Hanya Yanagihara

 4,2 Sterne bei 839 Bewertungen
Autorin von Ein wenig Leben, Zum Paradies und weiteren Büchern.
Autorenbild von Hanya Yanagihara (©Sam Levy / Quelle: Carl Hanser Verlag)

Lebenslauf von Hanya Yanagihara

Geschichten, die ihre Leser verschlingen: Hanya Yanagihara, geboren am 20. September 1974 in Los Angeles, ist eine US-amerikanische Journalistin und Autorin hawaiianischer Abstammung. Während ihrer Kindheit reiste die Familie aufgrund der Arbeit ihres Vaters in den USA herum. Ihre Schulausbildung absolvierte Yanagihara auf der Punahou High School in Hawaii. Nach ihrem College-Abschluss am Smith College 1995 zog sie nach New York City, wo sie immer noch lebt, und begann als Journalistin zu arbeiten. Seit 2015 ist sie stellvertretende Herausgeberin des "The New York Times Style Magazine". Ihre Romane schafften es auf die Shortlists des britischen Booker Prize und des International DUBLIN Literary Award 2017.

Neue Bücher

Cover des Buches Zum Paradies (ISBN: 9783548067933)

Zum Paradies

Erscheint am 23.02.2023 als Taschenbuch bei Ullstein Taschenbuch Verlag.
Cover des Buches Zum Paradies (ISBN: 9783869093178)

Zum Paradies

Erscheint am 23.02.2023 als Hörbuch bei Hörbuch Hamburg.

Alle Bücher von Hanya Yanagihara

Cover des Buches Ein wenig Leben (ISBN: 9783492308700)

Ein wenig Leben

 (463)
Erschienen am 04.09.2018
Cover des Buches Zum Paradies (ISBN: 9783546100519)

Zum Paradies

 (137)
Erschienen am 11.01.2022
Cover des Buches Das Volk der Bäume (ISBN: 9783446262027)

Das Volk der Bäume

 (76)
Erschienen am 28.01.2019
Cover des Buches Ein wenig Leben: Roman (ISBN: B01M4FI6M3)

Ein wenig Leben: Roman

 (4)
Erschienen am 30.01.2017
Cover des Buches Das Volk der Bäume (ISBN: 9783492310451)

Das Volk der Bäume

 (2)
Erschienen am 30.11.2020
Cover des Buches Zum Paradies (ISBN: 9783548067933)

Zum Paradies

 (0)
Erscheint am 23.02.2023
Cover des Buches Ein wenig Leben (ISBN: 9783869092379)

Ein wenig Leben

 (32)
Erschienen am 04.09.2018
Cover des Buches Das Volk der Bäume (ISBN: 9783957131577)

Das Volk der Bäume

 (32)
Erschienen am 01.02.2019

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Hanya Yanagihara

Cover des Buches Ein wenig Leben (ISBN: 9783492308700)
B

Rezension zu "Ein wenig Leben" von Hanya Yanagihara

Mein Herz ist noch immer gebrochen
bookshawtyvor 2 Tagen

Die Geschichte hat mich von Anfang an gepackt und bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen. Die Freundesgruppe und jeder einzelne Charakter darin war wunderbar beschrieben, so wie auch die Charakterentwicklung. Das Buch habe ich vor zwei Jahren das erste Mal gelesen und seitdem vergeht keine Woche, in der ich nicht mindestens einmal an das Buch denke. Es erzählt über die Schönheit und Grausamkeit des Lebens. Willen und Jude haben mich sehr geprägt.

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Cover des Buches Ein wenig Leben (ISBN: 9783492308700)
celine97s avatar

Rezension zu "Ein wenig Leben" von Hanya Yanagihara

Wie viel Schmerz kann ein Mensch ertragen?
celine97vor 11 Tagen

Gleich vorweg: Mich hat die Geschichte berührt und gefesselt, teilweise war ich durchaus bewegt. Genau das also, worauf Autorin Hanya Yanagihara abgezielt hat. Sie versteht es, dramatisch zu schreiben und vor allem das Geheimnis von Jude lange Zeit aufzusparen. Die Schicksalsschläge haben es in sich, und man muss es der Autorin lassen, dass sie ihr Handwerk versteht. Die Kritik ist sich weitgehend einig, dass dies eines der aufwühlendsten Bücher ist, die man in die Finger bekommen kann. 

