Franzobel

 3,9 Sterne bei 153 Bewertungen
Autor von Das Floß der Medusa, Die Eroberung Amerikas und weiteren Büchern.
Autorenbild von Franzobel (©Dirk Skiba / Quelle: Hanser Verlag)

Lebenslauf von Franzobel

Ein Leben gewidmet der Kunst: Franzobel, eigentlich Franz Stefan Griebl, geboren am 1. März 1967 in Vöcklabruck, Oberösterreich, ist ein österreichischer Maler, Dramatiker, Lyriker und Schriftsteller. Er absolvierte eine Ausbildung für Maschinenbau an der Höheren Technischen Lehranstalt in Vöcklabruck und studierte anschließend in Wien Germanistik und Geschichte. Schon damals begeisterte er sich für Theater und Schauspiel und war auch als Komparse am Burgtheater in Wien tätig. Seit 1989 arbeitet er als freier Schriftsteller und lebt mit seiner Ehefrau Maxi Blaha, die ebenfalls Schauspielerin ist, an wechselnden Orten, darunter Wien und Buenos Aires. 

Neue Bücher

Cover des Buches Die Viehmännin (ISBN: 9783709205303)

Die Viehmännin

Erscheint am 17.10.2022 als Taschenbuch bei Passagen.
Cover des Buches Die Eroberung Amerikas (ISBN: 9783442771929)

Die Eroberung Amerikas

 (1)
Erscheint am 14.12.2022 als Taschenbuch bei btb.

Alle Bücher von Franzobel

Cover des Buches Das Floß der Medusa (ISBN: 9783442717194)

Das Floß der Medusa

 (86)
Erschienen am 14.01.2019
Cover des Buches Die Eroberung Amerikas (ISBN: 9783552072275)

Die Eroberung Amerikas

 (24)
Erschienen am 25.01.2021
Cover des Buches Wiener Wunder (ISBN: 9783552056909)

Wiener Wunder

 (8)
Erschienen am 28.07.2014
Cover des Buches Rechtswalzer (ISBN: 9783552059221)

Rechtswalzer

 (4)
Erschienen am 28.01.2019
Cover des Buches Schmetterling Fetterling (ISBN: 9783854528722)

Schmetterling Fetterling

 (3)
Erschienen am 01.01.2004

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Franzobel

Cover des Buches Die Eroberung Amerikas (ISBN: 9783552072275)toomanybookss avatar

Rezension zu "Die Eroberung Amerikas" von Franzobel

Hat mein Herz leider nicht erobert...
toomanybooksvor 2 Monaten

Nachdem ich Franzobels „Floß der Medusa“ wirklich genossen habe, war ich gespannt auf seinen nächsten Roman „Die Eroberung Amerikas“. Doch das Buch hat leider nicht mein Herz erobert. 


Es geht um eine Reihe an Charakteren, die von Europa in den Süden der heutigen USA reisen, um dort ihre Kolonialmacht auszuüben. Dabei treffen sie natürlich auf Einheimische, die ihnen teilweise ganz schön Feuer unter dem Hintern machen. 


Ich muss gestehen, ich habe nur ¾ des Buches gelesen, weil es mir leider nicht zugesagt hat. Meiner Meinung nach gibt es zu viele Charaktere, auf die man sich konzentrieren muss. Teilweise ist gar nicht klar, aus wessen Sicht erzählt wird, was zur Verwirrung führt. Die Vielzahl an Figuren trägt auch dazu bei, dass sie einzeln nicht gut entwickelt sind (es erweckt zumindest den Anschein) und oberflächlich rüberkommen. 


Auch der Plot vollzieht sich schleppend – die Charaktere sind die ganze Zeit nur auf Reisen und hin und wieder passiert mal wieder was. Mir war nicht ganz klar, was das genaue Ziel der Figuren war und warum sie in bestimmten Situationen so gehandelt haben. Es gibt viele Zeit- und Ortswechsel, was das alles nicht viel besser macht. 


Gefallen hat mir aber der Schreibstil. Wenn auch etwas inkohärent, verwendet der Autor viele interessante Wörter, die ich gerne weiter in mein eigenes Vokabular importieren möchte. Auch ein schöner Wechsel zwischen hypo- und parataktischen Sätzen führt dazu, dass man das Buch gut lesen kann. 


Schließlich gebe ich dem Buch 2/5 Sterne, weil der Schreibstil das Einzige ist, was mich überzeugt hat.

