Arthur Golden

 4,2 Sterne bei 3.003 Bewertungen
Autor von Die Geisha, Memoirs of a Geisha und weiteren Büchern.
Autorenbild von Arthur Golden (© Jerry Bauer)

Lebenslauf von Arthur Golden

Der US-amerikanische Schriftsteller Arthur Golden wurde 1956 in Tennessee geboren. Nach seinem Studium der Kunstgeschichte in Harvard verbrachte er mehrere Jahre in Japan, was ihn zu seinem Roman "Die Geisha" inspirierte. Heute lebt er mit Frau und Kinder in Masachusetts.

Alle Bücher von Arthur Golden

Cover des Buches Die Geisha (ISBN: 9783442735228)

Die Geisha

 (2.922)
Erschienen am 05.12.2005
Cover des Buches Die Geisha (ISBN: B00C58M87S)

Die Geisha

 (2)
Erschienen am 01.01.2005
Cover des Buches Die Geisha (ISBN: 9783844508796)

Die Geisha

 (1)
Erschienen am 14.06.2012
Cover des Buches Memoirs of a Geisha (ISBN: 9780099771517)

Memoirs of a Geisha

 (68)
Erschienen am 20.06.2011
Cover des Buches Geisha (ISBN: 9782253117957)

Geisha

 (7)
Erschienen am 01.05.2006
Cover des Buches Memoirs Of A Geisha (Vintage Past) (ISBN: 9781784871406)

Memoirs Of A Geisha (Vintage Past)

 (1)
Erschienen am 06.10.2016

Neue Rezensionen zu Arthur Golden

Cover des Buches Die Geisha (ISBN: 9783442735228)B

Rezension zu "Die Geisha" von Arthur Golden

Spannend und Interessant
BDaleckevor 2 Tagen

Ich mochte die Charaktere, ihren Weg durch die detaillierte Geschichte und die Verwebungen mit historischen Ereignissen. 

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Cover des Buches Die Geisha (ISBN: 9783442735228)B

Rezension zu "Die Geisha" von Arthur Golden

Die Kunst der Geisha
Blintschikvor 10 Tagen

Dies ist einer der Bücher, die ich ewig weiterlesen könnte. Der Schreibstil ist so angenehm, dass man direkt in die Geschichte eintaucht und alles mitzuerleben scheint. Außerdem fand ich es unglaublich interessant über die alte Geishakultur zu lernen, wobei sie in dem Buch schon langsam ins moderne wandert. Die Charaktere wirken echt und interessant, sodass man auch sie gerne kennenlernt, selbst wenn sie nicht immer die nettesten sind. Dennoch hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich werde ws garantiert noch öfter lesen.

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Cover des Buches Die Geisha (ISBN: 9783442735228)W

Rezension zu "Die Geisha" von Arthur Golden

Gute Story, aber verfälschtes Bild aus westlicher Männersicht, gefühlskalt erzählt
Wortkosterinvor 2 Monaten

Mit Arthur Goldens Bestseller von 1997 "Die Geisha" (Memoirs of a Geisha) habe ich einen Fehlgriff getan, denn inhaltlich und stilistisch hat mich einiges gestört.

Der US-amerikanische Japanologe Golden hat nur diesen einen Roman (one hit wonder) geschrieben: mit mäßiger schriftstellerischer Könnerschaft, finde ich. Er hatte das Glück, auf eine starke Story zu stoßen und die Cleverness, diese in "disneyfizierter" Form für den westlichen Geschmack aufzubereiten: Mineko Iwasaki, die in den 1930ern Japans berühmteste Geisha war, hat ihm im Interview ihre Lebensgeschichte anvertraut. Er nahm sich im Roman einige Freiheiten. Iwasaki verklagte ihn wegen falscher Darstellung und Rufschädigung.

