariser Platz (ISBN: 9783746637112)

Die Damen vom Pariser Platz

 (32)
Erschienen am 21.06.2021

Neue Rezensionen zu Joan Weng

Cover des Buches Die rote Tänzerin (ISBN: 9783746638324)Sonnenschein12s avatar

Rezension zu "Die rote Tänzerin" von Joan Weng

Anita Berber, ganz anders als ihr Ruf...
Sonnenschein12vor 2 Tagen

Ich kenne bereits einige Bücher von Joan Weng, aber mit ihrem Roman „Die rote Tänzerin“ hat sie einen vollkommen neuen Weg eingeschlagen: es ist ein Roman - keine Roman-Biografie, denn die intensive Recherche ist zwar deutlich spürbar, aber Autorin vermischt die historischen Fakten mit Fiktion „Wie es hätte sein können“ und überlässt es uns Leser*innen, unsere eigenen Schlüsse zu ziehen. Das Buch ist zwar fokussiert auf die Tage, die Anita Berber mit Otto Dix verbracht hat, der ihr (und auch sich) mit dem Bild „Bildnis der Tänzerin Anita Berber“ ein Denkmal setzte, aber wir erfahren auch viel über das Leben, die Gedanken, die Gefühle, Sorgen usw. der „Femme Fatale“ der 1920-er Jahre.

Ich lese gern historische (Kriminal-)Romane und hatte immer den Eindruck, dass in jedem Buch, dass in dieser Zeit spielt, Anita Berber mit mindestens einem Satz erwähnt wird, ich bin förmlich über sie „gestolpert“, meist als skandalumwitterte Nackttänzerin, exzessiv drogenabhängig, die keinerlei Hemmungen kannte.

Joan Weng nimmt einen anderen Weg: sie zeigt uns eine sehr verletzliche und einsame Frau. Sie schreibt im ausgezeichneten und informativen Nachwort: “Und je mehr Monographien ich über die Berber las, desto mehr faszinierte sie mich - ihr wilder Lebenshunger, ihre Verletzlichkeit und auch ihr früher Tod waren für mich immer sinnbildlich für die junge Weimarer Republik.“ (S. 247). Sie beschreibt Anita Berber als sehr intelligente Frau, die zumindest zeitweise – wenn sie keine Drogen konsumiert hatte – einen klaren Blick auf sich und ihre Handlungsweisen hatte.

Eigentlich träumte „die Berber“ von einem bürgerlichen Leben, mit Mann, Kindern und einem Garten voller Tulpen – obwohl sie realistisch reflektiert, dass ihr das wohl nie gelungen wäre. Sondern „Tanzen wollte sie, tanzen und fliegen und fallen und taumeln, um die Qual ihrer Seele zu heilen oder wenigstens zu lindern.“ (S. 196). Oder auch „Sie war die Inflationsprinzessin, und die Inflation war vorbei, jetzt war sie wertlos wie ein Hunderttausendmarkschein.“ (S. 205)

Joan Wengs Roman ist sehr eindrücklich und empathisch, der mich in seinen Bann gezogen hat und nachhaltig beeindruckt hat. Sie lässt vieles offen, so z.B. die Art der Beziehung zwischen Anita Berber und Susi Warnowski oder was „wirklich“ zwischen Anita und Otto Dix geschah...Darüber müssen wir Leser*innen uns selbst eine Meinung bilden... wie bei einem Blumenstrauß: wir bekommen Anhaltspunkte präsentiert - besonders im oben erwähnten Nachwort – aber die Wahl müssen wir selbst treffen!

Auch von Otto Dix, seinen Hintergründen, seinen Dämonen, seiner Lebensgeschichte erfahren wir „nebenbei“ viel – und ich muss gestehen, am Ende des Buches war er mir sympathischer als zu Beginn, aber ich werde wohl nie ein Fan seiner Bilder...  Aber durch ihn lernen wir die Düsseldorfer Galeristin Johanna Ey kennen, von ihr hatte ich noch nie gehört – und sie hat mich neugierig gemacht...

