Irvin D. Yalom

 4,2 Sterne bei 998 Bewertungen
Autor von Und Nietzsche weinte, Die rote Couch und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Irvin D. Yalom

Irvin D. Yalom wird 1931 als Sohn russisch-jüdischer Einwanderer geboren. Seine Familie wanderte kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs von Celtz in die USA aus. Yalom studiert in Washington, D.C. und Boston. 1956 wird ihm der Doktorgrad der Medizin verliehen. Als Autor veröffentlichte er verschiedene psychotherapeutische Standardwerke, Geschichten und Romane. Er gilt als bedeutendster lebender Vertreter der existentiellen Psychotherapie und unterrichtete als Professor für Psychiatrie an der Stanford Universität. 2009 erhält er den Internationalen Sigmund-Freud-Preis für Psychotherapie. Mit seiner Frau, der Autorin und Wissenschaftlerin Marilyn Yalom, hat er vier Kinder. Yalom lebt in Palo Alto, Kalifornien.

Neue Bücher

Cover des Buches Unzertrennlich (ISBN: 9783442772155)

Unzertrennlich

 (23)
Neu erschienen am 11.07.2022 als Taschenbuch bei btb.

Alle Bücher von Irvin D. Yalom

Cover des Buches Die rote Couch (ISBN: 9783641194826)

Die rote Couch

 (135)
Erschienen am 28.01.2016
Cover des Buches Die Schopenhauer-Kur (ISBN: 9783442740451)

Die Schopenhauer-Kur

 (116)
Erschienen am 21.09.2009
Cover des Buches Die Liebe und ihr Henker (ISBN: 9783442746279)

Die Liebe und ihr Henker

 (58)
Erschienen am 09.04.2013
Cover des Buches Das Spinoza-Problem (ISBN: 9783442748778)

Das Spinoza-Problem

 (56)
Erschienen am 11.05.2015
Cover des Buches Der Panama-Hut (ISBN: 9783641119768)

Der Panama-Hut

 (41)
Erschienen am 28.05.2013
Cover des Buches Jeden Tag ein bißchen näher (ISBN: 9783641188504)

Jeden Tag ein bißchen näher

 (27)
Erschienen am 30.11.2015
Cover des Buches Unzertrennlich (ISBN: 9783442772155)

Unzertrennlich

 (23)
Erschienen am 11.07.2022

Neue Rezensionen zu Irvin D. Yalom

Cover des Buches Unzertrennlich (ISBN: 9783442772155)maike_marchs avatar

Rezension zu "Unzertrennlich" von Irvin D. Yalom

Eine Liebeserklärung an die Liebe
maike_marchvor 25 Tagen

Irvin D. Yalom und seine Frau Marilyn Yalom sind seit 65 Jahren verheiratet. Beide sind weit über 80 und blicken auf eine erfolgreiche Karriere zurück. Irvin als Psychiater und Schriftsteller, Marilyn als Kulturwissenschaftlerin. Die Literatur, ihre Kinder und Familie und die unendliche Achtung voreinander, schweißen sie ein Leben lang zusammen. Als bei Marylin ein multiples Myelom diagnostiziert wird, beginnt das Ehepaar mit dem Schreiben dieses Buches. Es ist ein Abschiednehmen voneinander, ein letztes gemeinsames Projekt, das Irvin alleine zu Ende bringen wird.
Ungefiltert berichten die beiden von ihren Gefühlen, ihren Ängsten und ihrer Aussicht auf die Zukunft. Eine Zukunft, die unweigerlich mit dem Tod verbunden ist. Es wird nichts überdramatisiert oder herunter gespielt; es geht um das Sterben und den Tod. Irvin muss erkennen, dass selbst er, als jahrzehntelang praktizierender Psychologe, bei sich selbst und der eigenen Trauer an seine Grenzen gerät.
Dieses Buch geht sehr zu Herzen. Es ist ergreifend, bestürzend und hat mich an einigen Stellen völlig unerwartet in Tränen ausbrechen lassen. Ich wurde an den Verlust geliebter Menschen erinnert und habe dabei zwangsläufig alte Wunden aufgerissen von denen ich glaubte, sie wären längst verheilt.
Keine leichte Lektüre, aber unvergleichlich ehrlich und glaubwürdig.
Wer sich mit dem Älterwerden, dem Abschiednehmen, dem Sterben und der Frage, was von uns bleibt, auseinander setzen möchte, wer sich traut, sich diesem Thema auszusetzen, dem lege ich dieses Buch sehr ans Herz. 

