Imbolo Mbue

 4,1 Sterne bei 243 Bewertungen
Autor*in von Das geträumte Land, Wie schön wir waren und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Imbolo Mbue

Imbolo Mbue ist in Kamerun, aufgewachsen. Sie hat an der Rutgers University und der Columbia University studiert. Ihr Debüt, »Das geträumte Land« wurde 2017 mit dem renommierten PEN/Faulkner Award ausgezeichnet und war ein New-York-Times-Bestseller. Imbolo Mbue lebt in New York. 

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Wie schön wir waren (ISBN: 9783462004847)

Wie schön wir waren

 (94)
Erscheint am 04.05.2023 als Taschenbuch bei Kiepenheuer & Witsch.

Alle Bücher von Imbolo Mbue

Cover des Buches Das geträumte Land (ISBN: 9783462051841)

Das geträumte Land

 (141)
Erschienen am 16.08.2018
Cover des Buches Wie schön wir waren (ISBN: 9783462004847)

Wie schön wir waren

 (94)
Erscheint am 04.05.2023
Cover des Buches Behold the Dreamers (ISBN: 9780812998481)

Behold the Dreamers

 (7)
Erschienen am 23.08.2016
Cover des Buches Mbue, I: How Beautiful We Were: Imbolo Mbue (ISBN: 9781838851347)

Mbue, I: How Beautiful We Were: Imbolo Mbue

 (0)
Erschienen am 11.03.2021

Neue Rezensionen zu Imbolo Mbue

Cover des Buches Das geträumte Land (ISBN: 9783462051841)
Papiertiger17s avatar

Rezension zu "Das geträumte Land" von Imbolo Mbue

interessant
Papiertiger17vor 3 Monaten

Der schlichte Schreib- und Erzählstil ist sehr gefällig zu lesen. Die Seiten fliegen nur so dahin. Die Figuren werden zum Großteil durch die Dialoge gekonnt zum Leben erweckt, weniger durch szenische Beschreibungen oder bedeutungsschwangere Sätze. Insgesamt eine gelungene, interessante und leicht zu lesende Geschichte über die Migration der Gegenwart.

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Cover des Buches Das geträumte Land (ISBN: 9783462051841)
Herbstroses avatar

Rezension zu "Das geträumte Land" von Imbolo Mbue

Vom Traum zum Albtraum …
Herbstrosevor 6 Monaten

In seiner Heimat Kamerun sah Jende Jonga keine Chance, seiner Familie ein gutes Leben zu bieten. Deshalb reiste er mit Besuchervisum in die USA, wo er als Illegaler die ersten Jahre in New York mit verschiedenen Jobs das Geld für die Überfahrt seiner Frau Neni und ihres gemeinsamen kleinen Sohnes Liomi zusammensparte. Jetzt, nachdem er Asylantrag gestellt und eine vorläufige Arbeitserlaubnis erhalten hat, bekommt er durch einen glücklichen Zufall die Stelle als Chauffeur bei Mr Edwards, einem reichen Banker bei Lehman Brothers. Auch Neni bietet sich die Möglichkeit, für Mrs Edwards in deren Sommerhaus als Haushälterin zu arbeiten. Endlich scheint das Glück bei den Jongas eingekehrt zu sein, doch die Katastrophe lässt nicht lange auf sich warten. Lehmann Brothers geht Pleite, Jendes Asylantrag wird zunächst abgelehnt und Neni wird wieder schwanger … 

Imbolo Mbue, geb. 1982 in Limbe (Kamerun), ist Schriftstellerin und besitzt seit 2014 die amerikanische Staatsbürgerschaft. Mit 17 Jahren kam sie in die USA, wo Verwandte ihr Studium in New Jersey und New York finanzierten. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie in der Marktforschung eines Medienunternehmens, verlor infolge der Finanzkrise ihre Arbeitsstelle und war danach 1 ½ Jahre arbeitslos. Sie spielte bereits mit dem Gedanken nach Kamerun zurückzukehren, als sie 2011 mit Schreiben ihres Debütromans „Behold the Dreamers“ begann. Als er 2016 erschien wurde er sofort als Überraschungserfolg gefeiert und Mbue erhielt dafür den PEN/Faulkner Award - die deutsche Übersetzung unter dem Titel „Das geträumte Land“ erschien 2017. Heute lebt die Autorin mit Mann und Kindern im New Yorker Stadtbezirk Manhattan. 

