James McBride

 3,9 Sterne bei 101 Bewertungen

Lebenslauf von James McBride

Der Musiker und Schriftsteller James McBride – bekannt durch seinen autobiografischen Roman "Die Farbe von Wasser"- wurde 1957 in den USA geboren. Auch sein Debüt "Das Wunder von St. Anna" feierte großen Erfolg und wurde sogar verfilmt. Für sein aktuelles Werk "Das verrückte Tagebuch des Henry Shackleford" erhielt McBride den renommierten National Book Award.

Alle Bücher von James McBride

Cover des Buches Die Farbe von Wasser (ISBN: 9783833307447)

Die Farbe von Wasser

 (44)
Erschienen am 18.06.2011
Cover des Buches Das verrückte Tagebuch des Henry Shackleford (ISBN: 9783442714483)

Das verrückte Tagebuch des Henry Shackleford

 (27)
Erschienen am 14.11.2016
Cover des Buches Der heilige King Kong (ISBN: 9783442770762)

Der heilige King Kong

 (9)
Erscheint am 14.06.2023
Cover des Buches Die Farbe von Wasser (ISBN: 9783442717781)

Die Farbe von Wasser

 (9)
Erschienen am 12.11.2018
Cover des Buches Black and proud (ISBN: 9783442718405)

Black and proud

 (2)
Erschienen am 13.05.2019
Cover des Buches Das Wunder von St. Anna (ISBN: 9783833303548)

Das Wunder von St. Anna

 (0)
Erschienen am 01.02.2006
Cover des Buches The Color of Water (ISBN: 1435242521)

The Color of Water

 (7)
Erschienen am 18.04.2008
Cover des Buches The Good Lord Bird (ISBN: 9781594137839)

The Good Lord Bird

 (1)
Erschienen am 26.08.2014

Neue Rezensionen zu James McBride

Cover des Buches Die Farbe von Wasser (ISBN: 9783442717781)
thats-new-lifes avatar

Rezension zu "Die Farbe von Wasser" von James McBride

Der Weg einer Frau in harten Zeiten
thats-new-lifevor 2 Jahren

Das Buch hat einen sehr interessanten Titel, das war der größte Reiz es zu lesen, das Foto auf dem Cover ist sehr authentisch.

Thematisiert wird der Weg einer Jüdin die mit ihrer Familie in die USA floh und mit 17 Jahren das Elternhaus für immer verlässt um einen farbigen Mann zu heiraten.

Zu Zeiten von Rassen-, Religions-, Statustrennung usw. ist die Kraft die eine Frau aus sich und ihrer Liebe heraus schöpft, ein sehr mutiger doch harter Weg.

Das Buch nimmt einen teilweise mit, jedoch ist der Schreibstil und Fluss oft auch schwer zu lesen und man muss oft eine Pause einlegen, die Kapitel sind sehr vollgetextet, kaum Absätze und manchmal etwas lang gezogen.

Trotzdem hat es eine sehr interessante Thematik weil es eine wahre Geschichte ist. Das Buch erzählt sich Geschichte von James McBrides Mutter Ruth.

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Cover des Buches Der heilige King Kong (ISBN: 9783442759248)
ysmns avatar

Rezension zu "Der heilige King Kong" von James McBride

Käse, Ameisen und zerplatzte Träume
ysmnvor 2 Jahren

James McBrides Roman "Der heilige King Kong" nimmt den Leser mit ins Brooklyn des Jahres 1969 und erzählt von strukturellem Rassismus, Kriminalität und sozialer Ungerechtigkeit.

Der Protagonist der Geschichte ist Sportcoat, Bewohner einer New Yorker Sozialsiedlung, ehemaliger Baseballtrainer, Deakon der Five Ends Baptist Church, handwerklich begabt und verwitwet. Sportcoat trinkt gerne und viel, insbesondere den von seinem Freund gebrauten Schnaps, der von allen King Kong genannt wird. Eines Tages dann schießt Sportcoat plötzlich auf Deems, einen neunzehnjährigen Drogendealer, den Sportcoat in der Sonntagsschule unterrichtet und im Baseball trainiert hatte. Niemand weiß, wieso und Sportcoat selbst behauptet standhaft, er könne sich an nichts erinnern.

McBride entlarvt mit diesem Roman den American Dream als Farce, indem er über diejenigen schreibt, deren Leben durch gesellschaftliche Strukturen und soziale Ungerechtigkeit, durch die Familiensituation, die Hautfarbe, Gewalterfahrungen, Drogen und Alkohol schon vorbestimmt sind. Über diejenigen, die jeglicher Möglichkeiten, Träume, Hoffnung und Perspektiven beraubt werden, die sich nicht von dem ihnen zugewiesenen Platz befreien können, die sowieso “früher oder später im Knast” landen.

