Carl Zuckmayer

 3,4 Sterne bei 452 Bewertungen
Autor von Der Hauptmann von Köpenick, Des Teufels General und weiteren Büchern.
Autorenbild von Carl Zuckmayer (©)

Lebenslauf von Carl Zuckmayer

Carl Zuckmayer ist der zweite Sohn des Weinkapselhersteller. Als Carl vier Jahre alt war zog die Familie nach Mainz. Dort besuchte er das Gymnasium. Zuckmayer war kein guter Schüler undh atte häufig Ärger mit seinen Lehrern. Kurz vor dem Abitur entging er nur knapp einem Schulverweis. Als die Familie in Holland Urlaub machte brach der erste Weltkrieg aus. Zurück machte Zuckmayer ein Notabitur und trat, angestachelt durch die patriotische Stimmung der Armee bei. Nach dem Krieg studierte er Jura, Literaturgeschichte und Soziologie in Frankfurt und Heidelberg. Er machte in keinem Fach einen Abschluss. Durch seine Kriegserlebnisse wurde Zuckmayer ein strenger Pazifist. 1920 heiratete Zuckmayer seine Jugendliebe Annemarie Ganz, ließ sich jedoch ein Jahr später schon wieder von ihr scheiden, da er zahlreiche Affären hatte. Sein erstes aufgeführtes Theaterstück "Kreuzweg" floppte und er schlug sich mit zahlreichen Gelegenheitsjobs durch, als Sänger, Anwerber für Shows und kurze Zeit auch als Drogendealer. Nach einer kurzen Zeit am Kieler Stadttheater wurde er gemeinsam mit Berthold Brecht ans Deutsche Theater in Berlin geholt. Sein Stück, "Der fröhliche Weinberg" wurde ein voller Erfolg und von seinem Geld konnte er sich ein eigenes Haus in der Schweiz leisten, welches später als er ins Exil ging, eine Begegnungsstätte für Schriftsteller wurde. Seinen größten Erfolg hatte er mit seinem Stück "Der Hauptmann von Köpenick." 1933 wurden seine Stücke verboten, da er ein Halbjude war und da er öffentlich Stellungnahme gegen die Nationalsozialisten genommen hatte. Er konnte in letzter Sekunde über Paris nach Amerika fliehen. Nach Ende des Krieges, reiste er als Sachebrater nach Deutschland. Später beantragte er sogar die amerikanische Staatsbürgerschaft. Übernimmt aber später die schweizerische, nachdem er dort ein schönes Haus gefunden hat. Er stirbt am 18. Januar 1977 in Visp/Schweiz und ist in Saas-Fee begraben.

Alle Bücher von Carl Zuckmayer

Cover des Buches Der Hauptmann von Köpenick (ISBN: 9783104017839)

Der Hauptmann von Köpenick

 (268)
Erschienen am 19.01.2012
Cover des Buches Des Teufels General (ISBN: 9783104017938)

Des Teufels General

 (63)
Erschienen am 18.01.2012
Cover des Buches Die Fastnachtsbeichte (ISBN: 9783104903491)

Die Fastnachtsbeichte

 (31)
Erschienen am 06.08.2016
Cover des Buches Als wär's ein Stück von mir (ISBN: 9783104903507)

Als wär's ein Stück von mir

 (14)
Erschienen am 06.08.2016
Cover des Buches Der fröhliche Weinberg / Schinderhannes (ISBN: 9783596270071)

Der fröhliche Weinberg / Schinderhannes

 (6)
Erschienen am 23.11.1988
Cover des Buches Der fröhliche Weinberg (ISBN: 9783596127030)

Der fröhliche Weinberg

 (5)
Erschienen am 01.06.1995

Neue Rezensionen zu Carl Zuckmayer

Cover des Buches Als wär's ein Stück von mir (ISBN: 9783104903507)
ArsAstrologicas avatar

Rezension zu "Als wär's ein Stück von mir" von Carl Zuckmayer

Ein Buch, das jedem Künstler, sei er nun Schriftsteller, Filmemacher oder Sänger etc., Mut macht, Niederlagen einzustecken und weiterhin an sich zu glauben - bis sich dann eines Tages vollkommen unerwartet der Erfolg einstellt
ArsAstrologicavor einem Jahr

Eine kluge Schriftsteller-Biographie, zum Jahreswechsel gelesen, als sich der Fake-News-Mob mal wieder an Hassorgien delektierte. Alles schon mal dagewesen, wie Carl Zuckmayer in seinem wunderbaren Buch beschreibt. Der Titel ist das Zitat aus einer Passage, in der er seine abenteuerliche Flucht in der NS-Zeit beschreibt.


"Denke ich an die hellsten und an die schwärzesten Stunden in meinem Leben und im Leben derer, die mir nahestanden, so ist die Freundschaft wie ein festes, sichtbarliches, unzerreißbares Band hindurchgeschlungen. In den guten Zeiten war sie eine Steigerung im gegenseitigen Geben und Empfangen. In de Zeiten der Not wurde sie zu einem Anker, dem letzten, an den man sich hielt, zur Lotsenschaft, manchmal zum Rettungsring, und immer, auch in der Niederbrüchen, auch im Geschlagensein, blieb sie ein irdisches Fanal, ein Feuerschiff, ein Signal im Nebel. Selbst wenn der Tod die Freunde von meiner Seite riß - ich habe das allzu früh erleben müssen, und es geschieht immer wieder -, so war und ist es jedes mal, als wär's ein Stück von mir."