Es geht zunächst um vier befreundete begabte junge College-Studenten in New York, die sich ihren beruflichen Weg suchen. Die Geschichte beginnt sich jedoch rasch um einen der Studenten, die tragische Hauptfigur Jude, zu drehen. Er zeigt Symptome, die von körperlichen Verletzungen und psychischen Traumatisierungen in seiner Vergangenheit zeugen und vor denen seine Freunde betroffen und hilflos stehen. Nach und nach blättert sich Judes Geschichte auf. Trotz Zuwendung und Liebe seiner Freunde gelingt es ihm im weiteren Verlauf nicht, seine Scham, seinen Selbsthass und vor allem seine Sprachlosigkeit über sein Leid zu überwinden. Dies zu lesen, ist manchmal kaum erträglich. Es wird ausgesprochen authentisch eine durch Traumatisierungen ab der frühen Kindheit zerstörte Seelenlandschaft beschrieben, aus der es für Jude kein Entkommen zu geben scheint.
Bis zum Alter von 15 Jahren hat es Jude ausschließlich mit bösen Menschen zu tun, die ihn missbrauchen und traumatisieren. Was mir hierbei leider, nicht so gut gefallen hat, dass er als Kind und Jugendlicher so viele Missbrauchserfahrungen erleiden muss, dass es auch dem mitfühlensten Leser zu viel wird. Schon eine dieser Erfahrungen hätte gereicht, um den Jungen zu traumatisieren und ihm das Vertrauen in seine Mitmenschen zu nehmen. Dennoch gerät er unweigerlich von einer Missbrauchserfahrung in die nächste, wobei diese sich in ihrer Grausamkeit steigern. Schicksalsschläge über Schicksalsschläge, was Jude alles so widerfuhr und widerfährt, würde - so wie ich das sehe - für mehrere Leben und damit auch für mindestens zwei Bücher reichen, die dann ebenfalls noch aufwühlend genug wären. Ich denke, etwas weniger wäre letztlich auch mehr gewesen. 

Desweiteren ist die Autorin wahrlich keine Frau der wenigen Worte. Sie hat eher einen Hang zum Schwafeln und zu Schleifen und inhaltlichen Wiederholungen, was das Buch streckt – man hätte es mindestens um 1/3 kürzen können, ohne wirklich etwas vom Inhalt zu verlieren. Generell hatte ich mit dem Schreibstil zunächst meine Probleme und habe recht lange gebraucht, um mich daran zu gewöhnen – gerade auch weil es relativ viele „schiefe Bilder“ sehr pathetische Metaphern gibt.
Es hatte mich gerade zu Beginn, überhaupt nicht gefesselt. Die Geschichte zog zäh an mir vorbei. Was noch verstärkt wurde durch die ganzen Klammerkommentare, die ständig eingeschoben wurden. Diesen Drang der Autorin unbedingt noch eine Zusatzinformation und noch einen Gedanken einzuschieben, empfand ich als sehr anstrengend. Der Schreibstil ist an manchen Stellen fast schon nüchtern. Insbesondere dann, wenn das was beschrieben wird, eigentlich sehr emotional ist und einen potentiell aufwühlt. Daran musste ich mich zunächst gewöhnen, bietet aber meistens einen schönen Kontrast, ohne dabei zu kühl zu wirken.

 Als sich die Story dann aber auf Jude zugespitzt hat, konnte mich das Buch fesseln und auch emotional mitnehmen, auch wenn mir wie gesagt manche Dinge zu "drüber" erschienen. Trotz meinen persönlichen Kritikpunkten bewegt der Roman zutiefst und ist eine wunderbare Geschichte über Freundschaft und Liebe. Obwohl ich es schon vor einigen Wochen ausgelesen habe, gehen mir die Figuren und ihre Schicksale noch immer nah und ich ertappe mich oft dabei, dass ich mich in Gedanken wieder in dem Buch verliere.

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Cover des Buches Ein wenig Leben (ISBN: 9783492308700)
M

Rezension zu "Ein wenig Leben" von Hanya Yanagihara

Fast zerbrochen ein Leben bestehen
Milenavor einem Monat

Vier junge Männer lernen sich in der Schulzeit kennen, bleiben Freunde, schlagen die unterschiedlichsten Lebenswege ein.

