Alice Miller

 4,3 Sterne bei 156 Bewertungen

Lebenslauf von Alice Miller

Alice Miller, geboren 1982 in Wellington, Neuseeland, studierte Literatur an der Victoria University of Wellington, Neuseeland und der University of Iowa, USA. Sie schreibt Gedichte, Theaterstücke, Essays und Prosa. Ihre Texte wurden in zahlreichen Zeitschriften veröffentlicht und mit Preisen (unter anderem dem BNZ Katherine Mansfield Award und dem Royal Society of NZ Manhire Prize) ausgezeichnet. 2014 erschien ihr erster Gedichtband, The Limits, in Neuseeland (Auckland University Press) und Großbritannien (Shearsman Books). Alice Miller war 2015/2016 Stipendiatin der Akademie Schloss Solitude.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Alice Miller

Cover des Buches Am Anfang war Erziehung (ISBN: 9783518739358)

Am Anfang war Erziehung

 (31)
Erschienen am 18.02.2013
Cover des Buches Du sollst nicht merken (ISBN: 9783518374528)

Du sollst nicht merken

 (16)
Erschienen am 28.01.2010
Cover des Buches Die Revolte des Körpers (ISBN: 9783518457436)

Die Revolte des Körpers

 (12)
Erschienen am 30.08.2011
Cover des Buches Das verbannte Wissen (ISBN: 9783518382905)

Das verbannte Wissen

 (6)
Erschienen am 26.04.2010
Cover des Buches Der gemiedene Schlüssel (ISBN: 9783518383124)

Der gemiedene Schlüssel

 (6)
Erschienen am 09.07.2010
Cover des Buches Evas Erwachen (ISBN: 9783518455616)

Evas Erwachen

 (6)
Erschienen am 06.07.2011
Cover des Buches Dein gerettetes Leben (ISBN: 9783518419342)

Dein gerettetes Leben

 (6)
Erschienen am 29.03.2012

Neue Rezensionen zu Alice Miller

Cover des Buches Das Drama des begabten Kindes und die Suche nach dem wahren Selbst (ISBN: 9783518374504)
Nathanaels avatar

Rezension zu "Das Drama des begabten Kindes und die Suche nach dem wahren Selbst" von Alice Miller

Das Wahre Drama
Nathanaelvor einem Monat

Wie fange ich am besten an?

Hmm

Ich finde es sehr Gut das am Anfang klar gemacht wird, das eine Narzisstische Persöhnlichkeitsstörung nicht verurteilt werden sollte, sondern das man das Drama dahinter verstehen sollte.

Immer wieder sehe ich in unserer gesellschafft das etwas das man nicht versteht, hart verurteilt wird.

Da viele unter dieser Störung leiden und es nicht verstehen, verfallen sie in Hass und Verurteilung was ja auch verständlich ist da man sich schutzlos ausgeliefert fühlt.

Dieses Buch bietet denen die bereit sind, die Möglichkeit zu Verständnis, Mitgefühl und Liebe, was ja eher zur Lösung der Probleme beiträgt als mit weiterer Verachtung alles nur schlimmer zu machen.

Zudem kann jemand der unter dieser Störung leidet sich selbst etwas näher kommen und sich selbst besser verstehen.

Mir ist, nach dem ich das Buch gelesen habe aufgefallen das es kaum oder nur sehr wenige gibt die nicht unter einigen der Aspekte die in diesem Buch beschrieben werden leiden. Dennoch wird mit dem Finger oft auf die anderen gezeigt, Angst ist vorherrschend. Angst vor sich selbst und vor den anderen.

Doch wer bereit ist zu Selbstehrlichkeit dem wird dieses Buch so manche Dunkle Ecke erhellen.

Es gibt viele Fabeln und Beispiel mit dem einem sehr gut das Drama begreiflich gemacht wird und sie sind sehr hilfreich.

Allerdings muss ich sagen das es in diesem Buch nicht wirklich richtig funktionierende Lösungsansätze gibt die zur Heilung führen.

Ich empfehle denen die dieses Buch lesen auch das Buch „Das Wahre Drama des Begabten Kindes“ zu lesen. Denn die Tochter von Alice Miller hat nach allen Bemühungen dann doch auch die Dämonen Ihrer Mutter bekommen.

