Jennifer Egan

 3,8 Sterne bei 269 Bewertungen
Autorin von Manhattan Beach, Der grössere Teil der Welt und weiteren Büchern.
Autorenbild von Jennifer Egan (© Pieter M. Van Hattem/Vistalux)

Lebenslauf von Jennifer Egan

New York Times-Bestsellerautorin: Die amerikanische Autorin Jennifer Egan wurde 1962 in Chicago geboren, aber wuchs in San Francisco auf. Nach ihrem Studium an der Universität von Pennsylvania und dem St. John's College in Cambridge, hat sie angefangen Romane und Kurzgeschichten zu schreiben. Außerdem verfasst sie Artikel für den New Yorker und die New York Times Magazine und lehrt Kreatives Schreiben an der Columbia University. Ihr Roman "Look at me" wurde für den National Book Awards nominiert und 2011 wurde sie für "Der größere Teil der Welt" mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Egan lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen in Brooklyn, New York.

Alle Bücher von Jennifer Egan

Cover des Buches Manhattan Beach (ISBN: 9783596702190)

Manhattan Beach

 (98)
Erschienen am 23.10.2019
Cover des Buches Der grössere Teil der Welt (ISBN: 9783104916057)

Der grössere Teil der Welt

 (78)
Erschienen am 01.01.2022
Cover des Buches Black Box (ISBN: 9783895612510)

Black Box

 (16)
Erschienen am 14.08.2013
Cover des Buches Die Farbe der Erinnerung (ISBN: 9783596702008)

Die Farbe der Erinnerung

 (14)
Erschienen am 28.11.2018
Cover des Buches Candy Haus (ISBN: 9783103971453)

Candy Haus

 (9)
Erschienen am 07.09.2022
Cover des Buches Im Bann (ISBN: 9783746624549)

Im Bann

 (6)
Erschienen am 23.01.2009
Cover des Buches Im Bann (ISBN: 9783596702688)

Im Bann

 (4)
Erschienen am 28.04.2021
Cover des Buches Die Farbe der Erinnerung (ISBN: 9783492237505)

Die Farbe der Erinnerung

 (1)
Erschienen am 01.01.2003

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Jennifer Egan

Cover des Buches Candy Haus (ISBN: 9783103971453)
otegamis avatar

Rezension zu "Candy Haus" von Jennifer Egan

‚Besitze Dein Unbewusstes‘
otegamivor einem Monat

Kann ich mir vorstellen, bzw. möchte ich, dass durch den ‚Bewusstseins-Cube von Mandala‘ jeder, der Interesse dran hätte, an meinen Erinnerungen teilnehmen könnte? 

Dies haben die Algorithmen im Buch ‚Muster des Vertrauten‘ der Anthropologin Miranda Kline möglich gemacht und Bix Bouton hat diese als Geschäftsidee umgesetzt. Sie haben ihn reich und sehr bekannt gemacht - der gesamte Inhalt eines Gedächtnisses kann dank seiner Erfindung in einen externen Speicher heruntergeladen werden.

Wir springen in den Zeiten umher, lernen etliche verschiedene Familien und ihre Geschichten kennen (auch Miranda Kline als Mutter) und müssen höllisch aufpassen, dass wir bei der Vielzahl der Personen den Faden nicht verlieren. Auch von ‚Proxys‘, ‚elektronischen Asseln‘ und dem Thema ‚Authentizität‘ ist die Rede! Außerdem begegnen wir noch Savant-Typen, Drogendealern, abgestürzten Karrieremenschen und überwiegend zerbrochenen Ehen.

An manchen Stellen war ich von den technischen Beschreibungen überfordert, fühlte mich von den vielen aneinandergereihten ‚Kurzgeschichten‘ teilweise erschlagen, aber mir hat dieser Roman trotzdem gefallen und ich fand ihn äußerst interessant! 4 Sterne gebe ich dafür und empfehle ihn besonders Personen, die wenigstens ein wenig Interesse an technischem und IT-Wissen haben.

 (Und meine Antwort auf die Eingangsfrage lautet eindeutig: NEIN! Meine Erinnerungen gehören mir und ich will entscheiden, mit wem ich sie teilen möchte!)

 

Kommentare: 10
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Cover des Buches Candy Haus (ISBN: 9783103971453)
Gi_Rostes avatar

Rezension zu "Candy Haus" von Jennifer Egan

Was für ein Buch!
Gi_Rostevor 2 Monaten

So, nachdem ich das Buch jetzt 1 ½  mal durchgelesen habe, habe ich mich dazu entschlossen, dies hier zu beenden und meine Rezi zu schreiben. Danach werde ich das Candy Haus erst einmal beiseite legen. Ganz ehrlich, nach dem ersten Durchgang hatte ich tausend Fragezeichen im Gesicht. Mir rauchte der Kopf, so viele Protagonisten, so viele quasi  Kurzgeschichten in einem Roman zusammengefasst, so viele Zeitsprünge und vor allem so viele Verbindungen zwischen den einzelnen Protagonisten, ich bin nicht mehr hinterhergekommen. Also habe ich einen zweiten Anlauf gestartet mit einer Kladde neben dem Buch. Dann wurde es etwas klarer für mich und trotzdem entsprach es einem kleinen eigenen Universum, vernetzt, wie es nun mal in den sozialen Medien so zugeht und worum es im Candy Haus ja auch geht. Von dieser Perspektive aus gesehen, ist es ein echtes Highlight. Der Leser muss sich aber bewusst sein, dass es eine Herausforderung wird.