Wie aus der Vita von Imbolo Mbue unschwer zu erkennen ist, trägt ihr Debütroman einige autobiografische Züge. Dadurch ist sie in der Lage sowohl die Probleme, als auch die Erwartungen der Immigranten nachvollziehbar zu vermitteln und das perspektivlose Leben der Armen in Kamerun glaubwürdig darzustellen. Dass sie dabei neutral bleibt, weder die Bösen anklagt noch die Guten hervorhebt, ist nur von Vorteil. Sie verwebt einfach die Schicksale der beiden Familien miteinander, zeigt ihre Stärken und Schwächen, ohne den moralischen Zeigefingen zu erheben. 

Die Geschichte ist chronologisch aufgebaut. Meist ist man als Leser bei den Jongas, sieht New York mit seinen Problemen aus ihrer Perspektive und erfährt in Rückblenden und Erinnerungen einige interessante Details aus der Stadt Limbe in Kamerun. Dazwischen nimmt man Teil am Leben der Familie Edwards und stellt fest, dass auch bei den Reichen so manches im Argen ist. Der Sprachstil ist etwas schlicht, jedoch gut und flüssig zu lesen. Der einfache Satzbau in den Dialogen ist wohl den Einwanderern geschuldet, die die Sprache des Landes noch nicht beherrschen. Die Charaktere sind anschaulich und exakt  gezeichnet und wirken dadurch sehr realistisch in ihrem Handeln. Die Autorin hat ein besonders gutes Gespür für zwischenmenschliche Beziehungen. 

Fazit: Ein einfühlsamer und außergewöhnlicher Roman über die Sehnsüchte und Träume amerikanischer Einwanderer den ich gerne weiter empfehle. 

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Cover des Buches Wie schön wir waren (ISBN: 9783462054705)
Christine2000s avatar

Rezension zu "Wie schön wir waren" von Imbolo Mbue

Ein Abgesang
Christine2000vor 7 Monaten

Dies ist eine Rezension zum Hörbuch, dazu fand ich aber hier kein Feld. Da der Inhalt des Buches ungekürzt vorgelesen wurde, entspricht die Rezension aber im Großen und Ganzen sicher auch dem Buch.


Ich habe von der Autorin schon „Das geträumte Land“ gelesen und war sehr gespannt auf dieses Buch. Ich habe etwas länger gebraucht, um mich mit dem Lesestil von Sarah Dorsel anzufreunden. Denn sie klingt für meine Begriffe etwas aufgesetzt und wenig natürlich. Dass sie dazu neigt, Konsonanten zu Vokalen zu verschleifen (z.Bsp. Dorf wie Doaf auszusprechen) ist nicht weiter tragisch. Aber der ohnehin schon sehr gemessene Stil von Imbolo Mbue braucht nicht noch mehr Getragenheit, mehr Pathos. Sonst wird es richtig anstrengend zuzuhören. Vielleicht ist es auch generell schwer, eine solch epische Geschichte vorzutragen, denn sie hat tatsächlich etwas Balladenhaftes. Und sie ist wirklich sehr ausführlich. Mir wurde das Zuhören an einigen Stellen lang. Sodass ich ungewöhnlich lange Pausen beim Hören machen musste. Trotzdem war ich fasziniert vom afrikanischen Dorfuniversum Kosawa, von Bongo und Thula und Yaya. Es ist wahrhaft schrecklich, was den Bewohnern jenes fiktiven Dorfes in einem korrupten, afrikanischen Staat durch die Regierung und durch einen skrupellos ausbeuterischen Ölkonzern widerfährt. Kinder sterben an der vergifteten Umwelt, die Lebenserwartung sinkt, sie werden gedemütigt und belogen. Der Dorfobere macht gemeinsame Sache mit den Übeltätern. Wann immer Hoffnung naht, wird sie sogleich wieder zerstört. Es ist ein ewiges Warten auf Gerechtigkeit. Aber es gibt auch Hilfe aus dem Ausland. Durch einen mutigen Zeitungsartikel wird die amerikanische „Aktion Neuanfang“ auf Kosawa aufmerksam, es fließen Gelder, Thula, die hochintelligente Tochter von Malawo und Sahel, kann schließlich sogar in den USA studieren. Sie will ihr Land durch eine sanfte Revolution von Innen wieder aufrichten. Aber ihr Kampf ist ein so zähes Ringen über so viele Jahre, dass es schon an Wunder grenzt, dass sie nicht die Hoffnung aufgibt. Und dann gibt es noch diejenigen, die nicht mehr warten wollen, sondern handeln. Wenn nötig auch mit Gewalt.
All das ist sehr eindringlich geschildert. Resignation, Aggression, Demut und purer Hedonismus, alles ist letztlich nur ein Versuch, mit dem Schmerz fertigzuwerden.
Wenn das Buch eines schafft, dann ist es, die Komplexität von Ungerechtigkeit, Tradition, Macht und Verstrickung aufzuzeigen. Es gibt keine einfache Lösung. Und die Guten gewinnen nur im Märchen. Dieses Buch ist keines. Auch wenn es sich sich so anhört. Aber was will die Autorin? Sie ist, wie ihre Heldin Thula mit siebzehn Jahren in die USA emigriert und hat dort studiert. Für ihre vielbeachtete Auswanderer-Story „Behold the Dreamers“ soll sie laut Wikipedia eine Million Dollar Vorschuss erhalten haben. Und dennoch feiert sie keineswegs den amerikanischen Traum. Obwohl sie ihn eigentlich lebt. Das Hörbuch lässt mich zwiespältig zurück. Ich finde, es ist vielleicht eine Nummer zu groß angelegt, um richtig gut zu sein. Aber das ist nur ein Gefühl, das ich nicht gut begründen könnte.

