Eowyn Ivey

 4,4 Sterne bei 405 Bewertungen
Autorin von Das Schneemädchen, Das Leuchten am Rand der Welt und weiteren Büchern.
Autorenbild von Eowyn Ivey (© Stephen Nowers)

Lebenslauf von Eowyn Ivey

Benannt nach einer Figur aus J. R. R. Tolkiens berühmten Werk "Der Herr der Ringe" kam Eowyn Ivey am 07.02.1973 in Alaska zur Welt. Dort lebt sie noch heute gemeinsam mit ihrem Mann und zwei Töchtern. Die Schriftstellerin studierte Journalismus und kreatives Schreiben an der Western Washington University und der University of Alaska und war zehn Jahre lang als preisgekrönte Redakteurin bei der Frontiersman Newspaper tätig. Heute arbeitet sie Buchhändlerin bei dem unanhängigen Buchladen Fireside Books. Mit "Das Schneemädchen" erscheint 2012 Eowyn Iveys Debütroman, der bereits in elf Sprachen übersetzt wurde, auch in deutscher Sprache,

Alle Bücher von Eowyn Ivey

Cover des Buches Das Schneemädchen (ISBN: 9783499258220)

Das Schneemädchen

 (338)
Erschienen am 02.12.2013
Cover des Buches Das Leuchten am Rand der Welt (ISBN: 9783499290541)

Das Leuchten am Rand der Welt

 (26)
Erschienen am 25.09.2018
Cover des Buches Das Schneemädchen (ISBN: 9783899644692)

Das Schneemädchen

 (10)
Erschienen am 22.10.2012
Cover des Buches Das Schneemädchen (ISBN: B00IA5D0V8)

Das Schneemädchen

 (1)
Erschienen am 06.02.2014
Cover des Buches The Snow Child (ISBN: 9780755380534)

The Snow Child

 (19)
Erschienen am 06.11.2012
Cover des Buches To the Bright Edge of the World (ISBN: 9781472208620)

To the Bright Edge of the World

 (9)
Erschienen am 04.05.2017
Cover des Buches To the Bright Edge of the World: A Novel (ISBN: 9780316242837)

To the Bright Edge of the World: A Novel

 (2)
Erschienen am 29.08.2017

Neue Rezensionen zu Eowyn Ivey

Cover des Buches Das Schneemädchen (ISBN: 9783499258220)
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Rezension zu "Das Schneemädchen" von Eowyn Ivey

Eine geheimnisvolle Nacherzählung eines geheimnisvollen Märchens
Konwaliavor 5 Monaten

Ein älteres, kinderloses Ehepaar, Mabel und Jack ziehen nach Alaska, um ein Abenteuer zu erleben, und um sich dort was gemeinsam aufzubauen. Die Ehefrau Mabel liebt den Winter und alte Märchen. Ein Märchen liebt sie ganz besonders-ein altes russisches mit dem Titel ,,Schneemädchen". Dieses Märchen ist wunderschön, aber auch wahnsinnig traurig. Fast jede Version von ihm endet mit einem Tod des Schneemädchens. 

Eines Tages, kurz nachdem die beiden einen Schneemann im Garten gebaut haben, besucht sie ein geheimnisvolles Kind. Woher kommt es? Ist es überhaupt real? Oder vielleicht nur eine Schöpfung der Fantasie als  Verbildlichung des nicht erfüllten Kinderwunsches?

Ich hatte am Anfang Zweifel, ob ich dieses Buch überhaupt lesen sollte, denn Märchennacherzählungen waren eigentlich nicht so wirklich mein Lieblingsgenre gewesen. Bis ich das Buch gelesen habe!!! Es hat mich sehr positiv überrascht. Es gelang der Autorin den Zauber des Winter und der rauen alaskischen Landschaft einzufangen, und einen über viele Themen zum Nachdenken zu bringen.

Nach dem Lesen des Buches, war für mich am interessantesten  die Frage , warum sie sich so ein trauriges Märchen für ihren Roman ausgesucht hat, und was möchte sie uns mit dieser Geschichte vermitteln?

