J. J. Abrams

 4,1 Sterne bei 135 Bewertungen

Lebenslauf von J. J. Abrams

Jeffrey Jacob Abrams, us-amerikanischer Regisseur, Fernseh- und Filmproduzent, ist Schöpfer zahlreicher, erfolgreicher TV-Serien und führte u.a. bei Star Trek und Mission Impossible Regie. Zusammen mit Doug Dorst veröffentlichte er im Herbst 2015 den hochraffiniert kompinierten Roman "S.".

Alle Bücher von J. J. Abrams

Cover des Buches S. - Das Schiff des Theseus (ISBN: 9783462047264)

S. - Das Schiff des Theseus

 (115)
Erschienen am 08.10.2015
Cover des Buches S. (ISBN: 9780316201643)

S.

 (13)
Erschienen am 29.10.2013
Cover des Buches The Secret JJ Abrams Project (ISBN: 9780857864772)

The Secret JJ Abrams Project

 (5)
Erschienen am 01.10.2013
Cover des Buches Star Trek (ISBN: 9781848566200)

Star Trek

 (2)
Erschienen am 17.11.2009

Neue Rezensionen zu J. J. Abrams

Cover des Buches S. - Das Schiff des Theseus (ISBN: 9783462047264)meggies_fussnotens avatar

Rezension zu "S. - Das Schiff des Theseus" von J. J. Abrams

ein ungewöhnliches Buch
meggies_fussnotenvor 4 Monaten

Die Studentin Jen entdeckt in der Bibliothek das Buch "Das Schiff des Theseus" von dem Autor V.M. Straka. Sie ist nicht nur von der Geschichte fasziniert, sondern auch von den Notizen, die in dem Buch hinterlassen wurden. Sie schreibt ebenfalls in das Buch und entwickelt so mit dem Doktoranden Eric eine Freundschaft, in dem sie sich zu Anfang nur über die Notizen im Buch mit ihm unterhält. 

Beide recherchieren, ob es sich bei dem Autor des Buches um eine wirkliche Person handelt bzw. wer genau dieser V.M: Straka war. Je mehr die beiden dem Geheimnis des Buches auf die Spur kommen, umso näher kommen sie sich auch.

 

Ich habe mehrere Anläufe gebraucht, um mich an dieses Buch zu wagen. Denn hier war es wirklich nur das Äußere, dass mich gereizt hat. Denn das Buch ist auf "alt gemacht" und sieht aus, wie ein Buch aus dem Jahr 1949. Das Äußere macht wirklich etwas her. Erstens sieht es aus, als wäre es ein Leihbuch aus der Bibliothek. Außerdem scheint es in Leinen gebunden und ist auch mit einem Schuber versehen. 

 

Auch das Innere ist auf den ersten Blick sehr sehenswert. Die eigentliche Geschichte um den Protagonisten S., der an Amnesie leidet und versucht, sich selbst zu finden, gibt es zahlreiche Notizen, die von der Studentin Jen und dem Doktoranden Eric in das Buch geschrieben wurden 

Die Notizen sind so angeordnet, dass sich eine Art "Gespräch" zwischen Jen und Eric ergibt. Beide lernen sich durch diese Notizen näher kennen und es entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den beiden. 

 

Hier liegt quasi ein Buch in einem Buch vor. Hauptsächlich geht es darum, wie Jen und Eric die Identität des Autors V.M. Straka herausfinden wollen. 

 

Weiter sind dem Buch noch diverse Dinge beigefügt. Postkarten, Briefe, Zeitungsschausschnitte und vieles anderes. Hier sind Hinweise versteckt, die im Laufe der Randnotizen gelöst werden.

 

Ich muss ehrlich zugeben, dass mich das Buch dann doch etwas überfordert hat. Erstens muss man der eigentlichen Geschichte um S. folgen und dann die Notizen von Jen und Eric lesen, muss Verbindungen ziehen, schauen, welche Notiz zu welchem unterstrichenen Zitat passen und auch zwischen den Zeilen lesen. 

 

Man muss sich also auf das Buch einlassen. Wenn man dies tut, erwartet einem Spannung, Mystik und vor allem die Entstehung einer Beziehung zwischen zwei Menschen, die sich nicht gesucht, aber doch gefunden haben.

 

Meggies Fussnote:

Eine ungewöhnliche Reise mit ungewöhnlichen Blickwinkeln.

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Cover des Buches S. - Das Schiff des Theseus (ISBN: 9783462047264)kathaeiapopeias avatar

Rezension zu "S. - Das Schiff des Theseus" von J. J. Abrams

Ein Buch für echte Buchliebhaber!
kathaeiapopeiavor einem Jahr

Worum geht es? 

Schwer in Worte zu fassen, was dem Leser hier geboten wird. 

Die Geschichte des Buches versucht, sich erzählerisch an das Theseus-Paradoxon anzunähern. Das philosophische Paradoxon beschäftigt sich mit der Frage der Identität, indem es von einem Schiffen erzählt, dessen Einzelteile nacheinander ausgetauscht werden. Das Buch greift diese Geschichte auf. 

