E. T. A. Hoffmann

 3,7 Sterne bei 1.835 Bewertungen
Autor von Der Sandmann, Das Fräulein von Scudéri und weiteren Büchern.
Autorenbild von E. T. A. Hoffmann (©)

Lebenslauf von E. T. A. Hoffmann

Ernst Theodor Amadeus Hoffmann der eigentlich Ernst Theodor Wilhelm Hoffmann heißt. 1805 ließ er sich jedoch umbenennen, da er seinem großen Idol Wolfgang Amadeus Mozart näher sein wollte. Hoffmann war das jüngste von drei Kindern einer Juristenfamilie. Seine Mutter und sein Vater waren Cousin und Cousine. Seine Eltern trennten sich 1778, er ging mit seiner Mutter zurück in ihr Elternhaus, während sein ältester Bruder beim Vater blieb. Der mittlere Sohn war im Kindesalter verstorben. Zurück im Elternhaus der Mutter wurde er von der Großmutter und 2 Tanten großgezogen. Seine Mutter lebte bis zu ihrem Tod von der Außenwelt vollkommen zurückgezogen. An der Burgschule königsberg lernte er Theodor Gottlieb von Hippel kennenlernen. Er wurde sein bester Freund ein ganzes Leben lang und stand ihm immer helfend zur Seite. Sei es, dass Geld oder Rat benötigt wurde. Auch an Hoffmanns Sterbebett saß der Freund neben ihm. Wegen der Familientradition begann er 1792 ein Jurastudium in Königsberg. Neben dem Studium widmete er sich dem Zeichnen, Schreiben und Musizieren, er gab sogar Musikunterricht. Unter anderem der neun Jahre älteren Dora Hatt, welche unglücklich verheiratet war und bereits 5 Kinder hatte. Hoffmann verliebte sich in Dora musste aber wegen ihr 1796 Königsberg verlassen, da er sich öffentlich mit einem Nebenbuhler angelegt hatte. Für sein 2. Staatsexamen ging er nach Glogau wo er unter der Obhut seines Onkels lebte, er verlobte sich sogar mit dessen Tochter Minna und folgte den beiden nachdem er sein 2. und 3. Staatsexamen mit "vorzüglich" abgeschlossen hatte. 1800 wurde er Proberichter in Posen, dort lernte er die Polin Maria Thekla Michalina Rorer-Trzynska und löste die Verlobung mit Minna und heiratete Maria 1802. Im selben Jahr zeichnete Hoffmann veräppelnde Karikaturen der hochrangigen Stadtvertreter und verteilte diese mit Freunden als maskierte Männer in der Karnevalsnacht. Zwar konnte Hoffmann und seinen Kumpanen dieser Schabernack nie nachgewiesen werden, doch wussten alle auf Grund des Zeichenstils, dass es Hoffmann war. Die veräppelnden Persönlichkeiten fand dies nicht so lustig wie die Gäste, was Hoffmann bei seiner Beförderung zum Regierungsrat bemerkte. Eigentlich hatte er gehofft in eine größere Stadt und näher nach Berlin versetzt zu werden, stattdessen wurde er noch weiter in den Osten, in das preußische Plock versetzt. Dies war für ihn ein Alptraum. Er selbst behauptete er verkomme in diesem kleinen Kaff. Sein guter freund Hippel arrangierte es, dass er von hier wegkonnte und nach Warschau versetzt wurde. In den Jahren in Plock und anschließend in Warschau widmete er sich vor allem der Komposition. Er erreichte sogar eine lokale Bekanntheit und eine seiner Sinfonien wurde öffentlich aufgeführt. Als die Franzosen 1806 in Warschau einmarschierten wurde Hoffmann, wie alle seiner Kollegen arbeitslos. Er wurde vor die Wahl gestellt, entweder einen Eid auf Napoleon zu schwören oder innerhalb einer Woche die Stadt zu verlassen. Hoffmann, seine Frau und die zweijährige Tochter Cäcilia entschieden sich für die Abreise. Zurück trennte er sich räumlich von seiner Frau und der Tochter. Er ging nach Berlin um Künstler zu werden, während die beiden Frauen nach Posen gingen. Dort starb Cäcilia. Hoffmann hatte in Berlin mehrere Geliebte und infizierte sich bei einer mit Syphilis. Seine Musikkarriere scheiterte. Zunächst wurde er Musikkritiker, dann versuchte er sich immer wieder als Musikdirektor, jedoch erfolglos. 1814 konnte er wieder in den Staatsdienst zurück kehren wo er auch schnell Karriere machen konnte. Nebenbei schaffte er sich einen Namen mit Erzählungen und verbesserte so sein Einkommen. Hoffmann wurde teil der Immidiatkommision die darüber zu entscheiden, wer sich schuldig gemacht hat, mit Taten durch die gehimbünde, die zu dieser Zeit wie Sand am Meer aus dem Boden schoßen. Viele wurde zu unrecht angeklagt, nur weil sie der Meinung der Geheimbünde zustimmten. Viele waren der Meinung, dass die Immidiatskommision zu nachlässig verurteilte. Hoffmann wurde sein Werk Meister Floh zum Verhängnis. Hier beschreibt er einen echten fall. So machte er sich dem Amtsmissbrauch strafbar. Dein Freund Hippel konnte die Anklage immer wieder hinauszögern. Hoffmann ging es zu dieser Zeit bereits so schlecht, dass er seine Verteidigungsschriften nicht mehr selbst schreiben konnte. Er musste alles diktieren. Am 25. Juni 1822 starb er an einer Atemlähmung in Berlin. Seine Freunde stifteten ihm einen Grabstein.

