George Orwell

 4,3 Sterne bei 5.962 Bewertungen
Autor von 1984, Farm der Tiere und weiteren Büchern.
Autorenbild von George Orwell (©kein Urheberrecht mehr)

Lebenslauf von George Orwell

Orwell wurde als Eric Arthur Blair geboren in britisch Indien geboren. Er hat eine ältere und eine jüngere Schwester. Orwell geht mit seiner Mutter und seiner älteren Schwester nach England zurück. Seine jüngste Schwester Avril, wird erst in England geboren. Sein Vater bleibt in Indien als Kolonialbeamter. Auf Grund seiner guten schulischen Leistungen wird es Orwell ermöglicht auf ein Internat für Kinder der englischen Oberschicht zu gehen, seine Eltern können sich dies nur leisten, da ihnen die Hälfte der Schulgebühren erlassen wird. Später studiert er in Wellington und Eton. 1921 geht er zur Kolonialpolizei nach Burma, muss allerdings nach einiger Zeit den DIenst quitieren, da er mit den brutalen und grausamen Erlebnissen dort nicht zurecht kommt. Er geht zurück nach England und will Schriftsteller werden, zunächst mangelt es ihm dafür jedoch an Interesse und er geht nach Paris um als Englischlehrer zu arbeiten, jedoch fehlt es ihm hier auch an Engagement. Es kommt sogar soweit dass er zurück in England als Tagelöhner arbeitet und obdachlos wird. Nur das Wohlwollen seiner Freunde, die ihm immer wieder kleine Schreibaufträge zukommen lassen, halten ihn über Wasser. Nachdem er im spanischen Bürgerkrieg verletzt wurde, konnte er während des zweiten Weltkriegs als Buchkritiker arbeiten. DIe meisten seiner Kollegen wurden eingezogen weswegen es ihm nicht an Arbeit mangelte. Da er die Pressezensur nicht ertragen konnte, kündigte er obwohl er dort sehr gut verdiente.1945 veröffentlichte er erst 1984 womit er den literarischen Durchbruch schaffte. Zahlreiche kleinere Essays berichten von seinen Erlebnissen in Burma und Spanien. In seiner Obdachlosen Zeit zog er sich wohl eine Tuberkulose zu und starb daran im Alter von 46 Jahren. Kurz vor seinem Tod heiratete er seine langjährige Freundin.

Neue Bücher

Cover des Buches Farm der Tiere / Animal Farm (ISBN: 9783730610985)

Farm der Tiere / Animal Farm

Neu erschienen am 24.01.2022 als Taschenbuch bei Anaconda Verlag.
Cover des Buches Reise durch Ruinen (ISBN: 9783406776991)

Reise durch Ruinen

 (1)
Neu erschienen am 21.01.2022 als Hardcover bei C.H.Beck.
Cover des Buches 1984 (ISBN: 9783844539363)

1984

 (1)
Neu erschienen am 15.11.2021 als Hörbuch bei Der Hörverlag.

Alle Bücher von George Orwell

Cover des Buches 1984 (ISBN: 9783548234106)

1984

 (3.921)
Erschienen am 01.06.1994
Cover des Buches 1984 (ISBN: 9783730609767)

1984

 (35)
Erschienen am 18.01.2021
Cover des Buches Farm der Tiere (ISBN: 9783730609774)

Farm der Tiere

 (30)
Erschienen am 18.01.2021
Cover des Buches Tage in Burma (ISBN: 9783257203080)

Tage in Burma

 (23)
Erschienen am 26.04.2003
Cover des Buches Mein Katalonien (ISBN: 9783257202144)

Mein Katalonien

 (21)
Erschienen am 26.04.2003
Cover des Buches Erledigt in Paris und London (ISBN: 9783257205336)

Erledigt in Paris und London

 (15)
Erschienen am 27.02.2007

Neue Rezensionen zu George Orwell

Cover des Buches Farm der Tiere (ISBN: 9783730609774)W

Rezension zu "Farm der Tiere" von George Orwell

Super Klassiker! Zeitlos.
weltentzuecktvor 7 Tagen

Farm der Tiere ist eine Parabel auf die Geschichte der Sowjetunion, was super interessant ist und vielleicht von denjenigen eher bemerkt wird, die in Geschichte ein wenig mehr aufgepasst haben als ich.
Mir wurde es erst bewusst, als ich mich nach Beendigung des Buches noch ein wenig damit auseinandersetzte und im Internet auf die Interpretation stoß. Wow, was eine Erkenntnis!
Aber auch ohne den Zusammenhang direkt beim Lesen zu sehen, gefiel mir das Buch sehr gut.