Und jetzt kommt das Spannende: 

Es versteckt sich eine weitere Geschichte in diesem Buch, die über die Randnotizen erzählt wird. Die zwei Protagonisten kommunizieren über ihre Notizen im Buch und lernen sich so immer besser kennen. 


Meine Meinung:

Ich liebe Bücher, die mit allen Sinnen erlebt werden. In den Händen hält der Leser einen Schatz, der entdeckt werden will. Es lohnt sich, sich darauf einzulassen. Die vielen Beigaben (alte Briefe, Postkarten, Bilder, eine Serviette) laden zum Entdecken der Geschichte ein. Hier werden die Sinne auf allen Ebenen angesprochen. 

Mein Tipp: befolgt den Rat, den es unterschiedlichen Foren zu dem Buch zu finden gibt und lest das Buch mehrmals. 

Für mich ist das Buch "S. Schiff des Theseus" ein Meisterwerk der Buchproduktion. Wer hier ein Buch erwartet, was man gemütlich im Sessel durchlesen kann, ist falsch am Platz. Wer sich allerdings fühlen möchte, wie jemand, der in einer alten Bibliothek sitzt und einem Geheimnis auf der Spur zu sein scheint, der sollte dieses Buch unbedingt zur Hand nehmen.

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Cover des Buches S. - Das Schiff des Theseus (ISBN: 9783462047264)Beusts avatar

Rezension zu "S. - Das Schiff des Theseus" von J. J. Abrams

Einzigartiges Spiel
Beustvor 2 Jahren

„Das Schiff des Theseus“ ist ein großes Spiel mit Identitäten, die durch Worte erschaffen werden, ein Spiel mit Ideen (und der Ideengeschichte) und nicht zuletzt ein verspieltes Buchkunststück, dessen faksimilierte Aufmachung definitiv einmalig (gelungen) ist.

Abrams’ und Dorsts Roman tut so, als wäre er ein Bibliotheksexemplar von V.M. Strakas „S – Das Schiff des Theseus“, in dem die sich gegenseitig antwortenden Randkommentare der Studentin Jen und des Doktoranden Eric durch die Zeilen und Seiten schlängeln. So entsteht einerseits das Buchkunststück, in dem Buchsatz und handschriftliche Kommentare vielfarbig ineinandergreifen, und andererseits eine weitere Handlungsebene: Zunächst gibt es Strakas Roman sowie dann den Dialog von Jen und Eric in den Randbemerkungen. Hinzu treten weitere Handlungsstränge, die sich aus den Fußnoten ergeben (die nicht von Straka sind) sowie aus den Interaktionen von Eric und Jen mit der Außenwelt. Selbstredend bedingen die Handlungsebenen einander und stehen in ständig wechselnder Beziehung zueinander – und eröffnen im Lauf der Lektüre immer neue Interpretationsmöglichkeiten des textimmanenten Rätsels: Wer ist S? Aber auch der metatextuellen Rätsel: Wer ist Straka? Und schließlich: Verändert der Text den Leser?

Hilfestellung liefern die Farben der Randbemerkungen – sie repräsentieren unterschiedliche Zeitebenen der Kommentierung durch Jen und Eric und ermöglichen sie vor oder hinter bestimmte Ereignisse einzuordnen, die während der Lektüre des Buches offenbart werden. Überdies liegen dem Buch noch zahlreiche Handouts wie Postkarten, Briefe und Fotos bei, die ebenfalls zur Entschlüsselungseben von Jen und Eric gehören.

Das ganze ist also ein großes, ein schönes Spiel um die Identitätsfrage von S im Herztext „Schiff des Theseus“ und von Straka in der Rahmenhandlung von Jen und Eric. Aber letztlich geht es ganz grundsätzlich um die Konstruktion von Identitäten durch Text, also auch der von Jen und Eric, die beide ebenfalls sinistre Seiten haben (müssen, sonst wäre der Roman nicht spannend).

Zugegeben, ich habe Germanistik studiert und überdies eine Menge über Autorfiktionen, Authentisierungsstrategien, Metatexttheorien und Fiktionalitätskontrakte zwischen Text und [textimmanentem] Leser und beiden und Leser gemacht, weshalb ich eine diebische Freude daran hatte, dass dieser ganze Kokolores einmal romanhaft zu einem schicken Gebilde zusammengepuzzelt wird. Andererseits ist mir die eine oder andere Masche aufgefallen, die Abrams und Dorst benutzt haben, um die Dinge so scheinen zu lassen, wie sie es gerade brauchten.

