Jan Costin Wagner

 3,8 Sterne bei 596 Bewertungen
Autor von Eismond, Das Schweigen und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Jan Costin Wagner

Auf den Spuren der Verbrecher: Jan Costin Wagner, geboren am 13. Oktober 1972 in Langen, ist ein deutscher Krimiautor. Er studierte Germanistik und Geschichte an der Universität in Frankfurt. 

Sein Debüt als Autor gab er mit dem Kriminalroman „Eismond“, dem Auftakt seiner erfolgreichen Reihe über den Komissar Kimmo Joentaa. Mit Übersetzungen in über 14 Sprachen gelang es dem Autor sich einen international bekannten Namen als Krimiautor zu machen. 

Für seine Werke wurde Wagner unter anderem mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet. Und für den Los Angeles Times Book Prize nominiert. Heute lebt er zusammen mit seiner Familie in Frankfurt und Finnland.

Alle Bücher von Jan Costin Wagner

Cover des Buches Eismond (ISBN: 9783838748085)

Eismond

 (104)
Erschienen am 20.09.2013
Cover des Buches Das Schweigen (ISBN: 9783838748092)

Das Schweigen

 (63)
Erschienen am 20.09.2013
Cover des Buches Sommer bei Nacht (ISBN: 9783869712086)

Sommer bei Nacht

 (57)
Erschienen am 13.02.2020
Cover des Buches Tage des letzten Schnees (ISBN: 9783442474073)

Tage des letzten Schnees

 (44)
Erschienen am 16.03.2015
Cover des Buches Im Winter der Löwen (ISBN: 9783838723297)

Im Winter der Löwen

 (47)
Erschienen am 16.11.2012
Cover des Buches Das Licht in einem dunklen Haus (ISBN: 9783442474066)

Das Licht in einem dunklen Haus

 (45)
Erschienen am 18.02.2013
Cover des Buches Am roten Strand (ISBN: 9783869712093)

Am roten Strand

 (22)
Erschienen am 10.03.2022

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Jan Costin Wagner

Cover des Buches Am roten Strand (ISBN: 9783869712093)
Gluexklauss avatar

Rezension zu "Am roten Strand" von Jan Costin Wagner

Düster, atmosphärisch, intensiv - psychologischer Krimi, der erschüttert
Gluexklausvor einem Monat

Bei ihrem letzten Einsatz haben Ben Neven, Christian Sander und ihr Team eine Kindesentführung aufgeklärt. Der Fall zieht nun noch weitere Kreise. Mehrere Männer sind in einen schrecklichen Skandal um Kinderpornografie verwickelt. Doch nicht nur die Polizei ist ihnen auf den Fersen. Einer der Beschuldigten wird ermordet. Bald stellt sich heraus, dass auch die anderen Verdächtigen in Gefahr schweben. Die Beamten ermitteln gegen die Kriminellen ermitteln und  müssen sie gleichzeitig beschützen. Nicht nur das. Ben, der ein dunkles Geheimnis verbirgt, bringt der Fall zusätzlich in einen schweren, persönlichen Gewissenskonflikt.


Jan Costin Wagner hat einen unverwechselbaren, individuellen, intensiven Sprachstil. Er erzählt im Präsens und multiperspektivisch, nimmt nicht nur Christians oder Bens Sicht ein, sondern auch die des Täters oder anderer vom Fall direkt oder indirekt Betroffener. Costin Wagner macht es möglich, dass man beim Lesen fast das Gefühl hat, das Geschehen selbst zu beobachten, die Stimmung selbst zu fühlen. Er schildert messerscharf und glasklar, bringt die Dinge mit wenigen Worten auf den Punkt, wenn er beispielsweise schreibt: „Ben nickt. Er möchte weitersprechen, aber da sind keine Worte mehr.“


Ben Neven, dessen persönliches Dilemma durch den Fall besonders offensichtlich wird, ist ein extremer Charakter, der bei der Leserschaft sicher mindestens genauso extreme Emotionen auslösen wird. Nicht die Figuren selbst sind tiefgründig und komplex, sondern ihre teils ausweglosen persönlichen Situationen und Umstände, die sich wiederum auf die Persönlichkeitsentwicklung der Charaktere auswirkt.  


