Ira Levin

 3,7 Sterne bei 222 Bewertungen
Autor*in von Rosemarys Baby, Die Frauen von Stepford und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Ira Levin

Cover des Buches Rosemarys Baby (ISBN: 9783942261661)

Rosemarys Baby

 (68)
Erschienen am 14.02.2014
Cover des Buches Rosemarys Sohn (ISBN: 9783942261685)

Rosemarys Sohn

 (15)
Erschienen am 26.03.2014
Cover des Buches Die Frauen von Stepford (ISBN: 9783942261067)

Die Frauen von Stepford

 (6)
Erschienen am 02.05.2014
Cover des Buches Silver HC (ISBN: B00BPY6L1W)

Silver HC

 (0)
Erschienen am 01.01.1991
Cover des Buches Sliver (ISBN: 9781605981826)

Sliver

 (25)
Erschienen am 15.05.2011
Cover des Buches Rosemaries Baby (ISBN: 9783453002999)

Rosemaries Baby

 (16)
Erschienen am 01.12.1991
Cover des Buches Rosemaries Baby (ISBN: 9783453053175)

Rosemaries Baby

 (13)
Erschienen am 01.05.1997

Neue Rezensionen zu Ira Levin

Cover des Buches Die Frauen von Stepford (ISBN: 9783442457472)
Holdens avatar

Rezension zu "Die Frauen von Stepford" von Ira Levin

Eine Frauenfalle
Holdenvor 4 Monaten

Joanna Eberhard ist mit ihrer Familie aus der lauten und kriminellen Großstadt in einen beschaulichen Vorort gezogen, um in Ruhe die Kinder groß ziehen zu können und sich auch selbst als Photographin verwirklichen zu können. Warum sidn die anderen Frauen in Stepford nur so auf ihren Haushalt und auf ihren Ehemann fixiert, und warum sind alle langbeinig und schwerbusig? Nur bei den ebenfalls gerade zugezogenen Bobbie und Charmaine stößt sie auf offene Ohren, bevor sich auch diese in ergebene "Männerträume" verwandeln. Haben die Männer ihre Hände im Spiel, die sich fast jeden Abend in ihrem Männerclubhaus treffen? Keine Ahnung ob Männlichkeits-, Fraulichkeits- oder Gesellschaftssatire, rockt auf jeden Fall noch, wenn man den Film mit Nicole Kidman auch schon gesehen hat. 

Kommentare: 1
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Cover des Buches The Stepford Wives (ISBN: 0060738197)
Wortmagies avatar

Rezension zu "The Stepford Wives" von Ira Levin

Ziehen Sie nach Stepford - vergessen Sie Feminismus!
Wortmagievor 3 Jahren

„The Stepford Wives“ von Ira Levin erschien 1972. Damit fiel die Veröffentlichung zufällig (?) in das Jahr, in dem das Equal Rights Amendment vom US-Senat angenommen wurde. Dieser Verfassungszusatz sollte die Gleichstellung der Geschlechter in den USA vorantreiben und Frauen weitreichende Rechte zusichern, stieß in den Bundesstaaten jedoch auf erbitterten Widerstand. Gegner_innen des ERA beriefen sich auf traditionelle Geschlechterrollen, prophezeiten, dass Frauen zum Militärdienst gezwungen und schützende Gesetze, die zum Beispiel Unterhaltsansprüche regelten, null und nichtig würden. Phyllis Schlafly, eine der Schlüsselfiguren der Oppositionsbewegung, behauptete, der Zusatz sei lediglich ein Vorteil für junge Karrierefrauen, der die Sicherheit von Hausfrauen im mittleren Alter, die keinen Beruf erlernt hatten, hingegen bedrohte. In diesem Kontext war „The Stepford Wives“ beinahe prophetisch, denn darin geht es um eben jene Hausfrauen, die Schlafly gefährdet sah.