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Cover des Buches Candy Haus (ISBN: 9783103971453)
esmerabelles avatar

Rezension zu "Candy Haus" von Jennifer Egan

Jennifer Egan - Candy Haus
esmerabellevor 2 Monaten

Unsere Erde in sehr naher Zukunft. Und wenn ich sehr nah sage, meine ich sehr nah, wir sprechen hier von in zwei bis zehn Jahren. Bix Boutons Ruhm baut sich auf einer technischen Erfindung auf. Dank seiner können Menschen jetzt den gesamten Inhalt ihres Gedächtnisses in einen externen Speicher herunterladen, der dann allen anderen zur Verfügung steht. Allen anderen, die ebenfalls bereit sind, ihre Erinnerungen, Gedanken und Gefühle mit der Allgemeinheit zu teilen… Was erst für praktische Zwecke, wie das Aufklären von Kriminalfällen und Hilfe für Demenzerkrankte, gedacht war, wird schnell zum viralen Trend. Gleichzeitig erobern weitere Entwicklungen den Markt. Das Hinauszögern der Entdeckung einer verschwundenen Person, indem man sie durch einen Proxy ersetzt. Die daraus entstehende Sparte von darauf Spezialisierten, genau diese Proxys auffliegen zu lassen. Elektronische Asseln, die im Kopf implantiert werden, und damit Zuschauern erlauben, live bei den eigenen Erlebnissen dabei zu sein. Chips, Knöpfe, Kameras… Das Repertoire an Gadgets, die dem Körper hinzugefügt werden können, scheint unerschöpflich. Die mentale Stärke des Menschen ist es nicht...


Nach dieser Beschreibung würde man sich unter „Candy Haus“ von Jennifer Egan wohl einen dystopischen Roman vorstellen, aber ich habe ihn nicht wirklich als solchen empfunden. Dazu war das Thema nicht präsent genug, standen menschliche Beziehungen und Psyche zu sehr im Vordergrund. Ich habe mich des Öfteren gefragt, ob gerade das ein geschickter Schachzug der Autorin ist. Ob sich darin spiegelt, wie schleichend die Technik in unser Leben eindringt und alles übernimmt. Mit welcher Selbstverständlichkeit wir uns ihr anpassen. Aber letztendlich fand ich die ganze Konstruktion zu schwammig. Ich hätte mir hier mehr Handfestigkeit und Fokussierung gewünscht.


Auch ob der Begriff „Roman“ hier greift, kann man diskutieren. Ich würde es eher als eine Sammlung geschickt verflochtener Erzählungen beschreiben. Egan wechselt konsequent die Erzählperspektive, als Leser erfahren wir oft erst spät im Kapitel, bei wem wir uns gerade befinden. Klingt kompliziert, aber für mich war das der größte Teil des Vergnügens, wie ein kleiner Detektiv meine Puzzleteile zu sammeln und in das große Personennetz einzufügen. Jedenfalls den größten Teil des Buches. Irgendwann hat mich die Komplexität überfordert und ist in Sättigung umgeschlagen. Hier wäre weniger vielleicht besser gewesen (das gilt besonders für das letzte Kapitel, liebe Frau Egan. Das vorletzte wäre ein wunderbarer Abschluss gewesen, warum nur haben Sie das zerstört? Zu viele Ideen, die unbedingt untergebracht werden mussten?).


Wer sich fragt, ob man, um „Candy Haus“ verstehen zu können, „Der größere Teil der Welt“ gelesen haben muss: nein, muss man nicht. „Candy Haus“ ist keine Fortsetzung, sondern, wie die Autorin es beschreibt, ein „companion book“. Meines Wissens finden einige Personen in beiden Werken Erwähnung, aber ansonsten stehen sie völlig für sich.

Im Endeffekt befürchte ich, dass „Candy Haus“ in meinen Erinnerungen den gleichen Weg gehen wird, wie „Der größere Teil der Welt“ (Pulitzer-Preis 2011), den Weg ins Schnelle Vergessen. Der Roman ist ohne Frage gut geschrieben, die Themen sind interessant, die Figuren charakterstark, aber dem ganzen mangelt es an einer Struktur, an der man sich festhalten kann. Es hat mir Spaß gemacht, ihn zu lesen, aber am Ende überwiegt bei mir das Gefühl, nichts in den Händen zu halten. Das ist bedauerlich, weil das Potenzial eindeutig vorhanden war.

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