Charlotte Roth

 4,3 Sterne bei 845 Bewertungen
Autorin von Als wir unsterblich waren, Als der Himmel uns gehörte und weiteren Büchern.
Autorenbild von Charlotte Roth (©Christian Saalfeld)

Lebenslauf von Charlotte Roth

Vom Leben inspiriert: Charlotte Roth wurde 1965 in Berlin geboren. Sie studierte Literaturwissenschaft, Latein und Anglistik in Berlin, Neapel und London. Seit mittlerweile über zehn Jahren ist sie freiberufliche Autorin und schreibt nicht nur unter dem Namen Charlotte Roth, sondern auch unter mehreren anderen Pseudonymen. Mit der Veröffentlichung ihres ersten Buches „Als wir unsterblich waren“ im Jahr 2014, welches auf ihrer eigenen Familiengeschichte basiert, erfüllte sie sich einen Lebenstraum. Das Buch erzählt auf verschiedenen Zeitebenen von den Berlinerinnen Alexandra und Paula, die die Stadt während dem Fall der Mauer und zur Zeit des Ersten Weltkrieges erleben. Charlotte Roth selbst lebt inzwischen nicht mehr in ihrer Geburtsstadt, sondern in London. Auch reist sie mit ihrer Familie sehr gerne durch Europa, ihr Herz hängt jedoch noch immer an Berlin.

Alle Bücher von Charlotte Roth

Cover des Buches Als wir unsterblich waren (ISBN: 9783426512067)

Als wir unsterblich waren

 (238)
Erschienen am 02.05.2014
Cover des Buches Als der Himmel uns gehörte (ISBN: 9783426516645)

Als der Himmel uns gehörte

 (154)
Erschienen am 01.04.2015
Cover des Buches Wenn wir wieder leben (ISBN: 9783426520307)

Wenn wir wieder leben

 (109)
Erschienen am 02.07.2018
Cover des Buches Die Königin von Berlin (ISBN: 9783426307717)

Die Königin von Berlin

 (85)
Erschienen am 03.05.2021
Cover des Buches Weil sie das Leben liebten (ISBN: 9783426517291)

Weil sie das Leben liebten

 (58)
Erschienen am 01.06.2016
Cover des Buches Wir sehen uns unter den Linden (ISBN: 9783426522356)

Wir sehen uns unter den Linden

 (59)
Erschienen am 01.04.2019
Cover des Buches Bis wieder ein Tag erwacht (ISBN: 9783426518403)

Bis wieder ein Tag erwacht

 (29)
Erschienen am 03.07.2017

Neue Rezensionen zu Charlotte Roth

Cover des Buches Ich bin ja heut so glücklich (ISBN: 9783426282267)M

Rezension zu "Ich bin ja heut so glücklich" von Charlotte Roth

Hommage an ein vergessenes Filmsternchen
Martina_Blubie_Weissvor 10 Tagen

Da ich als Kind und als Teenager super gerne die alten Filme aus den 30er und 40er Jahren gesehen habe, die damals Samstag und Sonntag im Nachmittagsprogramm ausgestrahlt wurden, hat mich das Cover sofort angesprochen.
Renate Müller hatte ich nicht mehr auf dem Schirm, obwohl ich den einen oder anderen Film mit ihr tatsächlich gesehen hatte. Sie gehörte auch nicht zu den legendären Schauspielerinnen mit unvergleichlichem Können. Sie hatte das nette Mädel von nebenan verkörpert.
Dank Charlotte Roth rückt sie aber nochmal in den Fokus, das Buch soll weniger als Biografie denn als Hommage verstanden werden.
Ein trauriges Schicksal, eines von vielen, das dem Naziregime zum Opfer fiel.
Charlotte Roth schafft es, die Zeit der 20er und 30er Jahre wiederauferstehen zu lassen, beim Lesen kann man gut in diese Epoche eintauchen. Schreibstil und Erzählweise sind sehr stimmig.
Wer Bücher über diese Zeit mag ud ein wenig in die Anfänge des Deutschen Films eintauchen möchte, dem kann ich dieses Buch ans Herz legen.

