Graham Moore

 4,3 Sterne bei 304 Bewertungen
Autorenbild von Graham Moore (©Matt Sayles / Lübbe Verlag)

Lebenslauf von Graham Moore

Oscarreife Leistungen: Graham Moore, geboren 1981 in Chicago, ist Drehbuchautor und Schriftsteller. Seine Kindheit verbrachte er in Illinois. Moore besuchte nach der Highschool die University of Chicago Laboratory und studierte anschließend an der Columbia University Religion. Als Drehbuchautor verfasste er zahlreiche erfolgreiche Skripte. So ein Skript zur Fernsehserie "10 Dinge, die ich an dir hasse" und veröffentlichte 2010 seinen Debütroman "The Sherlockian". Seine zweite Arbeit als Drehbuchautor war das Drehbuch zum Film "The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben", für das er 2015 den Oscar für das beste adaptierte Drehbuch erhielt. 

Alle Bücher von Graham Moore

Cover des Buches Die letzten Tage der Nacht (ISBN: 9783847901136)

Die letzten Tage der Nacht

 (159)
Erschienen am 28.01.2022
Cover des Buches Der Mann, der Sherlock Holmes tötete (ISBN: 9783847900856)

Der Mann, der Sherlock Holmes tötete

 (69)
Erschienen am 29.10.2021
Cover des Buches Verweigerung (ISBN: 9783847901082)

Verweigerung

 (34)
Erschienen am 25.03.2022
Cover des Buches Die letzten Tage der Nacht (ISBN: 9783785754849)

Die letzten Tage der Nacht

 (15)
Erschienen am 16.02.2017
Cover des Buches Der Mann, der Sherlock Holmes tötete (ISBN: B07NBPGQ8Q)

Der Mann, der Sherlock Holmes tötete

 (9)
Erschienen am 28.02.2019
Cover des Buches Verweigerung (ISBN: B08QRN36FX)

Verweigerung

 (4)
Erschienen am 21.12.2020
Cover des Buches Die letzten Tage der Nacht (ISBN: B01MT8HO5P)

Die letzten Tage der Nacht

 (1)
Erschienen am 16.02.2017
Cover des Buches The Sherlockian (ISBN: 9781455509065)

The Sherlockian

 (10)
Erschienen am 23.12.2011

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Graham Moore

Cover des Buches Verweigerung (ISBN: 9783847901082)
AStrelows avatar

Rezension zu "Verweigerung" von Graham Moore

Nichts als die Wahrheit
AStrelowvor 5 Monaten

Auch ohne die Stimme von Sam Waterston bei der Geschworenenauswahl, fühlte ich mich sofort an "Law & Order" oder moderner, an "Bull" erinnert. 

Dieses Buch beleuchtet das amerikanische Gerichtssystem von einer anderen Seite. Es stellt die Geschworenen außerhalb des Gerichtssaals in den Vordergrund. Erzählt wird auf zwei Zeitebenen. Zunächst erlebt man in Rückblicken den Prozess um den Lehrer Bobby Nock, der eine seiner minderjährigen Schülerinnen umgebracht haben soll, obwohl es keine Leiche gibt. Interessant ist hier die Sichtweise der einzelnen Geschworenen, auf die der Prozess privat große Auswirkungen hatte.

Eine der Geschworenen, die heutige Anwältin Maya Seales, ist die Protagonistin in der Gegenwart. Damals die  Geschworene, die für den Freispruch hauptverantwortlich war, heute Anwältin, gerät sie bei einem Treffen für eine Dokumentation des damaligen Falls unter Mordverdacht. Einer der Geschworenen, Rick Leonard, der den  Beweis für die Schuld des damals freigesprochenen Bobby Nock, gefunden haben will, wird tot in ihrem Hotelzimmer aufgefunden.

