Jakob Augstein

 3,8 Sterne bei 38 Bewertungen
Autor von Die Tage des Gärtners, Strömung und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Jakob Augstein

Jakob Augstein, geboren 1967 in Hamburg, studierte Politikwissenschaften, Germanistik und Theaterwissenschaften in Berlin und Paris. Er arbeitete für die «Süddeutsche Zeitung», unter anderem als Chef der Berlin-Seite, und für «Die Zeit». 2008 übernahm er die Wochenzeitung «der Freitag», deren Verleger und Chefredakteur er heute ist. Er ist Kolumnist bei «Spiegel Online».

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Jakob Augstein

Cover des Buches Die Tage des Gärtners (ISBN: 9783423254267)

Die Tage des Gärtners

 (10)
Erschienen am 21.02.2020
Cover des Buches Links oder rechts? (ISBN: 9783328100751)

Links oder rechts?

 (7)
Erschienen am 11.10.2016
Cover des Buches Strömung (ISBN: 9783351039493)

Strömung

 (7)
Erschienen am 13.01.2022
Cover des Buches Das Leben wortwörtlich (ISBN: 9783498006808)

Das Leben wortwörtlich

 (4)
Erschienen am 27.11.2017
Cover des Buches Ungeheuerliche Neuigkeiten (ISBN: 9783896675569)

Ungeheuerliche Neuigkeiten

 (2)
Erschienen am 11.05.2015
Cover des Buches Oben und unten (ISBN: 9783328105893)

Oben und unten

 (2)
Erschienen am 15.06.2020
Cover des Buches Der Wind ist ein Wiener (ISBN: 9783990140529)

Der Wind ist ein Wiener

 (1)
Erschienen am 01.02.2012
Cover des Buches Im Zweifel links (ISBN: 9783421048394)

Im Zweifel links

 (1)
Erschienen am 16.09.2019

Neue Rezensionen zu Jakob Augstein

Cover des Buches Oben und unten (ISBN: 9783328105893)
B

Rezension zu "Oben und unten" von Jakob Augstein

Spannender Ansatz, langwierige Umsetzung
Buecherbaerchenvor 3 Monaten

Eigentlich sollte es ja spannend sein, wenn Augstein als eine Person, die sich links definiert und Blume mit einem konservativen Rechtsdrall verschiedene Themen diskutieren. Leider werfen beide viel mit Schlagwörtern um sich, ohne wirklich überzeugend zu sein. Blume wiederholt Märchen der neoliberalen Geschichtsschreibung, die sich als unwahr herausgestellt haben und Augstein kann seine Argumentationslinien nicht voll ausspielen, um Blome zu demaskieren. Da helfen auch die verschiedenen Gesprächspartner*innen nicht weiter, die nicht unbedingt Würze mit ihren Argumenten liefern. Kann schon gelesen werden, aber ist sicherlich kein Muss. 

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Cover des Buches Strömung (ISBN: 9783351039493)
Dominikuss avatar

Rezension zu "Strömung" von Jakob Augstein

Strömung eines Lebens
Dominikusvor 10 Monaten




 „Strömung“ ist der Debütroman von Jakob Augstein. 

Dieses erste Werk ist ihm gut gelungen. Da kann man auf mehr von dem Autor hoffen.


Der Protagonist Franz Xaver Misslinger ein Mann der sich in der Partei auslebt. Er hofft auf den Parteivorstand. Aber dann kommt das Jahr 2016, da ändert sich viel.


Seine Ehe ist nicht mehr zu retten und sonst geht es mit ihm bergab. 

Er unternimmt mit seiner Tochter eine Amerikareise. Es passieren ihm fantasievolle Dinge. 


Der Stil des Autors ist brillant. Man sieht Misslingers Gedanken aus seiner Sicht.

Die Sätze sind spritzig und flott. 

Er ist eine große Hoffnung auf gute Literatur.