Als Joanna und Walter Eberhart mit ihren Kindern nach Stepford zogen, hofften sie, ein neues Leben fernab vom Trubel der großen Stadt beginnen zu können. Stepford ist ein malerisches Idyll ruhiger Straßen und freundlicher Nachbarn, ein Paradies des gehobenen Mittelstandes. Doch während sich die Kinder schnell einleben und Walter Anschluss in der exklusiven Men’s Association findet, wird Joanna das Gefühl nicht los, dass sich hinter der lächelnden Fassade des Örtchens ein schmutziges Geheimnis verbirgt. Es sind die Frauen. Sie sind nett und höflich, aber sie scheinen neben der obsessiven Erfüllung ihrer Haushaltspflichten keine Interessen zu haben. Sie sind zu perfekt. Irgendetwas stimmt nicht in Stepford und Joanna muss herausfinden, was vor sich geht – bevor es zu spät ist.

„The Stepford Wives“ ist ein feines Kleinod feministischer Literatur, das vermutlich viel zu oft übersehen, vergessen oder missverstanden wird. Es ist ein knackiger, pointierter Klassiker der Science-Fiction, der vollkommen auf das Wesentliche destilliert ist und demzufolge darauf schließen lässt, dass Ira Levin unglaublich selbstkritisch gewesen sein muss. Ich bestaune die Ökonomie dieses Buches, das sicher zahllose Überarbeitungen durchlief, um kein einziges überflüssiges Wort zu enthalten. Jede Szene ist bewusst integriert, schmückendes Beiwerk sucht man vergeblich. Dennoch liest es sich leicht, flüssig und keineswegs konstruiert, weshalb man beinahe Gefahr läuft, es als belanglos abzustempeln. Beinahe. Denn oh, hinter Levins präzisem Schreibstil verbirgt sich eine beklemmende Geschichte, die lupenreine feministische Kritik an den traditionellen Genderrollen übt. Die Protagonistin Joanna Eberhart ist eine ganz normale Hausfrau und Mutter. Sie führt eine glückliche Ehe, pflegt ein paar Hobbys und erfüllt ihre Pflichten zuverlässig. Doch kaum, dass sie mit ihrer Familie in der US-amerikanischen Vorstadtidylle Stepfords angekommen ist, muss sie feststellen, dass sie ungenügend ist. Ihre überdurchschnittlich attraktiven Nachbarinnen leben ein Maß an Perfektion vor, mit dem sie nicht konkurrieren kann: sie absolvieren Haushaltsaufgaben mit unmenschlicher, pedantischer Disziplin und zeigen keinerlei Interesse an sozialen Kontakten oder einer individuellen Freizeitgestaltung, wodurch sich bei Joanna und den Leser_innen schnell das Bewusstsein einschleicht, dass es in Stepford nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Diese Ahnung entwickelt sich bald zur Gewissheit; Levin verband geschickt diskrete Hinweise und drastische Vorkommnisse, um seine Leserschaft zu befähigen, eigene Schlüsse zu ziehen und zu erkennen, dass Joanna in Gefahr schwebt. Das leise Ticken einer Uhr, eines Countdowns für die Protagonistin begleitet die Geschichte von „The Stepford Wives“ unaufdringlich, sodass beispielsweise die subtile, graduelle Verschiebung in Joannas Beziehung zu ihrem Ehemann Walter zuerst gar nicht auffällt. Langsam verbringt er immer mehr Zeit in der nebulösen „Men’s Association“ und strahlt zunehmend eine vage Unzufriedenheit aus, die er niemals konkret benennt. Wieder ist es den Leser_innen überlassen, sich den Einfluss dieses „Männer-Clubs“ auszumalen. Spannung entsteht in „The Stepford Wives“ durch die eigene Fantasie, durch Andeutungen und Vermutungen, nicht durch klare Aussagen des Autors. Dennoch lässt Levins Inszenierung keine Zweifel daran aufkommen, dass alle verdächtigen Anhaltspunkte in der „Men’s Association“ zusammenlaufen. Ohne den Fokus von den unnatürlich agierenden Hausfrauen abzulenken, offenbarte er auf diese Weise unmissverständlich, wer das wahre Ziel seiner überspitzten Satire ist: ihre Ehemänner. Die Idee einer Stadt voller perfekter Gattinnen, die überholten, sexistischen und stereotypen Männerfantasien entsprechen, ist wohl kaum einem weiblichen Hirn entsprungen.