Gut gefallen hat mir, dass den einzelnen Geschworenen ganze Kapitel gewidmet sind und man in ihre Beweggründe besser eintauchen kann. Gleichzeitig zeigt das auch das größte Manko bei den Geschworenenjurys auf. Diese bunt zusammengestellten Menschen haben alle ganz unterschiedliche Auffassungen von Recht und Gerechtigkeit, Wahrheit und Lüge. Wer setzt sich durch? Der mit der besseren Überzeugungskraft oder der, der recht hat ?

Die Hauptfigur Maya steht für alle Seiten und macht sie damit sehr interessant.

Erschreckend ist für mich die Art der Verteidigung. Es zählt die beste Strategie zu finden, mit der man am sichersten aus der Anklage hervorgeht. Nicht die Wahrheit ist wichtig !

Graham Moore verbindet die beiden Handlungsstränge sehr gekonnt miteinander. Bis zum Schluss wird einem nicht klar, was mit Jessica passiert ist oder wer der Mörder von Rick ist.

Für mich ist es ein rundherum gelungener Justizthriller mit vielen Wendungen, moralischen und aktuellen Aspekten

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Cover des Buches Verweigerung (ISBN: 9783847901082)
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Rezension zu "Verweigerung" von Graham Moore

Geschworene 272
Tokallvor 7 Monaten

Wer gerne einen amerikanischen Justiz-Thriller lesen will und dabei einmal einen anderen Autor als John Grisham kennen lernen möchte, der ist bei Graham Moore genau richtig. In „Verweigerung“ wird eine Besonderheit des amerikanischen Gerichtswesens genauer in den Blick genommen: Die Jury und ihr Agieren. Und der Autor weicht in meinen Augen dabei gekonnt von dem ab, was man üblicherweise schon aus anderen „Jury-Thrillern“ kennt. Er kreiert einige neue Ideen und wirft einen sehr differenzierten Blick hinter die Kulissen. Der Einblick in die Prozesse der Entscheidungsfindung einer Jury fällt dabei deutlich detaillierter aus als z.B. bei „Thirteen“ von Steve Cavanagh. Vor allem die Schilderung der Gruppendynamik innerhalb der Gruppe von Geschworenen fand ich interessant und gelungen. Doch worum geht es überhaupt?

Am 19. Oktober 2009 wurde der Lehrer Bobby Nock durch die Jury von der Anklage freigesprochen, seine Schülerin Jessica Silver umgebracht zu haben. Die Leiche des vermeintlichen Opfers wurde nie gefunden. Und dieses Urteil verfolgt die Mitglieder der Jury auch zehn Jahre danach noch immer. Vor allem Rick Leonard denkt, dass die Entscheidung von damals ein Fehler war. Er behauptet einen unwiderlegbaren Beweis für die Schuld von Bobby gefunden zu haben und will diesen publik machen. Doch kurz vor Veröffentlichung dieses Beweises findet man ihn tot auf. Der Verdacht für den Mord fällt dann auf Maya Seale. Sie war in dem umstrittenen Prozess von 2009 ebenfalls Geschworene, bevor sie dann selbst Anwältin geworden ist. Besonders brisant: Sie hat die anderen in der Jury von der Unschuld Bobbys überzeugt und sie umgestimmt. Und alle Indizien sprechen nun gegen sie.

Die große Stärke des Thrillers ist in meinen Augen, dass hier vor allem einmal das in den Mittelpunkt gerückt wird, was sich außerhalb des Gerichtssaals abspielt. Und Maya ist zudem eine Hauptfigur mit „Zugkraft“. Sie ist interessant gestaltet, vor allem weil sie alle Rollen im Justizsystem einmal selbst durchläuft: Von der Geschworenen über die Anwältin bis hin zur Angeklagten. Durch ihr juristisches Wissen ist sie als Angeklagte gut in der Lage, sich selbst zu verteidigen. Als Anwältin kann sie sich sehr gut in die Jury hineinversetzen. Und als Geschworene blitzt zudem ihr Talent auf, überzeugend zu argumentieren. Sie schafft es, nach und nach alle auf ihre Seite zu ziehen.

