Irma Joubert

 4,5 Sterne bei 123 Bewertungen
Autor*in von Das Mädchen aus dem Zug, Gewundene Pfade und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Irma Joubert

Irma Joubert ist Historikerin und lebt in Südafrika. Sie war 35 Jahre lang Lehre- rin. Nach ihrer Pensionierung fing sie mit dem Schreiben an. Über ihre Heimat hinaus haben sich ihre Romane auch in den Niederlanden, den USA und in Deutschland zu Bestsellern entwickelt und sind mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Irma Joubert

Cover des Buches Das Mädchen aus dem Zug (ISBN: 9783963620867)

Das Mädchen aus dem Zug

 (23)
Erschienen am 01.05.2019
Cover des Buches Das Kind aus dem versteckten Dorf (ISBN: 9783963620010)

Das Kind aus dem versteckten Dorf

 (15)
Erschienen am 01.08.2018
Cover des Buches Gewundene Pfade (ISBN: 9783963620720)

Gewundene Pfade

 (15)
Erschienen am 01.08.2019
Cover des Buches Hinter dem Orangenhain (ISBN: 9783868276602)

Hinter dem Orangenhain

 (12)
Erschienen am 01.06.2017
Cover des Buches Und über uns die Sterne (ISBN: 9783868275155)

Und über uns die Sterne

 (12)
Erschienen am 01.09.2015
Cover des Buches Ein Zuhause in Afrika (ISBN: 9783963622786)

Ein Zuhause in Afrika

 (11)
Erschienen am 01.09.2022
Cover des Buches Sehnsuchtsland (ISBN: 9783868275919)

Sehnsuchtsland

 (11)
Erschienen am 01.05.2016
Cover des Buches Pontenilo (ISBN: 9783963622199)

Pontenilo

 (12)
Erschienen am 01.08.2021

Neue Rezensionen zu Irma Joubert

Cover des Buches Ein Zuhause in Afrika (ISBN: 9783963622786)
Hopeandlives avatar

Rezension zu "Ein Zuhause in Afrika" von Irma Joubert

Jeder sehnt sich nach Frieden, doch keiner will den Krieg verlieren
Hopeandlivevor 9 Tagen

Dieser Satz in der Überschrift ist so aktuell wie nie, hat jedoch seine Wurzeln in England zur Zeit des 2. Weltkrieges. Wir werden mit hineingenommen in eine der dunkelsten Seiten von Europa und erleben die Geschichte aus zwei völlig verschiedenen Sichtweisen, erleben zwei ganz verschiedene Schicksale, fühlen mit jedem auf eine gewisse Art und Weise mit  und dürfen am Ende lesen, wie und wo sich die Wege dieser beiden unterschiedlichen Menschen kreuzen.


Da ist Charles, ein Junge 1933 in England geboren, der bei seinem Vater in London aufwächst, während seine Mutter Medizin studiert und in diesem Beruf ihre Berufung findet, nicht im Mutter sein. 


Zur gleichen Zeit sind wir auch in Berlin mit Oswald von Stein, 26 Jahre, dem Spross einer stolzen preußischen Familie, der sich der Partei angeschlossen hat, die Deutschland erfolgsversprechend an die Spitze bringen will. Eine dieser "erfolgsversprechenden" Handlungen ist die Bücherverbrennung in Berlin. 


Dann gibt es einen Zeitsprung in das Jahr 1939. Der 2. Weltkrieg beginnt und für Deutschland sieht es "erfolgsversprechend" aus. Der Krieg wird uns jeweils aus der Sicht eines Kindes und aus der Sicht des ehrgeizigen jungen Nationalsozialisten geschildert und die Autorin versteht es auf eine sehr geschickte und einfühlsame Weise die Ereignisse zu beschreiben.


Für Charles wird es gefährlich, denn er hat jüdische deutsche Wurzeln, was der Vater der Mutter verschwiegen hat, und er sieht die einzige Möglichkeit ihn in Sicherheit zu bringen, Charles zu seiner schon recht betagten Tante Grace ins schottische Hochland zu bringen. Für Charles beginnt ein neues Leben. Durch Grace lernt er bedingungslose Liebe und Annahme kennen und die Arbeit auf dem Hof gefällt dem Jungen so gut, dass er beschließt später selbst Landwirt zu werden. Wir Leser bekommen auch eine wahre historische Begebenheit, nämlich den Absturz von Rudolf Hess, geschildert. 


