Asta Scheib

 3,8 Sterne bei 198 Bewertungen
Autor von Eine Zierde in ihrem Hause, Das Schönste, was ich sah und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Asta Scheib

Asta Scheib, geboren am 27. Juli 1939 in Bergneustadt, ist Journalistin und Schriftstellerin und lebt in München. Sie arbeitete als Redakteurin bei verschiedenen Frauenzeitschriften und schrieb Drehbücher für das Fernsehen. Ihre literarische Tätigkeit begann sie mit Kurzgeschichten. 1974 verfilmte Rainer Werner Fassbinder ihre Erzählung «Angst vor der Angst». Großen Erfolg hatte Asta Scheib außerdem mit ihrem Roman «Kinder des Ungehorsams», in dem sie die Geschichte der Katharina von Bora, der Ehefrau Martin Luthers, darstellte. 2003 erhielt sie vom Freistaat Bayern die Pro-Meritis-Auszeichnung für besondere Verdienste in Wissenschaft und Kunst.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Asta Scheib

Cover des Buches Eine Zierde in ihrem Hause (ISBN: 9783499256608)

Eine Zierde in ihrem Hause

 (52)
Erschienen am 23.08.2011
Cover des Buches Das Schönste, was ich sah (ISBN: 9783423254342)

Das Schönste, was ich sah

 (26)
Erschienen am 17.11.2021
Cover des Buches Das stille Kind (ISBN: 9783423215305)

Das stille Kind

 (23)
Erschienen am 01.08.2014
Cover des Buches Beschütz mein Herz vor Liebe (ISBN: 9783423212502)

Beschütz mein Herz vor Liebe

 (15)
Erschienen am 01.11.2010
Cover des Buches In den Gärten des Herzens (ISBN: 9783455811148)

In den Gärten des Herzens

 (13)
Erschienen am 22.07.2013
Cover des Buches Kinder des Ungehorsams (ISBN: 9783423216609)

Kinder des Ungehorsams

 (11)
Erschienen am 09.12.2016
Cover des Buches Sonntag in meinem Herzen (ISBN: 9783423215572)

Sonntag in meinem Herzen

 (9)
Erschienen am 01.12.2014
Cover des Buches Sei froh, dass du lebst! (ISBN: 9783499232398)

Sei froh, dass du lebst!

 (8)
Erschienen am 01.07.2002

Neue Rezensionen zu Asta Scheib

Cover des Buches Eine Zierde in ihrem Hause (ISBN: 9783499229695)
Anita27as avatar

Rezension zu "Eine Zierde in ihrem Hause" von Asta Scheib

ein Überraschungsbuch
Anita27avor 3 Tagen

Die Biografie der Ottilie von Faber Castell hätte ich wahrscheinlich nie gelesen wenn nicht eine Freundin sie mir dringend empfohlen hätte
Gleich vorneweg: ich habe es nicht bereut.
In Romanform und durchaus ansprechend erzählt Asta Scheib das Leben der Ottilie von Faber Castell, die sehr jung vom Großvater in Ermangelung männlicher Erbnachfolger als Universalerbin des florierenden Familienunternehmens A.W Faber eingesetzt wird.
Beginnend mit der Schilderung der Schulzeit im renommierten Max-Josef-Stift in München, über ihre Ehe mit Graf Alexander von Castel Rüdinghausen bis hin zur reifen Ottilie, die sich plötzlich von allen Zwängen befreit und dadurch alles verliert.
Die Biografie lässt nichts aus. Sehr detailliert werden die Zeit, die familiären Umstände, das Familienleben, das Engagement, die Entwicklung und Geschichte der Bleistftfabrik und nicht zuletzt der Zeitgeist geschildert. Hier bedient sich Asta Scheib des Perspektivewechsels indem sie das aus armen Verhältnissen stammende Arbeitermädchen Anna Vasbender mit ins Spiel bringt. Anna wird zur treuen Gefährtin Ottiliens, ihre Näherin und später Kindermädchen. Durch ihre Augen und die Ihres Gefährten Johann Bürger dessen Charakter an den des Nürnberger Arbeiterdichters Karl Bröger angelehnt ist erhält man Einblicke in die sozialen Spannungen dieser Zeit.
Während der Lektüre wird bald klar Ottilie ist nicht glücklich, nicht in ihrer Ehe und nicht mit ihrem Stand. Sie fühlt sich nicht ernst genommen und hat das Gefühl von Ihrem Mann systematisch aus dem Unternehmen verdrängt zu werden. Die Reduzierung ihrer Aufgaben auf Haushalt und Kinder gibt ihr ein Gefühl von Unzufriedenheit. Hinzu kommt die Zuneigung zu einem langjährigen Freund der Familie Philip von Brand, ebenfalls verheiratet. Im Geheimen sind beide sich ihrer gegenseitigen Liebe gewiss, können aber aus Rücksicht auf die jeweiligen Familien nicht offen dazu stehen.
Obwohl Ottilie scheinbar ein Leben voller Glanz und Pomp führt, entscheiden Sie und Philip sich schliesslich dazu ihre Familien zu verlassen und zusammen zu leben.
Diese stößt auf vollkommenes Unverständnis und Ottilie verliert Ansehen und nicht zuletzt auch den Kontakt zu ihren Kindern. Sie findet einerseits ihr großes Glück und bekennt sich dazu, verliert andererseits sehr viel und leidet sehr darunter.

