Imogen Hermes Gowar

 3,9 Sterne bei 71 Bewertungen

Lebenslauf von Imogen Hermes Gowar

Alte Geschichte inspiriert sie zu neuen Geschichten: Die Britin Imogen Hermes Gowar studiert Archäologie, Anthropologie und Kunstgeschichte und setzt ihr breites Wissen bei der Arbeit in verschiedenen Museen ein. Die Ausstellungsstücke, die sie jeden Tag sieht, inspirieren sie zum Schreiben kleinerer fiktionaler Texte. 2013 erhält sie ein Stipendium der University of East Anglia, um Kreatives Schreiben zu studieren. 2014 schließt sie mit einer Dissertation ab, die mit dem Curtis-Brown-Preis ausgezeichnet wird. In den folgenden Jahren entsteht aus dieser Arbeit ihr Debütroman, „Die letzte Reise der Meerjungfrau“, der im Frühjahr 2018 veröffentlicht wird. Das Buch handelt von dem Kaufmann Jonah Hancock, der die Gunst der Edelkurtisane Angelica Neal gewinnen will und ihr dafür eine Meerjungfrau schenken soll. Die Autorin lebt und arbeitet im Südosten Londons und ist immer dabei, Neues zu lernen. Auch die Gegend, in der sie wohnt, ist für sie von geschichtlicher Bedeutung und großem Interesse.

Alle Bücher von Imogen Hermes Gowar

Cover des Buches Die letzte Reise der Meerjungfrau (ISBN: 9783431040821)

Die letzte Reise der Meerjungfrau

 (68)
Erschienen am 29.03.2018
Cover des Buches The Mermaid and Mrs Hancock (ISBN: 9781911215738)

The Mermaid and Mrs Hancock

 (3)
Erschienen am 25.01.2018

Neue Rezensionen zu Imogen Hermes Gowar

Cover des Buches Die letzte Reise der Meerjungfrau (ISBN: 9783431040821)
Aischas avatar

Rezension zu "Die letzte Reise der Meerjungfrau" von Imogen Hermes Gowar

Die ewige Verlockung des Besitztums
Aischavor 3 Jahren

So wie der Schutzumschlag, so ist auch die Erzählung, die sich zwischen den Buchdeckeln verbirgt: glänzend, schillernd, verschnörkelt und zauberhaft, mit ganz eigener Ästhetik und Ausdruckskraft.

Imogen Hermes Gowar, Archäologin, Anthropologin und Kunsthistorikerin, ist mit diesem Roman ein zu Recht preisgekröntes Debüt als Schriftstellerin gelungen. 

Sie nimmt uns mit auf eine Reise ins London des späten 18. Jahrhunderts. Kaufmann Jonah Hancock kommt - wie der Untertitel bereits ankündigt - quasi über Nacht zu Reichtum und Ruhm. Der sensationelle Erwerb einer unglaublichen Rarität, einer echten Meerjungfrau, ändert sein Leben schlagartig. Und auch er selbst verändert sich, er wird vom eigenbrötlerischen ewigen Junggesellen zum späten Ehemann, mit dem wachsenden Besitz wachsen auch die Begehrlichkeiten.

Gowar ist ein beeindruckender Genremix gelungen, das Buch ist ein Gesellschafts- und Historienroman über das viktorianische London, sie entwickelt großartige Psychogramme ihrer Protagonisten, die Geschichte ist ein Sittengemälde, gewürzt mit einem Schuss Mystik. Es geht um große Themen, um Leidenschaft und Liebe, Träume, Enttäuschungen und immer wieder: um das Streben nach mehr.

Die Autorin spielt ihre schriftstellerische Klaviatur virtuos. Oftmals entstehen leise, zarte Töne, dann wieder setzt sie zu einem gewaltigen Fortissimo an, das einen völlig in die geschilderte Szenerie eintauchen lässt. Ich hatte einen wirklich sinnlichen Lesegenuss, sah förmlich einen Film ablaufen und schmeckte und roch Beschriebenes. 

Einen kreativen Einfall stellen kurze mit der Grafik einer Jakobsmuschel gekennzeichnete Einschübe dar, die Gedanken der Meerjungfrau wiedergeben, in ganz eigener Sprache. Überhaupt ist die Sprache eine der ganz großen Stärken dieses Romans. Gowar schreibt, als wäre sie vor gut zweihundert Jahren aufgewachsen, man taucht auch dadurch wunderbar in die Epoche der Handlung ein.

Für mich eines der Lesehighlights 2019!

Kommentare: 1
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Cover des Buches Die letzte Reise der Meerjungfrau (ISBN: 9783431040821)
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Rezension zu "Die letzte Reise der Meerjungfrau" von Imogen Hermes Gowar

Die letzte Reise der Meerjungfrau
Nika488vor 4 Jahren

Imogen Hermes Gowar - Die letzte Reise der Meerjungfrau 

Klappentext 

"Wenn die feine Gesellschaft davon bezaubert ist und London davon bezaubert ist, wird es auch die ganze Welt sein. Es steht bereits fest: Die Meerjungfrau ist eine Sensation." 