Es ist kein Buch, dass ich gut hintereinander „weg-lesen“ konnte (wie sonst die Bücher von Joan Weng), aber die Faszination der Autorin für diese Frau hat mich in die Geschichte einbezogen. Ich habe den Menschen hinter der „skandalösen Berber“ erlebt, eine einsame und verletzliche junge Frau. Ein vollkommen anderer Blickwinkel – und aus diesem Grund kann und will ich diesem Buch einen großen Erfolg wünschen und spreche ausdrücklich eine Leseempfehlung aus!

Kommentieren0
Teilen
Cover des Buches Die rote Tänzerin (ISBN: 9783746638324)L

Rezension zu "Die rote Tänzerin" von Joan Weng

Ein gelungenes, fesselndes Künstlerinnenportät
LBS1987vor 6 Tagen

Joan Weng hat ein fesselndes Künstlerinnenporträt geschaffen, die einen fasznierenden Einblick in die Welt der 1920er bietet. Anita Berber, eine Künstlerin durch und durch, bedient nur zu gern die Rolle der Diva und des Enfant Terrible. Otto Dix will ein Porträt von ihr malen, womit zwei Persönlichkeiten aufeinander prallen. Sie verstehen einander und sind doch verschieden - Otto Dix führt ein bürgerliches Leben, zumindest will er es und versucht es.

Der Schreibstil ist kurz und prägnant und hat mir sehr gut gefallen, auch die Atmosphäre, die dadurch entstanden ist. Ein wirklich schillernder Einblick, der mir ein gefühlt sehr authentisches Bild vermittelt hat.

Kommentieren0
Teilen
Cover des Buches Die rote Tänzerin (ISBN: 9783746638324)Claudia_Reinländers avatar

Rezension zu "Die rote Tänzerin" von Joan Weng

eigen...
Claudia_Reinländervor 13 Tagen

Klappentext / Inhalt:

»Machen Sie mich unsterblich, Herr Dix!«
Sommer 1925: Anita Berber ist das Phänomen ihrer Zeit. Sie tanzt nackt auf den Bühnen Berlins, betört die Massen mit ihrer Schönheit und Extravaganz. Doch dann ist sie nach einer Reihe von Eskapaden und Skandalen in den Varietés, in denen sie einst Erfolge feierte, nicht mehr willkommen. Von schwindendem Ruhm und Jahren des Exzesses gezeichnet, begegnet sie Otto Dix, dem größten Porträtmaler der Weimarer Republik. Drei Tage wird sie ihm Model stehen – drei Tage, die das Leben beider von Grund auf verändern werden.
Ein eindringlicher Roman über eine Ikone der Goldenen Zwanziger
und die Geschichte hinter Otto Dix, legendärem »Bildnis der Tänzerin Anita Berber«

Cover:

Das Cover verdeutlicht den Stil der 20er jähre und bringt diesen sehr gut rüber. Eine Tänzerin ist erkennbar und auch die Farbwahl ist hier sehr passend und gut gelungen. 

Meinung:

Eine besondere Geschichte um Anita Berber, welche in den 20ern teils zweifelhaften Ruhm erlangte. Hier blickt man hinter die Fassade der Anita Berber und bekommt ganz eigene Einblicke.

Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht zu viel verraten und halte mich mit weiteren Details dazu zurück.

Der Name Anita Berber sagte mir zuvor zwar was, jedoch konnte ich nicht allzu viel zuordnen, da dies lange vor meiner Zeit lag und ic zuvor wenig Berührungspunkte mit der Person hatte, mich aber die 20er Jahre schon immer Interessierten, daher war ich auf das Buch sehr gespannt.

