David Mitchell

 4,2 Sterne bei 1.166 Bewertungen
Autor von Der Wolkenatlas, Die tausend Herbste des Jacob de Zoet und weiteren Büchern.
Autorenbild von David Mitchell (©kein Urheberrecht mehr)

Lebenslauf von David Mitchell

Blühende Fantasie trifft auf Originalität: David Mitchell zählt zu den bedeutenden britischen Autoren der Gegenwart. Seit seiner Kindheit begeisterte sich der 1969 im englischen Southport geborene Schriftsteller für Abenteuergeschichten. Sein Literaturstudium schloss er mit einem Master in Komparatistik ab. Anschließend zog es ihn hinaus in die Welt. Unter anderem unterrichtete er an der Universität von Hiroshima acht Jahre lang Englisch. Diese Zeit spiegelt sich in vielen seiner Bücher wider, wie zum Beispiel in seinem teilweise in Japan spielenden Romandebüt „Ghostwritten“ (1999; deutsch: „Chaos“, 2004). Wie in seinem Weltbestseller „Cloud Atlas“ (2004; deutsch: „Der Wolkenatlas“, 2006) verband er hier eine Vielzahl scheinbar unabhängiger Geschichten zu einem weltumspannenden Ganzen. Seine beeindruckende Fantasie und Originalität kennzeichnen ebenso „The Thousand Autumns of Jacob de Zoet“ (2010; deutsch: „Die tausend Herbste des Jacob de Zoet“, 2012) und „The Bone Clocks” (2014; deutsch: „Die Knochenuhren“, 2016). Für seine Romane erhielt Mitchell den John-Llewellyn-Rhys-Preis, den Commonwealth Writers’ Prize und den World Fantasy Award. Zweimal gelangte er auf die renommierte Man-Booker-Shortlist. Die opulente Verfilmung seines Werkes „Cloud Atlas“ von Tom Tykwer und den Wachowski-Geschwistern aus dem Jahr 2012 entwickelte sich zu einem weltweiten Erfolg. Mit seiner Frau und seinen beiden Kindern lebt David Mitchell in Irland.

Alle Bücher von David Mitchell

Cover des Buches Der Wolkenatlas (ISBN: 9783499241413)

Der Wolkenatlas

 (522)
Erschienen am 01.11.2012
Cover des Buches Die tausend Herbste des Jacob de Zoet (ISBN: 9783499255335)

Die tausend Herbste des Jacob de Zoet

 (119)
Erschienen am 01.03.2014
Cover des Buches Die Knochenuhren (ISBN: 9783499270482)

Die Knochenuhren

 (93)
Erschienen am 18.08.2017
Cover des Buches Der dreizehnte Monat (ISBN: 9783644044012)

Der dreizehnte Monat

 (86)
Erschienen am 02.06.2014
Cover des Buches Slade House (ISBN: 9783499272394)

Slade House

 (72)
Erschienen am 19.11.2019
Cover des Buches Chaos (ISBN: 9783644043817)

Chaos

 (62)
Erschienen am 02.06.2014
Cover des Buches Number 9 Dream (ISBN: 9783644043916)

Number 9 Dream

 (29)
Erschienen am 02.06.2014
Cover des Buches Utopia Avenue (ISBN: 9783498002275)

Utopia Avenue

 (9)
Erschienen am 19.07.2022

Neue Rezensionen zu David Mitchell

Cover des Buches Utopia Avenue (ISBN: 9783498002275)
Bris avatar

Rezension zu "Utopia Avenue" von David Mitchell

Kunst entsteht in Seitwärtsschritten, Kunst ist diagonal, ist Illusion
Brivor 8 Tagen