Für den Kriminalfall gilt: „Täter werden zu Opfern. Sie sollen das Wichtigste verlieren.“ Dass die „Bösen“ nun beschützt werden müssen, wirft zwangsläufig moralische Fragen auf. Auch der Anwalt, der einen Verdächtigen verteidigt, macht sich seine Gedanken zum Thema. Einige Handlungsstränge, so der Selbstmord der Tochter von Bens väterlichem Freund Landmann, haben nicht direkt mit dem eigentlichen Plot zu tun, dennoch fügen sie sich in die Geschichte ein, verdichten sie.  
Erneut ist Jan Costin Wagner ein knallharter, schonungsloser Krimi gelungen: bedrückend, düster, atmosphärisch, psychologisch. Ein Krimi, der traurig und sprachlos macht, zwiespältige Gefühle, ja Ekel auslöst, aber dennoch beeindruckt. Das vermag nur Jan Costin Wagner. Zwar nicht ganz so unerwartet wie der Vorgänger, aber dennoch ein bemerkenswertes, starkes Buch. 


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Cover des Buches Am roten Strand (ISBN: 9783869712093)
buchgestapels avatar

Rezension zu "Am roten Strand" von Jan Costin Wagner

Thematisch schwer zu verdauen
buchgestapelvor 2 Monaten

Worum geht’s?

Die Verhaftung eines Kindesentführers hätte eigentlich der erfolgreiche Abschluss eines tragischen Falles sein sollen – hätte Ermittler Ben nicht den anderen der beiden Täter erschossen. Die daraus resultierende interne Untersuchung setzt nicht nur ihm, sondern auch seinen Kollegen zu, denn mittlerweile hat es das Team bereits mit einem ganzen Ring pädophiler Täter zu tun. Als der erste Verdächtige in Untersuchungshaft sitzt, scheinen die Ermittlungen in die richtige Richtung zu gehen – bis es den ersten Toten gibt und die Polizei dazu gezwungen ist, statt der Opfer die Täter zu schützen.


Meine Meinung

Auch bei diesem zweiten Band der Reihe habe ich mir vor dem Lesen wieder einmal die Frage gestellt, ob ich mir das thematisch wirklich antun möchte. Kindesmissbrauch ist definitiv nur sehr schwer zu verdauen und als Thema eines Krimis für mich nicht ganz leicht zu akzeptieren, insbesondere vor dem Hintergrund des Protagonisten dieser Reihe.

Was mir an der Umsetzung des Themas grundsätzlich ganz gut gefallen hat, war der Verzicht auf grafische Details, die für mich definitiv einen Abbruch des Buches bedeutet hätten. Nichtsdestotrotz habe ich einige Zeit gebraucht, um die Geschichte zu beenden, was zum Teil auch an der Erzählweise des Autors lag.

Jan Costin Wagner hat sicherlich einen atmosphärischen Krimi geschaffen, der beim Lesen bedrückt und zeitweise auch wirklich wütend macht. Die häufigen Perspektivwechsel haben mein Lesetempo wenigstens zeitweise hoch gehalten, im Grunde passiert aber gar nicht mal so viel. Beim Lesen hat das ein wenig seltsam auf mich gewirkt, da ich so irgendwie eine ziemliche Distanz zum Geschehen bewahrt habe, die mir auch ganz lieb war, gleichzeitig aber auch das Gefühl hatte, überdurchschnittlich lange in der Geschichte zu stecken.

Mit den Figuren hatte ich so meine Probleme, auch wenn ich zugeben muss, dass der Autor hier einige spannende Ansätze gewählt hat. Protagonist Ben ist da definitiv ein Paradebeispiel für, denn einen Ermittler zu wählen, der selbst pädophile Neigungen hat, ist auf jeden Fall eine ungewöhnliche Vorgehensweise. Ich persönlich fand das nur schwer zu ertragen und würde einen dritten Band daher vermutlich eher nicht lesen, psychologisch interessant gemacht war das irgendwo aber trotzdem. Ein größeres Problem war für mich allerdings tatsächlich, wie ähnlich sich viele Figuren waren. Mir haben da einfach Alleinstellungsmerkmale gefehlt, die die Personen deutlicher zu unterscheiden gemacht hätten, denn beim Lesen war ich zeitweise doch ein wenig verwirrt und musste im Buch herumblättern.