Nach und nach erfährt der/die Leser*in das fast unaushaltbare Schicksal von Jude, der nur durch seinen Anwaltsberuf auf der einen Seite und die unverbrüchliche Liebe seines Freundes und Lebensgefährten auf der anderen Seite leben kann. Er überlebt, weil er ein Netzwerk von Menschen hat, die ihn annehmen, ohne auf Offenlegung seiner Kindheitserlebnisse zu drängen.

Einfühlsam und zart erzählt Hanya Yanagihara eine ungeheuer brutale Lebensgeschichte. Manchmal stockt einem der Atem und völlig ohne Sentimentalität laufen die Tränen. Ich konnte sie nicht aufhalten. Das Buch beruht teilweise auf Tatsachen und ist trotz Fiktion unbedingt glaubwürdig.  Gelesen Ende Dezember 2022

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Gespräche aus der Community

Herzlich willkommen zu unserer inklusiven Challenge für aktuelle Gegenwartsliteratur mit Niveau! 

Wenn euch anspruchsvolle Neuerscheinungen begeistern und ihr euch gerne mit anderen Buchverrückten darüber austauscht, seid ihr hier goldrichtig.

Unser Hauptanliegen ist ein barrierefreier Zugang zur Literatur über verschiedene Medien und die geteilte Freude am Lesen.

Aktuelles: 

Habt ihr schon alle Rezensionen geschrieben? Wir werden ganz bald die Challenge auswerten. Aktualisiert noch schnell eure Sammelbeiträge. 🤗

Am Samstag, den 7.1.2023 wollen wir uns dann hier treffen, die drei Challengesieger küren und eine kleine Abschiedsparty mit euch feiern. Passt euch 18.00?
😁

Und die Challenge für 2023 gibt es auch schon!

https://www.lovelybooks.de/autor/LovelyBooks/LovelyBooks-Spezial-1287744138-w/leserunde/7422478752/7422483083/


Vom    01.01.2022    bis    31.12.2022    möchten    wir    15    anspruchsvolle    Romane    lesen   . 

Anspruchsvolle Romane? Gemeint sind Bücher der Gegenwartsliteratur, die in diesem Jahr erschienen sind oder noch erscheinen werden und die an diesen Beitrag angehängt sind. Auch Neuauflagen von Klassikern zählen dazu. 

Falls ihr Vorschläge zu interessanten Neuerscheinungen habt, könnt ihr diese gerne im entsprechenden Unterthema einreichen. Habt jedoch bitte Verständnis, dass nicht jedes Buch in die Liste aufgenommen werden kann.

Da es uns wichtig ist, dass die Challenge so barrierefrei wie möglich ist, könnt ihr die Bücher als Printexemplar, E-Book, ungekürztes Hörbuch oder auch in der Originalsprache/in einer anderen Sprache lesen. Denn was in dieser Challenge zählt ist der Inhalt, nicht die Form des Mediums. 

Kommen wir nun zu den Regeln:

Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. 

Der Einstieg oder Ausstieg ist jederzeit möglich. Du verpflichtest dich zu nichts. 

Schreibe zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei Lovelybooks. Anschließend verlinkst du jede der Rezensionen für diese Challenge in einem einzigen Beitrag im Unterthema "Eure Sammelbeiträge". Das wird dein Sammelbeitrag für alle deine Challenge-Rezensionen sein. 

Es gelten die Bücher, die in der unten angehängten Liste zu finden sind (wir füllen gerade auf! ;D ).

Unter allen Teilnehmenden, die 15 Romane mit Niveau in der Zeit vom 01.01.2022 bis 31.12.2022 lesen und rezensieren, wird ein liebevoll ausgewähltes Buchpaket verlost!

Das Minimum für den Lostopf sind also 15 rezensiere Bücher. Ihr seid Viellesende und habt die 15 Bücher schnell geschafft? Wunderbar! Auch für euch haben wir uns etwas überlegt: Pro 5 gelesene und rezensiere Bücher mehr gibt es 1 Extra-Los für euch! 

(d.h. mit 20 Büchern bekommt ihr 2 Lose, mit 25 Büchern 3 Lose usw.) 

Wichtige zusätzliche Hinweise: Eure Rezensionen müssen nicht lang sein. Sie sollten euren Leseeindruck wiedergeben, eine bloße Inhaltsangabe reicht nicht, eine größere Analyse des Buches muss es aber auch nicht sein. Wir wünschen uns eine etwas ausführlichere Kurzmeinung. 

Für die Verlosung des Buchpaketes werden nur Rezensionen zu den hier angehängten Büchern berücksichtigt.