Vorab eine Warnung – dies ist Lobhudelei erster Güte, zu etwas anderem bin ich bei David Mitchell wohl nicht mehr fähig. Für mich ist er derzeit der absolute Star am Autorenhimmel. Er lässt sich nicht auf ein Genre festlegen, noch nicht einmal in seinen einzelnen Werken. Dabei bespielt er die Klaviatur der literarischen Genres mühelos und virtuos, findet immer den passenden Sound, egal ob klassischer Roman, Sci-Fi, Fantasy, Schauergeschichte oder in einem grandiosen Mix aus all dem. Was dabei immer bei mir ankommt ist eine überbordende Freude am Fabulieren, am Geschichten erzählen und das überträgt sich – zumindest ist das bei mir der Fall – in positive Laune und schwelgerische Lesestunden. Seine Romane kann man einzeln und voneinander getrennt lesen, doch tatsächlich verfolgt er damit ein Meta-Projekt, innerhalb dessen alle Geschichten mitenander verbunden sind. Das ist mir spätestens bei der Lektüre seines letzten, schmalen Romans Slade House aufgefallen. Monatelang hatte ich mich auf die Geschichte des raschen Aufstiegs von Utopia Avenue gefreut, über 700 Seiten warteten darauf, gelesen zu werden und als ich das Buch dann aufschlug und zu lesen begann, gab es kein Entkommen – ich war mitten drin, nicht nur dabei, als vier unterschiedliche Menschen, die eigentlich nur die Liebe zur Musik gemeinsam hatten, zusammengeworfen wurden, um neben vielen anderen herausragenden Künstler:innen musikalische Grenzen zu sprengen und damit so etwas wie Unsterblichkeit zu erlangen. Und manchmal hatte ich das Gefühl, die vier sitzen mit mir in einem Raum und sehen mir zu, wie ich ihrer Geschichte folge…

 

Loslassen (fast) unmöglich

Lange habe ich dafür gebraucht, diesen Wälzer loslassen zu können. Die Lektüre war so soghaft, dass ich mich gebremst und die Leseeinheiten gestreckt habe. Über Wochen habe ich mich geduldet und Monate hat es gedauert, bis ich auch nur einen Hauch von dem in Worte fassen konnte, was dieses Buch ausgelöst hat. Mitchells Protagonisten, die im Übrigen viel mehr für mich wurden, belebten meine Umgebung, ich träumte von ihnen, wollte ihre Geschichten unbedingt weiter erzählt bekommen und gleichzeitig fürchtete ich deren Ende. Wie schon in seinem Roman Die Knochenuhren zeigte er mir, was er erzählte. Er beschrieb nicht, er schickte Bilder direkt in meinen Kopf. So lebendig, dass mir einzelne Szenen auch jetzt, lange nach der Lektüre, sofort wieder in Erinnerung kommen. Alles an diesem Roman hätte wirklich so passiert sein können und dennoch ist der Stoff der da ausgebreitet wird, so vielschichtig, dass jede*r Leser*in sich seine persönliche Auslegung herausgreifen kann. Ein changierender Stoff, der von strahlendem Glanz bis zu matter Düsternis alles beinhaltet.

Lektüre auf Augenhöhe

Obwohl der Einstieg in den Roman ein direkter, fast abrupter ist – wir folgen Dean Moss, später Sänger, Bassist und einer von drei Songwriter*innen von Utopia Avenue, in eine für ihn äußerst unangenehme Situation – hatte ich sofort das Gefühl, hier bin ich richtig, das fühlt sich wie ein großartiges Abenteuer und gleichzeitiges Ankommen an. HIer wollte ich nicht mehr weg. Paradox, denn die Geschichte fing ja erst an und ich wusste nicht, wohin sie mich führen würde. Aber Mitchell nimmt geneigte Leser*innen gekonnt und so weit wie nötig an die Hand und lässt sie gleichzeitig wieder völlig frei durch seine Geschichte stromern, hat Vertrauen in sie und begegnet ihnen auf Augenhöhe.

Überraschende Struktur

Während im Wolkenatlas gerade auch die ungewöhnliche Struktur den Reiz der Erzählung ausmachte, hat Utopia Avenue eine fast rigide Chronologie aufzuweisen. Stringent, aber niemals langweilig, lässt Mitchell auch hier Plottwists einfließen, die völlig realistisch sind. Und mich zeitweise – und nicht das erste Mal in Bezug auf seine Romane – aus dem Tritt brachten. Eine Stelle so sehr, dass ich das Buch zuklappte, bei Seite legte und mir dachte „nein, das kann nicht sein, so geht das nicht“. Die Auflösung dessen, was passiert war hätte mich etwas beruhigen können, hätte ich direkt weitergelesen. Aber ich konnte nicht, ich trauerte geradezu. Und das liegt wohl daran, dass Mitchell seine Protagonisten nicht äußerlich, sondern durch ihre Handlungen beschreibt. Er legt mich nicht fest auf Äußerlichkeiten, sondern zeigt mir ihr Wesen, realistisch, nicht immer sympathisch aber eben menschlich. Noch jetzt merke ich, wie ich ein wenig erschrecke, wie direkt mich das trifft.