Mein Fazit:

Dieses Buch  ist ein wunderschönes Werk der Schreibkunst, und es hat einen tieferen Sinn, den es zu entdecken gilt, wie ein Rätsel in einer spannenden Kriminalgeschichte.


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Cover des Buches Das Leuchten am Rand der Welt (ISBN: 9783499290541)
Aleshanees avatar

Rezension zu "Das Leuchten am Rand der Welt" von Eowyn Ivey

Ruhig erzählt, aber fesselnd und mit viel Liebe zum Detail
Aleshaneevor 5 Monaten

Ich wusste ehrlich gesagt überhaupt nicht so recht, was mich hier erwartet. Den Klappentext hab ich nicht gelesen, denn da mich "Das Schneemädchen" von der Autorin schon so verzaubert hatte war ich einfach neugierig und wollte ohne Vorwissen in die Geschichte eintauchen.

Ein bisschen hat es mich anfangs an "Terror" von Dan Simmons erinnert. Eine Expedition in das unerforschte Alaska, erzählt aus wechselnden Perspektiven während der Reise und auch der Rückblick was vorher geschah war etwas ähnlich. Aber das war es auch schon. Später dann hab ich mich an Lady Trents Memoiren von Marie Brennan erinnert gefühlt, denn auch hier gibt es eine starke Frau, die entgegen der Konventionen für ihren Forschergeist einsteht.

Wir lesen hier zum einen einen Reisebericht aus dem Jahr 1885, verfasst in Tagebucheinträgen von Colonel Allen Forrester, der sich zusammen mit Lt. Pruitt und Lt. Tillmann aufmacht, um den unbekannten Norden in Alaska zu erforschen und kartografieren.
Dem entgegen berichtet seine Frau, die in der Garnison zurückgeblieben ist, wie sie die Zeit ohne ihn verbringt und ihr künstlerisches Talent zusammen mit ihrer Liebe zu Vögeln schließlich in der Fotografie vereint findet.
Dazwischen gibt es immer wieder einen Briefwechsel zwischen dem Nachfahren von A. Forrester, der die gesammelten Einträge einem Museum in Alaska zukommen lassen möchte und mit dem dortigen Kurator Joshua Sloan Kontakt aufgenommen hat.

Es ist eine ruhige Geschichte, bzw. mehrere Geschichten, die auf unterschiedlichen Ebenen bewegt und zu fesseln weiß. Die Reise in die harte und kalte Landschaft Alaskas ist nicht leicht und vor allem die Versorgung mit Proviant gestaltet sich als schwierig. Ebenso die Angst vor den dort ansässigen Indianern, die der kleinen Reisegruppe nicht immer wohlgesonnen gegenübersteht. Wie auch schon in "Das Schneemädchen" gibt es hier ein paar kleine mystische Aspekte, Aberglauben und wunderliche Ereignisse, über die man nachdenken, aber auch einfach nur hinnehmen kann.
Ich fand den Bericht sehr interessant und obwohl keine großen Abenteuer in Form von "Action" die Spannung erhöhen, weiß die Autorin, wie man die kleinen Wagnisse und Dramen der Menschen selbst in Szene setzt. Grade inmitten der einsamen Wildnis, in der man der Natur und den eigenen Gedanken ausgesetzt ist.

Das gleiche gilt für Sophie Forrester, des Colonels Frau, die die Trennung von ihrem Mann auf ihre eigene Art zu überbrücken sucht. Mit einem schweren Schicksalsschlag muss sie alleine zurechtkommen - findet aber den Weg über ihre Passion zu den Vögeln, die sie mit Begeisterung beobachtet und sich schließlich traut, die Fotografie zu erlernen. Damals ja noch kompliziert mit all dem Zubehör, dem Wissen um Chemikalien zur Entwicklung der Platten etc., was sie jedoch umso mehr anspornt, ihr Wissen zu erweitern. Auch gegen die Vorbehalte der anderen Damen der Gesellschaft setzt sie sich durch, die darin eher einen unnötigen und seltsamen Zeitvertreib sehen.