Zum Schluss bleibt nur noch zu sagen: Wir wünschen euch viel Freude beim Lesen, Hören, Diskutieren, Staunen und Entdecken. Auf ein schönes Bücherjahr 2022! 

Eure SEVEN


Links zu euren Sammelbeiträgen:

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wandablue


959 Beiträge
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Letzter Beitrag von  monerlvor 18 Tagen

Uff, welche Erleichterung, dass auch dein Paket angekommen ist. Kurz mal hatten wir etwas Sorge, dass es verlorengegangen ist. Dass auch du kein Buch schon hast ist wirklich genial! Viel Spaß mit deinem Gewinn! Lesezeit konnten wir leider nicht mit dazu einpacken. :)

War 2018 für euch ein tolles Lesejahr? Das LovelyBooks-Team hat so einige großartige Buchentdeckungen gemacht und deshalb möchten wir euch hier unsere Lesehighlights von insgesamt 18 Teammitgliedern vorstellen! Für uns gibt es nichts Schöneres als neue Bücher zu entdecken und lieben zu lernen - für euch auch?

Auf einen von euch wartet dabei ein besonderer Gewinn!
Wir verlosen ein großes Lieblingsbücher-Paket unter allen Teilnehmern dieser Verlosung. In diesem Paket wird jedes der hier genannten 18 Lieblingsbücher einmal vertreten sein.

Und los geht es mit unseren Herzensbüchern des Jahres:

Marina_Nordbreze empfiehlt "Mein italienischer Vater" von Anika Landsteiner
Italien. Das Reiseland schlechthin für uns Deutschen. Meine Familie ist viele Jahre lang jeden Sommer an die Adria gefahren. Rimini, Ravenna, Bellaria – in 12 Stunden runter mit dem Auto, zwei Wochen am Strand gelegen und mit Sonnenbrand zurück. Doch Italien ist viel mehr als das. Und dieses „mehr“ packt Anika Landsteiner mit „Mein italienischer Vater“ in eine ganz wunderbare Geschichte, sodass man nur so durch die Seiten fliegt und in einem das dringende Bedürfnis wächst, direkt nach Italien zu reisen.

kultfigur empfiehlt "Kollaps - Das Imperium der Ströme" von John Scalzi
"Kollaps - Das Imperium der Ströme" von John Scalzi war ganz klar mein Science Fiction Lesehighlight 2018. Ich habe nicht nur eine neue Reihe entdeckt, auf deren Fortsetzung ich mich schon sehr freue, sondern auch einen für mich neuen Autor mit einer spannenden Backlist (z.B. "Der wilde Planet"). In Kollaps beherrscht die menschliche Zivilisation mehrere weit entfernte Systeme, die über eine Art Wurmloch (genannt Ströme), verbunden sind, ohne wirklich zu begreifen, warum es diese Ströme gibt und wie sie funktionieren. Als plötzlich klar wird, dass die Ströme nicht so stabil und gottgegeben sind, wie jahrtausendelang angenommen, steht die gesamte Menschheit vor dem Ende.

hallolisa empfiehlt "Heute schon für morgen träumen" von Lori Nelson Spielman
Kein Buch vermochte es in diesem Jahr, mich so zu verzaubern und zugleich auch emotional zu ergreifen, wie "Heute schon für morgen träumen". Unvergleichlich erzählt Lori Nelson Spielman hier eine bezaubernde, berührende und vor allem lebensbejahende Geschichte über Schicksal, Hoffnung und die wahre Liebe. Taschentücher bereithalten!

Daniliesing empfiehlt "Stille" von Erling Kagge
Ich gebe es zu, ich tue mich sehr schwer damit, einfach mal einen Moment still dazusitzen und die Ruhe zu genießen. Ständig schwirrt mir irgendwas im Kopf herum, was ich noch tun oder erledigen könnte. Aber dann kam Erling Kagge mit seinem Buch "Stille: Ein Wegweiser" daher und die 33 Gedanken des Autors zum Thema Stille haben mir ein Stück weit die Augen geöffnet. Allein beim Lesen des Buches fühlt man sich bereits ruhiger und entspannter. Nachdem mich Erling Kagge mit diesem kleinen Buch so für sich eingenommen hat, versuche ich immer mehr die ruhigen Momente im oft stressigen Alltag zu finden und zu schaffen. Denn Stille und auch Langeweile müssen nichts Negatives sein: ganz im Gegenteil! Sie machen den Kopf frei für neue Ideen und bringen Entspannung sowie neue Kraft!