Man kann mit diesem Buch tatsächlich sich selbst etwas näher kommen, In Erkenntnis und Verständnis Wachsen, aber wirklich Gesund wird man nicht.

Es ist trotzdem ein unverzichtbares Buch

Es ist ersreckend was Liebesmangel anrichtet!

Ich empfehle hier an dieser Stelle Das Buch „Das Kind in die muss Heimat finden“ von Stefanie Stahl hier werden in meinen Augen wirklich helfende Techniken und Methoden gezeigt, mit denen man Arbeiten kann und die einem weiter helfen auch wenn Ich Persönlich auch an diesem Buch mit einigen Dingen nicht einverstanden bin aber das folgt in der Rezension zu dem Buch.

Ich möchte noch etwas hinzufügen, Den Anfang aus Demian von Herman Hesse:

Um meine Geschichte zu erzählen, muß ich weit vorn anfangen. Ich müßte, wäre es mir möglich, noch viel weiter zurück gehen, bis in die allerersten Jahre meiner Kindheit und noch über sie hinaus in die Ferne meiner Herkunft zurück.

Die Dichter, wenn sie Romane schreiben, pflegen so zu tun, als seien sie Gott und könnten irgendeine Menschengeschichte ganz und gar überblicken und begreifen und sie so darstellen, wie wenn Gott sie sich selber erzählte, ohne alle Schleier, überall wesentlich. Das kann ich nicht, so wenig wie die Dichter es können. Meine Geschichte aber ist mir wichtiger als irgendeinem Dichter die seinige; denn sie ist meine eigene, und sie ist die Geschichte eines Menschen — nicht eines erfundenen, eines möglichen, eines idealen oder sonstwie nicht vorhandenen, sondern eines wirklichen, einmaligen, lebenden Menschen. Was das ist, ein wirklicher lebender Mensch, das weiß man heute allerdings weniger als jemals, und man schießt denn auch die Menschen, deren jeder ein kostbarer, einmaliger Versuch der Natur ist, zu Mengen tot. Wären wir nicht noch mehr als einmalige Menschen, könnte man jeden von uns wirklich mit einer Flintenkugel ganz und gar aus der Welt schaffen, so hätte es keinen Sinn mehr, Geschichten zu erzählen. Jeder Mensch aber ist nicht nur er selber, er ist auch der einmalige, ganz besondere, in jedem Fall wichtige und merkwürdige Punkt, wo die Erscheinungen der Welt sich kreuzen, nur einmal so und nie wieder. Darum ist jedes Menschen Geschichte wichtig, ewig, göttlich, darum ist jeder Mensch, solange er irgend lebt und den Willen der Natur erfüllt, wunderbar und jeder Aufmerksamkeit würdig. In jedem ist der Geist Gestalt geworden, in jedem leidet die Kreatur, in jedem wird ein Erlöser gekreuzigt.

Wenige wissen heute, was der Mensch ist. Viele fühlen es, und sterben darum leichter, wie ich leichter sterben werde, wenn ich diese Geschichte fertiggeschrieben habe.

Einen Wissenden darf ich mich nicht nennen. Ich war ein Suchender und bin es noch, aber ich suche nicht mehr auf den Sternen und in den Büchern, ich beginne die Lehren zu hören, die mein Blut in mir rauscht. Meine Geschichte ist nicht angenehm, sie ist nicht süß und harmonisch wie die erfundenen Geschichten, sie schmeckt nach Unsinn und Verwirrung, nach Wahnsinn und Traum wie das Leben aller Menschen, die sich nicht mehr belügen wollen.

Das Leben jedes Menschen ist ein Weg zu sich selber hin, der Versuch eines Weges, die Andeutung eines Pfades. Kein Mensch ist jemals ganz und gar er selbst gewesen; jeder strebt dennoch, es zu werden, einer dumpf, einer lichter, jeder wie er kann. Jeder trägt Reste von seiner Geburt, Schleim und Eischalen einer Urwelt, bis zum Ende mit sich hin. Mancher wird niemals Mensch, bleibt Frosch, bleibt Eidechse, bleibt Ameise. Mancher ist oben Mensch und unten Fisch. Aber jeder ist ein Wurf der Natur nach dem Menschen hin. Uns allen sind die Herkünfte gemeinsam, die Mütter, wir alle kommen aus demselben Schlunde; aber jeder strebt, ein Versuch und Wurf aus den Tiefen, seinem eigenen Ziele zu. Wir können einander verstehen; aber deuten kann jeder nur sich selbst. 