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Cover des Buches Strömung (ISBN: 9783351039493)
S

Rezension zu "Strömung" von Jakob Augstein

Der Plural hätte als Titel wohl besser gepasst
Sternenstaeubchenvor 10 Monaten

Kürzlich sah ich Jakob Augstein neben Thea Dorn im Literarischen Quartett um Bücher und ihren (Unterhaltungs-)Wert ringen. Nun könnte er zu seinem eigenen „Opfer“ werden – würde er bestehen?

 

„Strömung“ handelt von Franz Xaver Misslinger, dem ehemaligen (!) Senkrechtstarter und Hoffnungsträger der deutschen Politik, dessen Ehe mehr oder weniger in Scherben liegt, auch die Beziehung zu seiner Tochter Luise gestaltet sich nicht leicht. Ein Parteitag wird zumindest im ersten Thema die Entscheidung bringen – und bevor der stattfindet, will er auch Punkt 3 (seine Tochter) von seiner Agenda gestrichen wissen. Also lädt er sie ein, ihn in die USA zu begleiten, wo er Energie tanken will. Doch es ist die Zeit vor Trumps Wahl zum Präsidenten, den Augstein nicht namentlich erwähnt, klar wird jedoch schon die Polarisierung. Und die trägt wohl mit dazu bei, dass Luise nicht so begeistert ist von den USA wie Misslinger sich das vorgestellt hatte. Auch an der „Heimatfront“ gibt es keine guten Neuigkeiten, doch es kommt noch weit schlimmer …

 

Es ist Augsteins erster Roman, doch er bewegt sich sicher auf diesem Terrain – nicht weiter verwunderlich, zumal auch das Thema kein ganz neues (grob gesagt: Midlife Crisis eines an sich Erfolgsverwöhnten) ist. Fraglich ist also, wie er das Thema umsetzt: Während der Lektüre und selbst jetzt noch überlege ich, als wessen Blaupause Augstein Misslinger entworfen hat (es gibt Gemeinsamkeiten mit diversen Politikern oder anderen potentiellen Vorbildern). Ihn steckt er in eine Zeit politischer Umbrüche (nun gut, das ist in letzter Zeit auch nicht so schwierig), was seine persönliche Krise zunehmend verschärft, weil ihm nun jegliche als sicher gesetzte Gewissheit flöten zu gehen scheint. Bis ihm das schmerzlich bewusst wird, dauert es eine Weile. Bei Augstein ist klar, dass er mit Sprache umzugehen weiß, spätestens aus seinem Auftritt beim Literarischen Quartett ist jedoch klar, dass man darauf achten sollte, wie er sie verwendet. Die Entfremdung Misslingers von seiner Tochter kann man ein Stückweit sicher auch daran erkennen, dass meist nur von „seine Tochter“ die Rede ist, er also nicht ihren Namen verwendet – vielleicht geht es aber auch um „Besitzansprüche“? Hin und wieder lässt Augstein auch seine Figuren selbst solche sprachlichen „Hinweise“ anbringen, etwa Misslingers Frau, die nach Glücksburg zieht und den Namen ihres neuen Zuhauses zum Programm erhebt. Die Geschichte hat Längen – vor allem, solange Misslinger noch nicht in den USA sind – vielleicht taugen die mit ihren krassen Gegensätzen zwischen Positionen, Lebensentwürfen, Erwartungen auch besser als „Projektionsfläche“ als Deutschland. In Summe legt Augstein eine Geschichte über einen Mann vor, dem seine Konturen entgleiten, konturiert seine Figuren selbst aber nicht konsequent genug. Stets frage ich mich, ob er selbst die Geschichte für sich selbst bestehen ließe … es reicht für 3,5 Sterne, die der durchaus anspruchsvollen Sprache und des gelungenen Amerika-Porträts (hier kann man den Wahlkampf von damals noch mal Revue passieren lassen und sich auf den vermutlich anstehenden in wenigen Jahren vorbereiten) wegen aufgerundet werden (wohl wissend, dass er selbst vermutlich nicht so gnädig mit sich ins Gericht ginge, denn was ist denn nun die Message?!). 

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