Asta Scheib gelingt es ein interessantes Gesellschaftsportät vor allem auch der Frau in der Zeit der Jahrhundertwende und vor dem ersten Weltkrieg, zu erstellen. Immer wieder fließen zahlreiche Details mit in die Schilderungen ein, wie z.B. die genaue Beschreibung der Räumlichkeiten des neu erbauten Schlosses in Stein oder aber Auszüge aus einem Aufklärungsbuch einer Münchner Ärztin aus dieser Zeit.

So muss es sich anfühlen wenn man ein Buch liest, das man sich eigentlich nie ausgesucht hätte. Sich überraschen lassen, etwas dazu lernen. Die Geschichte der Familie kennenlernen, die die Stifte produziert mit denen man schon seit der Kindheit schreibt und malt. Eine unerwartete Bereicherung nicht zuletzt wegen der schönen leichten und informativen Art wie Asta Scheib uns die Menschen und deren Zeit näher bringt.
4 gute Sterne( aufgrund einiger Längen nur 4)

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Cover des Buches Beschütz mein Herz vor Liebe (ISBN: 9783423212502)
L

Rezension zu "Beschütz mein Herz vor Liebe" von Asta Scheib

Intensiv und sehr berührend
Lyvivor einem Jahr

Die Erzählung Astas über Ihre persönliches Erleben und Empfinden in dieser grauenvollen Zeit hinterlässt mir als Leserin großes Mitgefühl, die geschilderten Ängste, der Überlebendurst der jungen Frau, was Sie durchmachen musste, wieviel unermessliches Leid und der Verlust geliebter Menschen, das Heim ehemals Ort der Sicherheit und Obhut....der Titel lässt sich besonders gut nachvollziehen, bedenkt man den ganzen Schmerz, der damit verbunden war. 

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Cover des Buches Das Schönste, was ich sah (ISBN: 9783423440950)
beccariss avatar

Rezension zu "Das Schönste, was ich sah" von Asta Scheib

Ein wahres Künstlerleben
beccarisvor einem Jahr

Er hat ein bescheidenes und kurzes Leben geführt: Giovanni Segatini (später Segantini). Mit all seiner Leidenschaft hat er gemalt und geliebt. Sehr eindrücklich wird dieses Künstlerleben in diesem Buch beschrieben. Nach ein traurigen Kindheit, in der er wenig Liebe und Zuwendung erfährt, findet Segantini aber schon bald seine wahre Liebe zu der Mailänderin Luigia (genannt Bice) Bugatti. Mit ihr erfährt er grosses Familienglück trotz vielen Entbehrungen und Nöten. Auch seine vier Kinder liebt und verehrt er über alles. Trotzdem verlässt er die Familie sehr oft für längere Zeit, um in den Bergen in aller Abgeschiedenheit Motive für seine Bilder zu suchen und tagelang zu malen. Seine Weggefährten sind unter anderem Giovanni Giacometti und Cuno Amiet, die bis an seine tragisches Lebensende treue Freunde bleiben.

Es ist ein ruhiges, naturverbundenes Buch, dass sich trotz der etwas holprigen und nicht immer ganz stilsicheren Sprache gut und angenehm lesen lässt.

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