Ferdinand von Schirach

 4,3 Sterne bei 3.143 Bewertungen
Autor von Verbrechen, 2 Blu-rays, Schuld und weiteren Büchern.
Autorenbild von Ferdinand von Schirach (© Michael Mann)

Lebenslauf von Ferdinand von Schirach

Insiderwissen: Der Strafverteidiger und Schriftsteller Ferdinand von Schirach wurde 1964 in München geboren. Seit 1994 arbeitet er in Berlin als Anwalt und Strafverteidiger. Zu seinen Mandanten gehörten das frühere Politbüro-Mitglied Günter Schabowski, der ehemalige BND-Spion Norbert Juretzko, Industrielle, Prominente und Angehörige der Unterwelt. 2009 publizierte er seinen Debütband "Verbrechen", in dem er seine skurrilsten und unglaublichsten Fälle niederschrieb und welcher bereits verfilmt wurde. Seine Bücher wurden zu Millionenfach verkauften internationalen Bestsellern. Sie erschienen bisher in 40 Ländern

Neue Bücher

Cover des Buches Nachmittage (ISBN: 9783630877235)

Nachmittage

 (12)
Neu erschienen am 24.08.2022 als Gebundenes Buch bei Luchterhand.
Cover des Buches Die große Hörbuch-Edition II - Kaffee und Zigaretten und andere Texte (ISBN: 9783844547887)

Die große Hörbuch-Edition II - Kaffee und Zigaretten und andere Texte

Erscheint am 13.10.2022 als Hörbuch bei Der Hörverlag.
Cover des Buches Nachmittage (ISBN: 9783844547689)

Nachmittage

Neu erschienen am 24.08.2022 als Hörbuch bei Der Hörverlag.

Alle Bücher von Ferdinand von Schirach

Cover des Buches Verbrechen, 2 Blu-rays (ISBN: 4052912360556)

Verbrechen, 2 Blu-rays

 (737)
Erschienen am 01.04.2013
Cover des Buches Schuld (ISBN: 9783442714971)

Schuld

 (521)
Erschienen am 13.02.2017
Cover des Buches Der Fall Collini - Filmausgabe (ISBN: 9783442718665)

Der Fall Collini - Filmausgabe

 (499)
Erschienen am 08.04.2019
Cover des Buches Tabu (ISBN: 9783442714988)

Tabu

 (240)
Erschienen am 13.02.2017
Cover des Buches Strafe (ISBN: 9783442770526)

Strafe

 (194)
Erschienen am 11.10.2021
Cover des Buches Terror (ISBN: 9783442714964)

Terror

 (176)
Erschienen am 12.09.2016
Cover des Buches Die Würde ist antastbar (ISBN: 9783442715008)

Die Würde ist antastbar

 (144)
Erschienen am 13.02.2017
Cover des Buches Kaffee und Zigaretten (ISBN: 9783442719747)

Kaffee und Zigaretten

 (141)
Erschienen am 13.04.2020

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Ferdinand von Schirach

Cover des Buches Nachmittage (ISBN: 9783630877235)CocuriRubys avatar

Rezension zu "Nachmittage" von Ferdinand von Schirach

Die alte Klasse
CocuriRubyvor einem Tag

Das ist wieder diese Art von Werk, die ich vom Autor kenne und für die ich ihn schätze: Texte – kurze Einblicke, Begegnungen, Anekdoten, Momente aus einem Leben, einer beobachtenden Person.


Obwohl alles mit dem Erzähler (Autor) zusammen hängt, geht es immer um die Begegnung mit anderen Menschen und deren Geschichte.


Alle Texte haben eine tiefere Ebene, die sich für gewöhnlich erst zum Schluss offenbart und im besten Fall die Geschichte in ein völlig anderes Licht rückt und den Lesenden potentiell erschüttern kann.


Prägnant für den Stil des Autors, ist für mich, dass er präzise, fast schon sachlich, aber nicht kalt ist. Mit minimalen Worten werden ganze Szenerien und Lebensgeschichten erzählt.


Wie oft bei solchen Textsammlungen sind manche besser als andere, aber das generelle Niveau ist immer hoch.


Ich mochte dieses Buch von ihm wieder sehr – auch wenn es ein kurzes Vergnügen ist (auch mit großer Schriftgröße, dicken Seiten, für auch nicht unbedingt ein unerheblichen Preis).

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Cover des Buches Nachmittage (ISBN: 9783630877235)eulenmatzs avatar

Rezension zu "Nachmittage" von Ferdinand von Schirach

Geschichten für die Nachmittage
eulenmatzvor 4 Tagen

MEINUNG:

Ich lese bekanntlich alles von Ferdinand von Schirach und natürlich musste ich auch Nachmittagelesen. 

Nachmittags enthält 26 Erzählungen bzw. Kurzgeschichten, die manchmal aus mehreren Seiten bestehen und manchmal auch nur eine Seite lang sind. Er erzählt von seinen Reisen und den Leuten, die er dort trifft und die ihm ihre Geschichten erzählen (mehr oder weniger freiwillig manchmal). Die Geschichten sind nicht wie einige andere seiner Erzählbände fokussiert auf rechtliche Themen, sondern viele feine Beobachtungen aus dem Alltag. Dennoch liegt der Fokus wieder auf dem Thema Schuld.

