Gianfranco Calligarich

 3,8 Sterne bei 88 Bewertungen

Lebenslauf von Gianfranco Calligarich

Gianfranco Calligarich, geboren 1947 in Asmara, Eritrea, stammt aus einer Triestiner Familie. Er wuchs in Mailand auf, bevor er nach Rom zog, wo er als Journalist und Drehbuchautor arbeitet. 1994 gründete er das Teatro XX Secolo. Die Originalausgabe von Der letzte Sommer in der Stadt erschien 1973. Der Roman wird derzeit in zwanzig Sprachen übersetzt.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Gianfranco Calligarich

Cover des Buches Der letzte Sommer in der Stadt (ISBN: 9783552072756)

Der letzte Sommer in der Stadt

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Erschienen am 24.01.2022
Cover des Buches Der letzte Sommer in der Stadt (ISBN: 9783442773176)

Der letzte Sommer in der Stadt

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Erscheint am 13.09.2023
Cover des Buches Der letzte Sommer in der Stadt (ISBN: 9783863525453)

Der letzte Sommer in der Stadt

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Erschienen am 30.04.2022

Neue Rezensionen zu Gianfranco Calligarich

Cover des Buches Der letzte Sommer in der Stadt (ISBN: 9783552072756)
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Rezension zu "Der letzte Sommer in der Stadt" von Gianfranco Calligarich

Abhängen in Rom in den Siebzigern
takabayashivor 9 Monaten

Klappentext und Leseprobe haben mir gut gefallen, ich hatte mich auf diese Lektüre sehr gefreut, aber insgesamt erwies sich der Roman dann für mich als ziemlich zäh und uninteressant. Kann sein, dass ich einfach altersmäßig nicht zur Zielgruppe gehöre und deshalb so wenig damit anfangen konnte. Vieles hat mich stark an das Lebensgefühl von Kerouacs "On The Road" erinnert, das ziellose Rumhängen, spontane Ausflüge irgendwohin, viele Bekanntschaften, von denen man nur wenige als Freundschaften bezeichnen kann. Als ich (das muss auch in den Siebzigern gewesen sein) On The Road gelesen habe, war ich damals begeistert davon, keine Ahnung, ob mir das heute genauso ginge. Von diesem Roman war ich jedenfalls nicht begeistert und wundere mich, dass er nun zum dritten Mal neu aufgelegt und zum ersten Mal ins Deutsche übersetzt wurde.
Mit dem Protagonisten Leo, einem jungen Mailänder, der auszog, sich selbst und die Stadt Rom zu entdecken, konnte ich auf Dauer nicht warm werden, konnte sein Verhalten häufig nicht nachvollziehen. Auch seine Beziehung zu Arianna, seiner großen Liebe angeblich, hat mich nicht überzeugt. Es wirkt alles recht oberflächlich, die anfänglich noch relativ heitere Stimmung wird im Laufe des Romans immer melancholischer bis hin zu dem - für mich völlig überraschenden - Ende.
Gefallen haben mir die Beschreibungen von Rom, das ich selbst in dieser Zeit häufiger besucht habe. Das Flair kam überzeugend rüber. Gut geschrieben ist der Roman, daran lag es nicht, aber mir wurde nicht klar, was mir der Autor eigentlich mitteilen wollte. Vielleicht spricht einen das Buch stärker an, wenn man Mitte Zwanzig ist, aber eine allgemeine Leseempfehlung kann ich leider nicht aussprechen.

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Cover des Buches Der letzte Sommer in der Stadt (ISBN: 9783552072756)
Kados avatar

Rezension zu "Der letzte Sommer in der Stadt" von Gianfranco Calligarich

Melancholie
Kadovor 9 Monaten

Das Cover von Gianfranco Calligarichs Buch "Der letzte Sommer in der Stadt" ist schön gewählt und lässt an einen heißen Sommertag in Rom erinnern.
Das Buch ist von 1973 und hat wohl mittlerweile Kultstatus erreicht.
Es geht Hauptsächlich um den jungen Leo Gazzarra der nach Rom geht um da sein Leben zu leben. Er liest, feiert, trinkt, raucht, faulenzt und manchmal geht er auch arbeiten. Er lernt die hübsche Arianna kennen und eine seltsame Liebesgeschichte beginnt. Beide sind sehr melancholische und ganz eigene Persönlichkeit, die mir einfach nicht sympathisch rüber kamen.
Die Sprache im Buch ist eigentlich recht schön, aber ich vermisste von Anfang an eine Geschichte. Das Buch plätscherte so dahin und ich kann nicht so wirklich den Kult darum verstehen.
Vielleicht ist es aber auch einfach nicht meine Art von Roman, bestimmt gibt es Menschen denen es gut gefällt.

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Cover des Buches Der letzte Sommer in der Stadt (ISBN: 9783552072756)
Arizonas avatar

Rezension zu "Der letzte Sommer in der Stadt" von Gianfranco Calligarich

Und er setzte die Segel...
Arizonavor 10 Monaten

Der Roman erschien erstmals in Italien im Jahr 1973. Bei dieser aktuellen Ausgabe handelt es sich also um eine Wiederentdeckung des damaligen Kult-Buches. 

Zur Handlung: Leo Gazarra, Ende 20,  zieht von Mailand nach Rom, um dort als Korrespondent zu arbeiten. Dort verliert er aber nach kurzer Zeit den Job, und dann lässt er sich treiben und verliert so nach und nach den Boden unter den Füßen. Er versucht eher halbherzig seine Karriere als Journalist in Gang zu setzten - beim TV, dann bei einer Sportzeitung - jedoch klappt es nicht so wirklich. Daher sind auch seine Geldprobleme prägend für seinen Alltag. Lieber ist er sowie mit seinen intellektuellen Freuden unterwegs. Auf einer Party lernt er Arianna kennen und verliebt sich in sie. Aber die Beziehung der beiden ist auch eher problematisch. Auf mich wirkt das alles sehr unreif. Und vor allem, der Alkohol fliesst in Strömen, also ein Buch mit viel Promille - das ist so gar nicht mein Fall. Ich kann es gar nicht nachvollziehen, wie man so leben kann. Die Geschichten in Rom sind wohl durch die Biografie des Autors geprägt.

Dazu kommt noch, dass ich einige Formulierungen als recht komisch empfand. Vielleicht liegt dies auch an der Übersetzung, z.B. die so oft auftauchende Metapher, dass Leo "die Segel setzt", wenn er irgendwo verschwinden will. Das ist für mich so unpassend, dass ich mich echt daran gestört habe, (und es kommt gefühlt min. 10 x vor). Dann gibt es noch eine Szene, wo er und sein Freund auf einer Party eine Frau sehen, und der Freund fragt: "Wem gehört sie?" - anstatt ob sie mit jemandem zusammen ist. Das fand ich auch sehr befremdlich. Na ja, man merkt schon, das Buch und ich werden keine Freunde. Obwohl die Sprache stellenweise auch sehr schön ist. Am Anfang hatte mich noch die Atmosphäre von Rom beeindruckt. Im Mittelteil floss dann der Alkohol, was mich abgestossen hat. (Zitat: "Ich war von morgens bis abends blau.") Im letzten Drittel konnte mich das Buch wieder etwas versöhnen, aber unterm Strich war es nichts für mich. 

Kommentare: 1
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