1972 griff „The Stepford Wives“ den Zeitgeist auf. Ob Ira Levin ahnte, dass sein Roman bis heute relevant sein würde, bleibt Spekulation. Das Buch wird niemals an Aktualität einbüßen, solange traditionelle Genderrollen verteidigt und unterstützt werden. Es ist brillant. Levin erzielte mit minimalen Mitteln maximale Wirkung, weil er Implikationen konkreten Erklärungen vorzog. Indem er die Handlung absichtlich auf blinden Flecken und wohlplatzierten Anspielungen aufbaute, erhöhte er das unheimliche Potential seiner Geschichte. Diese akkurate, kontrollierte Konstruktion erforderte Disziplin und ein exaktes Gespür für subtile Manipulationen, aber auch den Mut, sich auf die Vorstellungskraft der Leser_innen zu verlassen. Dafür bewundere ich Levin zutiefst. Schade ist lediglich, dass „The Stepford Wives“ bei Verfechter_innen klassischer Geschlechterrollen vermutlich nicht auf fruchtbaren Boden fallen wird. Nur, wer Emanzipation offen gegenübersteht, wird erkennen, dass Stepford kein Paradies ist, sondern ein Albtraum.

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Cover des Buches Rosemarys Baby (ISBN: 9783442440894)
Die-Glimmerfeens avatar

Rezension zu "Rosemarys Baby" von Ira Levin

Ich mochte es
Die-Glimmerfeenvor 4 Jahren

Rosemarie und ihr Mann der Schauspieler Guy hatten schon immer ein Auge auf eine Wohnung im Bramford House geworfen und nun bietet sich endlich die Gelegenheit dort einzuziehen. Es ist fast zu schön um wahr zu sein, nette Nachbarn und die Wohnung, von der man immer geträumt hat. Nur Rosemaries väterlicher Freund Hutch meldet seine Bedenken an, denn in diesem Haus sind schon einige gruselige Dinge geschehen. Die Bedenken werden schnell in den Wind geschlagen und Rosemarie und Guy ziehen ins Bramford House und plötzlich scheint sich alles in ihrem Leben zum Guten zu kehren. Guy bekommt jetzt die Rollen auf die er immer gehofft hat und ist nun bereit auch Vater zu werden…

Dieser Klassiker ist nach wie vor für Freunde des psychologisch gut aufgebautem Horror-Genre eine Empfehlung wert. Es gibt keine Splatter-Elemente sondern das bedrohliche Gefühl, des Ausgeliefertseins und der Schlinge, die sich immer enger zuzieht. Wie sollte man sich den teufluschen Nachbarn auch entziehen, wenn die wichtigste Vertrauensperson in ihrem Leben, sich unbemerkt der anderen Seite zugewandt hat? Hier geht es um Satanskult und wie lange man die Augen vor etwas Unglaublichem verschließen kann. Das Buch erinntert mich ein wenig an ‚Der Mieter‘ von Roland Topor, das ja auch von Roman Polanski verfilmt wurde. Mich konnte das Buch fesseln, obwohl ich die Verfilmung kannte, aber das Sehen liegt schon viele Jahre zurück.

Warum man vielleicht zu diesem Buch greifen sollte:
1. Weil man gerne ein gruseliges Buch lesen möchte, das psychologisch gut aufgebaut ist
2. Man den Film kennt und nun Lust auf das Buch hat
3. Es ein Klassiker dieses Genres ist

Fazit: Das Buch hat mir Lust gemacht auch einige andere Bücher des Autors lesen zu wollen.

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