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Gespräche aus der Community

"Wer nicht lügt, stirbt auch"

Imbolo Mbue gilt als der aufsteigende Stern im US-amerikanischen Literaturhimmel. Das Debüt der jungen Kamerunerin, "Das geträumte Land", zählt in den USA zu einem der besten Bücher des Jahres 2016.
Mbues
Protagonisten, ein Ehepaar aus Kamerun, das ein neues Leben in New York beginnt, muss erleben, wie der sogenannte "American Dream" zum Alptraum wird.
"Das geträumte Land" ist ein bewegender Roman, dessen Handlung hochaktuell ist und der eine große Überraschung parat hält. Mbues Figuren sind real und nisten sich so tief in das Herz der Leser ein, dass man sie nicht mehr vergisst.
Liebt ihr anspruchsvolle Geschichten, die gleichzeitig mitreißend und spannend sind? Dann seid ihr bei dieser Leserunde genau richtig!

Zum Inhalt
Imbolo Mbues hochgelobtes Debüt erzählt die unvergessliche Geschichte zweier Familien unterschiedlicher Herkunft, die in New York kurz vor der Bankenkrise aufeinandertreffen. Die Lehman-Brothers-Pleite bringt nicht nur ihr Leben, sondern auch ihr Wertesystem gehörig durcheinander.
Jende Jonga hat es endlich geschafft, seine Frau und seinen kleinen Sohn aus Kamerun nach Amerika zu holen. Das Glück scheint komplett, als Jende den Job als Chauffeur von Clark Edwards, einem Manager der Lehmann Brothers Bank, ergattert. Und Mrs Edwards engagiert Jendes Frau sogar als Haus- und Kindermädchen in ihrem Sommerhaus in den Hamptons. Die beiden Familien könnten unterschiedlicher nicht sein und wollen doch dasselbe: ihren Kindern eine gute Zukunft bieten. Allerdings ist das Leben der Bankerfamilie längst nicht so perfekt und glamourös, wie es zunächst scheint. Als Lehman Brothers pleitegeht, ist die Fassade nicht mehr aufrechtzuerhalten.
Die Jongas versuchen verzweifelt, Jendes Job zu retten – auch um den Preis ihrer Ehe. Das Leben der beiden Paare wird dramatisch auf den Kopf gestellt und Jende sieht sich gezwungen, eine unmögliche Entscheidung zu treffen.
Ein hochaktueller, brillant geschriebener Roman über Familie, Immigration, Heimat und Gesellschaft, der uns alle angeht.


Lust auf eine Leseprobe?

Zur Autorin
Imbolo Mbue ist in Limbe, Kamerun, aufgewachsen. Sie hat an der Rutgers University und der Columbia University studiert. Die Autorin, die seit über zehn Jahren in den USA lebt, wohnt in New York. "Das geträumte Land" ist ihr erster Roman.

Möchtet ihr mehr über die Jongas und alles, was sie bei den Edwards erleben, erfahren? Möchtet ihr unbedingt wissen, welche unmögliche Entscheidung sie treffen müssen?
Dann müsst ihr euch für eins der 25 Exemplare von "Das geträumte Land" bewerben, die wir zusammen mit KiWi unter allen verlosen, die sich über diesen besonderen Roman im Rahmen einer Leserunde austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben möchten. Bewerbt euch * über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bis zum 26.02. und antwortet auf folgende Frage:

"American Dream" - Was verbindet ihr damit und warum? Träumt ihr selber vielleicht auch davon?

Wir freuen uns auf eure Antworten und wünschen euch viel Glück!

* Bitte beachtet vor deiner Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.
702 BeiträgeVerlosung beendet
Maraliss avatar
Letzter Beitrag von  Maralisvor 5 Jahren
Da ich leider seit einigen Monaten sehr schwer erkrankt bin, kommt meine Rezi erst heute: https://www.lovelybooks.de/autor/Imbolo-Mbue/Das-getr%C3%A4umte-Land-1404660279-w/rezension/1479731381/ Lieber Gruß Marianne

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