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Cover des Buches Und Nietzsche weinte (ISBN: 9783492243285)Vera-Seidls avatar

Rezension zu "Und Nietzsche weinte" von Irvin D. Yalom

"Amor fati"
Vera-Seidlvor 4 Monaten

Nietzsches Geist "ist auf dem Wege, tanzend in die Lüfte emporzusteigen". Aber Irvin D. Yalom gebiert eine Tragödie, indem er den Übermenschen durch Dr. Breuer und unter Zuhilfenahme Siegmund Freuds wieder auf der Erde zum dienenden Kamel macht.
Als geborene Nützsche weine ich.

Trotz Überdosis Chloral-Hydrat und an Breuer gerichtete Hilferufe Nietzsches im bewusstlosen Zustand haben mich die fiktiven Dialoge zwischen Dr. Josef Breuer und Professor Friedrich Nietzsche im Jahr 1882 in Wien bis in meine Träume verfolgt.

"Sie wollen fliegen, doch man erfliegt das Fliegen nicht. Zuerst müssen Sie gehen lernen, und der erste Schritt hierzu liegt in der Erkenntnis, daß dem, der sich nicht selbst gehorcht, von anderen befohlen wird.", sagt Nietzsche im ersten Teil des Buches zu Breuer.

Im Traum flog ich, wurde aber von einer anderen fliegenden Person festgehalten, die mich von hinten umarmte. Einmal gelang es mir zu entkommen, aber sie packte meinen Fuß. Ich beteuerte, dass ich allein fliegen könne. Doch das Wesen hielt mich weiter fest. Ein anderes Mal an meinem Fingerhandschuh.

Breuers Obsession von seiner Patientin Bertha entpuppt sich als Sehnsucht nach seiner früh verstorbenen Mutter, die ebenfalls Bertha hieß.

Ich wusste sofort, dass das andere fliegende Wesen in meinem Traum meine verstorbene Mutter war, die mich einerseits nicht flügge werden lassen wollte und andererseits Sorge trug, dass ich so sehr abheben könnte, um am Ende meines Lebens einen "Antichristen" zu verfassen.

Im Buch "Und Nietzsche weinte" vergleichen Nietzsche und Breuer das Unterbewusstsein mit einem Kamin, den sie kehren, "chimney-sweeping".

In einem weiteren Traum beugte ich mich über den Rand einer riesigen Waschmaschine, ein TIEFLADER, um hineinsehen zu können. Als es mir gelang, war ich erstaunt, dass sich darin wirklich kein "Unflat" mehr befand, sondern alles blitzte und glänzte. Weit unten glaubte ich jedoch, dass sich in einer der Bohrungen der Waschmaschinentrommel ein Perlenohrstecker verfangen hatte. An ihn kam ich nicht heran. Die Trommel war zu groß.
"So also sieht ein gereinigtes Unterbewusstsein aus", dachte ich innerlich schmunzelnd nach dem Erwachen, "und die Perle ist meine Seele."

Erst nach meinem sechzigsten Gegurtstag bin ich vierzig geworden und nicht wie Friedrich Nietzsche bereits mit einundzwanzig Jahren. Besser spät als nie erkennen, dass die wahren Helden nur ihrer Wahrheit folgen und in ihr die Schaffenskraft liegt.
"Müssen wir nicht SCHAFFEN, müssen wir nicht WERDEN, ehe wir fortpflanzen? Die Verantwortung gegen das Leben liegt doch im Schaffen eines Höheren, nicht der Vermehrung des Niederen. Der Entwicklung des Helden in uns darf nichts im Wege stehen. Und wenn die Lust im Wege steht, dann muß auch sie überwunden werden."