Manches davon ist systemisch – etwa die Grundkonstruktion der Romanhandlung, die zwangsläufig die Randbemerkungen so anordnen muss, dass hinten stehende Marginalien mehr verraten als vorn stehende, obschon es innertextlich eigentlich unerheblich wäre, auf welche Seite die beiden was schreiben. Oder dass bei dem gewollten Spiel um Identitätskonstruktionen bisweilen die Interpretation vor dem Text da war, so dass man gegenüber dem Herztext argwöhnt, „er könnte also nur ein Haufen Wörter sein, den sie für den Code brauchte[n]“ (S. 180, Marginalie). Immerhin liefern Abrams und Dorst selbstironisch diesen Kommentar gleich mit. Auch die Überinterpretationen in den Fußnoten und Kommentaren sind bestimmt absichtlich so geraten – dennoch habe ich oft an meine akademische Lehrerin denken müssen, die uns Studenten zurechtwies: „Manchmal ist eine Pflaume auch nur eine Pflaume.“

Meine Hauptkritik an dem Textspiel ist allerdings, dass der Herztext im Grunde genommen langweilig ist. Zwar folgt er der Idee des vierdimensionalen Schiffes aus dem Theseusparadox und versetzt recht pfiffig die Figur S in dieses Schiff und lässt ihn ebenfalls durch die ontologischen Dimensionen diffundieren, aber die pfiffige Idee wirkt zu oft werkzeughaft verplattet, um den Randbemerkungen dienen zu können. Überdies habe ich irgendwann jedes Interesse daran verloren, wer Straka gewesen sein könnte, weil es letztlich irrelevant ist. Das versucht der Roman ja zu beweisen. Es ist also die Handlung am Rand, die Spannung erzeugt (kriegen sie sich?), außer im Mittelteil.

Wie liest man das Buch am besten? Ich habe wahrgenommen, dass manche tatsächlich Herztext und Randtexte nacheinander gelesen haben, andere wiederum haben sich durch die Farben geblättert, um den Randbemerkungen die vermeintlich korrekte Chronologie zu geben. Das ist aber völlig unnötig, weil Abrams und Dorst selbstverständlich darauf achtgegeben haben, wie sie Jens und Erics Marginalien anordnen. Für alle, die ausreichend Zeit haben, mag die serielle Lektüre hinhauen, ich glaube aber, dass sich das Spiel zwischen den Bedeutungsebenen beim breiten Lesen aller Zeilen pro Seite am besten erschließt.

Bleibt eine wirklich bemerkenswerte Leseerfahrung, die ich so weder bisher hatte noch mutmaßlich noch einmal haben werde. Chapeau, die Herren Abrams und Dorst.

Kommentare: 1
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Gespräche aus der Community

Das wohl schönste Buch des Jahres!

Wir als Buchliebhaber können schönen Büchern niemals widerstehen, oder? Und nur ganz selten gibt es solche Bücher, die so toll gemacht sind, dass man seinen Augen kaum trauen kann. "S. - Das Schiff des Theseus" von J. J. Abrams und Doug Dorst ist ein solches Buch! Ein wahres Schmuckstück, das nicht nur durch sein Äußeres und Inneres begeistert, sondern zudem noch eine einmalige Geschichte erzählt - sozusagen eine Geschichte in der Geschichte!

Mehr zum Buch:

Eine junge Studentin findet in der Bibliothek ein Buch, in das ein anderer Student Hunderte von Randbemerkungen gekritzelt hat, offenbar im Bemühen, der wahren Identität des unter Pseudonym schreibenden Autors V. M. Straka auf die Spur zu kommen. Die junge Frau ist fasziniert und ergänzt die Notizen mit eigenen Mutmaßungen. Zwischen den beiden Studenten Jen und Eric entspinnt sich eine lebhafte Unterhaltung, die allein auf den Seiten des Romans »Das Schiff des Theseus« stattfindet. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem mysteriösen Autor V. M. Straka. Ein unbekannter Übersetzer hat den Roman herausgegeben und ihn mit teilweise verwirrenden Fußnoten versehen. Doch die beiden finden heraus, dass diese Fußnoten einen geheimen Code ergeben, der ihnen Informationen liefert, die der Straka-Forschung bisher völlig unbekannt waren. Was wie ein Spiel beginnt, wird im Laufe der Zeit bitterer Ernst, denn jemand scheint Interesse daran zu haben, dass die Identität des Autors nicht gelüftet wird. Jen und Eric geraten in gefährliche Verstrickungen, die sie fast das Leben kosten.

Hier findet ihr ein spannendes Special zum Buch!

Die Autoren haben einen wirklich raffinierten Roman geschaffen, der uns Lesern zeigt, was in der Literatur alles möglich ist, und der über die Grenzen des Normalen weit hinaus geht. Zusammen mit dem KiWi Verlag geben wir euch jetzt die Möglichkeit, dieses einmalige Buch zu gewinnen und verlosen 3 Exemplare unter all jenen, die folgendes tun*:

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701 BeiträgeVerlosung beendet
MissJaneMarples avatar
Letzter Beitrag von  MissJaneMarplevor 7 Jahren
Ja ich hab schon hineingelesen! Immer dann wenn mein Baby im Bett ist, denn nur dann darf das Buch aus dem Schuber :D

Zusätzliche Informationen

J. J. Abrams wurde am 27. Juni 1966 in New York City (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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