Ferdinand von Schirach wirkt immer ziemlich weltmännisch. Er war gefühlt schon überall, er kennt unzählige Leute und alle diese Leute wollen ihm auch gerne ihre Geschichten erzählen. Das macht es natürlich spannend für die Leserschaft, denn hier stecken viele Geschichten drin, in denen Personen Schuld auf sich geladen haben. So viel Schuld, dass sich ein Leben für immer ändert, z.B. eine Frau, die denkt, dass ihr Mann Exhibitionist sei. Am eindrücklichsten fand ich die Geschichte über eine Klavierspielerin, die ihre Karriere aufgab. Diese Geschichte war so eindrücklich, dass ich sofort nachvollziehen konnte, warum sie es tat. Außerdem ein Uhren-Bauer, dessen Geheimnisse ihm zum Verhängnis wurden. Mir liegen eher die etwas längeren Geschichten über normale Personen. Ich konnte eher weniger mit den ganz kurzen Texten, Geschichten wäre zu viel gesagt, anfangen. Er schreibt auch einige Begebenheiten über Schriftsteller und andere Prominente, die wenig spannend fand und die auch nicht im Gehirn haften geblieben sind.

FAZIT:

Nachmittage hat mir gut gefallen. Einige Stories habe ich sehr intensiv gelesen und ich konnte trotz der Kürze darin versinken. Andere Stories, besonders über irgendwelche Schriftsteller oder andere Prominente haben mir eher weniger gegeben. Es gibt aber deutlich bessere Erzählbände, die für den Einstieg empfehlen würde. Nachmittageist etwas für Fans.

 

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Cover des Buches Terror (ISBN: 9783442714964)P

Rezension zu "Terror" von Ferdinand von Schirach

Im Zwiespalt
Primrose24vor 5 Tagen

Ein Terrorist kapert eine Lufthansamaschine und droht sie in das vollbesetzte Münchener Fußballstadion zu fliegen. Kurz vor der Katastrophe schießt der Kampfpilot Lars Koch die Maschine ohne Befehl seiner Vorgesetzten ab und tötet damit 164 Menschen. Nun steht er vor Gericht und muss sich für sein Handeln verantworten.

Die Verhandlung wird als Theaterstück vor einem Publikum aufgeführt, welches das Urteil über den Angeklagten fällen muss. Hierbei argumentieren Verteidigung und Staatsanwaltschaft für und gegen den Freispruch des Angeklagten, wie bei einem Strafprozess. Relativ schnell bekennt sich der Angeklagte schuldig für seine Tat. Die eigentliche Frage bezieht sich hingegen auf ein ethisches Dilemma: durfte der Angeklagte 164 Menschen töten, um 70.000 Menschen zu retten? Rechtlich gesehen gibt das Bundesverfassungsgericht vor, dass kein Leben gegen ein anderes aufzuwiegen ist. Doch moralisch gesehen, fällt diese Entscheidung deutlich schwerer. Am Ende des Buches kann der Leser selbst entscheiden, welches Urteil er für richtig hält. Doch die Diskussion die Ferdinand von Schirach mit seinem Buch aufwirft ist gewaltig und mehr als schwierig, sodass man sich als Leser selbst in einem Zwiespalt befindet. Gesetz gegen Moral. Ein großartiges Buch, dass mich noch sehr lange beschäftigen wird.

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Gespräche aus der Community

Ich habe gerade das angehängte Buch fertig und bin auch ganz angetan. Mit der Geschichte "Summertime" habe ich allerdings ein Problem. Es geht um eine nicht auf Sommerzeit umgestellte Uhr, das habe ich soweit verstanden. MEINTE ICH! ...bis ich dann den letzten Absatz las: "Schmied begriff die Sache mit der Zeit erst Monate nach seiner Pensionierung..." Was gibt es denn da NOCH zu verstehen? Was habe ich übersehen? Wurde Schmied gelinkt? Irgendwie stehe ich da jetzt auf dem Schlauch. Wer erklärt es mir?
11 Beiträge
sempervirentzs avatar
Letzter Beitrag von  sempervirentzvor 2 Jahren

Wer zusätzlich die Verfilmung mit Josef Bierbichler gesehen hat, kennt die Lösung. Sie ist hier aber auch schon genannt worden. Unser Anwalt nutzt die Tatsache, dass die Uhr von Boheim eine Stunde nach geht, schamlos aus und konstruiert die Sache mit der verdrehten Zeitumstellung – in der Hoffnung, dass der unerfahrene Polizist (im Film ein älterer, aber einfältiger Typ) und der kurz vor der Pensionierung stehende Staatsanwalt die Sache nicht sofort blicken. Im Film wird am Ende alles aufgelöst. Staatsanwalt Schmied (nun im Ruhestand) trifft die geschiedene Gattin von Boheim zufällig im Park und sie erwähnt, dass ihr die Sache mit der Uhrzeit auch erst ein paar Tage später gekommen sei, worauf Schmied ungläubig drein schaut; sie muss es ihm (und dem Zuschauer) noch extra erklären. Dann fragt Schmied, was mit der Armbanduhr sei. Und die Ex-Gattin entgegnet, Boheim habe nach Auslandsreisen oft vergessen seine Uhr umzustellen, sie glaube aber trotzdem nicht, dass er die Tat begangen habe. Schmied fällt natürlich die Kinnlade runter, denn er realisiert, dass er den Täter hat entkommen lassen.
Natürlich ist das Szenario vollkommen unrealistisch, wie so einige Stories von Schirach. Klar, ein Fünkchen Wahrheit wird er meistens mit verwoben haben, aber das allermeiste dürfte dann wohl doch Fiktion sein, aber warum auch nicht?

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