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Cover des Buches Ich bin ja heut so glücklich (ISBN: 9783426282267)D

Rezension zu "Ich bin ja heut so glücklich" von Charlotte Roth

Glücklich, wer sich am Rande des Abgrunds erkennt und den Sturz vermeidet! (Jean-Jacques Rousseau)
Dreamworxvor 2 Monaten

Journalistentochter Renate Müller wächst wohlbehütet mit ihrer kleinen Schwester Gabi in Emmering bei München auf. Sie liebt es, zu singen und zu tanzen und will unbedingt Schauspielerin werden. 1924 kommt Renate als 18-jährige nach Berlin, wo sie schon bald erste Erfolge beim Theater verbuchen kann. Später bei der UFA gelingt ihr dann der Durchbruch als Filmschauspielerin. Während Renate die Karriereleiter immer weiter heraufsteigt, ändert sich die politische Lage in Deutschland dramatisch, denn die Nazis halten immer mehr Zügel in der Hand und reglementieren alles im Land nach ihren Vorstellungen. Nachbarsjunge und Jugendfreund Werner Lohse war schon immer überzeugt davon, dass Renate mal seine Frau wird. Und während Renate immer erwachsener und bekannter wird, verfolgt Werner sie geradezu und wird auch noch als Chauffeur von Goebbels ein Handlanger der Nazis. Renate will mit dem Regime nichts zu schaffen haben, vor allem deshalb nicht, weil ihr Liebster, der Bankierssohn Georg Deutsch, Jude ist und diese Liebe nur im Geheimen gelebt werden darf. Doch leider ist ihnen nicht viel Glück beschieden, denn Werner Lohse treibt sie ins Visier von Goebbels und der SS…

Charlotte Roth hat mit „Ich bin ja heut so glücklich“ einen unterhaltsamen historischen Roman vorgelegt, in dem nicht nur Fiktion und wahre Tatsachen auf wunderbare Weise verschmelzen, sondern dem Leser auch erlauben, eine in Vergessenheit geratene Künstlerin der 30er Jahre kennenzulernen. Der flüssige, farbenfrohe und gefühlvolle Erzählstil gewährt dem Leser Eintritt in Renates Welt, um dort ihre Familie, ihr Umfeld und ihre schauspielerischen Ambitionen hautnah mitzuerleben. Die Diskrepanz einer warmherzigen, liebevollen Familie zu dem aufdringlichen Werner Lohse ist groß. Während ihr Vater Renate suggeriert, das für sie alles möglich ist im Leben, versucht Werner schon in jungen Jahren Renate einzuschränken, sie zu bevormunden, sich ihr regelrecht aufzudrängen und sie zu verfolgen. Renate ist ein Freigeist, der sich seine Träume mit Fleiß erarbeitet hat und mit einem Quäntchen Glück die Karriere machte, die sie schon immer wollte. Doch schon bald weht in Deutschland mit den Nazis ein anderer Wind, der das Leben der Menschen reglementiert und ihre Freiheit immer mehr einschränkt. Die Autorin hat den politischen Hintergrund wunderbar mit ihrer Handlung verwebt und auf diese Weise die unterschiedlichen Stimmungen sehr gut eingefangen. Renate, die Werners Verfolgungswahn ausgesetzt ist und sich in einen Juden verliebt, lebt wie ein Vogel auf dem Drahtseil. Ihre Weigerung, in nazipropagandistischen Filmen mitzuwirken, brachte ihr die Überwachung durch die Gestapo ein und ließ sie ständig in Gefahr schweben. Viel zu früh verstirbt Renate auf tragische Weise im Alter von 31 Jahren.

Die Charaktere sind facettenreich gestaltet und lebendig in Szene gesetzt. Sie nehmen den Leser in ihre Mitte und lassen ihn ganz nahe an sich heran, was ein Hoffen, Bangen und Mitfiebern erlaubt. Renate hat schon in jungen Jahren ihr Ziel vor Augen und arbeitet akribisch daran, ihren Traum von der Schauspielerei zu erreichen. Sie ist liebenswert, manchmal umtriebig, freundlich und mit Prinzipien, doch innerlich wirkt sie immer zerrissener aufgrund des politischen Drucks. Ihre Freundin Sybille Schmitz ist exzentrisch, aber für Renate ein Fels in der Brandung, die sie immer wieder auffängt. Renates Eltern sind weltoffen, liebevoll und fürsorglich, sie lassen ihren Kindern ihre Freiheiten und unterstützen sie in allen Lebenslagen. Werner Lohse ist ein Mann, der für seine Unzulänglichkeiten die Verantwortung immer bei anderen sucht. Er ist ein unsteter Charakter, der sich nur zu gern dem Nazi-Regime unterwirft.