Doch trotz dieses schweren Themas wirkt die Geschichte nicht erdrückend. Denn McBride versteht es, das Düstere und die Melancholie nie Überhand gewinnen zu lassen. Momente der Hoffnung und der Glaube an das Gute durchziehen den Roman. Der Zusammenhalt unter den Siedlungsbewohnern steht stellvertretend dafür. Der Autor findet ein gekonntes Gleichgewicht zwischen Schwere und Leichtigkeit und sogar einige Slapstick-Einlagen lassen das Erzählte dabei nie ins Lächerliche abrutschen, sondern tragen dazu bei, dass die Trostlosigkeit auszuhalten ist.

Der Roman ist tiefsinnig, komisch, teils melancholisch, doch immer hoffnungsvoll und verspricht mit seiner Vielschichtigkeit, Farbenvielfalt und mit seinen schrägen Charakteren ein unvergessliches Leseerlebnis.

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Cover des Buches Der heilige King Kong (ISBN: 9783442759248)
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Rezension zu "Der heilige King Kong" von James McBride

(K)ein Krimi
nonostarvor 2 Jahren

Es ist September 1969, die verschiedenen Parteien des Sozialbauviertels Cause Houses haben ihre gewohnten Plätze am Fahnenmast eingenommen, niemand kommt sich in die Quere. Doch dann tritt Diakon Cuffy Lampkin, besser bekannt als Sportcoat, auf den Platz, zieht eine Pistole und schiest dem örtlichen Drogendealer ein Ohr ab.

Niemand kann sich erklären, wie es zu dieser Handlung kam, Sportcoat ist zwar ein Säufer und redet seit dem Tod seiner Frau mit ihrem Geist, aber er ist bei allen beliebt und eigentlich lammfromm. Klar überschlagen sich da die Gerüchte und die Tat zieht schnell ihre Kreise. Sportcoat selbst kann sich an nichts erinnern aber plötzlich ist das Cause Project nicht nur für die hiesigen Italiener (natürlich mit Verbindung zur Mafia) als auch der Boss vom Drogenring an dem alten Mann interessiert.

McBride hat einen an sich sehr vereinnahmenden Schreibstil, er versteht es, den Leser mit seinem Humor und Dialogen um den Finger zu wickeln. Dennoch konnte er mir lange Zeit nicht das richtige Gefühl für die Figuren des Housing Projects vermitteln. Vielleicht fehlt mir da auch der Bezug zum Sozialwohnungsbau in Amerika? Jedenfalls tat ich mir mit der ersten Hälfte recht schwer gemacht, obwohl viel gesagt und getan wurde, plätscherte irgendwie alles nur so dahin, zusammen mit meinem Lesevergnügen. Auch wenn ich die Figuren sehr mochte, sie sind zwar zum Teil sehr klischeehaft, aber alle tragen ihren Stolz offen zur Schau, sind sich ihrer schwierigen Situation inmitten der Weißen bewusst und machen dennoch ihr Ding. McBride setzt sehr auf Humor und Wortwitz, manchmal war mir das jedoch auch etwas too much.

Ganz anders ging es mir jedoch mit der 2. Hälfte. Da hat es irgendwie gefunkt, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, die einzelnen Parteien kommen nun zusammen und man kommt der Lösung des Rätsels näher. War ich am Anfang noch etwas ratlos, wo diese Geschichte hinführen soll, haben sich die Puzzleteile nun ineinandergeschoben und plötzlich passt alles. Es ergibt sich ein Bild über Zusammenhalt nicht nur in der echten Familie sondern auch in der Wahlfamilie wie sie die Mitglieder der 'Five Ends Baptist Church' darstellen. Es geht um starke Menschen, um Geheimnisse, Vergangenheit, Ungerechtigkeiten und um zarte Bande aus Liebe und Freundschaft, die auch unter entfremdeten Parteien entstehen können.

 Am Ende nur noch eine kurze Anmerkung: Ich finde den englischen Titel und Klappentext wesentlich besser, im Deutschen scheint es für mich nicht recht zu passen, da Sportcoat weder heilig ist noch wie im Klappentext steht King Kong genannt wird.

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Zusätzliche Informationen

James McBride wurde am 11. September 1957 in Vereinigte Staaten von Amerika geboren.

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auf 18 Merkzettel

von 3 Leser*innen aktuell gelesen

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