Paradise is the road to Paradise

Inhaltlich ist schon einiges zu diesem weiteren Baustein des Meta-Buchprojektes (siehe mein Beitrag zu Slade House) gesagt worden, deshalb nur kurz dazu: Vier Musiker:innen werden durch einen visionären Manager zusammengewürfelt – die Stilrichtungen, die sich in der Band treffen spiegeln so ein bisschen Mitchells großes Talent einen ganz eigenen Genremix zu generieren: Dean Moss, der Bassist, ist der Hallodri der Band, und doch ist der Blues seine Klangfarbe. Elf Holloway (bei ihrem Nachnamen hatte ich ein Klingeln im Ohr, als ob er mir in einem von Mitchells Romanen schon untergekommen wäre) ist der feministische Anteil der Band, geniale Sängerin und vor allem im Folk zuhause. Griff Griffin, (merkwürdigerweise mir von allen fast am liebsten) wortkarg, aber wenn er etwas sagt, dann sitzt es – genau wie sein durch den Jazz geschultes Spiel an den Drums (interessanterweise kommen ja viele richtig gute Schlagzeuger ursprünglich vom Jazz). Last but not least dann noch Jasper de Zoet –  genialer Guitarrist mit soziophobischen Ansätzen, dessen Nachname gleich an Die tausend Herbste des Jacob de Zoet denken lässt (und das zu Recht) und der quasi in sich das verbindende Element für das Meta-Buchprojekt trägt. Zusammengewürfelt werden sie von ihrem charismatischen, aber bislang eher erfolglosen Musikmanager Levon Falkland.

Let there be music

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten, aufgrund des Rahmen sprengenden, avantgardistischen Musikstils der Band, gelingt der Erfolg recht rasch. Das lässt an die Anfänge der Beatles oder der Rolling Stones denken, die in kurzer Abfolge viele Alben herausbrachten, die heute zu den zeitlosesten und besten Musikstücken der Pop- und Rockmusik gehören. Überhaupt ist spürbar, dass Mitchell sein Sujet sehr gut kennt, tief eingetaucht ist in die Materie, inklusive der Lektüre von Joe Boyds White Bicycles. Wer dieses Buch kennt, weiß, dass Mitchell die Szene extrem gut eingefangen hat und die „Dichte“ an außergewöhnlichen Musiker:innen und Bands in den 1960er Jahren unglaublich war. Alles war möglich und so ist es auch für Utopia Avenue. Leider aber eben nur fiktiv – es wäre wunderbar, könnte man sich die Musik der Konzeptalbern die dem Buch die Kapiteleinteilungen verschafften und inhaltlich so gut korrespondieren, auch hören. Zwei Alben schaffen sie, bevor sich die Band trennt, inmitten der Produktion eines dritten Albums, das ihren Ruhm hätte zementieren können. Weshalb müsst ihr selbst lesen.

Das Meta-Projekt – ein dreidimensionales Palimpsest

Mitchell Fans werden einige Anknüpfungspunkte an seine früheren Titel erkennen – und das sowohl in die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Über Geschichten, Personen, Ereignisse, Namen und kleine Details. Alles was passiert, hat eine Wirkung. Jede Handlung hat Ressonanz – über alle Zeitebenen hinweg. Da gehen Silberfäden hinaus, die alles zusammenhalten, die sogar mich als Leserin einbinden und demütig machen, weil mir hier ein Meta-Projekt zugetraut wird – ich betone noch einmal, man kann die Bücher auch alle einzeln und mit großem Genuß lesen. Es ist als ob ich gewohnt wäre, mit dem Hubble-Teleskop in die Sterne zu sehen und nun plötzlich durch ein James Webb alles neu erblicken darf. David Mitchell hat mit Utopia Avenue nicht nur einen großartigen Roman erschaffen, sondern einem dreidimensionalen Palimpsest eine weitere schillernde Schicht aufgetragen, durch die die vorhergehenden scheinen.

