Cho Nam-Joo

 4,3 Sterne bei 490 Bewertungen
Autor von Kim Jiyoung, geboren 1982, Miss Kim weiß Bescheid und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Cho Nam-Joo

Cho Nam-Joo war neun Jahre lang als Drehbuchautorin fürs Fernsehen tätig. Ihr Roman »Kim Jiyoung, geboren 1982« hat sich weltweit über zwei Millionen Mal verkauft und war auch in Deutschland ein großer Bestseller. Cho Nam-Joo lebt in Korea.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Kim Jiyoung, geboren 1982 (ISBN: 9783462003567)

Kim Jiyoung, geboren 1982

 (379)
Neu erschienen am 06.10.2022 als Taschenbuch bei Kiepenheuer & Witsch.
Cover des Buches Miss Kim weiß Bescheid (ISBN: 9783462003499)

Miss Kim weiß Bescheid

 (103)
Neu erschienen am 06.10.2022 als Gebundenes Buch bei Kiepenheuer & Witsch.

Alle Bücher von Cho Nam-Joo

Cover des Buches Kim Jiyoung, geboren 1982 (ISBN: 9783462003567)

Kim Jiyoung, geboren 1982

 (379)
Erschienen am 06.10.2022
Cover des Buches Miss Kim weiß Bescheid (ISBN: 9783462003499)

Miss Kim weiß Bescheid

 (103)
Erschienen am 06.10.2022
Cover des Buches Kim Jiyoung, geboren 1982 (ISBN: B08QZ8TTFK)

Kim Jiyoung, geboren 1982

 (0)
Erschienen am 11.02.2021

Neue Rezensionen zu Cho Nam-Joo

Cover des Buches Miss Kim weiß Bescheid (ISBN: 9783462003499)
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Rezension zu "Miss Kim weiß Bescheid" von Cho Nam-Joo

Empowerment mit Herz
fredefinskevor 5 Stunden

Mit derselben Intensität und Brisanz, mit der sich Cho Nam-Joo im vergangenen Jahr in „Kim Jiyoung, geboren 1982“ bereit der Unterdrückung koreanischer Frauen* durch das Patriarchat widmete, betrachtet sie in „Miss Kim weiß Bescheid“ anhand acht verschiedener Frauenbiografien gesellschaftsrelevante Themen, die Frauen* auf der ganzen Welt betreffen: Es geht Alter und Krankheit und die Frage, bis wann ein Leben lebenswert ist; um Unterdrückung und Selbstermächtigung, um toxische Beziehungen und wahre Liebe, um Mutterschaft und weibliche Identität, Mobbing und Hatespeech, um Gleichberechtigung und Mut; aus dem Schatten zu treten und das Leben zu ergreifen, von dem man immer geträumt hat. Sie spricht Themen an, die Frauen* auf der ganzen Welt betreffen – in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – und erzeugt so ein Gefühl der Verbundenheit und des Komplizinnentums. Ihre Sprache ist klar und präzise, die Dialoge pointiert. Trotz der Kürze verleiht sie ihren Protagonistinnen Ecken und Kanten, macht sie und ihre Geschichten, die stellvertretend für so viele Schicksale stehen, greifbar. Am meisten haben mich „Unter dem Pflaumenbaum“ und „Lieber Hyannam“ bewegt, die thematisch komplett unterschiedliche Thematiken behandeln und zugleich die stilistische Variabilität Cho Nam-Joos unterstreichen, von Inwon Park in ihrer Rhythmik und Wärme wunderbar ins Deutsche übertragen wurde. Nicht alle Stories haben mich inhaltlich gepackt, fehlte es ihnen an dem gewissen Etwas, und doch ist ihnen alle eine schneidende Erkenntnis oder Pointe gemein, die kurz innehalten lässt. 

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Cover des Buches Miss Kim weiß Bescheid (ISBN: 9783462003499)
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Rezension zu "Miss Kim weiß Bescheid" von Cho Nam-Joo

Acht Frauen
nonostarvor einem Tag

Acht Frauen mit acht sehr verschiedenen Lebensentwürfen und in verschiedenen Lebensabschnitten, doch alle vereint der Alltag und die weibliche Identität in Korea.