„ich bin ja heut so glücklich“ ist eine sehr unterhaltsame historische Romanbiografie, die nicht nur das Leben einer außergewöhnlichen Frau herausstellt, sondern auch den damaligen Zeitgeist und die politische Lage lebendig an den Leser bringt. Verdiente Leseempfehlung!

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Cover des Buches Ich bin ja heut so glücklich (ISBN: 9783426282267)M

Rezension zu "Ich bin ja heut so glücklich" von Charlotte Roth

Eines der besten Bücher, das ich bisher in 2022 gelesen habe!
Monika58097vor 2 Monaten

Renate Müller liebt nichts so sehr wie das Kino und schon früh steht für sie fest, dass sie zum Film muss. Eine Stelle als Komparsin oder Sekretärin beim Film hätten ihr schon gereicht, doch Renate wird entdeckt und kommt ganz groß raus. Ja, Renate wird sogar zum Publikumsliebling und ihr Lied "Ich bin ja heut so glücklich" aus dem Film "Die Privatsekretärin" wird ein echter Schlager. Renate ist nun wirklich glücklich, könnte die ganze Welt umarmen und doch wird sie immer von Zweifeln geplagt. Ist sie wirklich gut genug? Wird der neue Film auch ein Erfolg werden? 


An Renates Seite der Bankier Georg, doch Georg ist Jude und wir alle wissen, was dies Anfang/Mitte der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts bedeutet hat. Dunkle Schatten ziehen auf. Georg emigriert in die Schweiz, hofft, dort sicher zu sein. Renate verfällt immer mehr dem Alkohol, fühlt sich verfolgt. Als sie Georg schließlich folgen will, ist es zu spät. 


"Ich bin ja heut so glücklich" - ist die Geschichte einer jungen Schauspielerin, die lernt, für das zu kämpfen, was ihr wichtig ist und zum Schluss doch scheitern wird. Charlotte Roth ist eine bewegende Geschichte über Renate Müller gelungen. Mitreißend und schillernd erzählt die Autorin diese Geschichte voller Spannung und großer Gefühle. 


Wer mich kennt, der weiß, dass ich oft Farben sehe, wenn ich ein Buch lese. Dieses hier ist am Anfang hell und schillernd, doch immer mehr schleichen sich dunklere Töne ein. Hervorragend konstruiert von Charlotte Roth, die eine Meisterin ihres Fachs ist. Sie hat einfach einen vielfältigen und unverwechselbaren Stil. 


"Ich bin ja heut so glücklich" - eine Geschichte mit einem tragischen Ende und doch eine Geschichte, die lange Zeit glücklich macht, weil die Person Renate Müller einfach so ein ansteckendes Lachen hat. Dieses Buch ist eines der besten, das ich bisher in 2022 gelesen habe!

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Gespräche aus der Community

Vor ein paar Tagen ist der Roman „Als wir unsterblich waren“ von Charlotte Roth erschienen. Hinter diesem Pseudonym steht die Autorin Charlotte Lyne. Der Roman ist die Geschichte von Alexandra, die in der Nacht des 9. November 1989 im Strudel allgemeiner Begeisterung über die deutsch-deutsche Grenze getrieben wird, sich verliebt und zugleich erfahren muss, dass ihre geliebte Grossmutter ihr ein Geheimnis verbirgt.  Es ist vor allem aber die Geschichte von Paula, die bei Ausbruch des  Ersten Weltkrieges sechzehn Jahre alt ist und sich mit all ihrer Leidenschaft in den Kampf für eine neue, gerechtere Welt  - und in ihre Liebe zu dem getriebenen Sozialdemokraten Clemens wirft. Wenn das Schicksal der beiden Frauen dich interessiert, dann bewirb dich auf eines von 10 Freiexemplare, die der Droemer Knaur Verlag zur Verfügung stellt.