Mein absolutes Lesehighlight für viele Jahre – da bin ich mir sicher. Bitte lest das unbedingt und verschenkt es – Weihnachten wir noch schöner mit einem solch großartigen Buch.


Sie arbeitet weiter, verbindet eine gelungene Stelle mit der nächsten. Kunst entsteht in Seitwärtsschritten. Kunst ist diagonal. Sie dreht das Ganze probehalber um und spielt Bassarpeggien, über die sie eine Melodie legt. Kunst ist Illusion. […] Zum Schluss greift sie das Anfangsthema wieder auf. Es hat sich mittendrin verändert, so wie Unschuld sich durch Erfahrung verändert.


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Cover des Buches Utopia Avenue (ISBN: 9783498002275)
Haverss avatar

Rezension zu "Utopia Avenue" von David Mitchell

Eine Anhäufung von Banalitäten
Haversvor 2 Monaten

London in den Swinging Sixties, Aufstieg und Fall einer (fiktiven) ProgRock-Band. Ich dachte, das wäre sicher interessant zu lesen, um die Erinnerungen an meine Teenagerzeit wieder aufleben zu lassen. Weit gefehlt, aber vorhersehbar, wurde David Mitchell doch erst 1969 geboren und hat die Jahre dieser Ära nicht miterlebt.

Die Story der „Utopia Avenue“ ist schnell zusammengefasst: Vier junge Musiker, in deren Leben es gerade nicht besonders rund läuft, werden von dem Talentscout Levon Frankland zusammengebracht, zu einer Band geformt und gemanagt. Dean Moss, der begnadete Bassist, Elf Holloway, Folksängerin und ehemals Teil eines Duos, Jasper de Zoet, Leadgitarrist mit psychischen Problemen und Griff Griffin, der raue Drummer aus dem Norden. Sie raufen sich zusammen, entwickeln sich musikalisch weiter, machen als „The way out“ Musik, benennen sich um in „Utopia Avenue“, schreiben erfolgreiche Hits, erobern den amerikanischen Markt. Sex and Drugs and Rock’n’Roll - bis zu einem tragischen Ereignis, das das Ende der Band bedeutet.

Das alles angereichert mit völlig überflüssigen Cameo-Auftritten der Großen im Musikgeschäft, Beatles, Pink Floyd, Grateful Dead, Bowie, Hendrix, Joplin, Cohen und wie sie alle heißen, deren Funktion offenbar lediglich darin besteht, den Zeitgeist zu transportieren, der Story Leben einzuhauchen. Wie sonst ließen sich deren banale Dialoge erklären?

Für mich in seiner Vom-Hölzchen-aufs-Stöckchen Erzählweise leider ein enttäuschendes Leseerlebnis. Die Handlung zu simpel konstruiert, die Personen zu stereotyp und platt angelegt, die Dialoge zu inhaltslos. Eine Anhäufung von Banalitäten, in der weder Qualität noch Originalität und zuletzt nicht die Magie von Mitchells früheren Werken zu finden ist. Ein künstlich aufgeblähter und nichtssagender Roman.

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Cover des Buches Utopia Avenue (ISBN: 9783839819517)
katzenminzes avatar

Rezension zu "Utopia Avenue" von David Mitchell

Paradise is the Road to Paradise
katzenminzevor 4 Monaten

Dean Moss ist am Ende. Gerade haben ihn zwei Gauner um sein gesamtes Erspartes gebracht, seine Vermieterin hat ihn rausgeworfen und seinen Job in einem Café ist er ebenfalls los. Ein Rucksack und sein Bass sind alles, was ihm bleibt. Und so überlegt er nicht lange, als ihm Levone Frankland einen Schlafplatz auf seiner Couch anbietet und ihn vorher noch auf eine kleines Konzert im Herzen Londons einlädt. Dean kennt Levone nicht, aber der weiß offenbar, dass er ein begabter Bassist ist und setzt alle Hebel in Bewegung um Dean mit drei anderen jungen Musikern zusammen zu bringen, die auf den ersten Blick nicht sonderlich zu harmonieren scheinen. Dean ahnt es noch nicht, aber das ist die Geburtsstunde von Utopia Avenue.