markusros empfielt "Als das Leben unsere Träume fand" von Luca Di Fulvio
Ein gelungener historischer Roman, in dem es zwei Sizilianer und eine polnische Jüdin in sehr jungen Jahren nach Buenos Aires verschlägt – und da ich sowohl Süditalien als auch Südamerika faszinierend finde, hatte der Roman schon mal gute Chancen bei mir. Einige detaillierte Beschreibungen von Gewaltverbrechen passen nicht so in die Adventszeit, aber geben ein klares und hartes Bild jener Zeit, wenn man nicht privilegiertes Mitglied der Oberschicht war. Für mich 5 Sterne!

Cari_f empfielt "Der Report der Magd" von Margaret Atwood
"Der Report der Magd" hat mich mit spielerischer Leichtigkeit aus einer schweren Leseflaute katapultiert. Die Geschichte von Desfred in einer Welt, in der Frauen jegliche Freiheit genommen wurde, habe ich innerhalb eines Tages verschlungen. Nicht nur die erschreckende Aktualität im Kontext der #metoo-Bewegung, sondern auch der Schreibstil von Margaret Atwood haben mich sehr gefesselt. Eine klare Lese-Empfehlung!

Malista empfiehlt "Frauen, die Blumen kaufen" von Vanessa Montfort
Ein Roman und zugleich ein herrlicher Reiseführer zu wunderbaren Plätzen in Madrid. Geistreiche, witzige und sehr unterschiedliche Protagonisten lassen den Leser lachen, hadern und weinen. Für mich ein Buch, das alles hat, um einfach 'abzutauchen'.


doceten empfiehlt "Regen" von W. Somerset Maugham
"Regen" war meine erste Begegnung mit W. Somerset Maugham und wird nicht meine letzte bleiben. Meisterlich beschreibt Maugham die menschlichen Abgründe und Eitelkeiten seiner britischen Mitbürger, die sich unter vermeintlich weniger kultivierten Zivilistationen eingerichtet haben, und wirft so einen kritschen Blick hinter die goldene Fassade des kolonialen Empires. Selten habe ich einen so intensiven Eindruck einer anderen Welt in einer anderen Zeit erhalten - und dafür gab es 5 Sterne!

SandraKath empfiehlt "Wolkenschloss" von Kerstin Gier
Kerstin Giers Bücher zeichnen sich stets durch viel Humor und eine tolle Geschichte aus, doch "Wolkenschloss" hat mich dieses Jahr ganz besonders begeistert. Als ich das Buch zugeklappt habe, wollte ich am liebsten sofort wieder von vorne beginnen. Es schadet der Geschichte nicht im Geringsten, dass sie ein wenig braucht, bis die Handlung Fahrt aufnimmt, denn das Lesen fühlt sich an, wie nach Hause zu kommen und am liebsten möchte man selbst sofort ins Wolkenschloss einziehen. Neben den tollen Figuren und dem gemütlichen Setting zeichnet sich der Jugendroman aber auch durch ein spannendes Finale aus, das man garantiert nicht kommen sieht!

TanjaMaFi empfiehlt "Die Herzen der Männer" von Nickolas Butler
Selten habe ich ein Buch gelesen, das mich von der ersten bis zur letzten Seite so sehr begeistert hat. „Die Herzen der Männer“ erzählt davon, was Herzen bewegt, von unbändiger Wut über tiefe Trauer bis zur größten Hingabe. Und wir fühlen mit den Männern in diesem Buch - möchten mit ihnen lachen und weinen, lieben und hassen!

aba empfiehlt "Im Grab schaust du nach oben" von Jörg Maurer
Lange habe ich überlegen müssen, bis ich mich endgültig für ein Lieblingsbuch des Jahres 2018 entscheiden konnte. Am Ende kamen zwei Bücher in die ganz engere Wahl: "Löwen wecken" und "Im Grab schaust du nach oben". Zwei ganz unterschiedliche Genres. Mit seinem 2017 erschienenen "Im Grab schaust du nach oben" hat schließlich Maurer das Rennen gemacht. Letztendlich weil ich es vor ein paar Tagen zu Ende gelesen habe... Jörg Maurer ist definitiv einer meiner Lieblingsautoren! Mit seinen Büchern um den Kriminalhauptkommissar Hubertus Jennerwein begeistert er mich - eigentlich keine echte Krimileserin - seit Jahren. In "Im Grab schaust du nach oben" zeigt Maurer noch einmal, dass er nicht nur ein guter Geschichtenschreiber ist, sondern auch, dass er weiß, wie er den Leser auf hohem Niveau unterhalten und mit originellen Einfällen und Wendungen überraschen kann. Maurer? Immer wieder!