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Cover des Buches Lusthaus oder die Schule der Gemeinheit (ISBN: 9783492240277)dunkelbuchs avatar

Rezension zu "Lusthaus oder die Schule der Gemeinheit" von Franzobel

Dieser Roman kommt monströs, dekadent und abstrus daher.
dunkelbuchvor 3 Monaten

Die zweijährige Rosalia ist vor 80 Jahren verstorben. Ihr Leichnam liegt unversehrt, einbalsamiert in einem Glassarg in Palermo in der dortigen Kapuzinergruft.
Ihre Seele jedoch landet in Wien.
Dort im Körper der Elvira Klappbauch. Und damit ist der Leser sofort in der Geschichte, soweit man es eine Geschichte nennen kann.
Ein Ansammlung von abgedrehten Personen, Typen präsentiert Franzobel, ein Pseudonym des Schriftstellers Stefan Griebl, dem Leser. Und dieser wird fast erschlagen von dem Kaleidoskop verschiedener Charaktere. So recht entwickelt sich auch kein Erzählfluß, keine Erzählstruktur. Aber darauf kommt es auch nicht an. Franzobel jongliert mit Sprache, mit der Beschreibung von Alltäglichkeiten und skurrilen Begebenheiten. Die Personen sind verschieden, wie sie verschiedener nicht sein können. Und dies alles mit der Stadt Wien im Hintergrund. Dieser morbiden österreichischen Metropole, die andererseits auch den Eindruck eines Dorfes macht. In den Grüften auch mit Palermo eine Entsprechung hat. Hier wie dort gibt es die  Kapuzinergruft. In dieser Atmosphäre schlagen sich die Personen durch ihre jeweiligen Leben, die wiederum durch den Tod bestimmt sind. Und so wird der Leser auch ständig mit morbiden Situationen und Betrachtungen konfrontiert. 

Eine sprachlich virtuose, phantasievoll-endzeitliche Groteske, wie sie für das morbide wienerische fin de siecle nicht typischer sein könnte.

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Cover des Buches Die Eroberung Amerikas (ISBN: 9783552072275)dunkelbuchs avatar

Rezension zu "Die Eroberung Amerikas" von Franzobel

Die Konquistadoren: Ideologie und Völkermord.
dunkelbuchvor 4 Monaten

Von Havanna aus setzen Schiffe über und 800 Männer gehen im Süden Floridas an Land. Von dort geht es nach Norden, durch Georgia bis nach Southcarolina und Northcarolina, man marschiert durch Teile des heutigen Arkansas, Oklahoma und Texas, dabei überquert man irgendwann den Mississippi, den man dann später als Wasserstraße heimwärts nutzt. Nur ein Viertel der Männer kehrt heim, ihre Ausbeute, an der „Erfolg“ gemessen wird, ist gering. Ihre Taten auf dem Weg: Völkermord. Bestialitäten. Folter. Massenvergewaltigungen. Diebstahl. Brandschatzung. 

Ein faszinierender Roman mit dem richtigen Maß an historischen Gegebenheiten und schriftstellerischer Freiheit, der mit Fabulierkunst punktet und Größenwahn in den Fokus stellt.

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Gespräche aus der Community

Im Rahmen der INSIDER-Voting-Challenge wollen wir zusammen "Das Floss der Medusa" von Franzobel lesen.

Offiziell beginnt läuft die Leserunde ab dem 01.11.2017 und geht biszum Ende des Monats. Rezensieren ist keine Pflicht, aber bei der Challenge erhält man ein Los dafür.

Jeder liest mit seinem eigenen Leseexemplar, es gibt kein Buch zu gewinnen!

Es kann natürlich jeder mitmachen, der Lust dazu hat, auch wenn er nicht bei der Challenge angemeldet ist.


Eine kurze Info, wann ihr mit dem Lesen beginnen wollte, wäre schön, damit man die Leserunde besser abstimmen kann. Viel Spaß beim Lesen!
17 BeiträgeVerlosung beendet
Zaliras avatar
Letzter Beitrag von  Zaliravor 5 Jahren
Ja der Humor ist auch das, was mir noch sehr gut gefällt, wenn dann wieder aus heiterem Himmel ein lautes "Charliiiee" eingeworfen wird^^

Zusätzliche Informationen

Franzobel wurde am 01. März 1967 in Vöcklabruck (Österreich) geboren.

Franzobel im Netz:

Community-Statistik

in 252 Bibliotheken

auf 68 Wunschzettel

von 91 Lesern aktuell gelesen

von 6 Lesern gefolgt

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