Ein Wunder, raunen die einen. Betrug, rufen die anderen. Für den Kaufmann Jonah Hancock zählt nur eines: Die Meerjungfrau, die sein Kapitän aus Übersee mitgebracht hat, versetzt ganz London in Staunen. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die Kunde in den Kaffeehäusern, Salons und Bordellen der Stadt. Jonah steigt in die obersten Kreise der Gesellschaft auf und verkauft seine Meerjungfrau schließlich für eine schwindelerregende Summe. Nur die Gunst der Edelkurtisane Angelica Neal bleibt unerschwinglich für ihn, denn als Beweis seiner Liebe fordert Angelica eine eigene Meerjungfrau. Jonah setzt alles daran, ihr diesen Wunsch zu erfüllen. Doch Wunder haben einen hohen Preis.

Ein preisgekröntes Romandebüt über Menschen, Meerjungfrauen und das ewige Streben nach mehr. Imogen Hermes Gowar erweckt das London des 18. Jahrhunderts zum Leben – schillernd, faszinierend und facettenreich.
_
Mein Fazit

Das Cover finde ich super schön gestaltet, es hat mich sofort angezogen.
Auch die Farben finde ich sehr passend gewählt.
Der Klappentext hat mir eine interessante Story versprochen, denn ich mag auch gern Bücher, welche in einem anderen Jahrhundert spielen.

Der Autor hat die Sprache des 18. Jahrhunderts gut zum Ausdruck gebracht. Man lernt die gesellschaftlichen Stände und Geflogenheiten kennen. Der Schreibstil ist angenehm.

Dennoch habe ich meine Schwierigkeiten mit dem Buch gehabt. Ich konnte nicht wirklich abtauchen, da ich zu den Protagonisten keinen Bezug aufbauen konnte.
Angelica ist mir einfach zu arrogant und unnahbar. Jonah als Kaufmann defitntiv zu weich und unsicher. 

Wenn man vor dem Buch sitzt und mehr als einmal überlegt " soll ich das Buch zu Ende lesen oder abbrechen?" Oder " lohnt es sich vllt n bissel quer zu lesen ?"
Tja dann kann man sich vorstellen und verstehen, warum das Buch wahrlich eine Qual war für mich. Es ist teilweise sehr langatmig und mir einfach zu oberflächlich. Ich wusste nicht wohin mich das geschriebene führen sollte. Das Ziel hat mir oftmals gefehlt.

Eine Reise, welche ich nicht gern gemacht habe. Für mich war das Buch leider nichts. 

2 von 5 Sterne.

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Cover des Buches Die letzte Reise der Meerjungfrau (ISBN: 9783431040821)
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Rezension zu "Die letzte Reise der Meerjungfrau" von Imogen Hermes Gowar

Anders als erwartet
Blintschikvor 4 Jahren

  Als Mr. Hancock anstatt seines Schiffes eine Meerjungfrau von seinem Kapitän bekommt, ist er erst enttäuscht. Doch da weiß er noch nicht, dass sie sein Leben verändern wird und ihn zu einem reichen Mann machen wird. Nur die Angelica, die er zutiefst verehrt, hält nicht viel davon und er legt alles daran ihr Herz zu gewinnen.

Bei dem Buch hatte ich eine interessante, historische Liebesgeschichte erwartet mit einem Hauch Mystik. Doch ich habe schnell gemerkt, dass die Geschichte komplett anders ist.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Er passt in das 18. Jahrhundert und wirkt poetisch und sehr schön. Die Geschichte an sich hat sich jedoch richtig gezogen und bei der Hälfte des Buches habe ich mich gefragt, worauf alles überhaupt hinauslaufen soll. Mir kam es vor, als ob die Geschichte einfach so vor sich hin geplätschert ist.

Auch die Handlung hat mich gewundert, denn um eine Meerjungfrau ging es nicht, dafür hat man einen tiefen Einblick in das Leben von Prostituierten bekommen, was ich nicht ganz so spannend fand. Dennoch ist alles sehr realistisch beschrieben und man erfährt eine Menge über dieses Jahrhundert.

Was die einzelnen Personen angeht, so werden sie gut und mit einer gewissen Tiefe beschrieben. Sympathisch waren sie mir leider nicht und mitfühlen konnte ich auch nicht. Vielleicht ist das Leben im 18. Jahrhundert einfach anders als heute, sodass ich die Handlungen der Personen nicht nachvollziehen konnte, vielleicht ist es aber auch genauso gewollt. Denn man merkt schon, dass sich die Autorin Gedanken über die Geschichte gemacht hat und auch eine tiefere Bedeutung in alles interpretiert hat, doch ich konnte leider nicht viel damit anfangen.

Zusammengefasst war das Buch trotz schönem Schreibstil und gewisser Tiefgründigkeit nichts für mich. Die Geschichte war zu langatmig und konnte mich nicht wirklich ansprechen, weshalb ich mich etwas durch die Seiten quälen musste. Und wer hier aufgrund des Titels und Klappentextes Meerjungfrauen erwartet, wird schnell merken, dass es nur sehr wenig damit zu tun hat.

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