E. T. A. Hoffmann

 3,7 Sterne bei 1.763 Bewertungen
Autor von Der Sandmann, Das Fräulein von Scudéri und weiteren Büchern.
Autorenbild von E. T. A. Hoffmann (©)

Lebenslauf von E. T. A. Hoffmann

Ernst Theodor Amadeus Hoffmann der eigentlich Ernst Theodor Wilhelm Hoffmann heißt. 1805 ließ er sich jedoch umbenennen, da er seinem großen Idol Wolfgang Amadeus Mozart näher sein wollte. Hoffmann war das jüngste von drei Kindern einer Juristenfamilie. Seine Mutter und sein Vater waren Cousin und Cousine. Seine Eltern trennten sich 1778, er ging mit seiner Mutter zurück in ihr Elternhaus, während sein ältester Bruder beim Vater blieb. Der mittlere Sohn war im Kindesalter verstorben. Zurück im Elternhaus der Mutter wurde er von der Großmutter und 2 Tanten großgezogen. Seine Mutter lebte bis zu ihrem Tod von der Außenwelt vollkommen zurückgezogen. An der Burgschule königsberg lernte er Theodor Gottlieb von Hippel kennenlernen. Er wurde sein bester Freund ein ganzes Leben lang und stand ihm immer helfend zur Seite. Sei es, dass Geld oder Rat benötigt wurde. Auch an Hoffmanns Sterbebett saß der Freund neben ihm. Wegen der Familientradition begann er 1792 ein Jurastudium in Königsberg. Neben dem Studium widmete er sich dem Zeichnen, Schreiben und Musizieren, er gab sogar Musikunterricht. Unter anderem der neun Jahre älteren Dora Hatt, welche unglücklich verheiratet war und bereits 5 Kinder hatte. Hoffmann verliebte sich in Dora musste aber wegen ihr 1796 Königsberg verlassen, da er sich öffentlich mit einem Nebenbuhler angelegt hatte. Für sein 2. Staatsexamen ging er nach Glogau wo er unter der Obhut seines Onkels lebte, er verlobte sich sogar mit dessen Tochter Minna und folgte den beiden nachdem er sein 2. und 3. Staatsexamen mit "vorzüglich" abgeschlossen hatte. 1800 wurde er Proberichter in Posen, dort lernte er die Polin Maria Thekla Michalina Rorer-Trzynska und löste die Verlobung mit Minna und heiratete Maria 1802. Im selben Jahr zeichnete Hoffmann veräppelnde Karikaturen der hochrangigen Stadtvertreter und verteilte diese mit Freunden als maskierte Männer in der Karnevalsnacht. Zwar konnte Hoffmann und seinen Kumpanen dieser Schabernack nie nachgewiesen werden, doch wussten alle auf Grund des Zeichenstils, dass es Hoffmann war. Die veräppelnden Persönlichkeiten fand dies nicht so lustig wie die Gäste, was Hoffmann bei seiner Beförderung zum Regierungsrat bemerkte. Eigentlich hatte er gehofft in eine größere Stadt und näher nach Berlin versetzt zu werden, stattdessen wurde er noch weiter in den Osten, in das preußische Plock versetzt. Dies war für ihn ein Alptraum. Er selbst behauptete er verkomme in diesem kleinen Kaff. Sein guter freund Hippel arrangierte es, dass er von hier wegkonnte und nach Warschau versetzt wurde. In den Jahren in Plock und anschließend in Warschau widmete er sich vor allem der Komposition. Er erreichte sogar eine lokale Bekanntheit und eine seiner Sinfonien wurde öffentlich aufgeführt. Als die Franzosen 1806 in Warschau einmarschierten wurde Hoffmann, wie alle seiner Kollegen arbeitslos. Er wurde vor die Wahl gestellt, entweder einen Eid auf Napoleon zu schwören oder innerhalb einer Woche die Stadt zu verlassen. Hoffmann, seine Frau und die zweijährige Tochter Cäcilia entschieden sich für die Abreise. Zurück trennte er sich räumlich von seiner Frau und der Tochter. Er ging nach Berlin um Künstler zu werden, während die beiden Frauen nach Posen gingen. Dort starb Cäcilia. Hoffmann hatte in Berlin mehrere Geliebte und infizierte sich bei einer mit Syphilis. Seine Musikkarriere scheiterte. Zunächst wurde er Musikkritiker, dann versuchte er sich immer wieder als Musikdirektor, jedoch erfolglos. 1814 konnte er wieder in den Staatsdienst zurück kehren wo er auch schnell Karriere machen konnte. Nebenbei schaffte er sich einen Namen mit Erzählungen und verbesserte so sein Einkommen. Hoffmann wurde teil der Immidiatkommision die darüber zu entscheiden, wer sich schuldig gemacht hat, mit Taten durch die gehimbünde, die zu dieser Zeit wie Sand am Meer aus dem Boden schoßen. Viele wurde zu unrecht angeklagt, nur weil sie der Meinung der Geheimbünde zustimmten. Viele waren der Meinung, dass die Immidiatskommision zu nachlässig verurteilte. Hoffmann wurde sein Werk Meister Floh zum Verhängnis. Hier beschreibt er einen echten fall. So machte er sich dem Amtsmissbrauch strafbar. Dein Freund Hippel konnte die Anklage immer wieder hinauszögern. Hoffmann ging es zu dieser Zeit bereits so schlecht, dass er seine Verteidigungsschriften nicht mehr selbst schreiben konnte. Er musste alles diktieren. Am 25. Juni 1822 starb er an einer Atemlähmung in Berlin. Seine Freunde stifteten ihm einen Grabstein.