Ich gestehe dem vierzigjährigen, verheirateten Dr. Breuer eine Midlife-Crisis zu und folge der Möglichkeit, dass eine solche in einer ersten Psychotherapie mit Nietzsche als Psychotherapeuten und einer von Sigmund Freud geführten Hypnose bewältigt werden kann, aber die Krise auf Nietzsche in seiner Beziehung zu Lou Salomé zu übertragen, ist für mich Projektion.
Sicher hatte Friedrich Nietzsche, wie im Buch dargestellt, aufgrund seiner Kindheit eine Abneigung gegenüber Frauen. Diese war notwendig für seine Schaffenskraft! Sicher hat er oft an seinem Schicksal gezweifelt, aber letzlich hat er es lieben gelernt, auch wenn es ein einsames war. Amor fati!

Liebe Männer, die Spiegelungen eurer Mütter konnten nicht vollkommen sein, weil sie an eurem Geschlecht einen Unterschied wahrnahmen. Doch müsst ihr die, daraus folgende Selbstunsicherheit an uns auslassen? Wir haben genug damit zu tun, dass wir nicht aus einer eurer Rippen erschaffen wurden, sondern euch lediglich als Spielerei geboren haben. Wenn wir gewusst hätten, dass wir damit Gott töteten, hätten wir vielleicht anders gehandelt ... oder auch nicht, weil dieses Spiel die Möglichkeit für eine neue "Morgenröte" schuf.

Sowohl Luzifer als auch Christus werden in der Bibel als Morgenstern bezeichnet.

"Man muss noch Chaos in sich tragen, um einen tanzenden Stern gebären zu können."

Ich danke Irvin D. Yalom herzlich für die Aneignung und Veröffentlichung eines umfangreichen Wissens um Friedrich Nietzsche, Josef Breuer, Siegmund Freud, Lou Salomé und Bertha Pappenheim. Ich danke für eine fiktive Geschichte, die mich sehr zum Nachdenken und zum Träumen angeregt hat.

 Vera Seidl 

 

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Cover des Buches Die rote Couch (ISBN: 9783641194826)S

Rezension zu "Die rote Couch" von Irvin D. Yalom

Beeindruckende Einblicke!
Sasha_Mariavor 9 Monaten

Beeindrucke Einblicke in die Welt von Psychoanalytikern, ihre Arbeitsweise, moralische Dilemma, und den Fakt, dass sie am Ende auch noch Menschen sind. Spannend von Beginn an bis zum Ende, mit vielen Einblicken und sehr lehrreich! Ich lege es wärmstens all jenen ans Herz, die Einblicke in die Psychotherapie suchen.  

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Gespräche aus der Community

Liebe Irvin D. Yalom-Fans, anlässlich des Kinostarts zu "Yaloms Anleitung zum Glücklichsein" gibt es bei uns zwei Pakete zu gewinnen. Ein Paket besteht aus einem Filmplakat sowie dem Buch "Und Nietzsche weinte".

Teilnehmen könnt ihr hier:
http://www.booknerds.de/2014/09/yaloms-anleitung-zum-gluecklichsein-gewinnspiel-2-x-und-nietzsche-weinte-buch-plus-filmplakat-zu-gewinnen/

LG
Chris
1 BeiträgeVerlosung beendet
esposa1969s avatar
Letzter Beitrag von  esposa1969vor 8 Jahren
Habe ich gerne mitgemacht!

Zusätzliche Informationen

Irvin D. Yalom wurde am 13. Juni 1931 in Washington, D.C. (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

Irvin D. Yalom im Netz:

Community-Statistik

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von 176 Lesern aktuell gelesen

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