Ebenfalls überzeugend ist, dass die große Anzahl der Personen nicht zu einer Überforderung beim Lesen führt. Der Autor schafft es, jedem Mitglied der Jury ein „eigenständiges Gesicht“ zu geben. Insbesondere in den Rückblicken, in denen die Verhandlung des alten Falls genauer dargestellt wird, erhält nahezu jede/r Geschworene ein eigenes Profil.

Interessant ist auch, wie im Laufe der Handlung immer auch Fragen zum Verhältnis von Recht und Gesetz, Gerechtigkeit und Recht, Wahrheit und Recht angerissen werden. All diese Dinge können weit auseinander liegen und Wahrheit ist niemals schwarz-weiß, sondern sehr komplex. Das wird gut deutlich. Auch war lehrreich und aufschlussreich für mich, wie eine Verteidigungsstrategie aussieht, wenn Indizien gegen einen sprechen. Nicht Moral und Gewissen spielen dabei eine Rolle, sondern es wird die Strategie gewählt, die erfolgsversprechend ist.

 

Fazit: Ein Justiz-Thriller, der vor allem die Gruppendynamik innerhalb einer Jury differenziert in den Blick nimmt und einmal das thematisiert, was sich außerhalb des Gerichtssaals abspielt. Maya ist eine gut konzipierte Figur und auch die Nebenfiguren werden nicht vernachlässigt. Nicht zuletzt enthält der Thriller einige Themen, die zum Nachdenken anregen. Insgesamt also ein sehr guter Justiz-Thriller. Herausragend fand ich ihn nicht, weil mir die Spannung zu sehr auf der Strecke blieb.

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Cover des Buches Verweigerung (ISBN: 9783847901082)
kaffeequeen98s avatar

Rezension zu "Verweigerung" von Graham Moore

Fesselnder Justiz-Thriller
kaffeequeen98vor 7 Monaten

Bei Graham Moores Werk "Verweigerung" handelt es sich um einen Justiz-Thriller.
"Verweigerung" war mein erstes Buch von Moore (und wird sicherlich nicht das Letzte von ihm bleiben ;). Die Farbkombination des Covers hat mich neugierig auf den Inhalt gemacht (die Farbkombination kenne ich in diesem Genre nicht). Der Klappentext konnte mich dann vollständig in seinen Bann ziehen. Auch inhaltlich konnte das Buch an den spannend klingenden Klappentext anschließen.

Die Geschichte wird auf zwei verschiedenen Zeitebenen erzählt. Zum einen bekommen wir Leser*innen Einblicke in die Geschehnisse der Gegenwart (heute). Zum anderen erfahren wir mehr über die Hintergründe der Gerichtsverhandlung vor zehn Jahren. Innerhalb der einzelnen Kapitel werden die Geschworenen nacheinander näher vorgestellt.

Zu Beginn der Story lernen wir die Protagonistin Maja kennen. Sie wird durch das neu aufgerollte Verfahren vorgestellt und tritt in den Mittelpunkt der Geschehnisse. Erst im weiteren Verlauf der Handlung kommen weitere wichtige Charaktere hinzu. Dabei wirken die Handlungsstränge nicht verwirrend und fügen sich perfekt ineinander. Gerahmt wird die Handlung durch das Gerichtsverfahren. Sehr gut gelungen.

Lange war mir nicht klar, was mit Jessica geschah und wer für den Mord verantwortlich sein könnte. Zeitweise hätte jede*r es sein können. Bis zum Ende blieb es spannend. Zudem wurde (neben dieser Ungewissheit) durch die Gestaltung der Kapitel Spannung aufgebaut. Wirklich toll zu lesen.

Am Ende kommt die Frage nach Recht und Unrecht auf. Wer ist schuldig oder unschuldig? Kommt die Wahrheit ans Licht? Ist die Wahrheit tatsächlich das Richtige? Das Ende regt zum Nachdenken an.

Insgesamt ein toller Justiz-Thriller, der mich auch nach der letzten Seite noch nachdenklich zurückgelassen hat. Eine Leseempfehlung an alle Justiz und Thriller Interessenten.  