Fazit

Die Ansätze dieser Reihe sind grundsätzlich spannend und in ihrer Umsetzung auch durchaus interessant erzählt, thematisch ist das Ganze aber trotzdem nur sehr schwer zu ertragen. Einen weiteren Band würde ich wahrscheinlich nicht mehr lesen, schlecht geschrieben sind die Bücher deswegen aber definitiv nicht.

Von mir gibt es dafür knappe drei Bücherstapel.

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Cover des Buches Sommer bei Nacht (ISBN: 9783869712086)
Corsicanas avatar

Rezension zu "Sommer bei Nacht" von Jan Costin Wagner

Literarischer Krimi über Kindermißbrauch
Corsicanavor 4 Monaten

Die "finnischen" Romane von Jan Costin Wagner mochte ich sehr. Schon damals zeigte sich sein überragendes Talent, literarisch hochwertig über Kriminalfälle und auch über soziale Probleme zu schreiben. Deshalb wollte ich auch die neue Serie lesen. Diesmal ist der Handlungsort nicht Finnland, sondern Wiesbaden und Umgebung. Und wieder ist die Sprache gewaltig, ausgefeilt und hochwertig. Für den Krimi selbst müsste ich jetzt jede Menge Trigger Warnungen aussprechen. Kindesentführung, Missbrauch usw. Denn es geht um einen Jungen, der auf einem Flohmarkt entführt wurde. Das letzte Lebenszeichen war, dass ein kleiner Junge mit einem Riesenteddy an der Hand eines Mannes gesehen wurde... Und einen ähnlichen Fall gab es Jahre zuvor schon einmal.

Das Ermittlerteam macht sich an die Arbeit....

Wobei das Team schon sehr seltsam ist. Die Figuren wurden in diesem Band noch sehr schemenhaft eingeführt. Einer der Kriminalbeamten scheint autistische? Züge zu haben und einer wandelt gar auf einem sehr schmalen Grad (mehr möchte ich dazu nicht sagen....).

Die literarische Qualität des Krimis hat mich voll überzeugt. Die Ermittler und das Thema Kindesmissbrauch war für mich jedoch kaum zu ertragen (so eindrücklich wird es dargestellt), daher werde ich die nächsten Bände wohl nicht  lesen - weil es dort mit diesem Thema und diesen Ermittlern weiter geht.

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Gespräche aus der Community

Der neue Krimi von Jan Costin Wagner erzählt die Geschichte eines kleinen Jungen, der verschwindet: Spannend, tiefgründig, einfühlsam. Bei den Ermittlungen stößt die Polizei nicht nur auf Verbindungen zu einigen unaufgeklärten Fällen, sondern auch auf tiefe, menschliche Abgründe. Ein Krimi der besonderen Art!

Herzlich Willkommen zu unserer Buchverlosung zu "Sommer bei Nacht" von Jano Costin Wagner!

Euch erwartet ein literarischer Kriminalroman voller Gänsehautmomente: Spannende Figuren und eine psychologisch anspruchsvolle Geschichte machen Jan Costin Wagners neues Buch "Sommer bei Nacht" zu einem außergewöhnlichen Leseerlebnis. Gemeinsam mit Galiani Berlin verlosen wir 20 Exemplare. 

282 BeiträgeVerlosung beendet
Givemeabooks avatar
Letzter Beitrag von  Givemeabookvor 3 Jahren

Was für ein Glück, dass ich das Buch lesen durfte. Hier meine Rezi:

https://www.lovelybooks.de/autor/Jan-Costin-Wagner/Sommer-bei-Nacht-2330275580-w/rezension/2568773478/

Zusätzliche Informationen

Jan Costin Wagner wurde am 12. Oktober 1972 in Langen (Deutschland) geboren.

Jan Costin Wagner im Netz:

Community-Statistik

in 627 Bibliotheken

auf 68 Merkzettel

von 4 Leser*innen aktuell gelesen

von 12 Leser*innen gefolgt

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