Mitchell illustriert in diesem umfangreichen Roman gekonnt das Auf und Ab einer jungen Band im London der 60er Jahre. Drogen, der Vietnamkrieg, Hippies, Konservative Väter, korrupte Polizei und bekannte Musikgrößen sorgen für echtes 60er Flair. Aber die buchstäblichen Stars des Romans sind die vier Bandmitglieder Dean, Elf, Jasper und Griff.

Die vier sind ganz verschiedene Typen: Elf Holloway, die als einzige Frau in der Band viel Selbstbewusstsein braucht, kommt aus einer gutbürgerlichen Familie, macht verträumte Folkmusik und kommt nicht von ihrem furchtbaren Partner los. Bluesbassist Dean Moss hat mit seinem alkoholabhängigen Vater gebrochen, hat es so gar nicht mit Autoritäten und sorgt mit seinen Frauengeschichten für Wirbel. Jasper de Zoet ist ein begnadeter Gitarrist aber meist nicht in der Lage, die Gefühle anderer Leute zu deuten. Als die Ruhe in Person sorgt er für die psychedelischeren Songs der Band, aber er fürchtet sich ständig davor, wieder in der Psychiatrie zu landen. Jazzschlagzeuger Griff Griffin ist zwar der einzige, der keine eigenen Songs schreibt, aber dank seiner offenen und rotzigen Art, kann man viel Spaß mit ihm haben. Zumindest, bis ein Unfall geschieht, der alles auf den Kopf stellt.

Dass Mitchell den Leser an den kleinen und großen Dramen im Leben der Bandmitglieder teilhaben lässt, alles mit der Bandgeschichte verflechtet und ihre Erlebnisse in den – leider fiktiven – Songs der Gruppe verarbeitet, hat mir die Figuren so sehr ans Herz wachsen lassen, wie es schon lange kein Roman mehr geschafft hat. Gewohnt ausschweifend, mit einer guten Portion Humor erschafft Mitchell ein Kaleidoskop aus Liebe, Trauer, Leidenschaft, Absurdität, irren Tripps, Ernsthaftigkeit, Freude, Betrug und sehr sehr viel Musik.

Natürlich kann man Utopia Avenue auch lesen, ohne Mitchells andere Romane zu kennen, aber ich muss sagen, dann verpasst man etwas. Schon in seinen anderen Büchern fallen kleine Querverweise auf, die ich persönlich ja sehr liebe (und bestimmt nicht in Gänze erfasst habe!). Aber die Verbindungen von diesem Roman zu den Knochenuhren und den Tausend Herbsten haben mich einfach komplett vom Hocker gehauen. Hätte der Roman auch ohne diese Verbindungen funktioniert? Ja, hätte er. Aber so liebe ich ihn noch ein kleines bisschen mehr.


Meine Rezension bezieht sich auf das Hörbuch, dessen über 25 Stunden Laufzeit ganz großartig von Johannes Steck eingelesen wurden. Die raue Stimme passt in die wilde Musikszene und seine dezente aber treffende Interpretation der einzelnen Figuren hat diesen bunten Roman noch ein bisschen lebendiger gemacht.

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Gespräche aus der Community

Herzlich willkommen zu unserer inklusiven Challenge für aktuelle Gegenwartsliteratur mit Niveau! 

Wenn euch anspruchsvolle Neuerscheinungen begeistern und ihr euch gerne mit anderen Buchverrückten darüber austauscht, seid ihr hier goldrichtig.

Unser Hauptanliegen ist ein barrierefreier Zugang zur Literatur über verschiedene Medien und die geteilte Freude am Lesen.

Aktuelles: 

Zum Abschluss unserer Challenge möchten wir gerne unseren eigenen Community Award ausrufen und unseren Lieblingsroman des Jahres wählen. Ich bin sehr gespannt, welcher das wird.

Hier findet ihr jetzt die Shortlist.