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Gespräche aus der Community

"Er vollbringt Wunder! Blitze in einer Glasflasche. Stimmen in einem Kupferdraht. Welcher Mensch vermag denn so etwas?"
"Ein reicher."

Wir haben die Nacht besiegt. Wir bezwingen sie sogar ständig. Für uns im 21. Jahrhundert gibt es nichts Einfacheres: Einen kleinen Lichtschalter umlegen und schon haben wir die Nacht zum Tag gemacht! Es wundert sich keiner mehr, das gehört zur Normalität. Aber könnt ihr euch vorstellen, dass die Erfindung der Glühbirne gegen Ende des 19. Jahrhunderts einem Wunder gleichkam? Vor allem bedeutete diese Erfindung ein riesiger Schritt in der Entwicklung der Menschheit und für den Erfinder Ruhm und Reichtum.
Der Oscar-Gewinner Graham Moore hat dieses interessante Thema in seinem Buch "Die letzten Tage der Nacht" behandelt. Das Ergebnis: ein faszinierendes Porträt zweier US-amerikanischer Erfinder und deren Kampf um die Macht, die Welt zu verändern.

Wenn ihr Fans anspruchsvoller Literatur seid, dann dürft ihr diese Leserunde zu Graham Moores Roman auf keinen Fall verpassen!
Wir freuen uns sehr, euch mit "Die letzten Tage der Nacht" einen weiteren Titel im LovelyBooks Literatursalon vorstellen zu dürfen, in dem euch literarische Neuerscheinungen und spannende Spezialaufgaben erwarten.

Zum Inhalt
New York, 1888. Thomas Edison hat mit seiner bahnbrechenden Erfindung der Glühbirne ein Wunder gewirkt. Die Elektrizität ist geboren, die dunklen Tage der Menschheit sind Vergangenheit. Nur eine Sache steht Edison und seinem Monopol im Weg, sein Konkurrent George Westinghouse. Zwischen den beiden Männern entbrennt ein juristischer Kampf, es geht um die Milliarden-Dollar-Frage: Wer hat die Glühbirne wirklich erfunden? Und wer hat also die Macht, ein ganzes Land zu elektrifizieren?
Der NEW YORK TIMES-Bestseller jetzt auf Deutsch!


Lust auf eine spannende Leseprobe?

Zum Autor
Graham Moore gewann 2015 den Oscar für das beste Drehbuch. "The Imitation Game" wurde mit Benedict Cumberbatch und Keira Knightley verfilmt und von der internationalen Kritik gefeiert. Moore lebt in Los Angeles.

Möchtet ihr dabei sein, wenn der Kampf zwischen den zwei großen Erfindern entbrennt?
Zusammen mit Eichborn verlosen wir 30 Exemplare von "Die letzten Tage der Nacht" unter allen, die sich über diesen besonderen Roman im Rahmen einer Leserunde austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben möchten. Seid ihr neugierig? Dann bewerbt euch * über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bis zum 26.02. und antwortet auf folgende Frage:

Welche ist für euch die wichtigste Erfindung der Menschheit und warum?

Wir freuen uns auf eure Antworten und wünschen euch viel Glück!

Im Rahmen des LovelyBooks Literatursalons könnt ihr in dieser Leserunde ein weiteres Literatursalon-Lesezeichen erlesen! Ihr seid noch kein Literatursalon-Mitglied? Ihr könnt jederzeit eintreten. Alle Infos dazu findet ihr hier.

* Bitte beachtet vor deiner Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.
1804 BeiträgeVerlosung beendet
Letzter Beitrag von  Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
Meine Rezension https://www.lovelybooks.de/autor/Graham-Moore/Die-letzten-Tage-der-Nacht-1358266880-w/rezension/1516743794/ Mein Fazit Dieses Buch ist ein schönes Andenken an Thomas Edison und sein Werk. Heutzutage kann man sich das Leben ohne Licht und Elektrizität gar nicht vorstellen

Zusätzliche Informationen

Graham Moore wurde am 01. Januar 1981 in Chicago (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

Graham Moore im Netz:

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