Inhalt:  Inhalt: November 1989. "Willkommen in West-Berlin", dröhnt es aus einem Lautsprecher, als die Ostberliner Studentin Alexandra von der Menschenmenge in die Arme eines jungen Mannes gedrängt wird. Liebe auf den ersten Blick!

Berlin vor dem Ersten Weltkrieg. Die junge und mutige Paula setzt sich leidenschaftlich für Frauen- und Arbeiterrechte ein. Ihre Träume von einer neuen, gerechteren Welt teilt sie mit dem charismatischen Studentenführer Clemens, mit dem sie Seite an Seite kämpft.

Damals, als sie unsterblich waren, beginnt ihre dramatische Geschichte, die auch die Geschichte unseres Landes ist und die Jahrzehnte später Alexandras Welt für immer verändern wird.




Wenn du dieses Buch im Rahmen der Leserunde lesen möchtest, dann beantworte folgende Frage bis am 12. Mai 2014: Was erwartest du von diesem Buch?

 Die Leserunde wird von Charlotte Lyne begleitet.

 



Anmerkung: Jeder Gewinner/in verpflichtet sich, möglichst zeitnah das Buch zu lesen und anschliessend eine Rezension zu schreiben. Es ist selbstverständlich, dass ihr euch in den Leseabschnitten mit den anderen Teilnehmern austauscht.


903 BeiträgeVerlosung beendet
Letzter Beitrag von  Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren
Ich habe das Buch nun außerhalb dieser Leserunde gelesen, möchte aber trotzdem meine Rezension hier posten. Vielleicht interessiert es ja noch jemand :-) https://chattysbuecherblog.blogspot.com/2018/06/602018.html
Du suchst noch nach der perfekten Lektüre für den Lesesommer? Dann solltest du unbedingt einen Blick auf die neue "Genau Meins"-Kollektion des Knaur Verlags werfen. Reise mit "Als wir unsterblich waren" von Charlotte Roth zurück ins Westberlin des Jahres 1989, begleite den Buchhändler Jean Perdu in "Das Lavendelzimmer" von Nina George auf der Suche nach einer vergangenen Liebe oder begib dich mit Kirsty Warks Roman "Der Gesang der Wellen nach dem Sturm" auf die sturmumtoste Insel Arran, im Westen Schottlands.

Der Sommer kann also definitiv kommen und passend dazu haben wir uns eine schöne Aktion überlegt, bei der du die Möglichkeit hast, eine von 5 exklusiven "Genau Meins"- Leseboxen zu gewinnen. Jede Box hat 3 Schubladen, in denen sich jeweils die oben vorgestellen Bücher befinden. Ein wahres Schatzkästchen an Büchern also!

Hier mitmachen!

Wichtig bei deiner Teilnahme ist, dass du unsere "Genau Meins"-Aktionsseite über einen der Facebook-, Twitter- oder Google+-Buttons auf der Seite teilst. Poste danach hier in einem neuen Beitrag den Link zu deinem Posting bei Facebook, Twitter oder Goolge+ und beachte dabei, dass du die Seite öffentlich teilst, da wir sonst leider nicht nachprüfen können, ob du die Seite wirklich geteilt hast. Bitte verlinke hier direkt auf dein Posting und nicht auf deinen allgemeinen Account bei den genannten sozialen Netzwerken.

Natürlich sind wir neugierig, auf welches der 3 Bücher du schon am gespanntesten bist! Verrate uns, wenn du hier deinen Link postest, doch gleich mit, für welches Buch du dich entscheiden würdest, wenn du die Qual der Wahl aus diesen drei Romanen hättest! In den "Genau Meins"-Leseboxen sind später trotzdem alle Bücher enthalten.
442 BeiträgeVerlosung beendet
L
Letzter Beitrag von  LovelyGabivor 7 Jahren
Ich hätte sehr gern "Das Lavendelzimmer". "Als wir unsterblich waren" kenne ich schon - ein Hammer Buch!

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