Ferdinand von Schirach

 4,2 Sterne bei 3.238 Bewertungen
Autor von Verbrechen, 2 Blu-rays, Schuld und weiteren Büchern.
Autorenbild von Ferdinand von Schirach (© Michael Mann)

Lebenslauf von Ferdinand von Schirach

Insiderwissen: Der Strafverteidiger und Schriftsteller Ferdinand von Schirach wurde 1964 in München geboren. Seit 1994 arbeitet er in Berlin als Anwalt und Strafverteidiger. Zu seinen Mandanten gehörten das frühere Politbüro-Mitglied Günter Schabowski, der ehemalige BND-Spion Norbert Juretzko, Industrielle, Prominente und Angehörige der Unterwelt. 2009 publizierte er seinen Debütband "Verbrechen", in dem er seine skurrilsten und unglaublichsten Fälle niederschrieb und welcher bereits verfilmt wurde. Seine Bücher wurden zu Millionenfach verkauften internationalen Bestsellern. Sie erschienen bisher in 40 Ländern

Alle Bücher von Ferdinand von Schirach

Cover des Buches Verbrechen, 2 Blu-rays (ISBN: 4052912360556)

Verbrechen, 2 Blu-rays

 (737)
Erschienen am 01.04.2013
Cover des Buches Schuld (ISBN: 9783442714971)

Schuld

 (529)
Erschienen am 13.02.2017
Cover des Buches Der Fall Collini - Filmausgabe (ISBN: 9783442718665)

Der Fall Collini - Filmausgabe

 (512)
Erschienen am 08.04.2019
Cover des Buches Tabu (ISBN: 9783442714988)

Tabu

 (245)
Erschienen am 13.02.2017
Cover des Buches Strafe (ISBN: 9783442770526)

Strafe

 (200)
Erschienen am 11.10.2021
Cover des Buches Terror (ISBN: 9783442714964)

Terror

 (183)
Erschienen am 12.09.2016
Cover des Buches Die Würde ist antastbar (ISBN: 9783442715008)

Die Würde ist antastbar

 (147)
Erschienen am 13.02.2017
Cover des Buches Kaffee und Zigaretten (ISBN: 9783442719747)

Kaffee und Zigaretten

 (144)
Erschienen am 13.04.2020

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Ferdinand von Schirach

Cover des Buches Terror (ISBN: 9783442714964)
L

Rezension zu "Terror" von Ferdinand von Schirach

Regt zum Nachdenken an!
Loriszvor einem Tag

Das Buch "Terror" behandelt ein sehr spannendes Thema und regt wirklich zum Nachdenken an. Ich ein Menschenleben genau gleich viel wert wie ein anderes oder können Menschenleben gar nicht miteinander verglichen werden. Im Buch hat Lars Koch ein, von Attentätern entführtes, Flugzeug abgeschossen, ohne einen Befehl dafür bekommen zu haben. Er hat sich dem Befehl widersetzt nicht zu schiessen und hat es trotzdem getan. Er hat 164 Menschen getötet, dabei aber andere 70000 gerettet. Wir befinden uns im Gerichtssaal, wo über die Situation diskutiert wird, ist Lars Koch ein Mörder, oder hat er das Richtige getan. 

Das Buch ist sehr einfach geschrieben, und die spannende Thematik zieht einen richtig in den Bann. Das Buch ist innerhalb weniger Stunden gelesen. Man kann das Buch fast nicht weglegen, und möchte eigentlich wissen, wie am Schluss das Urteil fällt. Doch der Wunsch nach EINEM Urteil wird uns nicht erfüllt. Ferdinand von Schirach fällt das Urteil nicht selber, es gibt zwei Enden. Im einen wird er verurteilt, im anderen freigesprochen. Das macht das ganze noch spannender, der Autor überlässt die Entscheidung uns, was ist für uns das Richtige, er entscheidet nicht für uns, da es keine richtige Entscheidung gibt. Es ist viel zu schwer, die richtige Entscheidung zu treffen, da in beiden Fällen Menschen sterben. Ich finde das Ende total gut gelungen. 

Erstes fünf Sterne Buch dieses Jahres!!!

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Cover des Buches Nachmittage (ISBN: 9783630877235)
L

Rezension zu "Nachmittage" von Ferdinand von Schirach

Tiefgang und Wortgewandtheit
lunamariavor 7 Tagen

Ich hab mich lange davor gedrückt Schirachs Bücher zu lesen, weil mir der Hype zu groß war. Inzwischen weiß ich, dass das ein riesiger Fehler war und ich nun alle seine Bücher lesen werde.

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Cover des Buches Nachmittage (ISBN: 9783630877235)
Thomas_Lawalls avatar

Rezension zu "Nachmittage" von Ferdinand von Schirach

Nicht nur für Nachmittage
Thomas_Lawallvor 8 Tagen

Vielleicht sollte man aus der Vielzahl der Geschichten in Ferdinand von Schirachs neuem Erzählband eine ganz besondere zur genaueren Betrachtung herausnehmen, wobei dies die Qualität der anderen nicht abwerten soll, um potentiellen Leserinnen und Lesern die Lektüre dieses Buches ans Herz zu legen.