Dem Roman liegt die Überzeugung zugrunde, dass alle Revolutionen letzten Endes nur eine Verschiebung im Kaleidoskop der Macht herbeiführen, dass die Grundstruktur der Gesellschaft aber immer die gleiche bleibt.
Es bringt die Problematiken, die mit Macht einhergehen, wie z.B. Manipulation und eine Klassengesellschaft, auf einfache Art und Weise auf den Punkt, sodass sie selbst für Kinder verständlich ist.
Statt verschiedener Gesellschaftsschichten, verwendet Orwell verschiedene Tierarten. Statt schwer zu verstehender Verhandlungen mit dem Ausland, verpackt Orwell die Thematik in Verhandlungen der Farm der Tiere mit Nachbarsfarmen.
Die Schafe sind etwas dämlich und leicht zu führen und zu lenken. Die Katze drückt sich raffiniert vor jeder Arbeit. Die Pferde ackern und ackern in Aussicht auf eine schöne Rente, die sie aber niemals bekommen. Stattdessen werden sie noch im Tod ausgebeutet, in dem der Schlachter ihrem Leben ein Ende bereitet. Die Schweine führen die Farm der Tiere und während sie zu Beginn Gleichheit und ein besseres Leben versprachen, verändern sie die Regeln der Farm nach eigenem Ermessen, um stattdessen nur sich selbst zu bereichern.

Die Geschichte ist sehr interessant und zeitlos. Ich war wirklich überrascht, wie viele Parallelen ich zu unserer Zeit heute bemerkte, obwohl das Werk bereits 1945 erschienen ist. 

Klare Leseempfehlung! 5 Sterne.

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Cover des Buches Farm der Tiere (ISBN: 9783717525189)B

Rezension zu "Farm der Tiere" von George Orwell

Vier Beine gut, zwei Beine schlecht
Buecherseele79vor 18 Tagen

"Sie konnte sich die Gründe nicht erklären, aber jetzt lebten sie in einer Zeit, in der niemand mehr freimütig seine Meinung zu sagen wagte, in der überall wütend knurrende Hunde herumstreiften und in der man mit ansehen musste, wie Genossen in Stücke gerissen wurden, nachdem sie schockierende Verbrechen gestanden hatten." (Seite 81)

"Farm der Tiere" kenne ich seit Kindheitstagen, allerdings kenne ich hier "nur" den Zeichentrickfilm und er hat mich, bis heute, fasziniert aber auch schockiert. 

George Orwell ist , in meinen Augen, ein Genie. Er hat einfach ein Gefühl für Geschichten oder wie hier, für ein Märchen, was aber nicht weniger erschreckend sein könnte da es auf die Realität trifft. Dadurch dass es hier um eine Farm geht die von Tieren geführt wird schliesst man die einen Tiere ins Herz, die anderen möchte man zur Tür hinausjagen und der Rest sind einfach nur dumme Schafe.

Der Schreibstil ist einfach, mit Ironie, mit Ernst, mit Fassungslosigkeit im Geschehen. Und wie gesagt, auch wenn es hier um Tiere geht, so ist die Geschichte dahinter nicht weniger bewegend und tiefgreifend.

Das Cover könnte zum Geschichte nicht passender sein. Und auch mich hatte es sofort angesprochen.

George Orwell hat dieses Märchen verfasst als die Welt sich im Kampf gegen Hitlerdeutschland befand, als die letzten Züge im zweiten Weltkrieg lagen. Ich empfehle auch ganz dringend das Vorwort sowie die Thematik Pressefreiheit von Orwell selbst verfasst, im hinteren Buch zu lesen. Auch das Nachwort von Eva Menasse hat mir sehr gut gefallen und zeichnet ein Bild des Schriftstellers George Orwell.

In diesem Buch prangert Orwell den Aufstieg von Stalin sowie den Kommunismus an. Was Sozialismus bedeutet, wie er sich auswirkt, wer die Gewinner und wer die Leidtragenden sind. Im Prinzip sage ich frech heraus- es passt perfekt, leider, in die heutige Zeit, immer noch. Und man kann es auf zig Diktaturen dieser Welt ummünzen, denn genau darum geht es in Farm der Tiere.

Eine Idee die anfangs so unglaublich fair und toll erläutert wird, die aber von ein paar "Höheren", in diesem Fall die Schweine, ausgenutzt wird, und das untere Volk- die restlichen Tiere, müssen ackern, krampfen, hungern und trotzdem ist eine freie Meinungsäusserung nicht gegeben. Und der "böse Geist", der an vielen Fehlschlägen Schuld trägt darf natürlich auch nicht fehlen.

Wie gesagt- es ist und bleibt, neben 1984, ein Meisterwerk was in seiner Thematik absolut zeitlos und hochaktuell ist. Und unbedingt gelesen werden muss!