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Cover des Buches Am Anfang war Erziehung (ISBN: 9783518374511)

Rezension zu "Am Anfang war Erziehung" von Alice Miller

Kinder lieben, statt verbiegen! -
Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren

Gut 30 Jahre sind vergangen, seit Alice Miller ihre ersten Bücher veröffentlicht hat, manches an psychlogischer Literatur ist dazu gekommen, trotzdem kommt man an Miller nicht vorbei, will man verstehen, wie ein Kind durch persönliche Defizite oder lieblose Erziehungsmethoden psychisch geschädigt wird und je nach Konstellation durch Leistung, Depression oder Gewalttätigkeit auffällt.
Um sich zu einem psychsich gesunden Menschen zu entwickeln, braucht ein Kind Eltern, die es um seiner selbst Willen lieben und selbst nicht unter größeren psychischen Problemen leiden.

In diesem Band geht es besonders um die Folgen der schwarzen Pädagogik (Erziehung durch Gewalt und Manipulation, um das Kind den Eltern unterzuordnen), durch die das Kind in jüngsten Jahren konditioniert wird, bestimmte Gefühle abzuspalten und zu verdrängen und sich so zu verhalten, wie von den Eltern erwartet. 

So verlernt das Kind bestimmte Dinge zu fühlen, Empathie kann oft nicht empfunden werden, Opfer können zu Tätern werden, was u.a. an einem anschaulichen Kapitel über Hitler erklärt wird.

Das Buch ist nicht als reines Fachbuch geschrieben, sondern kann wie auch sein Vorgänger "Das Drama des begabten Kindes" als Selbsthilfebuch, zur Unterstützung der Aufarbeitung der eigenen Kindheit in der Therapie oder als Ratgeber für Eltern und Menschen, die beruflich mit Kindern arbeiten gelesen werden.

Ich persönlich habe von diesem und anderen Büchern von Miller  sehr viel mitgenommen,  vor 30 Jahren waren das fast revolutionäre Gedanken, die für Betroffene eine große Entlastung sein konnten.

Ich persönlich finde  den  Zugang zu Millers Texten einfach, ein gewisses Interesse am Thema vorrausgesetzt.

Das Thema finde ich nach wie vor aktuell, auch wenn sich nach außen hin einiges geändert hat und manches subtiler wirkt.

 


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Cover des Buches Das Drama des begabten Kindes und die Suche nach dem wahren Selbst (ISBN: 9783518374504)
Wortsalats avatar

Rezension zu "Das Drama des begabten Kindes und die Suche nach dem wahren Selbst" von Alice Miller

Nicht umsonst kontrovers diskutiert.
Wortsalatvor 4 Jahren

Millers Theorie gibt durchaus wertvolle Denkanstöße, um die Kindesentwicklung besser verstehen zu können - für die damalige Zeit jedenfalls revolutionär und nicht umsonst ein Meilenstein der psychologischen Literatur. 


Allerdings sticht sie mit einer auffälligen Einseitigkeit heraus, lässt andere Faktoren, die ebensolchen Einfluss auf die Kindesentwicklung haben, außen vor. Ob das so gewollt ist und dem Leser diese Tatsache von vorne rein bewusst zu sein hat, lässt sich schwer sagen. Ihr Fokus liegt einzig und allein auf den Kindeseltern, die nach Millers Ansicht wohl mit nahezu jedem Atemzug Ungerechtigkeiten am Kinde verüben. Mir genügt das nicht und es fehlt mir an der Komplexität angesichts dieses umfangreichen Themas. 

Für mich eine nette Ergänzung, eine Anregung, allerdings keine ausgereifte umfangreiche Theorie. 

Zum Schreibstil: Für ein Sachbuch in Ordnung, darin liegt aber nicht mein Hauptaugenmerk. 

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