Oswald von Stein kann es kaum erwarten endlich in den Krieg zu ziehen. Sobald er seine Offiziersausbildung abgeschlossen hat, geht es los. Auch der frühe Tod seines jüngeren Bruders in einer der ersten Schlachten hält ihn nicht davon ab und sein Siegeswille und seine Überzeugung wachsen bis er in der Hölle von Stalingrad eingekesselt wird und in die Gefangenschaft kommt. Die Russen gehen aus gutem Grund nicht zimperlich mit den gefangenen deutschen Soldaten um. Er geht auf einen schrecklich anstrengenden Marsch nach Sibirien, die Beschreibungen sind so anschaulich, dass es schwer auszuhalten ist, hält weiter an seiner Überzeugung fest, doch er entwickelt auch menschliche Züge, indem er den Soldaten hilft, die schwächer sind als er.


Nachdem der Krieg geendet hat, beginnt für Charles sowie für Oswald eine neue Zeit, die jedoch alles andere als leicht ist. Beide werden wieder entwurzelt und müssen auf einem fremden Kontinent, in Südwest-Afrika, ihren Weg finden. Für Charles gibt es keine andere Möglichkeit, nachdem seine Eltern gestorben sind und seine Tante nicht mehr lange zu leben hat. Er muss mit ihrem Enkel Greg nach Afrika.


Oswald von Stein kommt als gebrochener Mann aus der Gefangenschaft in das zerstörte Berlin. Seine Familie ist tot und das Familienanwesen wurde fremden Leuten übergeben. Er weiß nicht mehr weiter. Seine Stiefmutter ist in Afrika neu verheiratet und lädt ihn zu sich ein. Werden sie es schaffen, das Trauma des Krieges, des Verlusts der Familie, der Heimat zu überwinden? 


Und werden sie sich dem mehr und mehr öffnen, der seine Hand an ihren schönsten und an ihrem schlimmsten Tagen immer über sie hält?


Irma Joubert ist ein wirklich einfühlsamer und historisch sehr gut recherchierter Familienroman gelungen. Sehr detailliert beschreibt sie die Geschehnisse dieser dunklen Zeit und wie die Menschen auch in ihrem Glauben herausgefordert waren. Die verschiedenen Perspektiven mitzuerleben war sehr interessant und haben ein authentisches Bild der damaligen Zeit wiedergegeben.



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Cover des Buches Ein Zuhause in Afrika (ISBN: 9783963622786)
gusacas avatar

Rezension zu "Ein Zuhause in Afrika" von Irma Joubert

ein langer Weg
gusacavor 2 Monaten

Dieses Buch beschreibt die Geschichte zweier sehr unterschiedlicher Menschen, beginnend mit dem zweiten Weltkrieg.  Da ist einmal der Junge Charles ,der 1940 von seinen Eltern von London aus aufs Land zu einer alten Tante geschickt wird. Dort erlebt er seine glücklichsten Jahre bis er wegen der schlechten gesundheitlichen Verfassung der Tante nach Afrika zu ihrem Sohn reisen muss.  Und dann ist da der Major Oswald von Stein , ein überzeugter Nazi, der jahrelang in Sibirien in einem Gefangenenlager ums Überleben kämpfen muss. 

Dieser historische Roman beleuchtet  wechselseitig aus  zwei sehr unterschiedlichen Perspektiven die Geschehnisse während und nach dem zweiten Weltkrieg. Der Schreibstil der Autorin ist von Beginn an sehr fesselnd, spannend und emotional. Die schwierigen Lebensverhältnisse in Charles Familie , seine Schulprobleme und die nationalsozialistische Überzeugung des von Stein werden sehr anschaulich dargelegt. Der Leser kann sich bald ein gutes Bild von den Lebensverhältnissen dieser beiden Menschen machen. Historische Ereignisse werden gekonnt mit fiktiven Handlungen verbunden. Die Hölle von Stalingrad, der Zug der Kriegsgefangenen nach Sibirien, die vollkommene Zerstörung Deutschlands  und die Konfrontation mit einer vollkommen anderen Welt in Afrika werden zu einer in sich stimmigen Geschichte verbunden.

 Ich kenne nicht alle Bücher der Autorin, die in Afrika spielen. Aber doch einige und es ist toll immer wieder auf bekannte Charaktere aus anderen Büchern zu treffen.  Das Ende des Buches zeigt für alle Charaktere des Buches eine Perspektive für den weiteren Lebensweg auf. 

Das Buch unterhält den Leser und läßt ihn gleichzeitig in die Geschichte der damaligen Zeit eintauchen.