Schickt mir bitte bis Sonntag, den 18.12., eine PN mit euren drei Favoriten aus der Shortlist. Dann haben wir unseren Challenge-Siegertitel. 


Und die Challenge für 2023 gibt es auch schon!

https://www.lovelybooks.de/autor/LovelyBooks/LovelyBooks-Spezial-1287744138-w/leserunde/7422478752/7422483083/


Vom    01.01.2022    bis    31.12.2022    möchten    wir    15    anspruchsvolle    Romane    lesen   . 

Anspruchsvolle Romane? Gemeint sind Bücher der Gegenwartsliteratur, die in diesem Jahr erschienen sind oder noch erscheinen werden und die an diesen Beitrag angehängt sind. Auch Neuauflagen von Klassikern zählen dazu. 

Falls ihr Vorschläge zu interessanten Neuerscheinungen habt, könnt ihr diese gerne im entsprechenden Unterthema einreichen. Habt jedoch bitte Verständnis, dass nicht jedes Buch in die Liste aufgenommen werden kann.

Da es uns wichtig ist, dass die Challenge so barrierefrei wie möglich ist, könnt ihr die Bücher als Printexemplar, E-Book, ungekürztes Hörbuch oder auch in der Originalsprache/in einer anderen Sprache lesen. Denn was in dieser Challenge zählt ist der Inhalt, nicht die Form des Mediums. 

Kommen wir nun zu den Regeln:

Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. 

Der Einstieg oder Ausstieg ist jederzeit möglich. Du verpflichtest dich zu nichts. 

Schreibe zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei Lovelybooks. Anschließend verlinkst du jede der Rezensionen für diese Challenge in einem einzigen Beitrag im Unterthema "Eure Sammelbeiträge". Das wird dein Sammelbeitrag für alle deine Challenge-Rezensionen sein. 

Es gelten die Bücher, die in der unten angehängten Liste zu finden sind (wir füllen gerade auf! ;D ).

Unter allen Teilnehmenden, die 15 Romane mit Niveau in der Zeit vom 01.01.2022 bis 31.12.2022 lesen und rezensieren, wird ein liebevoll ausgewähltes Buchpaket verlost!

Das Minimum für den Lostopf sind also 15 rezensiere Bücher. Ihr seid Viellesende und habt die 15 Bücher schnell geschafft? Wunderbar! Auch für euch haben wir uns etwas überlegt: Pro 5 gelesene und rezensiere Bücher mehr gibt es 1 Extra-Los für euch! 

(d.h. mit 20 Büchern bekommt ihr 2 Lose, mit 25 Büchern 3 Lose usw.) 

Wichtige zusätzliche Hinweise: Eure Rezensionen müssen nicht lang sein. Sie sollten euren Leseeindruck wiedergeben, eine bloße Inhaltsangabe reicht nicht, eine größere Analyse des Buches muss es aber auch nicht sein. Wir wünschen uns eine etwas ausführlichere Kurzmeinung. 

Für die Verlosung des Buchpaketes werden nur Rezensionen zu den hier angehängten Büchern berücksichtigt.

Zum Schluss bleibt nur noch zu sagen: Wir wünschen euch viel Freude beim Lesen, Hören, Diskutieren, Staunen und Entdecken. Auf ein schönes Bücherjahr 2022! 

Eure SEVEN


Links zu euren Sammelbeiträgen:

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736 Beiträge
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Letzter Beitrag von  nonostarvor 2 Tagen

:D Ja das dachte ich mir auch. ^^

Herzlich Willkommen zu einer neuen Team-Leserunde von LovelyBooks!

Seit unserer letzten Leserunde ist viel Zeit vergangen und es hat uns zwischenzeitlich immer mal wieder in den Fingern gejuckt, eine neue Team-Leserunde zu starten. Doch kein Buch konnte uns so richtig überzeugen.
Aber jetzt haben wir den perfekten Kandidaten gefunden: 
"Die Knochenuhren" von David Mitchell
Wir sind schon ganz gespannt auf die Lektüre und freuen uns auf die anstehende, hoffentlich intensive Diskussion!