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Cover des Buches Als wärs ein Stück von mir: Horen der Freundschaft (ISBN: B002BR56MW)
S

Rezension zu "Als wärs ein Stück von mir: Horen der Freundschaft" von Carl Zuckmayer

Zeitzeugnis
Streifivor 3 Jahren

Carl Zuckmayer war mir lange Zeit nur als der Autor des Hauptmann von Köpenick bekannt, den ich in der Schule lesen durfte. Über ihn und sein Leben habe ich mich lange keine Gedanken gemacht, obwohl ich die Autobiographie seiner Frau „Die Farm in den grünen Bergen“ bereits als Teenager begeistert gelesen hatte. Als ich letztens nun „Die Schule am Meer“ von Sandra Lüpkes gelesen habe, tauchte er in einer kurzen Nebenrolle auf, spielt doch sein großer Bruder eine wichtige Rolle in diesem Buch. Das brachte mich dazu Die Farm in den grünen Bergen noch einmal zu lesen und dann nach einer Biographie seines Lebens Ausschau zu halten.


Als wär’s ein Stück von mir ist seine Autobiographie, die er 1966 verfasst hat, als er mit seiner Frau bereits zurück in Europa war und in Saas Fee seine letzten Jahre verbrachte. Das Buch beginnt mit den Jahren, die er mit seiner Frau in Henndorf verbracht, bis sie durch die Nazis von dort vertrieben wurden und in die Schweiz flüchten mussten. Erst danach setzt eine chronologische Erzählweise ein, in der die Jahre der Jugendzeit, der Erlebnisse im 1. Weltkrieg und den Jahren bis zu den ersten Erfolgen folgen. Es folgen die Jahre der Emigration in den USA und die Rückkehr nach dem Krieg.


Interessant wird es immer dann, wenn Zuckmayer von seinen direkten Erlebnissen erzählt. Da ist man mitten im Geschehen und spürt die Angst, bzw. die Lebensfreude. Etwas schwieriger zu Lesen fand ich das Buch wenn es sich um Ortsbeschreibungen oder charakterliche Darstellungen von Zeitgenossen handelte. Was vermutlich auch daran liegt, dass viele der Namen heute kein Begriff mehr sind.


Trotz allem war es ein gut zu lesendes Buch und mich hat überrascht wie reflektiert Zuckmayer das Verhalten der Deutschen und besonders der Intellektuellen in der Weimarer Republik beurteilt. Dass man hier zu blauäugig war und zu wenig unternommen hat. Auch dass der erste Weltkrieg herbeigesehnt wurde kann er aus eigener Erfahrung nicht bestätigen. In seinem Umfeld glaubte niemand an den Krieg, bis er wirklich ausbrach.

Ich habe Carl Zuckmayer in diesem Buch als einen interessanten und sehr nachdenklichen Menschen kennenglernt, der eine ungewöhnliche Lebensgeschichte zu erzählen hat.


Von mir daher eine Leseempfehlung.

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Cover des Buches Die Fastnachtsbeichte (ISBN: 9783104903491)
G

Rezension zu "Die Fastnachtsbeichte" von Carl Zuckmayer

enttäuschend
Gerhardvor 4 Jahren

Inhalt (übernommen):

Am Abend des Fastnachtsamstags 1913 bricht im Mainzer Dom ein unbekannter junger Mann mit einem Stilett im Rücken tot zusammen. Wer ist sein Mörder? Wo liegen die Motive für die rätselhafte Tat? Während des turbulenten Treibens der Mainzer Fastnacht versucht der Staatsanwalt diese Fragen zu klären. Im Morgengrauen des Aschermittwochs finden nicht nur Mummenschanz und Maskenspiel des Narrenvolks ihr nüchternes Ende: der Ermordete hat die ins Geschehen Verwickelten zur Fastnachtsbeichte gezwungen.
Carl Zuckmayers berühmte Erzählung über Liebe, Schuld, Verstrickung und die Suche nach Barmherzigkeit gehört zu den bedeutendsten Werken des Autors.

Meine Meinung:

Der Anfang des Buches und der Klappentext waren wirklich vielversprechend, aber leider wurden meine Erwartungen komplett enttäuscht. Die Handlung war Großteils langatmig, langweilig und ich musste mich durch die Seiten kämpfen. Wäre das Buch länger gewesen hätte ich es abgebrochen. Ich hatte beim Lesen oft das Gefühl, dass der Autor die Handlung künstlich in die Länge gezogen hat, wodurch meine Lesefreude schnell komplett erloschen ist. Die Beschreibungen sind oft zu detailliert und umfangreich, wodurch die für Kriminalromane übliche Spannung komplett verloren geht und das Buch zu langweilen anfängt. Leider kann die Spannung auch nie wieder aufgebaut werden und selbst die Auflösung konnte mich daher nicht mehr begeistern. Sehr schade, ich hätte mir wirklich mehr erhofft!

Mein persönliches Fazit:

Enttäuschend, langatmig und langweilig. Für mich ist dieses Buch kein Krimi, was man nach dem Lesen des Klappentexts erwarten würde. Ich vergebe 1 von 5 Sterne.

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Zusätzliche Informationen

Carl Zuckmayer wurde am 27. Dezember 1896 in Nackenheim (Deutschland) geboren.

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