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Cover des Buches Ein Zuhause in Afrika (ISBN: 9783963622786)
annislesewelts avatar

Rezension zu "Ein Zuhause in Afrika" von Irma Joubert

ein Zuhause finden ...
annisleseweltvor 2 Monaten

Dieses Buch erzählt die Geschichte von Charles, einem Kind in England, und Oswald, einem Major in Deutschland.


Beide Erzählstränge, die parallel erzählt werden, sind spannend und interessant geschrieben.


Ich konnte mich gut hineinfühlen und fand es angenehm zu lesen wenn es auch zeitweise eher zäh voran ging. Dazu kam das am Ende noch einige Fragen für mich unbeantwortet geblieben sind.

Charles war mir sympathisch, sein Leben, seine Not, seine Schwäche und daraus folgenden Schwierigkeiten waren sehr gefühlvoll erzählt.

Die Sicht eines Kindes auf den Krieg hat mich fasziniert und manchmal erschreckt.


Oswalds Gedanken und seine Einstellung zum Krieg waren mir da bekannter, diese Sicht auf den Krieg ist ja in vielen Romanen beschrieben worden.


Irma Joubert hat es hier verstanden zwei so gegensätzliche Persönlichkeiten zu beschreiben, ihr Denken, ihr Leben und ihre Entwicklung sind authentisch aufgezeigt.


"Ein Zuhause in Afrika" ist der dritte Band der Kriegstrilogie nach "Sehnsuchtsland" und dem "Kind im versteckten Dorf" aber wunderbar auch einzeln zu lesen.


Dieses Buch erzählt von Einsamkeit, Veränderungen, Neuanfängen, Freundschaft und Vergebung, Verlusten, Trauer, Schmerz und Hoffnung.


Auch wenn mich das Buch insgesamt nicht überzeugt hat ist es ein guter Roman der zum Teil auf wahren Begebenheiten beruht.

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Gespräche aus der Community

Einfühlsam erzählt und nachdenklich stimmend. 

Ergreifende Schilderung des Krieges aus der Sicht eines englischen Kindes und eines deutschen Majors.

London, 1940: Wie viele andere Londoner Kinder wird Charles von seinen Eltern zu Verwandten aufs Land geschickt. Dort ist er vor den feindlichen Bomben sicher. Beim Abschied ahnt er nicht, dass die Zeit bei seiner hochbetagten Tante die glücklichste seines bisherigen Lebens sein wird. Doch was soll aus ihm werden, als die Tante immer gebrechlicher wird?

Berlin, 1940: Oswald von Stein ist von der Überlegenheit der Deutschen überzeugt und zieht begeistert in den Krieg an die Ostfront. Bis zuletzt hält er an seiner nationalsozialistischen Gesinnung fest und ist bereit, für Volk und Vaterland Opfer zu bringen.
Beide, der inzwischen verwaiste dreizehnjährige Charles und der ehemalige deutsche Major müssen nach dem Krieg wieder ganz von vorn beginnen. Wird es diesen zwei so unterschiedlichen Menschen gelingen, sich im fernen Südafrika eine neue Existenz aufzubauen? Zum Glück gibt es da noch Mentje und die zurückgezogen lebende Miempie. Werden diese beiden einen Zugang zum Herzen von Charles und Oswald finden?

Der Leser nimmt die Perspektive eines unschuldigen Kindes und die eines verblendeten Majors ein und schwankt zwischen Mitgefühl und Widerwille, Betroffenheit und blankem Entsetzen. Großartige Erzählkunst. 


Irma Joubert lebt in Südafrika. Sie studierte Geschichte an der Universität von Pretoria und war fünfunddreißig Jahre lang Lehrerin an einem Gymnasium. Nach ihrer Pensionierung begann sie mit dem Schreiben. Die Historikerin liebt es, gründlich zu recherchieren und ihre Romane mit detailreichen Fakten zu untermauern. In ihrer Heimat und den Niederlanden haben sich ihre historischen Romane zu Bestsellern entwickelt und sind mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden.

101 BeiträgeVerlosung beendet
Hopeandlives avatar
Letzter Beitrag von  Hopeandlivevor 9 Tagen

Endlich kommt auch meine Rezension, ein herzliches DANKE, das ich an dieser Leserunde teilnehmen durfte. Meine Rezi teile ich auf lovelybooks, amazon, wasliestdu?, Lesejury, Gerth.de, Francke Verlag, SCM Shop, Alpha Buch.

www.lovelybooks.de/autor/Irma-Joubert/Ein-Zuhause-in-Afrika-5299337447-w/rezension/8072301861/

Aus Feinden werden Freunde und noch mehr....