Vom LovelyBooks-Team sind dabei:
aylareadsbooks
doceten
HannaBuecherwurm
Jacky_Jolly
kai_huebner
Kathycaughtfire
kultfigur
LaMargarita
Malista
nordbreze
OribaPumpkin
Sophia29
TinaLiest
Tree_Trunks

Ihr habt das Buch selber ungelesen daheim und möchtet mit uns gemeinsam lesen und diskutieren? Oder ihr habt das Buch schon gelesen und möchtet uns jetzt eure Meinung mitteilen? Kein Problem! Wir freuen uns, wenn ihr mit in die Leserunde einsteigt! 

Ihr kennt das Buch noch nicht? Hier könnt ihr schon einmal den Klappentext lesen:
An einem verschlafenen Sommertag des Jahres 1984 begegnet die junge Holly Sykes einer alten Frau, die ihr im Tausch für "Asyl" einen kleinen Gefallen tut. Jahrzehnte werden vergehen, bis Holly Sykes genau versteht, welche Bedeutung die alte Frau dadurch für ihre Existenz bekommen hat. Die Knochenuhren folgt den Wendungen von Holly Sykes' Leben von einer tristen Kindheit am Unterlauf der Themse bis zum hohen Alter an Irlands Atlantikküste, in einer Zeit, da Europa das Öl ausgeht. Ein Leben, das gar nicht so ungewöhnlich ist und doch punktiert durch seltsame Vorahnungen, Besuche von Leuten, die sich aus dem Nichts materialisieren, Zeitlöcher und andere kurze Aussetzer der Gesetze der Wirklichkeit. Denn Holly – Tochter, Schwester, Mutter, Hüterin – ist zugleich die unwissende Protagonistin einer mörderischen Fehde, die sich in den Schatten und dunklen Winkeln unserer Welt abspielt – ja, sie wird sich vielleicht sogar als deren entscheidende Waffe erweisen. Metaphysischer Thriller, moralische Betrachtung und Chronik unseres selbstzerstörerischen Handelns – dieser kaleidoskopische Roman mit seiner Vielfalt von Themen, Schauplätzen und Zeiten birst vor Erfindungsreichtum und jener Intelligenz, die David Mitchell zu einem der herausragenden Autoren seiner Generation gemacht hat.
292 Beiträge
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Letzter Beitrag von  Insider2199vor 7 Jahren
So hier kommt meine Rezi, die sich auch auf amazon befindet: "Die Knochenuhren" von David Mitchell http://www.lovelybooks.de/autor/David-Mitchell/Die-Knochenuhren-1207153026-w/rezension/1242378752/ (***** 23.5.2016)
Hallo ihr Lieben :)
Ja, ich weis ich bin früh dran, aber ich hatte gerade Lust dazu und dann ist es wenigstens schon mal gemacht. Leider weis ich nicht wer welches Exemplar hat. Deshalb habe ich die Abschnitte nicht nur mit Seitenzahlen versehen sonder auch mit Namen. Leider besitzt dieses Buch keine Kapitel, was echt ein bisschen stressig gerade war. Ich bin jetzt nach dem Rowolth-Taschenbuch vorgegangen. Schaut euch das Buch mal genau an und sagt mir bescheid, ob ihr mit dieser Einteilung zurecht kommt. Ich sage euch, die Schrift ist winzig und das Buch hat viele viele Seiten. Deshalb sind es auch 8 Abschnitte geworden ich hoffe es sind euch nicht zu viel oder zu wenige?!

Ich wünsche liebste Grüße aus Bayern
Eure Jana alias Prinzessin
82 Beiträge
Prinzessins avatar
Letzter Beitrag von  Prinzessinvor 8 Jahren
Ajana irgendwie war wirklich nur der erste Abschnitt und die geschichte von Sloosghas crossin so schrecklich zu lesen. Der Rest vom Buch war locker leicht zu lesen ;) Schön dass du nochmal hier vorbei geschaut hast :) vllt klappts ja doch mal mit dem buch und dir

Zusätzliche Informationen

David Mitchell wurde am 12. Januar 1969 in Southport (Großbritannien) geboren.

David Mitchell im Netz:

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in 1.694 Bibliotheken

von 349 Lesern aktuell gelesen

von 27 Lesern gefolgt

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