Mindestens ein Grund für die besondere Beachtung jener "Nachmittage" bildet ein Treffen in Neapel, im real existierenden Caffè Gambrinus. Ob es sich bei dem 94jährigen Lorenzo ebenfalls um eine reale Existenz handelt, spielt eine untergeordnete Rolle. Jedenfalls soll er, wie man sich erzählt, ein Freigeist gewesen sein. Mit einem solchen sollte man ebenfalls ausgestattet sein, um das ganze Ausmaß von "Vierundzwanzig" erfassen zu können.

Schließlich sei es erstaunlich, wie er sagte, was Philosophen "schon 500 Jahre vor Christus durch bloßes Nachdenken" herausgefunden haben, und was die Kirche ohne jedes Erbarmen später bekämpfen sollte. Eine Welt, die ohne jeden Gott und das Gegenteil existiert:

"Wir sterben, zerfallen, die Atome ordnen sich neu, nur das sei der ewige Kreislauf."

Lorenzo kennt viele Passagen des "wichtigsten Gedichts der Menschheit" auswendig. Lukrez' (Titus Lucretius Carus) "De rerum natura" (Über die Natur der Dinge) entstand im 1. Jahrhundert v. Chr. und eine Abschrift des sechsbändigen Lehrgedichts wurde glücklicherweise im 15. Jahrhundert in einem deutschen Kloster gefunden.

Er wird nicht müde, den guten Weg zu beschreiben, auf dem die Menschheit sich befand, bis zum Beginn jener "sehr dunklen Zeit", als man den Menschen das Denken abgewöhnte.

Dafür bekamen sie "Schuld, Sünde und Hölle".

Nicht alle in diesem Buch versammelten Texte sind von derlei Gewicht und doch ziehen sie in ihrer Bedeutung einen, fast mathematisch präzisen, Strich unter die Summanden einer Addition von Lebenserfahrungen. Die Summe ergibt sich dann wie von selbst.

Das können vier Tage in Paris sein, eine besondere Wohnung, das Treffen mit einer befreundeten Psychiaterin, Wittgensteins Zeitbegriff, ein geschichtsträchtiges Haus in Venetien, die Wichtigkeit von Interviews in Japan oder die Vorstellung eines "vollkommen sinnlosen Satzes" des schwedischen Schriftstellers Lars Gustafsson, welcher unter Umständen doch ganz gut zu verstehen ist.

"Nachmittage" ist (auch) eine Art erweitertes Tagebuch. Persönliche Notizen schildern Begebenheiten, die das Leben und seine Überraschungen ständig erweitern, in Vielfalt verzweigen und in unwiederbringliche Momentaufnahmen zerlegen, die, wenn sie nicht sofort notiert werden, viel zu schnell schnell wieder verschwinden.

Erbauliche Lektüre, nicht nur für Nachmittage.

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Gespräche aus der Community

Ich habe gerade das angehängte Buch fertig und bin auch ganz angetan. Mit der Geschichte "Summertime" habe ich allerdings ein Problem. Es geht um eine nicht auf Sommerzeit umgestellte Uhr, das habe ich soweit verstanden. MEINTE ICH! ...bis ich dann den letzten Absatz las: "Schmied begriff die Sache mit der Zeit erst Monate nach seiner Pensionierung..." Was gibt es denn da NOCH zu verstehen? Was habe ich übersehen? Wurde Schmied gelinkt? Irgendwie stehe ich da jetzt auf dem Schlauch. Wer erklärt es mir?
11 Beiträge
sempervirentzs avatar
Letzter Beitrag von  sempervirentzvor 2 Jahren

Wer zusätzlich die Verfilmung mit Josef Bierbichler gesehen hat, kennt die Lösung. Sie ist hier aber auch schon genannt worden. Unser Anwalt nutzt die Tatsache, dass die Uhr von Boheim eine Stunde nach geht, schamlos aus und konstruiert die Sache mit der verdrehten Zeitumstellung – in der Hoffnung, dass der unerfahrene Polizist (im Film ein älterer, aber einfältiger Typ) und der kurz vor der Pensionierung stehende Staatsanwalt die Sache nicht sofort blicken. Im Film wird am Ende alles aufgelöst. Staatsanwalt Schmied (nun im Ruhestand) trifft die geschiedene Gattin von Boheim zufällig im Park und sie erwähnt, dass ihr die Sache mit der Uhrzeit auch erst ein paar Tage später gekommen sei, worauf Schmied ungläubig drein schaut; sie muss es ihm (und dem Zuschauer) noch extra erklären. Dann fragt Schmied, was mit der Armbanduhr sei. Und die Ex-Gattin entgegnet, Boheim habe nach Auslandsreisen oft vergessen seine Uhr umzustellen, sie glaube aber trotzdem nicht, dass er die Tat begangen habe. Schmied fällt natürlich die Kinnlade runter, denn er realisiert, dass er den Täter hat entkommen lassen.
Natürlich ist das Szenario vollkommen unrealistisch, wie so einige Stories von Schirach. Klar, ein Fünkchen Wahrheit wird er meistens mit verwoben haben, aber das allermeiste dürfte dann wohl doch Fiktion sein, aber warum auch nicht?

Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Ferdinand von Schirach im Netz:

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in 2.814 Bibliotheken

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