Die Geschichte eines Zwangsarbeiters während des Zweiten Weltkrieges in Südafrika.

Fourie-Trilogie 1

Italien, 1938: Antonio Romanelli; der junge Mann aus einem kleinen Bergdorf in Italien, hat es geschafft. Sein Studium ist so gut wie abgeschlossen und er will als Ingenieur arbeiten. Dann aber bricht der Zweite Weltkrieg aus und alles kommt anders.
Die Farm der Familie Fourie in Südafrika ist weit weg vom Geschehen des Zweiten Weltkriegs, bis eines Tages Kriegsgefangene aus dem Afrikafeldzug dort auftauchen. Einer von ihnen kommt wie gerufen, denn es soll eine technisch anspruchsvolle Brücke über den Nijl gebaut werden. Und er verfügt über das nötige Know-how. Nur Klara, die Tochter des Hauses, hat Vorbehalte ihm gegenüber. Sie gibt ihm die Schuld daran, dass ein guter Freund von ihr im Krieg gefallen ist.
Doch nach und nach lernt sie, dass jeder Feind manchmal auch nur ein Mensch ist ... 


Infos zur Autorin:

Irma Joubert lebt in Südafrika. Sie studierte Geschichte an der Universität von Pretoria und war fünfunddreißig Jahre lang Lehrerin an einem Gymnasium. Nach ihrer Pensionierung begann sie mit dem Schreiben. Die Historikerin liebt es, gründlich zu recherchieren und ihre Romane mit detailreichen Fakten zu untermauern. In ihrer Heimat und den Niederlanden haben sich ihre historischen Romane zu Bestsellern entwickelt und sind mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden.

175 BeiträgeVerlosung beendet
TochterAlices avatar
Letzter Beitrag von  TochterAlicevor einem Jahr

Mir hat der Roman gut gefallen, auch wenn er diesmal im Gegensatz zu den meisten anderen Werken Irma Jouberts recht sperrig zu lesen war. Ich war auch schon lange durch, hatte nur völlig vergessen, dass ich ja noch rezensieren muss und bitte hiermit vielmals um Entschuldigung.

Hier meine Rezension, die ich noch weiter streuen werde:

https://www.lovelybooks.de/autor/Irma-Joubert/Pontenilo-2939584271-w/rezension/4218294253/

Spannender Lesestoff vor dem Hintergrund der Apartheid in Südafrika und dem Kommunistischen Regime im Polen der späten 1970er.

Wir verlosen 10 Hardcover

Liebe Leser,

Gerade erschienen, das neue Buch von Irma Joubert "Warten auf den Wind". Beginn der Leserunde mit Erhalt des Buches. Wir sind gespannt auf eure Leseeindrücke und freuen uns auf eure Rezensionen.


https://www.francke-buch.de/buecher/belletristik/2707/0/irma-joubert-warten-auf-den-wind/#leseprobe


Und darum geht es:

Südafrika, 1976:
Das Leben von Katrien Neethling ist behütet und vorhersehbar – bis eine schreckliche Tragödie die Familie erschüttert. In dieser schwierigen Situation findet Katrien in ihrer Familie nicht den Halt, den sie braucht. Als aufmüpfiger Teenager eckt sie überall an und fühlt sich schließlich als Außenseiter. Als sie hört, dass in den Townships die Polizei auf schwarze Schulkinder schießt, wird ihr Urvertrauen in die Welt endgültig erschüttert. Plötzlich ist nichts mehr, wie es war ...

Polen, 1980:
Der Student Wladek Kowalski will seinem Land zur Unabhängigkeit verhelfen. Er schließt sich der wachsenden Gewerkschaftsbewegung um Lech Walesa an und geht schließlich in den Untergrund. Aber er fliegt auf und muss fliehen. Sein Weg führt ihn nach Südafrika, zu seinem Onkel Jakob und dessen Frau Grietje. Dort begegnet er der Aktivistin Katrien Neethling ...


Infos zur Autorin:

Irma Joubert lebt in Südafrika. Sie studierte Geschichte an der Universität von Pretoria und war fünfunddreißig Jahre lang Lehrerin an einem Gymnasium. Nach ihrer Pensionierung begann sie mit dem Schreiben. Die Historikerin liebt es, gründlich zu recherchieren und ihre Romane mit detailreichen Fakten zu untermauern. In ihrer Heimat und den Niederlanden haben sich ihre historischen Romane zu Bestsellern entwickelt und sind mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden.

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