sarah_elise empfiehlt "Nordwasser" von Ian McGuire
Wie viel Meer steckt im Menschen? Ian McGuire nimmt uns in seinem Buch "Nordwasser" mit auf die Seereise einer englischen Walflangflotte Mitte des 19. Jahrhunderts ins arktische Eismeer. Die See ist wie das Leben - bisweilen trügerisch schön, doch im tiefsten Inneren eiskalt, unberechenbar, barbarisch und zerstörerisch. Und so ist auch der Mensch, den hier am Ende der Welt bestialische, animalische Urinstinkte leiten, um ein Überleben zu sichern. Für jeden einzelnen Seefahrer geht das Leben auf dem alten brüchigen Kahn mit einem steten Kampf zwischen Moral und Profit einher. Aufgrund der schonungslos ehrlichen Erzählweise über das tiefste Wesen des Lebens, des Meeres und des Menschen, der vielschichtigen und spitzzüngig präzisen Erzählweise ist "Nordwasser" aus dem mare Verlag mein Buch des Jahres.

Lariluna empfiehlt "Die letzten Tage des Patriarchats" von Margarete Stokowski
Margarete Stokowskis neues Buch stand seit Bekanntgabe des Erscheinungstermins auf meiner Leseliste – die Autorin ist einfach eine der stärksten deutschsprachigen Stimmen insbesondere zum Thema Feminismus. "Die letzten Tage des Patriarchats" ist eine Auswahl ihrer Kolumnen für die taz und Spiegel Online aus den letzten Jahren und zeigt, dass Stokowski zu allen möglichen Themen des aktuellen Weltgeschehens etwas Lesenswertes (!) zu sagen hat.
Wer also nicht ohnehin schon seit Jahren jede Woche ihre Kolumnen liest, dem öffnet sich mit diesem Buch eine Fundgrube an Texten zu feministischen, gesellschaftlichen und politischen Themen aller Art. Der Effekt des Ganzen ist dann - neben hoffentlich viel Nachdenken - eine verrückte Mischung aus lautem Auflachen angesichts der zahlreichen Absurditäten, die die Autorin beschreibt, und leise vor sich hin Fluchen angesichts der Misere, in der unsere Gesellschaft noch immer steckt.


E-Tuna empfiehlt "Die Stadt der träumenden Bücher" von Walter Moers
Selten begeisterte mich ein Fantasy-Buch so sehr. Eine Stadt voller Bücher, Antiquariate egal, wohin das Auge blickt, versteckte Buch-Katakomben, mit kilometerlangen Regalen. Dichter, Autoren, Wesen die alle Aphorismen eines bestimmten Autors auswendig können. Walter Moers erschafft hier eine wunderbare Welt der Literatur, so wunderbar, dass ich mir oft gewünscht habe einfach in das Buch eintauchen und die Welt besuchen zu können. Ich würde wohl nie wieder zurückkommen. Es geht um einen Dichter, der auf der Suche nach dem Autor der besten Geschichte der Welt ist. Nicht ahnend, in was für Gefahren er sich damit begibt. Die Reise, auf die Walter Moers den Leser einlädt, ist ein einmaliges Leseerlebnis und sollte von jedem gelesen werden, der behauptet Bücher zu lieben! Zamonien (Das fiktive Land, in dem die Geschichte spielt) ist mit seinen Wesen, seinen Orten und seinen Bräuchen wohl das faszinierenste Land, dass je von einem Autor kreiert wurde. Hier lernt der Leser, dass man tatsächlich kein Buch nach dem Umschlag beurteilen sollte.

MontyTitan empfiehlt "Geschichte der griechischen Philosophie" von Luciano De Crescenzo
Die Zeitreise ins alte Griechenland liefert mir auch auf die heutige Zeit anwendbare Lebensweisheiten und Perspektiven. Luciano De Crescenzo schafft es wieder perfekt, komplexe Gedanken in einfachen Worten spannend zu erzählen.