Neue Bücher

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Alle Bücher von E. T. A. Hoffmann

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Der Sandmann

 (719)
Erschienen am 27.12.2018
Cover des Buches Das Fräulein von Scudéri (ISBN: 9783458200277)

Das Fräulein von Scudéri

 (265)
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Die Elixiere des Teufels

 (146)
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Der goldne Topf

 (121)
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Der Sandmann das öde Haus. Nachtstücke.

 (99)
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Nussknacker und Mausekönig

 (82)
Erschienen am 14.11.2022
Cover des Buches Der Sandmann / Das Fräulein von Scuderi (ISBN: 9783520859020)

Der Sandmann / Das Fräulein von Scuderi

 (40)
Erschienen am 29.07.2017
Cover des Buches Klein Zaches, genannt Zinnober (ISBN: 9783960220039)

Klein Zaches, genannt Zinnober

 (36)
Erschienen am 01.03.2017

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu E. T. A. Hoffmann

Cover des Buches Nussknacker und Mausekönig (ISBN: 9783458643517)
E

Rezension zu "Nussknacker und Mausekönig" von E. T. A. Hoffmann

Ein Weihnachtsmärchen
Elina_morovor 15 Tagen

Was kann besser sein, während der Weihnachtszeit eine Weihnachtsgeschichte zu lesen?

„Nussknacker und Mausekönig“ wurde das erste Mal 1816 veröffentlicht. Seit über 200 Jahren existiert die Geschichte und bleibt immer noch aktuell und beliebt. Das ist ein Märchen, in dem eine fantastische mit einer realen Welt verflochten sind. Es ist eine genüssliche Mischung aus Fantasie und Realität, in der Menschen und Puppen die Rollen tauschen. Der Autor schafft interessante Figuren und unvergessliche Geschichte, die uns beibringt, dankbar und mutig zu sein, Freunden zu helfen und an Wunder zu glauben. Ich mochte dieses typische Märchen, obwohl es mir manchmal langweilig vorkam. Es ist aber kein Wunder, wenn man in Betracht zieht, wann es geschrieben wurde.

Es ist ein besonderer Weihnachtsklassiker mit mythischen sowie psychologischen Elementen, in dem das Gute über das Böse siegt.