Mit ihrem Roman »Kim Jiyoung, geboren 1982« hat mich Cho Nam-Joo sehr beeindruckt, berührt und unerwartet angesprochen. Der schmale Grad zwischen Distanz und Nähe, zwischen Fiktion und Tatsachen hat mich beim Lesen mit jeder zeile mehr überzeugt. Und auch wenn die acht Kurzgeschichten in »Miss Kim weiß Bescheid« genauso gut gearbeitet und sprachlich auf dem gleichen Niveau sind, fiel es mir schwer, einen Bezug zu den Frauen zu finden. Nur die Hälfte der Geschichten haben mich wirklich berührt und nachhaltig beeindruckt, der Rest blieb leider immer etwas im Hintergrund. Mir fehlte die Nähe zu den Figuren und die Abgeschlossenheit mancher Erzählungen.

Dennoch mochte ich, dass Nam-Joo verschiedene Frauen zeigt, die alle ein eigenes Individuum sind, die aber gleichzeitig auch miteinander verschmelzen und verschiedene Szenarien aus dem Leben von frauen darstellen. es sind Szenen aus dem Alltag, die immer wieder passieren können und passieren und es ist gut, dass diese hier gezeigt werden.

Insgesamt dennoch eine gute Kurzgeschichtensammlung, die für mich jedoch nicht an »Kim Jiyoung, geboren 1982« heranreicht.

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Cover des Buches Miss Kim weiß Bescheid (ISBN: 9783462003499)
eulenmatzs avatar

Rezension zu "Miss Kim weiß Bescheid" von Cho Nam-Joo

Koreanische Storys
eulenmatzvor 6 Tagen

MEINUNG:

Letztes Jahr war ich sehr begeistert von Cho Nam-Joos Roman Kim Jiyoung, geboren 1982.Ich lese gerne Roman aus die asiatischen Kulturraum. Es führt einem immer vor Augen, dass zwischen meiner westeuropäischen Weltansicht und dieser Kultur einfach Welten liegen. Gleichzeitig schärft es das Verständnis dafür, dass nicht alle Kulturen gleich funktionieren und jedes Verhalten auch nicht aus meiner Sicht bewertet werden kann. Ihr erster Roman hat eine große Palette an Gefühlen in mir wach gerufen und so ging es mir nun auch wieder mit den acht Geschichten aus Miss Kim, weiß Bescheid.

Hierbei handelt es sich um ein Buch, welches die Geschichten von acht koreanischen Frauen im Alter zwischen 10 und 80 Jahren versammelt. Die Autorin greift wieder eine Vielzahl gesellschaftskritischer Themen, die auch sehr modern und aktuell sind wie z.B. Cybermobbing, Gaslighting, aber auch klassische Themen wie häusliche Gewalt,  Ungleichbehandlung am Arbeitsplatz und weibliche Identität im Alter. 

Die Autorin nimmt sich selbst auch mit in diesen Geschichten rein, denn ihr erfolgreiches Debüt hat in Süd-Korea zu einem regelrechten gesellschaftlichen Aufschrei geführt. Es verschaffte ihr eine Menge  Aufmerksamkeit und Berühmtheit, aber sie musste auch eine Menge Hass, vor allem im Netz und in Social Media ertragen. So etwas ging nicht spurlos an ihr vorbei, zu mal solche Nachrichten auch sehr realen Bedrohung werden können.

Sehr mitgenommen hat mich auch die Geschichte einer jungen Frau, die einen Brief an ihren Ex-Freund schreibt, in dem sie erklärt, warum sie ihn nicht heiraten wird. In dem Brief wird klar, wie sehr sie von manipuliert und unterdrückt worden ist. Ich war froh, dass sie erkannt hat. In Erinnerung bleibt mir aber auch die Geschichte einer ca. 60-jährigen Frau, die endlich einmal die Polarlichter sehen möchte. Sie hat eine erwachsene Tochter, die ein Kind hat und erwartet, dass sich ihre Mutter, wie in Korea üblich, darum kümmert. Doch die Mutter weigert sich und bleibt dort hartnäckig, obwohl sie auch von der Betreuung durch die Großeltern profitiert hat. Es ist die längste und in meinen Augen auch die beste Geschichte.

FAZIT:

Miss Kim weiß Bescheidenthält acht Geschichten, von denen mir sicher ein paar in Erinnerungen bleiben werden, aber einige auch nicht. Ich würde empfehlen erst Kim Jiyoung, geboren 1982  zu lesen und dann die Geschichten als Ergänzung. Dafür sind sie ideale Lektüre und natürlich für alle, die Kurzgeschichten mögen und sich für die koreanische weibliche Kultur interessieren

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