Neue Bücher

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Nussknacker und Mausekönig

 (1)
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Zeichnungen und Karikaturen

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Alle Bücher von E. T. A. Hoffmann

Cover des Buches Der Sandmann (ISBN: 9783423026840)

Der Sandmann

 (701)
Erschienen am 01.04.2010
Cover des Buches Das Fräulein von Scudéri (ISBN: 9783458200277)

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 (261)
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Die Elixiere des Teufels

 (145)
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Der goldne Topf

 (118)
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Nußknacker und Mausekönig

 (81)
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 (40)
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Klein Zaches, genannt Zinnober

 (34)
Erschienen am 01.03.2017

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu E. T. A. Hoffmann

Cover des Buches Die Räuber (ISBN: 9783750284999)N

Rezension zu "Die Räuber" von E. T. A. Hoffmann

Interessant und kurz.
Nelebooksvor 15 Tagen

Cover: Also das Cover finde ich erst einmal nicht schlecht. Es ist recht schlicht und hat dann im Fokus aber diesen strengen Mann. Hier bin ich unsicher, wer diese Person darstellen soll. Da er etwas gehobener aussieht könnte es der alte oder junge Graf sein, aber auch der Räuberhauptmann oder einer der beiden Freunde wäre möglich. Also hier hätte auf jeden Fall besser eine Abbildung des Schlosses und dann entweder der Grafenfamilie oder der beiden Freunde gepasst.

Meinung: Die beiden Hauptcharaktere, die beiden Freunde, sind mir grundsätzlich sympathisch und ich habe sie hier gerne begleitet. Bei der Geschichte auf dem Schloss klingt alles sehr seltsam und skurril, ist aber auf jeden Fall interessant. Es wird immer mehr herausgefunden und die Schlossbewohner immer besser verstanden. Als der Besuch beendet ist, schreiben sich dann Jahre später die beiden Freunde noch jeweils einen Brief, der noch mehr Erkenntnisse offenlegt.

Kommentare: 2
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Cover des Buches Die Elixiere des Teufels (ISBN: 9783150140734)C

Rezension zu "Die Elixiere des Teufels" von E. T. A. Hoffmann

Verwirrspiel - schwierig den Überblick zu behalten
claudiaZvor 7 Monaten

Die Lektüre des Buches habe ich sehr euphorisch begonnen. Mit dem Schreibstil kam ich auch gut zurecht, jedoch wurde die Handlung im zweiten Teil zunehmend verwirrend. Medardus, die Hauptfigur, unter teuflischen Einfluss eines Elixiers stehend, verliert zusehends die Kontrolle über sein Leben und schwankt zwischen Phasen des Wahnsinns und der Reue hin und her. Als schwierig empfinde ich es auch, dass verschiedene Personen in den einzelnen Handlungssträngen immer wieder gleiche Namen tragen. Dies führt dazu, dass man im Lesen innehalten muss, um für sich zu klären, wem welche Handlung nun zu zurechnen ist. Auch beschlich mich ab und zu die Vermutung, wichtige Details völlig überlesen zu haben. Mit anderen Worten, die anfängliche Euphorie hat bei mir nicht bis zum Ende angehalten. 

 

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Cover des Buches Die Elixiere des Teufels (ISBN: 9783150140734)L

Rezension zu "Die Elixiere des Teufels" von E. T. A. Hoffmann

Klassiker, leider nicht so meins
Luthien_Tinuvielvor 7 Monaten

Die Elixiere des Teufels hat mich vom Klappentext her sehr angesprochen. Ein Mönch, der ein Elixier trinkt und dann zunehmend in Wahn verfällt.

Leider konnte mich die Umsetzung jedoch nicht ganz überzeugen. 

Die Handlung an sich ist vor allem im zweiten Teil spannend, jedoch habe ich eine Weile gebraucht, bis ich in die Geschichte hineingefunden habe. Sie ist sehr verwirrend und ich weiß auch jetzt noch nicht zu 100 Prozent, ob ich das so verstanden habe, wie es mir der Verfasser sagen wollte. Dadurch war sie aber keineswegs uninteressant, ich bin nur einfach nicht wirklich reingekommen in die Geschichte.

Dazu hat auch der Schreibstil und unser arroganter Erzähler/Protagonist beigetragen. Der Stil ist eher hochtrabend und sicher nichts für Einsteiger in die Welt der klassischen Literatur. Da könnte das schon abschreckend wirken.

Fazit: Für mich ein etwas anstrengender Klassiker, der aber schon auch spannende und auch unheimliloch Szenen hatte.

Kommentare: 1
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Gespräche aus der Community

Klassiker-Leserunde 

Beginn: 01.06.2021

Im Juni liest die Klassiker-Gruppe zusammen  „Die Elixiere des Teufels“ von E.T.A. Hoffmann.

Beginn: 01.06.2021

Jeder ist herzlich willkommen.

797 Beiträge
F
Letzter Beitrag von  FrancieNolanvor 7 Monaten

😂sehe ich jetzt erst😂

Zusätzliche Informationen

E. T. A. Hoffmann wurde am 23. Januar 1776 in Königsberg (Preußen) , heute Kaliningrad geboren.

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