Desireep empfiehlt "Vom Ende der Einsamkeit" von Benedict Wells
Benedict Wells erzählt mit einer so sanften und doch eindringlichen Art eine Geschichte – über Familie und das Erwachsenwerden, über Verlust und die große Liebe – die einen zutiefst berührt. Die vielschichtig gezeichneten Charaktere sind liebenswert menschlich und schon nach wenigen Seiten, glaubt man ihnen schon "oft" begegnet zu sein. Ein Buch über das man nachdenkt, über das man lachen und weinen kann. Ein ganz außergewöhnlicher Roman von einem großartigen Autor.

JohannaLuisa empfiehlt "Ein wenig Leben" von Hanya Yanagihara
Es gibt nur wenige Bücher, die mich so berührt, aufgewühlt und beeindruckt haben wie "Ein wenig Leben". Eine Geschichte von so einer Intensität ist mir selten begegnet. Mit diesem besonderen Roman über Trauma, Gewalt, Freundschaft und Liebe hat Hanya Yanagihara ein Meisterwerk geschaffen, bei dem ich trotz stolzer 960 Seiten gehofft habe, dass es nie zu Ende geht. Mein absolutes Buchhighlight des Jahres!

VeraBaer empfiehlt "Der Klavierstimmer" von Pascal Mercier
Als der Vater von Patrice und Patricia einen Mord begeht, entschließen sich die beiden entfremdeten Zwillinge, ihre Vergangenheit aufzuarbeiten. Die Hintergründe der Tat werden zwischen den beiden briefwechsel-artig aufgeschlüsselt, von den Ambitionen und Enttäuschungen des Vaters bis zu den Beziehungen der Kinder zu ihren Eltern und zueinander.
Ein Roman, der dem zugrundeliegenden Mord nur einen Randplatz zugesteht und mit den Empfindungen und Gedanken seiner Figuren ein detailliert schattiertes Bild zeichnet.


Wir hoffen an dieser Stelle natürlich, dass wir vielen von euch eins oder gleich mehrere unserer Lieblingsbücher schmackhaft machen konnten. Vielleicht sind auch noch Ideen für die letzten Weihnachtsgeschenke dabei?

Wenn ihr also dieses schöne Buchpaket mit unseren 18 Top-Büchern des Jahres gewinnen möchtet, klickt einfach auf "Jetzt bewerben" und erfüllt folgende kleine Aufgabe:

Jetzt kennt ihr unsere Buchtipps - von uns für euch! Doch welche Bücher würdet ihr uns empfehlen? Pickt euch ein Team-Mitglied heraus und gebt ihm eine Buchempfehlung, die gut passen könnte. Ein paar Worte dazu, warum das Buch euch begeistert hat, sind unbedingt erwünscht. Ihr dürft natürlich auch mehr Tipps geben, wenn ihr euch nicht auf einen beschränken könnt.

Bei dieser Verlosung könnt ihr bis einschließlich 6. Januar 2019 mitmachen! Wir wünschen euch schöne Weihnachten mit euren Lieben und einen guten Start ins neue Jahr!
818 BeiträgeVerlosung beendet
Annette126s avatar
Letzter Beitrag von  Annette126vor 4 Jahren
Das kann auch gut sein. Kommt immer auf den Inhalt an, ich las mal Franziska zu Rentlow, und da habe ich auch etwas fuer gebraucht.

Wir haben beschlossen in der  INSIDER-Voting-Challenge  zusammen "Ein wenig Leben" von Hanna Yanagihara zu lesen. 

Wir beginnen am  01.03.2017.  

Das Buch sollte bis zum 31.03.2017 beendet und rezensiert werden. 
Rezensieren ist keine Pflicht für die Leserunde, aber für die Challenge notwenig, um Lose zu bekommen. Kann also jeder selbst entscheiden. 

Jeder liest mit seinem eigenen Leseexemplar, es gibt kein Buch zu gewinnen! 


Es kann natürlich jeder mitmachen, der Lust dazu hat, auch wenn er nicht bei der Challenge angemeldet ist.  


Vielleicht könnt ihr ne kurze Info geben, wann ihr mit Lesen anfangen wollt. Danke.

Viel Spaß uns allen :)
98 BeiträgeVerlosung beendet
Miamous avatar
Letzter Beitrag von  Miamouvor 6 Jahren

Zusätzliche Informationen

Hanya Yanagihara wurde am 20. September 1974 in Los Angeles (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

Hanya Yanagihara im Netz:

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