Man wird hier sehr gut in die Zeit hineinversetzt und auch die Hintergründe und die Atmosphäre kommt sehr gut rüber. Jedoch sind die verschiedenen Zeiten, Personen, Blickwinkel und Orte manchmal recht verwirrend und man muss hier genau aufpassen, wo und wann man sich befindet und bei welcher Person. Dies ist gerade zu Beginn nicht ganz leicht. 

Nach und nach kommt man immer besser hinein und das Gesamte setzt sich immer mehr zusammen. Man bekommt besondere Einblicke und erfährt auch allerhand über die Person Anita Berber, die Umstände, Hintergründe und das Leben.

Der Schreibstil ist auch recht eigenen. Teils recht punktuiert und kurz, jedoch auch stilvoll und stileigen. Die Kapitel bzw. Abschnitte sind teils recht lang und auch die Gliederung ist hier dem Gesamten angepasst. Schön fand ich die kleinen Verzierungen zu Beginn der Abschnitte.

Alles in allem aber sehr interessant und unterhaltsam. 

Fazit:

Eigen und besonders, wird hier der Stil der 20er gut wiedergegeben und Einblicke in die Ikone, Anita Berber, ermöglicht.


Kommentieren0
Teilen

Gespräche aus der Community

Anita Berber, die Dämonin der 20er Jahre

Es heißt: Sie sei manchmal ohne Kleider, aber immer nackt aufgetreten. Es heißt, sie habe drei Ehemänner und unzählige Liebhaberinnen verschlissen, jeden Abend eine Flasche Cognac getrunken und im Adlon öffentlich Kokain genommen.

Aber wer war sie wirklich? Wer war die Frau unter der weiß geschminkten Maske?

Wer das herausfinden will, hat nun die Chance.




"Nur nicht kennen!", dass so Otto Dix ist das Geheimnis hinter einem wirklich guten Porträt - und er muss es gewusst haben, schließlich gilt er als der größte Porträtmaler seiner Zeit. Anita Berber, die Nackttänzerin, die große Skandalnudel, das liebste Hassobjekt der feinen Kreise, hat ihm drei Tage lang Model für das berühmte "Bildnis der Tänzerin Anita Berber" gestanden und was in diesen drei Tagen passiert sein könnte, das ist der Stoff dieses Romans.  Das Gemälde kann man übrigens aktuell in Paris besichtigen, oder einfach auf diesen Link klicken ;) https://www.lbbw.de/sammlung-lbbw/kuenstler/dix/dix_ac7n4mvrmy_d.html


Ich freu mich auf eine rege Leserunde mit viel gemeinsamen Austausch und gern ein bisschen Fachgesimpel :)

392 BeiträgeVerlosung beendet
Joan9114s avatar
Letzter Beitrag von  Joan9114vor 18 Stunden

Vielen, vielen Dank - ja, die Rezension von Herrn Neumann habe ich schon gelesen. Die war etwas ganz besonderes, vor allem weil es die erste positive war, nachdem sich die Leser*innen am Anfang etwas ratlos angesichts des neuen Stils zeigten ;) Da war ich dann schon ein bisschen sprachlos :) Aber deine Rezension habe ich gestern auch zum Mittagessen vorgelesen und mal frech an meine Agentin weitergeleitet, die liest ja sonst nix ;) Im Ernst, von ganzem Herzen: VIELEN DANK! Ich freu mich wahnsinnig darüber :)

"Sie sehen bezaubernd aus! Wann sehen wir uns wieder?" 

So beginnt mein neuster Roman "Die Damen vom Pariser Platz" und ich kann es selbst kaum abwarten, euch alle bei der Leserunde wiederzusehen :) Stichwort Wiedersehen, ja auch mit Heldinnen und Helden aus dem Café unter den Linden und Frauen vom Savignyplatz wird es eins geben.

 Verlost werden 20 von mir signierte Taschenbücher. Viel Glück!

Hallo,

wie schön, dass du das hier liest :) Der erste Beitrag zur Leserunde zu meinem neusten Roman "Die Damen vom Pariser Platz"

Und worum geht's im Roman?