Das Ergebnis ist der vor Klischees triefende Blick eines amerikanischen Mannes auf eine japanische Frau und eine "exotische" fernöstliche Kultur. Er benutzt Stereotypen und Versatzstücke einer fremden Kultur, um eine westliche Aschenputtel-Geschichte zu erzählen: Der Aufstieg eines kleinen Mädchens (Fischermädchen Chiyo) zur "Prinzessin" (berühmte Geisha Sayuri), deren größter Lebenstraum es ist, vom starken Prinzen (Direktor) geliebt und gerettet zu werden. Einmal mehr gefiel der Leserschaft die Mär, dass in jeder noch so selbstbewussten Frau ein schwaches Weib steckt, das nichts mehr ersehnt, als vom Mann ihrer Träume erobert zu werden. Eine emanzipierte Frau ist nicht erkennbar.

Und ich muss zugeben, dass die bildgewaltige, romantische Hollywood-Verfilmung (2005) auch mich bezaubert hat. Darin haben die gefühlvollen Schauspielerinnen den portraitierten Frauen eine Seele geschenkt.

Jetzt beim Lesen des Romans haben mir die seelenlosen und platten Figurenzeichnungen missfallen. Zwischen den japanischen Frauen (durch Goldens Augen) herrscht Gefühlskälte. Das Leben in der Okiya (Geisha-Haus) ist von Konkurrenz, Eifersucht und Härte geprägt. Die Gefühlswelt der Protagonistin war für mich nicht greifbar.

Negativ aufgefallen sind mir die stilistischen Brüche: Mal scheint der emotionslose Japanologe Golden zu dozieren, mal meine ich, in Interview-O-Tönen die Stimme der echten Geisha durchzuhören, z.B in eindrücklichen Beschreibungen und in originellen Bezeichnungen (z.B. das windschiefe "tipsy" / "beschwipste" Fischerhaus).

Bei der Vermarktung des Romans schmückte Golden sich reichlich und erfolgsbringend damit, die "wahre Geschichte" von Iwasaki zu erzählen.

Dabei war Mineko Iwasaki von dem Roman entsetzt: Golden hatte ihre Geschichte geklaut (ohne jegliche Vergütung) und sie entstellt. Sie kritisierte einige Darstellungen der Bräuche als verfälscht. Eine Geisha ist eine Unterhaltungskünstlerin, keine Edelprostituierte. Sie ging vor Gericht, denn sie war nicht einverstanden mit der Nennung ihres vollen Namens als Quelle (Golden habe das mündliche Abkommen über vertrauliche biografische Informationen verletzt). Und für die – von Golden aufgestellte – Behauptung, ihre Jungfräulichkeit sei versteigert worden (Mizuage), verklagte sie ihn auf 10 Millionen Dollar Schadensersatz wegen Rufschädigung. Da jedoch kein schriftlicher Beweis existierte, verlor sie den Prozess. Immerhin erwirkte sie, dass Golden sich nicht mehr auf sie als Quelle berufen darf.

Im Jahr 2002 veröffentlichte Iwasaki (mit der Japanologin Rande Brown als Co-Autorin) ihre Autobiografie "Die wahre Geschichte der Geisha" (Geisha, A Life): Diese habe ich heute bestellt und freue mich auf ihre Erzählung aus eigenem Munde. Ihr Buch ist kein Bestseller, gilt als trocken, halt ohne Schmalz - dafür ist es eine unverfälschte own voice narrative.

Fazit: 

Wer romantischen Geisha-Kitsch in schönen Bildern erleben möchte, dem lege ich den Hollywood-Film „Die Geisha“ nahe (anstelle des Golden-Romans). Für einen authentischen Einblick empfehle ich, die Autobiografie der Geisha Mineko Iwasaki zu lesen. Oder diese weitere Autobiografie der Japanerin Mineko: „Die letzte Geisha: Eine wahre Geschichte“.

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Zusätzliche Informationen

Arthur Golden wurde am 06. Dezember 1956 in Chattanooga (Tennessee) (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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von 147 Lesern aktuell gelesen

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