Eduard von Keyserling

 4,1 Sterne bei 198 Bewertungen
Autor von Wellen, Schwüle Tage und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Eduard von Keyserling

Eduard Graf von Keyserling † 28. September 1918 in München

Alle Bücher von Eduard von Keyserling

Cover des Buches Wellen (ISBN: 9783150111567)

Wellen

 (79)
Erschienen am 16.03.2018
Cover des Buches Fürstinnen (ISBN: 9783954557721)

Fürstinnen

 (9)
Erschienen am 01.12.2014
Cover des Buches Harmonie (ISBN: 9783458341109)

Harmonie

 (6)
Erschienen am 19.02.2001
Cover des Buches Im stillen Winkel (ISBN: 9783717520993)

Im stillen Winkel

 (5)
Erschienen am 16.10.2006
Cover des Buches Landpartie - Gesammelte Erzählungen (ISBN: 9783717524762)

Landpartie - Gesammelte Erzählungen

 (4)
Erschienen am 03.09.2018
Cover des Buches Fürstinnen (ISBN: 9783717524366)

Fürstinnen

 (3)
Erschienen am 17.04.2017
Cover des Buches Wellen / Am Südhang (ISBN: 9783596903467)

Wellen / Am Südhang

 (3)
Erschienen am 08.06.2011
Cover des Buches Beate und Mareile (ISBN: 9783738788662)

Beate und Mareile

 (3)
Erschienen am 07.12.2014

Neue Rezensionen zu Eduard von Keyserling

Cover des Buches Landpartie - Gesammelte Erzählungen (ISBN: 9783717524762)Pongokaters avatar

Rezension zu "Landpartie - Gesammelte Erzählungen" von Eduard von Keyserling

Der baltische Impressionist
Pongokatervor 8 Monaten

Keyserling schuf um die vorletzte Jahrhundertwende ein Werk, das nicht zu Unrecht oft mit dem von Theodor Fontane verglichen wird. Vielleicht liegt es daran, dass die meisten Geschichte in der noch weiter östlichen gelegenen baltischen Heimat des Autors spielen, dass sie noch ruhiger und noch elegischer sind. Außerdem schafft Keyserling etwas, was nicht unbedingt Fontanes Stärke war: Er fängt die Stimmungen der Landschaft, des Wetters, der Natur vortrefflich ein, sodass er auch einen zweiten Titel zu Recht trägt: Baltischer Impressionist. Dieser Erzählungsband gibt mit einem guten Anmerkungsapparat fast schon alle wichtigen Texte des Autors.

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Cover des Buches Wellen (ISBN: 9783150111567)beccariss avatar

Rezension zu "Wellen" von Eduard von Keyserling

Impressionen
beccarisvor einem Jahr

Wenn man sich an der gestelzten Sprache des Autors und den affektierten Gestalten des Romans nicht stört, ist dieses kleine Werk sicherlich literarisch als gelungen zu betrachten. Der Autor versteht es sehr gut, die Stimmungen der Landschaft festzuhalten. Die feinsinnige und vielschichtige Liebesgeschichte ist psychologisch durchaus interessant. Die Melancholie des Lebens und die aussichtslose Alltäglichkeit der Personen zeichnen das Bild einer schein-adeligen Gesellschaft. Ein ganzes Leben voller grauer Langeweile - dies war leider auch grösstenteils mein Gefühl beim Lesen.

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Cover des Buches Feiertagskinder - Späte Romane (ISBN: 9783717524984)Giselle74s avatar

Rezension zu "Feiertagskinder - Späte Romane" von Eduard von Keyserling

Abendstunden
Giselle74vor 3 Jahren

2018 erschien im Manesse Verlag eine Komplettausgabe der Erzählungen Keyserlings, die mich vollkommen verzaubert hat. So war es natürlich keine Frage, dass ich den 2019 erschienen Band mit späten Romanen auch lesen musste.
Eduard Graf von Keyserling wird im Mai 1855 im baltischen Kurland geboren. Er geht auf ein deutsches Gymnasium und studiert im Anschluss Rechtswissenschaften in Dorpat. Wegen eines Skandals flieht er nach Wien, um dort Philosophie und Kunstgeschichte zu studieren.
Keyserling erkrankt schon in jungen Jahren an Syphilis, was später zu vielerlei körperlicher Gebrechen und Blindheit führt. Von 1895 bis zu seinem Tode 1918 lebt er in einem von seinen unverheirateten Schwestern geführten Haushalt in München.
Die in diesem Band zusammengefassten Romane erfassen die Werke der Jahre 1911-19: Wellen, Abendliche Häuser, Fürstinnen und das posthum erschienene Feiertagskinder.
Allen gemeinsam ist eine abendliche Untergangstimmung, das Wissen, dass mit dem Ersten Weltkrieg eine Ära beendet wird, ein Lebensstil untergeht.
Obwohl baltischer Herkunft beschreibt Keyserling doch das Leben in preussischen Adelshäusern, das Festhalten an sinnlos gewordenen Traditionen, das Warten auf Erlösung, das Erstarren in überkommenen Verhaltensmustern. Still ist es auf den Landgütern, häufig gibt es finanzielle Probleme und das Aufbegehren der Jungen erstickt an der leidensfähigen Duldermiene der Alten. In Keyserlings Romanen kommt der Verfall leise und schleichend, zeigt sich in ungesagt bleibendem, in sachte geschlossenen Türen, in einem unmerklichen Kopfschütteln, im Ablehnen alles Neuen. Unterbrochen wird die Stille höchstens durch einen Pistolenschuß, mit dem ein junger Adliger seinem sinnlos scheinenden, mit Spielschulden verdorbenem Leben ein scheinbar ehrenvolles Ende setzt.
Es ist die Kunst Keyserlings, dieses vermeintlich verstaubte Sujet in feine, schwebende Sätze zu fassen, Sätze von wunderbarer Eleganz und Leichtigkeit, deren Erdenschwere erst im Nachgang deutlich wird. Wie sterbende Schmetterlinge gleiten zarte Frauen durch abendliche Gärten, in ihrer anerzogenen Empfindsamkeit kaum lebensfähig. Überhaupt die Landschaftsbeschreibungen. Wie kein anderer nutzt Keyserling Wälder, Parks und Gärten, um Stimmungsbilder zu erschaffen, arrangiert Stilleben aus Blumen und Früchten, malt Portraits von weißen Sommerkleidern vor blühendem Phlox.
Das ist so großartig zu lesen, dass man sich wirklich fragt, wie es dazu kommen konnte, dass Keyserling heutzutage fast in Vergessenheit gerät? Wo doch der etwas handfestere Fontane mit bisweilen ähnlichem Stil auch weiterhin gelesen wird?
Es bleibt zu hoffen, dass kommentierte Ausgaben wie diese hier, die mit ihrem umfänglichen Anhang Keyserlings Leben und Zeit erfassbar machen, zu einer Wiederentdeckung führen. Meine Bibliothek wäre jedenfalls ohne seine Werke unvollständig.

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Eduard von Keyserling wurde am 15. Mai 1855 in Tels-Paddern geboren.

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