Berlin,  1926.  Der  Schönheitssalon  der  Madame  Bross  am  Pariser Platz 13 ist nicht irgendeiner, er ist der Schönheitssalon der  Hauptstadt  schlechthin.  Hier  geben  sich  nur  die  feinsten  Damen die Klinke in die manikürte Hand. Da passt sie selbst so gar nicht hinein, findet Gretchen, die frisch vom Land nach Berlin  gezogen  ist  und  ausgerechnet  hier  eine  Arbeit  finden  soll.  Umso  erstaunter  ist  sie,  als  sie  von  der  geheimnisvollen  Nachtclubsängerin Isis als Tippfräulein angestellt wird. Doch wenn Gretchen ihrer Vermieterin Glauben schenkt, die allerlei Schauergeschichten über ihre neue Chefin zu kennen meint, sollte  sie  sich  besser  vor  ihr  in  Acht  nehmen.  Zwischen  Automatenbüfetts,  Cafés  und  Kabarett  ist  jedoch  nichts,  wie  es  zunächst scheint, und dann verliebt Gretchen sich auch noch in den Falschen.

Wenn ihr Reinlesen wollt, dann könnt ihr das hier gerne tun - https://www.aufbau-verlag.de/media/Upload/leseproben/9783746637112.pdf .

Verlost werden  20 signierte - und auf Wunsch auch gern personalisierte - Taschenbücher.

Ich freu mich schon sehr auf eine bestimmt wieder sehr schöne, lustige Leserunde voll mit Austausch und nettem Kontakt mit euch! 

Bis bald :))))

546 BeiträgeVerlosung beendet
ann-maries avatar
Letzter Beitrag von  ann-marievor 10 Monaten

Leider machte mir Beruf und Privatleben einen Strich durch die Rechnung und ich konnte mich in der LR nicht so beteiligen, wie ich es mir vorgenommen hatte.

Dafür entschuldige ich mich und kann nur noch den Link zu meiner Rezi mitteilen:

https://www.lovelybooks.de/autor/Joan-Weng/Die-Damen-vom-Pariser-Platz-2799314399-w/rezension/3715179257/

Die Autorin Joan Wenig taucht in ihrem neuen Roman „Die Damen vom Pariser Platz“ in die glamouröse Welt der Goldenen Zwanziger ein. Im Jahr 1926 nimmt Gretchen Reißaus von Ihrer Kleinstadt und geht nach Berlin. Dort erlebt sie das aufregende Leben der Großstadt.

Wir verlosen das Hörbuch 50x als Download!

Liebe LovelyBooks Community,

Joan Weng, die über das Frauenbild in der Weimarer Republik promoviert hat, ist es wieder einmal eindrucksvoll gelungen, die Sonnen- aber auch Schattenseiten des glamourösen Lebens der Goldenen Jahre der 1920-er in Berlin darzustellen. Gretchen, die 1926 von einer Kleinstadt in das schnell wachsende Berlin zieht, findet Arbeit in einem namhaften Schönheitssalon der Madame Bross. Dort wird sie von der Nachtclubsängerin Isis als Tippfräulein für deren Memoiren eingestellt. 

Seid gespannt und lasst euch fesseln von diesem Hörbuch. 

Wir verlosen es in dieser Hörrunde 50 x als Download

Im Falle eines Gewinnes seid ihr verpflichtet, aktiv an der Hörrunde teilzunehmen und am Ende eine Rezension zu verfassen. Für den Fall, dass ihr einen Download gewonnen habt und euch das Hörbuch richtig gut gefallen hat, freuen wir uns über eine Rezension auf thalia.de und amazon.de. Ansonsten likt das Hörbuch bitte dort, wo ihr könnt!

Viele Grüße

Eurer AUDIOBUCH-Team


210 BeiträgeVerlosung beendet

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks