Claire Adam

 4 Sterne bei 41 Bewertungen
Autor von Goldkind, Goldkind und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Claire Adam

Claire Adam wurde in Trinidad geboren, wo sie auch aufwuchs. Sie studierte Physik an der Brown University in Rhode Island und erwarb später einen Master in Creative Writing am Goldsmith College der University of London, der Stadt, in der sie auch heute lebt.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Claire Adam

Cover des Buches Goldkind (ISBN: 9783455005981)

Goldkind

 (36)
Erschienen am 04.01.2020
Cover des Buches Goldkind (ISBN: 9783455005998)

Goldkind

 (1)
Erschienen am 04.01.2020
Cover des Buches Goldkind (ISBN: 9783869744513)

Goldkind

 (4)
Erschienen am 13.03.2020

Neue Rezensionen zu Claire Adam

Cover des Buches Goldkind (ISBN: 9783455005981)
L

Rezension zu "Goldkind" von Claire Adam

Etwas blass geschrieben
Leserstimmevor 3 Monaten

Claire Adam beschreibt in einfacher Sprache ein Szenario, dass wir uns hier wohl nicht so recht vorstellen können.  Es war teilweise spannend, aber auch etwas langatmig an manchen Stellen. 

Eine Familie,  Clyde, Joy und ihre Zwillingssöhne Peter und Paul leben in Trinidad in einem heruntergekommenem Häuschen nahe des Dschungels und in einer Gegend in der Kriminalität nicht selten ist. Der Vater hält die Familie mit Gelegenheitsjobs über Wasser und ist stolz auf seinen Jungen Peter, der überall angesehen ist, wissbegierig und schlau zu sein scheint. Paul ist ein Einzelgänger, einer der nicht viel reden will und laut Einschätzung der Familie der "Dumme" ist. Abgestempelt mit dieser Gewissheit fügt sich Paul in die Rolle, dass er ja der dümmere Sohn ist. 

Für Peter tut der Vater alles: Er legt Geld in einem ausländischen Konto an, damit dieser später in England studieren und leben kann. Dieses Geld erbt er vom verstorbenen Onkel Vishnu, was dem Sohn (Romesh) von Vishnu nicht entgeht. Hier beginnt das Drama.....Als Paul entführt wird, wird Clyde klar, dass die Handlanger von Joys Bruder Romesh dahinter stecken. Joy will dies aber nicht wahrhaben. Die Entführer verlangen soviel Geld, dass sie das Sparkonto Peters auflösen müssten, um ihn zu retten. Doch die Sturheit Clydes kostet Paul das Leben. 

Diese Geschichte zeigt keine Bilderbuchfamilie. Ein Kind  wird immer bevorzugt, das andere systematisch und automatisch ausgeschlossen. Was das für Auswirkungen auf Peter, das schlaue Kind hat, müsst ihr schon selber lesen. Paul  scheint das nichts auszumachen. 

Für mich ist das ein Drama, das sprachlich und inhaltlich ausbaufähig wäre. Vielleicht waren alle Charaktere für mich auch zu blass dargestellt, als dass ich sagen könnte, das gibt 5 Sterne. 

Ein Buch für Zwischendurch. 

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Cover des Buches Goldkind (ISBN: 9783455005981)
BUCHWURM20s avatar

Rezension zu "Goldkind" von Claire Adam

Vatersorgen
BUCHWURM20vor 10 Monaten

Es ist dunkel, Insekten umschwirren das Licht im Hof und der Wachhund sitz am Tor. Ein Junge kam nicht nach Hause, der Vater betritt die Dunkelheit, um nach ihm zu suchen. Clyde macht sich Sorgen um Paul, der nicht von seinem Streifzug durch den Busch zurückgekommen ist. Auf Trinidad bleibt man zu Hause, wenn die Sonne untergegangen ist. Clyde ist aber auch genervt, denn schon immer hat Paul im Ärger bereitet, ganz anders als dessen alles überstrahlender Zwillingsbruder Peter. Stunden vergehen, dann Tage. Schließlich melden sich die Entführer. Als Clyde begreift, worum es ihnen geht steht er vor einer ungeheuerlichen Entscheidung. Denn die Familie ist arm, das wenige Ersparte für Peters Studium vorgesehen. Soll er das Leben eines seiner Kinder zugunsten des anderen opfern? 

Eine tragische Familiengeschichte, fragwürdige Entscheidungen und ihre Konsequenzen. Meiner Meinung nach ebenso ein vielschichtiges Portrait der Kultur Trinidads. 

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Cover des Buches Goldkind (ISBN: 9783869744513)
milkysilvermoons avatar

Rezension zu "Goldkind" von Claire Adam

Eine äußerst schwere Entscheidung
milkysilvermoonvor 2 Jahren

In einer kleinen Stadt auf der Karibikinsel Trinidad in den 1980er-Jahren: Als Clyde Deyalsingh von seiner Schicht nach Hause kommt, findet er nur seine Frau Joy und seinen Sohn Peter (13) vor. Von dessen Zwillingsbruder Paul fehlt jedoch jede Spur. Erst zwei Wochen vorher ist die Familie von Einbrechern überfallen worden. Der Vater macht sich nun umso mehr Sorgen um sein Kind, aber die Suche bleibt erfolglos. Schließlich muss sich Clyde jedoch einer äußerst schweren Entscheidung stellen...

„Goldkind“ ist der Debütroman von Claire Adam.

Meine Meinung:
Der Roman besteht aus drei Teilen, die wiederum in mehrere Kapitel mit einer angenehmen Länge unterteilt sind. Erzählt wird im Präsens aus der Sicht von Clyde. Die Geschichte ist zwar größtenteils chronologisch aufgebaut. Allerdings gibt es einige Rückblenden.

Der Schreibstil ist schnörkellos und klar, aber gleichzeitig sehr eindringlich und atmosphärisch. Schon zu Beginn entsteht eine düstere, spannungsvolle Stimmung, die sich durch die ganze Geschichte zieht.

Die Protagonisten kommen nicht besonders sympathisch rüber, wirken jedoch authentisch und konsistent. Zwar konnte ich das Verhalten des Vaters nicht in Gänze nachvollziehen. Dennoch werden seine Gedanken recht deutlich.

Obwohl der Roman nicht als Thriller angelegt ist, ist er durchweg fesselnd und spannend. Das liegt nicht nur daran, dass er weniger als 270 Seiten umfasst, sondern auch daran, dass die Geschichte stellenweise sehr nervenaufreibend ist. 

Eine Stärke des Buches sind sicherlich auch die ethischen und moralischen Fragen, die aufgeworfen werden. Inhaltlich rüttelt der Roman auf, schockiert, regt zum Nachdenken an, berührt -  und hallt eine ganze Weile nach.

Ich habe die Geschichte als ungekürzte Lesung angehört. Die Stimme von Sprecherin Franziska Grün ist angenehm, war nach meinem Empfinden für den Inhalt der Geschichte aber eine Spur zu fröhlich und zu stürmisch.

Das düstere, geschmackvoll gestaltete Cover passt dagegen ganz hervorragend zum Roman. Der prägnante, deutsche Titel ist nicht nur treffend, sondern erfreulicherweise auch nahe am englischsprachigen Original ("Golden Child").

Mein Fazit:
„Goldkind“ von Claire Adam ist kein Roman für sanfte Gemüter, aber eine empfehlenswerte, sehr eindrückliche Lektüre.

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