Das liebe ich so an ihm: Er macht sich nicht auf die Suche nach Hindernissen, sondern nach dem Weg, der um diese herumführt. Nichts scheint ihm unmöglich.
Zitat Seite 59


Auch die Liebe durchdringt hier immer wieder die Zeilen, denn die Tagebücher werden geführt, um sie später gemeinsam zu lesen und damit zu erfahren, wie der jeweils andere die Zeit der Trennung erlebt hat.

Ich mag den Colonel und ich finde solche Reisen in unbekannte Gebiete sehr faszinierend - dennoch zeigt es sich hier immer wieder, wie sehr das die natürliche Lebensweise der dort lebenden Menschen verändert. Und eigentlich nie zum guten. Die Indianer und Inuits werden christianisiert und mehr oder weniger gezwungen, eine andere Lebensart anzunehmen, eine "zivilisierte", mit der sie aber nur schwerlich zurechtkommen. Ich denke, die Beispiele auf der ganzen Welt sprechen hier für sich.


Binnen zwanzig Jahren nach der Expedition des Colonels, und hauptsächlich aufgrund seiner Berichte, zogen die Bergwerksunternehmen und die Pelzhändler in das Tal des Wolverine, und ab den 1920er Jahren litt der Stamm der Wolverine schwer unter Tuberkulose, Grippe und Alkoholismus.
Zitat Seite 425


Alles, was wir zu erfahren hoffen, zerstören wir mehr oder weniger sobald wir es entdecken. Eine Entwicklung die wirklich schade ist und traurig macht. Das spürt man auch im Briefwechsel zwischen Walt und Joshua, die sich 100 Jahre später über diese Expedition und ihre Folgen austauschen.

Vielleicht hätte dem ganzen an manchen Stellen etwas mehr Tempo oder "Aufregung" gut getan, aber ich denke, dass gerade der langsame Rhythmus, diese Ruhe und Einsamkeit, die die Atmosphäre einfachen, gerade richtig dosiert sind, um sich in die Figuren hineinversetzen zu können. Was übrigens noch mit einigen Fotos und Zeichnungen noch deutlicher wird.
Ich fand es eine großartige Geschichte, der mir noch ein kleiner Tick gefehlt hat, den ich aber nicht genau benennen kann. Mich konnte sie jedenfalls von Anfang bis Ende fesseln und berühren.

4.5 Sterne

Weltenwanderer

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Cover des Buches Das Schneemädchen (ISBN: 9783499258220)
sursulapitschis avatar

Rezension zu "Das Schneemädchen" von Eowyn Ivey

Sehr besonders
sursulapitschivor 6 Monaten

Das Märchen vom Schneemädchen, das für ein verzweifeltes, kinderloses Paar lebendig wird, stammt aus Russland und wird in vielen Varianten erzählt.

Hier bekommt man eine traurig schöne Variation zu lesen, die in Alaska spielt. Als die kleine Faina plötzlich durch den Schnee huscht, kurz nachdem Jack und Mabel aus Übermut ein Schneemädchen gebaut haben, meinen die beiden an Märchen zu glauben oder verrückt zu werden. Das Mädchen lebt allein in der Natur wie ein Feenwesen, liebt die Kälte und den Schnee. Kann ein Mensch so etwas aushalten oder gar wollen?

Das Buch spielt geschickt mit den Märchenelementen und balanciert knapp um die Grenze zwischen Möglichem und Zauberhaftem herum. Es wirft aber auch das Thema Freiheit in den Raum. Kann man in der Natur leben, wenn man das möchte? Muss man alles zähmen und zivilisieren? Und hat ein Kind das Recht auf Selbstbestimmung?

Dieses Buch ist eine tolle Mischung aus Pioniergeschichte und Märchen, eine eindrucksvolle Reise nach Alaska, die einem den Zauber dieser Gegend nahebringt und auch die anrührende Geschichte einer ungewöhnlichen Patchworkfamilie, ein besonderes Buch, das man nicht so schnell vergisst.

Kommentare: 2
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Gespräche aus der Community

Herzlich Willkommen zu der Leserunde zu „Das Schneemädchen“.  Alle  die Lust haben dürfen gerne mit ihren eigene Exemplaren teilnehmen. Der Start wäre am 07.01.23 😊💕

Hallo zusammen Hier ist die angekündigte Leserunde zu „Das Schneemädchen“ von der Winterwunder(lese)land Gruppe. Natürlich dürfen sich auch gerne andere Leser, die das Buch interessiert anschließen. 