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Cover des Buches Der Sandmann (ISBN: 9783965420694)
B

Rezension zu "Der Sandmann" von E. T. A. Hoffmann

Lesenswert, faszinierend, abgründig
BM2TE22avor 18 Tagen

Im Buch werden verschiedene Abschnitte des Lebens Nathanels wiedergegeben. Anfangs in Briefform und später als Erzählung. Dabei spielen der Wahnsinn und die Liebe und damit verbundene Problematiken eine zentrale Rolle. Man spürt dabei gut, mit welchen Abgründen Nathanael zu kämpfen hat und erhält einen Einblick in die Psyche eines psychisch erkrankten Menschen. Der Autor verwendet geschickt viel Symbolik und versteckte Hinweise, wodurch sich immer wieder die Frage stellt: Was ist Realität?

Diese Frage finde ich sehr faszinierend. Mir gefällt ausserdem das Spiel mit der Sprache und es beschreibt meiner Meinung nach gut die Problematik des Menschseins. Genau die Sprache ist aber auch die grosse Herausforderung. Man merkt dem Text sein Alter an und er ist teils schwierig verständlich. Lässt man sich auf das Buch ein und ist willens sich tiefgreifende Gedanken zu machen, ist es sehr lesenswert.

MZ

Kommentare: 1
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Cover des Buches Nussknacker und Mausekönig (ISBN: B00NO3XMX2)
ViktoriaScarletts avatar

Rezension zu "Nussknacker und Mausekönig" von E. T. A. Hoffmann

Anstrengend zu verfolgen, doch im Kern eine gute Geschichte
ViktoriaScarlettvor einem Monat

Die Geschichte war anstrengend zu verfolgen, weil das Geschehen umständlich beschrieben wurde und Spannung fehlte. Warum ich so empfand, erkläre ich dir im Text.

Meine Meinung zur Geschichte:
Im Zuge meiner Klassiker-Phase habe ich mir auch dieses Hörbuch angehört. Ich kannte bisher nur die Adaption „Barbie in: Der Nussknacker“ und wollte auch hier die Originalgeschichte kennenlernen, die wohl als Vorlage gedient haben musste. Nach wenigen Hörminuten stellte ich fest, dass der Autor E. T. A. Hoffmann einen sehr ausholenden und umständlichen Schreibstil hatte. Gleichzeitig musste ich beim Hören bedenken, dass die Geschichte bereits über 200 Jahre alt ist und man damals ganz anders gesprochen bzw. geschrieben hat.

Zuerst lernte ich Marie, ihren Bruder mitsamt Familie und dem Paten Droßelmeier kennen. Sie feierten gerade Weihnachten und die Kinder bekamen ihre Geschenke. Natürlich war der Nussknacker ein Teil davon. In der Nacht kam es zu einer schrecklichen Schlacht, die das kleine Mädchen miterlebte. Natürlich glaubte niemand dem armen Mariechen. Pate Droßelmeier erzählte schließlich eine schier unglaubliche Geschichte, die Marie umdenken ließ und weitere Ereignisse in Gang setzte. Das Geschehen nahm einen düsteren und teils gemeinen Verlauf, der dennoch in ein Happy End mündete.

Der Nussknacker schien eine edelmütige Figur zu sein und war seinen Untertanen treu ergeben. Da hingegen war der Mäusekönig grausam und boshaft. Marie war ein süßes Kind, dass der Zeit des Entstehens der Geschichte entsprechend als weich, naiv und lieblich beschrieben wurde.

Der erste Abschnitt mit der Schlacht war überaus anstrengend. Es fiel mehr schwer dem Verlauf zu folgen und ich driftete mit den Gedanken immer wieder ab. Anders war es bei Droßelmeiers Geschichte. Diese holte meine Aufmerksamkeit wieder zurück und konnte meine Neugier wecken. Kurz darauf tat mir Marie richtig leid, weil sie so viel opfern musste. Zum Glück kam es dann zu einer guten Wendung, wenngleich sich hier die Handlung erneut in die Länge zog. Zu guter Letzt schloss die Erzählung mit einem Happy End ab. Dennoch war sie ganz anders, als ich sie mir vorgestellt hatte. Ihr fehlte die meiste Zeit die Spannung.