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Cover des Buches Farm der Tiere (ISBN: 9783717525189)U

Rezension zu "Farm der Tiere" von George Orwell

Unbedingt (noch einmal) lesen
UlrikeZavor einem Monat

„All animals are equal, but some animals are more equal than others.” (Alle Tiere sind gleich. Aber manche sind gleicher als die anderen.) Mit diesem Satz hat George Orwell in „Farm der Tiere“ trefflich erfasst, weshalb alle Versuche einer kommunistischen Gesellschaftsform bisher gescheitert sind. Dass das Anfang der 40er-Jahre des letzten Jahrhunderts verfasste Buch eine Parabel auf die geschichtlichen Ereignisse in der Sowjetunion im Anschluss an die Februarrevolution und die darauffolgende diktatorische Herrschaft Stalins sind, ist hinlänglich bekannt. Sollte ich das Buch also noch einmal lesen? Würde es mich 2021 gleichermaßen begeistern wie damals, als ich es als Schülerin gelesen hatte? Würde ich die Aussagen des Romans noch immer als aktuell empfinden? Absolut. Das Buch lohnt sich beim ersten wie beim wiederholten Mal lesen. Die Anspielungen auf die geschichtlichen Ereignisse in Russland damals eignen sich, das eigene Wissen darum wieder einmal aufzufrischen. Gleichzeitig ist es schon fast erschreckend, von welcher Aktualität das Buch weiterhin ist, und wie die Utopie, dass alle Menschen gleich sein sollten, leider immer wieder am Egoismus scheitert. 

 

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Gespräche aus der Community

Klassiker-Leserunde

Beginn: 15.05.2021

Wir von der Klassikergruppe lesen zusammen „1984“ von George Orwell.

Die Leserunde beginnt am 15.05.2021.

Jeder ist herzlich willkommen!

558 Beiträge
C
Letzter Beitrag von  cho-icevor 8 Monaten
Hm, ja tatsächlich fand ich, dass die Folterei recht viel Raum einnahm und auch sehr ausführlich behandelt wurde. Mein Interesse lag eher in der Beschreibung des Zustands dieses Regimes, auch das Buch fand ich sehr interessant. Diese Dinge rückten ab der gefangennahme schon in den Hintergrund. Also ich verstehe schon, dass Orwell das eindrücklich schildern wollte, Entsetzen beim Leser erzeugen wollte. Für mich persönlich war die Botschaft im Prinzip aber vorher schon angekommen, für mich hätte alles nach der Gefangennahme stark gekürzt werden dürfen.

Interessant, wie unterschiedlich wir das wahrnehmen. ich fand gerade die "Gespräche" zwischen Winston und O´Brien spannend und in vieler Hinsicht erhellend, um das System und die Denke der Partei noch besser zu verstehen.

Wir haben beschlossen in der Insider Top-3-Voting-Challenge zusammen "1984" von George Orwell zu lesen. 

Ich fände es schön, beim Lesen über dieses Buch zu diskutieren, daher habe ich diese Leserunde erstellt.

Jeder liest mit seinem eigenen Leseexemplar, es gibt kein Buch zu gewinnen!

Wir beginnen jetzt und lassen uns bis zum Ende des Monats Zeit, um es zu beenden. Rezensieren ist keine Pflicht, der Austausch steht im Vordergrund.


Es kann natürlich jeder mitmachen, der Lust dazu hat, auch wenn er nicht bei der Challenge angemeldet ist.    


Vielleicht könnt ihr ne kurze Info geben, wann ihr mit Lesen anfangen wollt. Danke. 

Viel Spaß uns allen :)
19 Beiträge
L
Letzter Beitrag von  Luthien_Tinuvielvor 4 Jahren

Ich lade ein zur Leserunde meines neu erschienenen Romans und freue mich auf lebhafte Teilnahme und Diskussion!

Der Klappentext:

Durch einen spektakulären Unfall wird der Einzelgänger Salvatore mitten im Krieg berühmt. Freund und Feind reißen sich um ihn. Aber wem kann er wirklich vertrauen – dem blauen Kameraden, den depressiven Adventisten oder der schönen, aber chronisch übermüdeten Unbekannten?

Tragikomödie, Thriller, gesellschaftliches Horror-Szenario, Außenseiter-Liebesgeschichte voller schrill-abgründiger Charaktere: Der neue Roman des Autors von „Familie Fisch macht Urlaub“ ist eine packende Groteske über den Krieg in unserer Welt, sein schweigsamer Held ein moderner Simplicissimus.

Hintergrundinfos zu mir als Autor und zu dem Romanprojekt (das WIRKLICH ungewöhnliche Wege ging!) finden Sie auf meinem Blog.

Ich stelle jeder Teilnehmerin/jedem Teilnehmer ein Paperback oder ein E-Book (je nach Wunsch) kostenlos zur Verfügung, Versand ebenfalls kostenlos. Also: wer bei Namen wie Sorokin, Douglas Adams, Murakami, Tom Sharpe, David Sedaris oder Thomas Pynchon neugierig wird, der muss sich bei dieser Leserunde bewerben!

32 BeiträgeVerlosung beendet
M
Letzter Beitrag von  MichaelWaeservor 6 Jahren
Hallo, Schön, dass es doch noch geklappt hat. Danke, und wie sagt man: Empfehlen Sie uns weiter! MW

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