Leider habe ich nur ein E-Book Exemplar von dem Buch, weshalb ich mir wegen der Einteilung nicht ganz sicher war. Ich habe einfach nach dem Inhaltsverzeichnis eingeteilt. Ich hoffe das passt so.🫣😊

13 Beiträge
Linda19_7s avatar
Letzter Beitrag von  Linda19_7vor 3 Stunden

Ja da habe ich auch zugegriffen.

Welcome to our English discussion group. We will start reading this book together on 15 February 2021.

Hello everyone,

this is the fourth discussion round of our "Let's read in English" group. Everybody is welcome to take part with their own copy of the book. We start on 15 February 2021 - but don't worry, we will take our time and read for about 2 months, until the next round starts.

Have fun!

156 Beiträge
SiColliers avatar
Letzter Beitrag von  SiColliervor 2 Jahren

Nun habe ich es geschafft, eine Rezi zu schreiben. Die findet man hier:

https://www.lovelybooks.de/autor/Eowyn-Ivey/To-the-Bright-Edge-of-the-World-A-Novel-2825487124-w/rezension/2927017538/


Großartiges Buch, nochmals danke an Schmiesen, daß Du mich zum Lesen "überredet" hast. 😍

Hallo,

von Zeit zu Zeit sehe ich all meine Bücher durch und versuche dann auszusortieren und mir einen Überblick zu verschaffen. Ich merke, dass es mir zunehmend keine "Freude bereitet" zu viele ungelesene Bücher zu Hause zu haben. Denn irgendwie greife ich nur ganz selten nach den Büchern, die schon hier stehen und lese stattdessen die ganz neuen. Ideal wäre es also wohl in meiner Vorstellung, wenn ich einfach nur noch bei Bedarf 1-2 neue Bücher kaufen und direkt lesen würde. Nun kommt das große ABER: 

Ich habe gestern abend alle ungelesenen Bücher aus dem Regal geholt, genau angesehen und überlegt. Am Ende hatte ich 3 Stapel: 1. Definitiv behalten, 2. Anlesen und dann entscheiden, 3. Definitiv weggeben

Leider war der Stapel Nr. 3 dann am Ende mit 37 Büchern verhältnismäßig klein, Stapel 1 immerhin etwas kleiner als Stapel 2. Zugleich habe ich nun ein Problem - so viele Bücher kann ich einfach nicht anlesen und so entscheiden.

Deshalb dachte ich mir, vielleicht möchtet ihr mir bei der Entscheidung helfen? Ich hänge euch mal ein Fotos der Bücher an, bei denen ich unsicher bin, ob ich sie behalten möchte. Kennt ihr etwas davon? Und was würdet ihr sagen - behalten oder weggeben? Eine Begründung für eure Entscheidung wäre natürlich spannend. Falls die  Bücher auf den Fotos nicht gut genug zu erkennen sind, hänge ich sie euch an.

Ich bin es auch ein bisschen leid, Bücher zu lesen, die mich nicht völlig begeistern. Leider werde ich immer anspruchsvoller und somit ist die Chance, ein echtes Highlight zu entdecken, immer geringer. Aber vielleicht verbirgt sich hier ja doch das ein oder andere.

Ich bin gespannt, was ihr sagt!

PS: Die GEO-Zeitschriften dürfen ignoriert werden ;-)

99 Beiträge
Daniliesings avatar
Letzter Beitrag von  Daniliesingvor 2 Jahren

Hallo,

ich habe tatsächlich ganz viel verschenkt oder einfach raus an die Straße gestellt. Mittlerweile haben sich aber irgendwie auch schon wieder einige angesammelt. Eine neue Runde ist wohl in Kürze nötig.

Danke dir auf jeden Fall für dein Feedback!

Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Eowyn Ivey wurde am 06. Februar 1973 in Alaska (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

Eowyn Ivey im Netz:

Community-Statistik

in 728 Bibliotheken

von 120 Lesern aktuell gelesen

von 8 Lesern gefolgt

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