Meine Meinung zum Sprecher:
Der Sprecher Rainer Buck war der Grund, warum ich es durch die Geschichte schaffte. Mit seiner wunderbaren Erzählerstimme schaffte ich es über die langatmigen Stellen hinaus und konnte das Hören genießen. Die Klangfarbe seiner Stimme ist einnehmend und sehr angenehm. Trotzdem fiel es mir manchmal schwer, mich auf das Geschehen zu konzentrieren.

Mein Fazit:
Die Geschichte um den Nussknacker und den Mäusekönig war weit weniger spannend als ich erwartet hatte. Der meiste Teil der Handlung war aufgrund des umständlichen Schreib- und Erzählstils anstrengend zu verfolgen. Man merkte eben doch, dass sie über 200 Jahre alt ist. Der Mittelteil und das letzte Kapitel haben mir am besten gefallen. Über das schöne Happy End war ich absolut erleichtert. Das Setting entsprach genau dem Zeitgeist zur Entstehungszeit der Geschichte, der damals Geltung hatte. Dank Sprecher Rainer Buck konnte ich die langatmigen Abschnitte überwinden und freute mich am Ende durchgehalten zu haben.

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Sternen!

Das Hörbuch wurde von mir über Audible gehört und anschließend freiwillig rezensiert.

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Gespräche aus der Community

Klassiker-Leserunde 

Beginn: 25.10.2022

Anlässlich des 200. Todestages von E.T.A. Hoffmann in diesem Jahr liest die Klassikergruppe im Oktober einige Erzählungen von ihm.

Ab dem 25.10. lesen wir „Klein Zaches genannt Zinnober“.


Weitere Leserunden:

Ab dem 21.10. „Die Automate“ 

Ab dem 22.10. „Des Vetters Eckfenster“.

Ab dem 23.10.  „Das Fräulein von Scuderi“.


260 Beiträge
Favoles avatar
Letzter Beitrag von  Favolevor 16 Tagen

Alles klar. Da peile ich das mal an. Gib mir doch einfach Bescheid, wenn du soweit bist. 😊

Klassiker-Leserunde 

Beginn: 10.12.2022

Als weitere Leserunde im Dezember liest die Klassikergruppe „Nussknacker und Mausekönig“ von E.T.A. Hoffmann. Wir beginnen am 10.12., jeder ist herzlich willkommen.

231 Beiträge
LottenTottens avatar
Letzter Beitrag von  LottenTottenvor einem Monat

🥰 das sind eben echte Erzgebirger, die das zu schätzen wissen. 😄

Klassiker-Leserunde 

Beginn: 21.10.2022

Anlässlich des 200. Todestages von E.T.A. Hoffmann in diesem Jahr liest die Klassikergruppe im Oktober einige Erzählungen von ihm. 

Wir beginnen am 21.10. mit „Die Automate“ (auch zu finden im zweiten Band der „Serapionsbrüder“).

Es folgen „Des Vetters Eckfenster“ ab dem 22.10., „Das Fräulein von Scuderi“ ab dem 23.10. und „Klein Zaches genannt Zinnober“ ab dem 25.10.

66 Beiträge
Knigaljubs avatar
Letzter Beitrag von  Knigaljubvor 3 Monaten

Ach spannend, dass die beiden zeitlich so nah beieinander liegen.

Ja, es passt in die Zeit - ist aber ja auch heute noch faszinierend.

Zusätzliche Informationen

E. T. A. Hoffmann wurde am 23. Januar 1776 in Königsberg (Preußen) , heute Kaliningrad geboren.

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